#526 Dr. Gerald “Gerry” Haag | Unternehmer, Transformator, Zukuntsgestalter

Shownotes

Unser heutiger Gast hat zunächst Informatik an der Christian-Albrechts Universität zu Kiel studiert, anschließend einen Master in Human Kinetics an der University of British Columbia absolviert und schließlich in Biomechanik an der Universität Tübingen promoviert. Nach seiner Promotion hat er drei Jahre als Hafenmeister an der kanadischen Pazifikküste gearbeitet, ein bewusst gewählter Kontrast zur akademischen Laufbahn. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat er dann an der Schnittstelle von Unternehmertum, Technologie und Kultur gewirkt: Er war einer der ersten Executives bei Amazon Europa, hat LOVEFiLM mit aufgebaut, das Lifestyle-Unternehmen Barefoot Living mit gegründet, als VP den internationalen Rollout von Peloton verantwortet und darüber hinaus zahlreiche Unternehmen als Gründer, Investor oder Berater begleitet, unter anderem Gourmondo, Checkdomain, Onlineprinters oder Privax. Doch er ist weit mehr als ein Seriengründer: Als Initiator des Netzwerks Happy Humans und des Gründerevents Letsgofreeriding bringt er Menschen zusammen, die an eine flourishing Zukunft glauben – mit mehr Miteinander, mehr Verantwortung und mehr innerer Freiheit. Gerry lebt auf Mallorca, ist Vater von vier Kindern, leidenschaftlicher Surfer und Freerider, Community-Builder und Kulturarchitekt mit globalem Blick. Seit über acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. In über 500 Episoden mit fast 700 Persönlichkeiten haben wir darüber gesprochen, was sich verändert hat – und was sich weiter verändern muss. Wie kann eine Unternehmenskultur entstehen, die nicht nur Performance liefert, sondern langfristig wirkt – im Einklang mit Mensch und Umwelt?

Wie schaffen wir mehr Miteinander in einer Welt, die sich zu oft um Selbstoptimierung dreht?

Wie verändert sich Arbeit, wenn wir sie vom Geld entkoppeln – und was lernen wir aus anderen Lebenskonzepten und Kulturen? Und wie gelingt eine Schulbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen ins Leben begleitet? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Deshalb suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work – heute mit Dr. Gerald „Gerry“ Haag.

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00:00:00: Unser heutiger Gast hat zunächst Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert, anschließend einen Master in Human Kinetics an der University of British Columbia absolviert und schließlich in Biomechanik an der Universität Tübingen promoviert.

00:00:13: Nach seiner Promotion hat er drei Jahre als Hafenmeister an der kanalischen Pazifikküste gearbeitet, ein bewusst gewählter Kontrast zur akademischen Laufbahn.

00:00:22: In den vergangenen drei Jahrzehnten hat er dann an der Schnittstelle von Unternehmertum Technologie und Kultur gewirkt.

00:00:28: Er war einer der ersten Executives bei Amazon Europe, hat Love-Film mit aufgebaut, das Lifestyle-Unternehmen Barfoot Living mitgegründet, als Vice-President den internationalen Rollout von Peloton verantwortet und darüber hinaus zahlreiche Unternehmen als Gründer, Investor oder Berater begleitet.

00:00:44: Unter anderem Gormondo, Check Domain, Online Printers oder Privax.

00:00:49: Doch er ist weit mehr als ein Seriengründer.

00:00:51: Als Initiator des Netzwerks Happy Humans und des Gründerevents Let's Go Freeriding bringt er Menschen zusammen, die an eine flourishing Zukunft glauben.

00:01:01: Mit mehr Miteinander, mehr Verantwortung und mehr innerer Freiheit.

00:01:05: Unser Gast lebt auf Mallorca, ist Vater von vier Kindern, leidenschaftlicher Surfer und Freerider, Community-Bilder und Kulturarchitekt mit globalem Blick.

00:01:13: Seit über acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihnen zu schwächen.

00:01:19: In über fünfhundert Episoden mit fast siebenhundert Persönlichkeiten haben wir darüber gesprochen, was sich verändert hat und was sich weiter ändern muss.

00:01:27: Wie kann eine Unternehmenskultur entstehen, die nicht nur Performance liefert, sondern langfristig wirkt im Einklang mit Menschen und Umwelt?

00:01:34: Wie schaffen wir mehr Miteinander in einer Welt, die sich zu oft um Selbstoptimierung dreht?

00:01:38: Wie verändert sich Arbeit, wenn wir sie vom Geld entkoppeln und was lernen wir aus anderen Lebenskonzepten und Kulturen?

00:01:43: Und wie gelingt eine Schulbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen ins Leben begleitet?

00:01:49: Fest steht.

00:01:50: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderung brauchen wir neue Impulse.

00:01:53: Deshalb suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näher bringen.

00:02:00: Darüber hinaus beschäftigt sich uns von Anfang an die Frage, wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen.

00:02:08: Ihr seid bei On the Way to New Work heute mit Jerry Hark.

00:02:30: Hallo.

00:02:31: Danke, dass ich mal wieder an die Waderkant kommen kann.

00:02:34: Sehr schön.

00:02:34: Zum dritten Mal bei uns im Podcast zu Gast, zum ersten Mal mit mir am Mikrofon.

00:02:39: Die ersten beiden Male habe ich als Hörer daneben gesessen und ich kann mich an beide Folgen ändern.

00:02:44: Ich weiß ganz genau, wie glücklich und stolzig war, dass ich diesen Podcast mit ins Leben gerufen habe und wie es mich innerlich zerrissen hat, dass ich bei diesen Gesprächen nicht dabei war, weil du eben diesen ganz besonderen Blick auf... Arbeit auf Menschen, auf die Welt hast und ich irgendwie in jedem Gespräch, was ich mit dir hatte, wir kennen uns privat, ja schon sehr, sehr viele Jahre, sind auch über Bande, familiär verbunden.

00:03:14: und immer, wenn ich dich sehe, immer, wenn ich mit dir spreche, gehe ich inspiriert, aufgeladen und geflourished nach Hause.

00:03:20: und ich weiß von mir selber, dass diese Podcastgespräche immer noch tiefer sind, auch wenn ich gerade wahnsinnig viel rede.

00:03:28: höre ich damit ja gleich auf und höre dann zu.

00:03:30: Noch viel mehr als ich sonst tu.

00:03:32: und deswegen freue mich wahnsinnig, dass du hier bist in Hamburg.

00:03:35: Und auch wenn du die Frage schon mal zweimal beantwortet hast, sie wird ja immer wieder neu aufgeladen durch deine Erlebnisse.

00:03:44: Freu ich mich, wenn du unseren Hörern und Hörern nochmal erzählst, wie du der Mensch geworden bist, der du heute bist.

00:03:51: Ja, sehr gerne.

00:03:52: Vielleicht fange ich mal mit dem an, was geblieben ist, was eine Konstante bei mir ist.

00:03:56: Und das ist sicherlich die Neugier vom kleinen Jungen.

00:03:59: Also ich gucke immer noch gerne um die nächste Ecke, stelle noch mal eine Frage, recherchiere und die Tatsache, dass ... ja.

00:04:10: dass immer wieder was Neues kommt.

00:04:13: Also diese Unvorhersagbarkeiten im Leben, die finde ich so super spannend.

00:04:18: Die gibt mir wirklich Energie, Lebensenergie.

00:04:21: Und dann eben diesen Optimismus, den ich immer schon hatte und da glaube ich auch nach wie vor dran, bei allen Problemen und Herausforderungen, die wir haben.

00:04:31: Ich bin nach wie vor optimistisch, dass wir eine wunderschöne Zukunft für uns schaffen können und auch werden.

00:04:40: Die Jahre, die letzten Jahre, seit den letzten Podcast waren ja aufregend für uns alle.

00:04:45: Zum einen hatten wir diese Zeit, wo wir gezwungen wurden, langsamer zu werden in allem.

00:04:50: Wir wurden gezwungen, mal aus unserem Leben zu treten und nachzudenken und einfach mal alles langsamer zu machen.

00:04:57: Und das war, glaube ich, eine sehr wichtige Phase für alle.

00:05:02: Die hat mir auch wahnsinnig gut getan.

00:05:05: Und in der Folge haben wir jetzt glaube ich, eine Phase erreicht, wo wir alle spüren, dass gerade ein Umbruch stattfindet.

00:05:11: Umbruch in der Zivilisation, umbruch in der Gesellschaft, umbruch in dem, wie wir wirtschaften, wie wir denken, was uns wichtig ist.

00:05:19: Wahrscheinlich auch viel wieder zurück zu dem, was wir schon kennen und was in uns drin ist.

00:05:25: Und da versuchen wir ja als Kollektiv mit acht Milliarden gerade durch zu navigieren.

00:05:33: Und da ich das spüre, bewegt mich das auch sehr viel mehr und ich mache mir viel mehr Gedanken als noch vor fünf Jahren über das, was ich beitragen kann, das, was die Menschheit gerade macht und wie wir es schaffen, jetzt neu zu denken, uns neu auszurichten und aus diesen Krisen mit Stärke wieder hervorzugehen.

00:05:55: Das ist, glaube ich, der große Impulste in den letzten Jahren gekommen ist.

00:06:02: Lass uns kurz, bevor wir In diesen wichtigen Jahren gucken, weil du da eine ganze Menge neue Initiativen auch angestoßen hast, auf die Jahre davor gucken, deine Karriere, deine Menschwerdung.

00:06:14: Ich habe dich als sehr international geprägten Menschen kennengelernt.

00:06:20: Vielleicht erzählst du mal so ein bisschen, was du so für unterschiedliche Phasen hattest mit kulturellen anderen Backgrounds.

00:06:28: Und dann kommen wir bald auch zum Kernthema für heute.

00:06:32: Ja, sehr gerne.

00:06:33: Also das ist schon stark von meinen Eltern auch geprägt.

00:06:37: Sie haben mich früh mit auf Reisen genommen.

00:06:40: Meine erste Reise war mit eins im Roten Opel Cadet, der auf die Bremen verschifft wurde.

00:06:45: Dann sind wir quer durch die USA gefahren nach Seattle, wo mein Vater seinen Master's Degree gemacht hat.

00:06:52: Der hat mich dann mit einem Jahr auf die Ski hergestellt, da in Crystal Mountain, wo er als Ski-Lehrer gearbeitet hat.

00:06:58: Da begann dann meine Verbindung zur Natur, meine Liebe zum Skifahren auch schon früh.

00:07:04: Und wir sind in der Folge viel gereist.

00:07:07: Wir waren immer international unterwegs.

00:07:09: Wir haben nie große Materielle Güter angehäuft, aber sehr viel in Erfahrung angehäuft als Kinder schon.

00:07:18: Mein Bruder ist auch in den USA geboren.

00:07:20: Wir sind dann kurz danach wieder zurück.

00:07:23: Als ich dann achtzehn war, hatte es mich ... um in der Tradition zu bleiben, auch wieder sofort weggezogen.

00:07:30: Ich habe dann mit einem Seesack bin ich nach Kanada zum Studium gereist.

00:07:35: Ich habe auch zehn Jahre in Kanada gelebt, ein Jahr in Australien, in Kiel und München und jetzt seit fünfzehn Jahren auf Mallorca.

00:07:45: und der Auslöser für Den Umzug nach Mallorca war eine Phase, die ich mit meiner Frau zusammen hatte, wo wir gemeinsam beschlossen haben, nach ungefähr fünfzehn Jahren im Digitalbereich, beide unsere Jobs zu kündigen, eine große Northwares Tasche zu kaufen und ein Jahr um die Welt zu fahren, ohne digitale Geräte.

00:08:14: Ja, wirklich kein Computer.

00:08:15: Nein, wir haben

00:08:16: nix dabei gehabt.

00:08:17: Das war ja vor fünfzehn Jahren auch schon ...

00:08:19: Ja, es gab schon

00:08:21: das iPhone.

00:08:22: Genau, es gab schon das iPhone.

00:08:25: Und wir haben uns aber komplett rausgehalten.

00:08:27: Wir hatten eine Kamera, eine digitale Kamera hatten wir tatsächlich dabei.

00:08:33: Mit der wir dann das alles auch dokumentiert haben.

00:08:36: Wir haben ein Journal geschrieben.

00:08:38: Und haben natürlich wahnsinnig viel erlebt, auch mit den Kindern.

00:08:41: Und kamen dann mit wirklich einer neuen Sicht auf die Welt zurück.

00:08:46: Und haben dann damals beschlossen, einen Umbruch zu schaffen, der auch viel mit der Schulbildung unserer Kinder zu tun hatte, aber auch mit den Gedanken, eine neue Community zu erschaffen und nah an der Natur zu sein.

00:09:02: Und ihr habt ja eigentlich auch als Paar von Anfang an Das, was heute Neudeutsch Vereinbarkeit genannt wird, geprägt.

00:09:12: Deine Frau Gesine hat ja auch eine tolle Karriere gemacht, genauso wie du.

00:09:19: Erzählen wir mal die Verbindung meiner Aufsichtsräten in der von mir mitgegründeten Agentur THINK.

00:09:25: Und ihr habt ja immer geguckt, dass beide diese Mischung aus, wir sind Eltern, wir haben Spaß in der Natur, wir haben sportliche Hobbys und wir sind auch noch ambitioniert beim Arbeiten.

00:09:37: Alle alles ausleben konnten.

00:09:39: Das wart ihr für unsere Generation ein Vorbild, zumindest für die aus Kiel, die euch beobachtet haben.

00:09:46: Ja, das ist zwar tatsächlich sehr, sehr harmonisch gelaufen, die letzten fünfundzwanzig Jahre, wo wir, wie du schon gesagt hast, auf allen Ebenen viel kommunizieren natürlich, aber viele dieser Entscheidungen sind wirklich im Flow passiert und da haben wir einfach gespürt, dass die für uns beide richtig ist.

00:10:10: Und ob das jetzt beruflich ist, wir haben zum Teil dann auch zusammengearbeitet an den gleichen Projekten, was auch nicht immer einfacher ist für Paare.

00:10:18: Das

00:10:18: ging schon mit Amazon los, da wart ihr beide, ne?

00:10:20: Genau.

00:10:21: Bei Amazon hat Gesine damals das Marketing gemacht.

00:10:23: Mein Projekt, was ich dann am dritten Tag erfahren habe, war die Marketplace-Plattform zu launchen.

00:10:30: und aufzubauen.

00:10:31: Und damit waren wir beide quasi direkt unter dem CEO.

00:10:36: Wir hatten dann auch einige CEOs über uns.

00:10:39: Und damals haben wir schon direkt zusammengearbeitet, aber auch danach bei einigen Projekten, wo wir dann klare Aufgabe-Verteilung hatten, aber natürlich auch den Vorteil der Reflexion, wie man das ja oft auch gut umsetzen kann, wenn man jemanden hat.

00:10:59: dem man dazu befragen kann.

00:11:01: Und wir haben das aber auch im Privaten, ob das jetzt die Ausführung des Eltern da seins, was mache ich mit meinen Kindern, wie erziehe ich die, wie stelle ich sicher, dass die auf beiden Beinen stehen und emotional stabil und resilient sind, wenn sie achtzehn sind und ihren Lebensweg gehen können.

00:11:23: Das ist auch ganz interessant, dass es jetzt gerade die Phase vor ein paar Wochen hat, die begonnen.

00:11:27: wo wir in ein leeres Haus zurückkamen von einer Reise und das ist jetzt auch das einleuten einer neuen Phase für uns, wo wir auch das den Teil nochmal reflektieren können.

00:11:40: Aber es gibt natürlich ständig Entscheidungen, die man trifft im Leben und wir machen das auf allen Bereichen so, dass wir kommunizieren und das fühlt sich, glaube ich, für beide von uns nicht als Kompromiss, sondern als Mutual Thriving, also gemeinsames Aufblühen an.

00:11:59: Super.

00:12:00: Wir haben in den vergangenen Folgen viel über deinen wirklich spannenden Weg durch unterschiedliche Geschäftsmodelle, durch unterschiedliche Companies in unterschieden Rollen gesprochen.

00:12:13: Wir wollen heute den Schwerpunkt sehr auf dieses Thema, also ich habe es dir vorher erzählt, die diese Dreiteilung, die wir so in unserem Ansatz haben, Better Me, Better We, Better Society, so quasi von ich zum wir zum alle.

00:12:29: Du hast sehr stark, auch wenn du im täglichen ja immer noch auch mit Unternehmen arbeitest, hast du aber, sagen wir mal, jetzt zu der großen Aufgabe auch, dir das genommen, das Thema Gesellschaft zu denken, mit allem, was dazugehört, ob das Bildung ist.

00:12:46: Und ich würde gern heute damit anfangen und dann gucken wir, ob wir noch ein paar Querverweise, Anekdoten aus deinen unternehmerischen Rollen bekommen.

00:12:55: Aber mich würde interessieren, wann bei dir dieser Wunsch entstanden ist oder dieser Chip sich gemeldet hat.

00:13:03: Ich möchte was machen, was mehr ist als nur ein Unternehmen zu optimieren oder Geld zu verdienen, sondern etwas für Gesellschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu tun.

00:13:16: Ja, super spannende Frage.

00:13:19: Also ich glaube, dass ich im Leben schon immer, ob das jetzt bewusst war oder unbewusst, aber für mich so die Struktur umgesetzt habe, dass mir meine Verbindung zu Natur, meine Verbindung zu anderen Menschen, meine Verbindung zu meinen Liebsten, zu meinen Freunden, zu meiner Familie sehr, sehr wichtig waren und ich nie meinen Beruf, meine Karriere da drüber gestellt habe, sondern ich habe immer schon eine Verbindung geschaffen und habe schon früh, schon mit achtzehn einfach immer Räume geschaffen, wo sich Menschen, die mit mir zusammen waren, wohlfühlen konnten, wo wir gemeinsam was erleben konnten, wo wir uns auch inspirieren konnten.

00:14:04: Und das ist, also das hatte ich glaube ich schon im Kleinen in der Gemeinschaft, dass ich Gemeinschaften schon immer unterstützt habe.

00:14:12: Und man entwickelt sich ja weiter im Leben.

00:14:14: Das ist ja das Schöne.

00:14:15: Jedes Jahrzehnt wird wirklich noch mal, bringt noch mal ganz was anderes.

00:14:19: Also es ist halt dann nicht mit dreißig Kubreis, sondern geht immer weiter.

00:14:24: Und ich glaube, wenn man sich so Arbeit anschaut, das was man macht mit seinem Gehirn oder mit seinen Händen, wo man dann im Idealfall auch Geld verdient, das was man macht, das... kann unterschiedliche Motive haben.

00:14:41: Das kann Geld, Status, kann Lernen von Skills sein und es kann Impact.

00:14:49: Es kann eben auch Impact sein oder Leidenschaft.

00:14:52: Und das bei den meisten Menschen ändert sich die Verteilung dieser Motive.

00:14:56: Die sind alle immer relevant, bei einigen mehr, bei einigen weniger.

00:15:00: Und ich glaube, dass in meinen zwanzigern und dreißigern wahrscheinlich so die ersten, ich will was lernen, ich will auch irgendwo Karriere machen und ich will das erste Mal Geld verdienen und so, das stand wahrscheinlich mehr im Vordergrund.

00:15:13: Und dieses Impact-Thema ist immer stärker rausgekommen.

00:15:20: Das heißt, das war jetzt nicht so ein Triggermoment, wo ich gesagt habe, oh wow, ich bin jetzt aufgewacht, die Welt braucht was anderes.

00:15:28: sondern das ist über die Zeit gekommen.

00:15:30: Wir dürfen nicht vergessen, dass Apokalypsen gab es schon immer.

00:15:34: Der Mensch neigt dazu.

00:15:35: Als wir Kinder waren, kannst du dich erinnern, in Tiel gab es die Pershings- und Pflanzenschutzmittel und was weiß ich nicht alles.

00:15:42: Und Ölkrise, die

00:15:44: autofreie

00:15:45: Sonntage.

00:15:45: Die Welt ist aus verschiedenen Richtungen schon mehrfach gestorben.

00:15:48: Das ist nicht anders.

00:15:49: Cernobyl.

00:15:51: Genau.

00:15:52: Also da gab es immer irgendwelche Szenarien.

00:15:56: Das heißt, Grund, sich dafür Gedanken zu machen, gab es eigentlich immer schon.

00:16:01: Man kann jetzt hin und her argumentieren, ob die Krisen im Moment vielleicht tiefgreifender und globaler sind, weil eben die Technologien auch globalen Impact haben und die Klimageschichte jetzt vielleicht zum Kipppunkt erreicht hat, der dann doch noch größere Folgen haben könnten als jetzt ein Pflanzenschutzmittel zum Beispiel.

00:16:25: Also das glaube ich schon, dass die Krisen jetzt sehr viel tiefgreifender sind.

00:16:28: Aber mir ist einfach über die Jahre, glaube ich, das ist, glaube ich, wenn ich es auf einen Punkt bringen möchte, dann ist mir über die Jahre klar geworden, dass wir alle connected sind als Menschen.

00:16:38: Ich glaube sehr, sehr, sehr stark an Liebe als größte, stärkste Lebenskraft, mit der wir alles heilen können, immer überall, wenn wir die einsetzen.

00:16:51: Und das ist das Fundament für Oneness, für Unity, für die Tatsache, dass wir alle zusammengehören als Menschheit, dass wir auch ein kollektives Bewusstsein haben, auch eine kollektive Intelligenz.

00:17:04: Und diese Realisierung hat sich bei mir dann so ausgewirkt, dass ich dann auch einen stärkeren Drang gespürt habe, einfach dafür was zu tun, dass es uns allen gut geht und zwar dauerhaft, nicht nur jetzt über Nacht.

00:17:19: Und ich glaube auch sehr stark daran, Rutger Breckmann drückt das für immer sehr schön aus, dass der Mensch von sich aus, wenn er geboren wird, das Naturell des Menschen, ist eigentlich dazu angelegt, dass wir das auch umsetzen können.

00:17:32: Also es ist auf jeden Fall machbar für uns als Menschheit nett zueinander zu sein.

00:17:37: So sind wir überhaupt groß geworden als Social Animal.

00:17:40: Wir sind über dieses soziale groß geworden dadurch, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

00:17:46: dass wir Empathie haben für einander da sind und das habe ich kann ich gleich nochmal erzählen ich habe das jetzt kürzlich wieder live erlebt an verschiedenen orten.

00:17:56: und also wenn wir das zusammennehmen dass wir grundsätzlich als mensch die kapazität haben und dann eigentlich nur noch.

00:18:07: eine Reihe von uns brauchen, die sich Gedanken machen und kollaborativ mit allen möglichen Aktionen Dinge umsetzen, die wir wissen ja schon, was wir machen können und wie wir es umsetzen müssen.

00:18:21: Wir müssen es dann nur machen.

00:18:22: Und das gibt mir eigentlich die Hoffnung, dass wir auch aus diesen Krisen wie in der Vergangenheit ja immer beim Menschen, dass wir da mit einer neuen Welt uns stärken, hervorgehen

00:18:33: werden.

00:18:35: Ja, und passend zum neuen Jahr, jetzt kurz eine Unterbrechung, Werbung in eigener Sache.

00:18:41: Die New Work Master Skills Programme im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im.

00:19:01: Wir freuen uns über alle, die Lust haben, an sich zu arbeiten in dem Dreiklang Better Me, Better We, Better Society, sich selbst hinterfragen, challengeen wollen, an sich arbeiten wollen, sich selbst stärken wollen für die großen Herausforderungen, die auf uns zukommen, um dann auch... besser in Teams, in Organisationen, in Unternehmen wirken zu können und auch dann einen gesellschaftlichen Beitrag vielleicht geben zu können.

00:19:26: Neben den vier Präsenzenmodulen, ungefähr zwanzig Zoom Calls dazwischen, wo wir Themen vertiefen, peer-to-peer Coaching, Working Out Loud, eine ganze Menge von Dingen, die wir dort machen.

00:19:36: Jeder bekommt ein Aura-Ring, wir gucken auch auf das Thema Resilienz, Schlaf.

00:19:40: Also viele, viele Dinge, die euch weiterbringen.

00:19:43: Meldet euch gerne unter Hello.

00:19:46: Das ist also hallo at newworkmasterskills.com, das ist unsere Adresse dafür.

00:19:51: Ich lese diese Mails alle und ich führe auch die Gespräche mit den Menschen, die sich für unsere Programme interessieren.

00:19:58: Für diejenigen, die sagen, vier mal drei Tage, ganz schön lang, erst mal was Landeres probieren, haben wir ein Leadership-Programm, das im Mai stattfindet, drei Tage im selben Haus, also in der selben Location.

00:20:11: und ja, schreibt mir.

00:20:14: fragt, was ihr fragen möchtet und wir würden uns freuen, möglichst viele von euch dann begrüßt zu dürfen.

00:20:21: Und weiter geht's mit der Folge und dem ja Blick ins neue Jahr und in die großen Team mit Gary Hark.

00:20:31: Du hast Rutger Breckmann genannt, ein Auto, den wir beide folgen, den wir hier auch schon zu Gast hatten, der ja an unterschiedlichsten Wissenschaft in Richtung nachgewiesen hat, dass Menschen im Grunde gut sind.

00:20:45: Also angefangen von der Art von Affen, von der wir abstammen, die eben auch kooperativ waren und nicht pavian-like Dominanz.

00:20:54: Ob das die Geschichten... im Ersten Weltkrieg waren, dass die verfeindeten Soldaten im Schützengraben Weihnachten gefeiert haben zusammen, dass neunzig Prozent der Waffen nicht abgefeuert wurden, ob das die psychologischen Studien waren, die angeblich darauf hinweisen, dass Menschen so schlecht sind, die dann nachdem die veröffentlicht werden mussten, die Untersuchungsergebnisse eben ganz oft manipuliert waren.

00:21:19: Also so viele Indikatoren, so viele schöne auch Hoffnungen machen, die Stories.

00:21:25: Und auch die Erklärung, warum es dann eben doch immer auch Menschen gibt, die sich verführen lassen.

00:21:30: Also das hat uns beide geprägt.

00:21:33: Und dennoch sind wir jetzt in einer Welt, wo wir sehen, wow, da lassen sich gerade ganz schön viele verführen.

00:21:41: Und da sind einige Despoten, die wieder mit der alten nazistischen männlichen Dominanz versuchen, irgendwie die Welt sich untertan zu machen.

00:21:53: Inwieweit?

00:21:54: Haben da diese letzten Jahre dein Bild verändert, in eine bestimmte Anrichtung geschärft?

00:22:00: Was hat das mit dir gemacht, was gerade um uns herum passiert?

00:22:04: Ja, ich muss, also ich bin ehrlich gesagt, natürlich gibt es immer ups und downs.

00:22:08: Und es gibt immer so Tiefschläge, wenn man wieder was hört und sagt, das kann doch jetzt nicht sein.

00:22:13: Aber ich bin ehrlich gesagt gerade ziemlich optimistisch.

00:22:17: Also ich kann mal kurz erzählen, ich habe Ich komme gerade von einer Reise mit Gesine zurück, auf einem uralten Gaffelgerikten Schoner, der in Holland erbaut wurde.

00:22:32: Für die Nicht-Segler in Gaffelgerikter Schoner ist ein Segelboot.

00:22:38: Ein altes und ein windjammer altes Segelschiff, was ursprünglich in Heringskutter war in Holland und dann wurde der in den Achtzigerjahren umgerüstet.

00:22:46: Ein großes Stahlschiff, da war ich mit acht Freunden aus der ganzen Welt, aus Rhein-U.S.A.

00:22:53: und so weiter, an Bord.

00:22:55: Und wir sind zweitausend Kilometer, die Westküste hochgesegelt mit diesem Schiff und waren ...

00:23:03: Welche Westküste genau?

00:23:04: Von

00:23:04: Madagaskar.

00:23:04: Von Madagaskar.

00:23:05: Die ist zweitausend Kilometer lang.

00:23:07: Ja, das ist eine der größten Inseln der Welt.

00:23:12: Und wir haben ... Dort auf dieser Reise viele Villages, viele Tribes besucht, viele Menschen gesehen.

00:23:21: Und ich kam so ermutigt wieder, weil ich in einem, also Madagaskar muss man kurz ausholen, ist eins der ärmsten Länder der Welt.

00:23:30: Aber ich kann wirklich sagen nach der Reise, dass ich die zufriedensten, angenehmsten, wohlwollendsten, friedvollsten Menschen gesehen habe, die ich seit Langem gesehen habe.

00:23:42: die unter anderem auch überhaupt keine Interesse haben, die irgendwas wegzunehmen.

00:23:46: Also die haben einfach einen moralischen Kompass, wo das falsch ist zu stehlen und zwar im ganzen Land bei thirty-five Millionen Menschen, was wirklich beeindruckend ist.

00:23:56: Alle haben nach über dem Kopf genug zu essen.

00:23:59: Natürlich gibt es auch dort Themen, die gelöst werden müssen wie Schulbildung, Korruption in der Politik und so weiter.

00:24:07: Aber diese Grundhaltung, die ich da gesehen habe, Die wurde noch mal bestätigt, die auch der Rutger Brickmann anspricht, dass in diesen Villages, wo hundertfünfzig, dann war er nun bei hundertfünfzig Leuten, manchmal auch fünfhundert Leute sind, da hat keiner über Lebensangst.

00:24:22: Und warum, Michael, wenn du keinen Reis mehr hast, dann kommst du zu mir und ich geb dir Reis.

00:24:28: Und das wissen alle, dass die, wenn die nichts zu essen haben oder wenn die keinen Dach über dem Kopf haben, dann sind die bei den anderen ... Mitgliedern dieser kleinen Gesellschaft der Community sind die willkommen und werden auch von denen unterstützt.

00:24:42: Und diese Unterstützung zu haben ist total menschlich und die ist so pur und von ja davon geprägt, dass man ein inhärentes Interesse hat, dass es den anderen auch gut geht.

00:24:55: Und das macht diese Menschen, obwohl die wirklich, muss ich es vorstellen, ne, zwanzig Euro im Monat, die leben am Existenzminimum laut UNO auch.

00:25:04: Aber sie haben eben Support, Liebe und ein Dach über dem Kopf und Essen und Wasser und haben einfach ein Mindset, der geprägt ist von gesellschaftlichem, gesellschaftlicher Unterstützung.

00:25:18: Und das war jetzt so ein Beispiel, was mir wieder totalen Mut gemacht hat.

00:25:22: Da kommen wir eigentlich her.

00:25:23: Vor Zehntausend Jahren waren wir alle so, selbst vor fünftausend Jahren.

00:25:26: Das ist

00:25:26: ein fantastisches Beispiel und es gibt ja auch genug Studien, die auch zeigen, dass Selbst völlig andere Zivilisationen, wie zum Beispiel die USA, das nicht kaputt machen können.

00:25:40: Also die große Studie über Longivity von der Harvard Medical School, die, die ja seit und dreißig Menschen untersucht.

00:25:50: Am Anfang waren das zwei männliche Gruppen, einmal Harvard Studenten und arme Bostoner Hafenarbeiter, Jungs nur männlich.

00:25:58: Danach dann die Frauen, Kinder.

00:26:00: Tausende von Menschen in dieser Studie.

00:26:03: Und das, was man festgestellt hat, was der stärkste, erklärende Faktor war, warum Menschen gesund sind, glücklich sind und lange leben, sind intakte Beziehungen.

00:26:11: Also genau das, was du da beschreibst, eben dieses Sozialgefühl.

00:26:15: Ja.

00:26:16: Und das gibt mir auch immer wieder die Hoffnung, dass wir auch in so Phasen, wie wir jetzt uns gerade befinden, sich dann doch immer wieder Menschen auch darauf besinnen und auch Kräfte besinnen, mit dieser Energie was zu machen.

00:26:31: Lass uns mal konkret auf das, was du seit Jahren machst.

00:26:35: Happy Humans, wie bist du dazu gekommen, so einen informellen Kreis von Menschen um mich zu schauen, der sich sehr, sehr regelmäßig austauscht?

00:26:45: über Ansätze, Ideen, Utopien, wie wir besser und anders leben können.

00:26:50: Was war da der Anstoß?

00:26:52: Ja, vielleicht ganz kurz Happy Humans ist, wie du schon sagst, ein Kollektiv von Menschen aus der ganzen Welt, von sehr unterschiedlichen Richtungen.

00:27:00: Also das sind einige dabei von NGOs, KI-Engineure, Menschen, die in der Politik tätig sind, viele Unternehmer, junge Menschen, alte Menschen.

00:27:10: Das ist also eine Mischung aus aus verschiedenen Lebensbereichen und die Idee ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen und inspirieren.

00:27:22: Sehr, sehr konkret zu Themen, die im Moment gesellschaftlich wichtig sind für die Zukunft der Menschheit und in denen wir dann auch konkret Beiträge leisten können.

00:27:34: Das sind Themen wie Krypto, künstliche Intelligenz, Politik, Umwelt.

00:27:41: Also die ganzen großen Themen Bildung und Kultur, die uns bewegen.

00:27:48: Dazu tauschen wir uns monatlich aus.

00:27:50: Wir haben dann auch physische Events, wo wir uns treffen und wir haben ein Regen Chat, wo wir ... immer wieder inspirierende Informationen auch austauschen, die dann natürlich von Menschen gefiltert ist, was dann schon den Vorteil bietet, dass man da schon mal so einen ersten Filter noch drüber legen hat.

00:28:09: Im Moment habe ich einen sehr, sehr starken Grund.

00:28:14: Ich habe das vor vor zwanzig Jahren gegründet.

00:28:18: Im Moment bewegt mich dort die Frage sehr, was den Menschen in menschlich macht.

00:28:24: Ich glaube, die ist relevanter denn je, weil wir ja gerade vor diesem Thema stehen, es gibt KI und es gibt Roboter und dann gibt es Roboter, die mit KI ausgestattet werden.

00:28:36: Und also die Frage ist, glaube ich, berechtigt auch beim Thema Arbeit.

00:28:43: Was macht uns denn aus als Menschen?

00:28:46: Nicht nur was können wir richtig gut, sondern was ist für uns essentiell, um ein erfülltes Leben zu leben.

00:28:54: Und wenn wir das herauskristallisiert haben, wie können wir denn eine Welt bauen, die dafür geschaffen ist, um das auch herauszubringen?

00:29:05: Super.

00:29:06: Lass mal ein paar dieser Themen mal näher angucken.

00:29:09: Also fangen wir mal mit Bildung an.

00:29:11: Das ist jetzt mal so von der Menschwertung das erste.

00:29:15: Große Themen, mit denen wir in Kontakt kommen.

00:29:19: Was sind da so, was treibt dich da bei dem Thema gerade?

00:29:21: Was sind deine Beobachtungen?

00:29:22: Ja, das

00:29:23: ist aktuell gerade so ein Fokus von mir.

00:29:28: Interessanterweise, gerade jetzt, wo meine Kinder, alle vier Kinder aus der Schule, stehen jetzt alle auf eigenen Füßen.

00:29:38: Meine Kinder haben auch interessante Programme durchgemacht.

00:29:40: Erfin zum Beispiel, der in Kanada lebt, der hat das Programm Track durchgemacht.

00:29:45: Da waren die ein halbes Jahr und haben quasi ... ... und haben quasi ... ... haben über Lebenstraining gemacht.

00:29:52: Ein halbes Jahr?

00:29:53: Ein

00:29:53: halbes Jahr.

00:29:54: Die waren quasi aus der Schule raus.

00:29:55: Da waren die fünfzehn.

00:29:57: Und sind mit Kanu und mit Skiern und haben Iglos gebaut und haben da drin gewohnt und waren einfach in der Natur.

00:30:03: Durchgehend

00:30:03: ein halbes Jahr.

00:30:04: Immer wieder.

00:30:06: Aber die haben halbes Jahr keine Schule gehabt.

00:30:08: Waren immer auf so ein, zwei Wochen Trips paar Tage.

00:30:10: Das ist für Jungs ja

00:30:11: besonders gut in der Pubertät, weil sich das Hirn ja bekannterweise zersetzt und das wieder zusammenbauen muss.

00:30:16: Und deswegen ist das eigentlich total gut in der Zeit, eben diese anderen Art von Erfahrung zu machen.

00:30:21: Toll.

00:30:21: Ja, ich glaub, also von dem, was er beschrieben hat und auch, wenn man das anschaut, was er jetzt heute macht, also dieses Naturelement ist in ihm drin geblieben.

00:30:31: Der geht zum Beispiel dieses Jahr mit seinem Kumpel beim Wohnmobil irgendwo in die Rockies zum Touren gehen und läuft da im Schnee rum und geht regelmäßig auch an die Küste zum Wellen reiten und so.

00:30:43: Aber das hat die so geprägt und die haben dann quasi diesen Schulstoff dann im zweiten halben Jahr sozusagen nachgeholt.

00:30:49: Aber dieses Da sind ja mehrere Elemente drin.

00:30:52: Einmal die Verbindung mit der Natur, dann dieses Resiliente, das ich überleben kann und auch nicht aufgebe.

00:30:59: Es war jetzt nicht lebensgefährlich, die hatten ja auch Erwachsene dabei, aber es war schon eine so eine fundamentaler Erfahrung.

00:31:04: und dann natürlich das Soziale, dass man einfach lernt zusammen zu leben.

00:31:10: Ich habe das ja auch, ich habe zwei Jahre hintereinander Bäume gepflanzt in Kanada.

00:31:15: Ist das Teil

00:31:16: der, also musst du sagen, dein Sohn ist ja in Kanada aufgewachsen, ist das Teil der, dein ältester Sohn, ist das Teil der, sagen wir mal, Bildungsgrundphilosophie, dass das so...

00:31:27: Nein, das ist ein spezielles Programm, was er sich ausgesucht hat.

00:31:29: Das ist so wie Duke of Edinburgh, gibt es ja auch, was so ein bisschen in die Richtung geht, in kleineren Format.

00:31:36: Also es ist einfach ein schönes Format, was Sie damals aufgebaut haben.

00:31:41: Und die... Jüngeren Kinder waren zunächst auf einer Club of Rome-Schule in Mallorca, die auch im weitesten Sinne jetzt diesen neueren, moderneren, pädagogischen Ansatz verfolgt, der ja eigentlich schon ewig existiert von Steiner und Pestalozzi und Waldorf und was es nicht alles für Ansätze gibt, wo starker Fokus auf Emotionale und ... und soziale Intelligenz gelegt wird.

00:32:12: Und die haben in den ersten Jahren keine Noten gehabt, keine Klausuren, keinen Stress.

00:32:19: Und sie da, sie haben interinherenten Antrieb zu lernen.

00:32:25: Kinder sind neugierig, die wollen lernen.

00:32:26: Und haben auch kein Problem gehabt, als dann irgendwann die Noten ins Spiel kamen, damit umzugehen, oder?

00:32:30: Nee, die sind dann später auf eine klassische IB-Schule gegangen und haben das sehr, sehr gut gemacht und sind jetzt in Holland ... an der Uni und studieren jetzt.

00:32:40: Also für die war der Pfad sehr, sehr gut, aber im Zuge dessen kombiniert mit der Tatsache, dass die Welt sich gerade dramatisch verändert, war bei mir wieder so ein Punkt, wo ich gemeinsam mit vielen anderen aus meinem Netzwerk die Frage gestellt habe, wir machen jetzt seit zweihundert Jahren in eine Richtung.

00:33:04: einer sagt, Dreizig Kids, die da von morgens bis abends fünf Tage die Woche sitzen, dreizehn Jahre lang.

00:33:11: Command and Control.

00:33:12: Das ist ja ... Command

00:33:12: and Control.

00:33:14: Aus der industriellen Revolution als Führungsprinzip kennen ist das Schulprinzip, ja.

00:33:18: Genau.

00:33:18: Und das hat ... Man kann das ja immer auch positiv sehen.

00:33:21: Das hat jetzt zweieinhalb Jahre super funktioniert, um die busy Workerbies rauszubringen, die uns den Fortschritt und die Produktivität gebracht haben.

00:33:30: Aber man kann insbesondere jetzt im Zeitalter von Kain natürlich die Frage stellen, ob es nicht Sinn macht, das mal doch ein bisschen fundamentaler zu ändern.

00:33:41: Und da bin ich gerade dran an verschiedenen Projekten.

00:33:44: Das eine ist eine Gruppe, die heißt Learn Live aus Barcelona, die das Konzept wirklich umgedreht haben und sehr viel mehr Schüler getriebenes Lernen umsetzen, wo man dann eher betreut wird.

00:34:03: was, glaube ich, sehr, sehr gut funktioniert und mir auch sehr gut gefallen hat.

00:34:06: Wo die Kinder quasi auch Lehrpläne beeinflussen können.

00:34:10: Adon Weiss, wie unterrichtet wird, wer als Impulsgeber kommt und so.

00:34:14: Genau, also du hast quasi, das ist auch digitalisiert, du hast so eine Auswahl von Bausteinen, kannst du dir aussuchen und kannst sie dann erfüllen.

00:34:26: Also du kannst zum Beispiel in der Schreinerei oder im Fashion Design Lab oder im Tonstudio kannst du Musik aufnehmen.

00:34:33: Du kannst also selber Dinge kreieren.

00:34:35: Du kannst mit dem Dreadedrucker aus Recycling und Material etwas drucken.

00:34:38: Du hast dann trotzdem natürlich noch Lesen schreiben, Rechnen und Advanced Math usw.

00:34:45: Aber es ist halt sehr viel mehr so, dass das vom Kind getrieben ist.

00:34:49: Stärken

00:34:50: orientiert, oder?

00:34:51: Ja, sehr

00:34:52: viel stärken orientiert.

00:34:53: Und das ist jetzt ein Ansatz.

00:34:57: In Amerika gibt es ja auch verschiedene Ansätze, die dann sehr viel mehr personalisiert.

00:35:02: von KI unterstützt, mir den Stoff beibringen sollen und können.

00:35:08: Eine zweite Geschichte, die ich gerade mache gesehen und nicht unterstützen, eine Schule in Madagaskar.

00:35:15: Da sind gerade die Backsteine angekommen, also die wird ab nächster Woche gebaut, also in der Secondary School und auch da Da geht es ja zunächst mal um, dass die überhaupt eine Schule haben, weil die meisten brechen da nach der Grundschule ab, weil sie einfach keine Schule haben, keine Lehrer, keine Gebäude.

00:35:33: Aber auch da stellt sich natürlich die Frage, richtet man das jetzt vielleicht schon eher in das aus, was dann auch deren Leben so stark beeinflusst.

00:35:45: Da gibt es natürlich dem einen den Tourismus, aber zum anderen auch nachhaltiges Wirtschaften mit der Natur.

00:35:51: Holzbau, wie packe ich eine Solarplatte bei mir aufs Dach, damit ich Energie habe, damit ich Abendstrom habe, damit ich lesen kann, damit ich gegebenenfalls auch Internetzugang habe.

00:36:01: Also da gibt es viele Möglichkeiten, auch da schon direkt in etwas überzugehen, also von keiner Schule in etwas zu gehen, was dann auch zeitgemäß ist.

00:36:13: Wenn du dir die aktuelle Weltlage anguckst, die dramatischen Veränderungen, die wir durch, sagen wir, die Geburt von ChatGPT auf einmal im Umgang mit Mobile, aber auch stationieren Devices haben, dass also nicht mehr gegubbelt wird, sondern sich quasi komplette Prüfungen, Aufgaben, Bachelor arbeiten, sich Kinder das schreiben lassen, Hausaufgaben lösen lassen.

00:36:44: Auf der anderen Seite sehen wir die Tech.

00:36:46: Bros und mehr, die ihre Kinder möglichst lange eben auf diesen Montessori-Schulen halten, ihnen keinen Screen geben.

00:36:54: Was würdest du jetzt Eltern, jungen Eltern raten, umgang mit Technologie?

00:37:00: Wie macht man das, dass diese Kinder gut, gesund, mit sich selbst in Kontakt groß werden, trotzdem nicht den Zug verpassen?

00:37:10: Also hast du da ein Playbook, was man anwenden könnte oder ein paar Grundregeln?

00:37:16: Ja, das ist eine super spannende Frage, die sich viele Eltern stellen und das wird sich ja jetzt auch entwickeln.

00:37:23: Also ein Beispiel, wir werden jetzt wahrscheinlich vom Tipp-Device in Sprachdevices irgendwie übergehen, also allein schon die Hardware wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ändern.

00:37:35: Also eine Sache, die ich als extrem wichtig erachte, für alle, nicht nur für die Kinder und für alle Erwachsenen auch, Aus meiner Sicht sollte das Buch, Our Final Invention von James Barrett, Required Reading sein.

00:37:50: Also ein Lesestoff sein, der wie damals, aus den Neunzehn, Vierne Achtzig und Brave New World für uns, der einfach zum Repertoire dazugehören sollte.

00:38:00: Magst

00:38:00: du kurz sagen, worum es da geht?

00:38:02: Ja, das ist ein Buch, das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... ... das wurde ... Jetzt Horror-Szenarien sich vorzumalen, sondern einfach zu verstehen, was denn die Risiken sind.

00:38:38: Ich bin nur das klassische, ich bin auch Optimist, aber ich bin Optimist, nachdem ich auch dieses Buch gelesen habe und habe zumindest im Hinterkopf, was es denn alles für Möglichkeiten gibt, wie es denn vielleicht nicht so gut laufen könnte.

00:38:52: Also ich glaube schon, dass wir KI einsetzen sollten und nutzen sollten und Und dass es uns sehr stark dabei helfen kann, diese Krisen auch zu überwinden.

00:39:05: Und das ist, glaube ich, mein Hauptfokus im Moment.

00:39:11: In der Richtung ist, dass wir es wirklich dazu anwenden sollten, um die großen Herausforderungen wie Klimawandel und so weiter auch zu beackern.

00:39:21: Und nicht nur, um mein Unternehmen noch effizienter zu machen, damit noch ein größerer Profit für die Schäherl daraus kommen, die dann Ähm, die Aktien halten.

00:39:29: Jetzt kommen wir aber zu den Kindern zurück.

00:39:31: Was mache ich mit denen?

00:39:32: Ähm, ich glaube, also wenn ich mal meine angucke, die haben zwei Tage nach JetGBT ihre Essays mit zwei Tage nach dem Release vor drei Jahren, war das ja jetzt ziemlich genau.

00:39:42: Ich glaube, in der nächsten Woche, wir sind es drei Jahre.

00:39:45: Ähm... Die haben zwei Tage später damit angefangen, die waren uns also so weit voraus.

00:39:50: Also das ist ja immer so, dass die Kinder die Technologie sehr stark in Anspruch nehmen.

00:39:55: Also ich glaube verbieten und wegnehmen und einschränken ist nicht möglich.

00:40:00: Natürlich mit gutem Vorbild voraus vorangehen und ja auch mit viel mit ihnen drüber sprechen.

00:40:11: Und ich glaub, die große gesellschaftliche Frage, die sich uns herstellt, was hat denn dieses Tool, was es ja ist, es ist ja ein Tool, die Large Language Models.

00:40:23: Was hat das für eine Bedeutung für uns als Mensch und als Gesellschaft?

00:40:27: Und ich glaub, wo die meisten dann so landen, ist Brain Augmentation.

00:40:32: Also das ist quasi mein Gehirn, mein Denken unterstützt.

00:40:38: Und die Frage ist ja, wie die soll denn das Kind ... noch selber denken.

00:40:42: Weil im Extremfall muss es gar nicht mehr denken und macht alles nur noch über ChatGPT und das führt zu extremen Verdummungen.

00:40:49: Das heißt, ich muss es ja irgendwie hinkriegen, wenn wir das nicht wollen, müsste ich es irgendwie hinkriegen, dass das Kind eben noch selber sich Sachen ausdenkt.

00:40:58: Und das kann man, glaube ich, sehr viel auch in spielerischen Format machen.

00:41:02: Ich glaube, einfache Dinge wie die Kinder einfach mit in die Natur nehmen ohne ihr Handy.

00:41:08: Ganz banale Dinge, was wir komplett durchgezogen haben, bei uns gibt es keine elektronischen Geräte am Tisch.

00:41:14: Ja.

00:41:15: Das sehe ich sehr viele Eltern, die das nicht machen, wo die Kinder rumdatteln oder ein Video gucken oder TikTok oder was weiß ich.

00:41:23: Also zusammengefasst, ich glaube, die Werden-Technologie in ihrem Leben haben, in großem Stil, den zusätzlich dieses menschliche zu zeigen, das Zusammensein, das soziale, die Natur, die sie dazu animieren, das ist, glaube ich, der beste Weg, sie da hinzubringen, dass sie nicht nur in der virtuellen Welt leben.

00:41:46: Also, Screentime

00:41:47: reduzieren, bestimmte Habits etablieren, Vorbild sein, selber nicht immer am Ding rumhängen und rumfummeln.

00:41:56: Genau.

00:41:56: Ja, ich finde ja auch wichtig, dass man Kindern auch vermittelte, sagt das mal auf das, natürlich kann die Maschine dann deine, dir die Aufgaben lösen, die kann aber auch beibringen, die Aufgaben zu lösen, wenn du das schaltest.

00:42:08: Die kann dir sagen, wenn du den Reisatz nicht verstehst, erklären wir hier für jemand, der zwei Jahre jünger ist.

00:42:14: Du kannst ja, es gibt ja unfassbare Möglichkeiten auch, diese Modelle einzusetzen, um sich beim Lernen helfen zu lassen und eben diese Faszination, Dinge auch zu verstehen und selber zu machen, dass wir die auch immer wieder adressieren und vorleben.

00:42:30: Ja,

00:42:31: und ich glaube, genau darin liegt unsere Aufgabe.

00:42:33: Wir sagen immer so rationales Ding ist das, was wir Menschen noch fördern möchten.

00:42:38: Aber was heißt denn das Konkrete?

00:42:39: Also ich glaube, das zu definieren, was wir, was wir nicht outsourcen wollen und was wollen wir outsourcen?

00:42:45: Das ist, glaube ich, eine große Herausforderung für Kinder und für Erwachsene.

00:42:48: Weil wir haben leider, also ich will es einfach noch mal darstellen hier, wir haben ein wunderschönes Experiment, das heißt Google Maps.

00:42:58: Das hat es in fünfzehn Jahren geschafft, dass sich ein Großteil der westlichen Bevölkerung zumindest nicht mehr orientieren kann.

00:43:05: Ja.

00:43:06: Das heißt, ich habe immer noch Landkarten, ich habe jahrelang als Guide auch gearbeitet in Skigebieten.

00:43:12: Ich habe das immer noch so ein bisschen bewahrt, dass ich mich an der Sonne orientieren kann und weiß, dass um drei Uhr nachmittags okay, dann muss ich in die Richtung.

00:43:19: Aber die meisten Menschen können nicht mehr ohne.

00:43:21: Das heißt, wir haben innerhalb von fünfzehn Jahren Orientierungsfähigkeit verlernt und jetzt kann man auch hin und her diskutieren, ob es schlimm ist oder nicht.

00:43:32: Aber das ist ein super Beispiel dafür, das heißt, wenn wir, ich sag mal, weitestgehend Knowledge und Wissen und Denken und Zusammenhänge erkennen, wenn wir das outsourcen, dann kann das gut sein, dass wir dann nur noch breit miteinander reden, wir beiden in CDA.

00:43:50: Ich würde gerne den, weil wir so viele Themen heute mal zumindest umreißen wollen, dieses Thema Entkoplung von Geld und Arbeit, was viele Leute glaube ich noch so gar nicht sehen, was da auf uns zukommen kann und zwar vor dem Hintergrund der großen Veränderung, die KI und Robotik mit unserem Arbeitsplätzen haben wird.

00:44:14: Es gibt unter den großen Unternehmern einen einzigen, der für mich so ... Klartext und offen redet und nicht nur immer die die Vorteile erzählt.

00:44:27: Das ist der Entrophic CEO Dario Amoudain, der nicht nur auch mal die Beta-Test Egypt zeigte, wenn sein neues Modell steil geht und irgendwie hilft, im Darknet Drogen zu beschaffen.

00:44:42: Das ist ein Punkt, aber der eben auch sagt, wir müssen alternative Wirtschaftsmodelle diskutieren.

00:44:48: Wir müssen darüber reden über Grundeinkommen, ist das eine Sache Token, irgendwie Purpose Arbeit, was auch immer.

00:44:56: Also diese Sache, dass das, wie wir russ geworden sind, vielleicht keine Gültigkeit mehr hat.

00:45:01: Also ist es das, was du mit dem Punkt gemeint hast, den ich auch in der Einführung gefragt habe, in Koplung, Geld, Arbeit oder was, was beschäftigt dich da am meisten?

00:45:10: Ja, ich glaube, das ist die eine, genau das.

00:45:13: Also die große gesellschaftliche Herausforderung, ich glaube, wir sind dann null drauf vorbereitet, wie wir das lösen.

00:45:20: Also da gibt es ganz sicherlich diese wirtschaftliche Komponente und idealerweise lösen wir diese wirtschaftliche Komponente, diese Überlebenskomponente, die Masloff Komponente kann man die auch nennen.

00:45:34: nicht im jetzigen wirtschaftextraktiven Wirtschaftssystem, sondern in einem neuen regenerativen Wirtschaftssystem, wo wir natürliche Materialien hernehmen, um uns Häuser zu bauen, um uns Produkte zu erstellen, wo wir das Plastikproblem nicht mehr haben, wo wir wirklich als Teil der Natur agieren und nicht als Master der Natur.

00:45:58: Das wäre ideal, wenn wir schon in diesem System eine Lösung finden, wie wir überleben können.

00:46:05: Und zwar gut überleben können.

00:46:06: Ich rede hier von Free Energy, Free Food.

00:46:09: So wie es ungefähr, also wenn wir nochmal Vanuato, wie ich genau das gleicher erlebt, also die Tribes in Madagaskar, die haben Abandons, die haben Bananen und Ananas und Fische und Reis und das ist alles regenerativ, weil die Sonne scheint und der Regen kommt.

00:46:32: Das ist mal so eine Grundvoraussetzung für diese Entkopplung.

00:46:38: Das ist, glaube ich, der wichtigste Teil.

00:46:39: Wenn wir das einmal geschaffen haben, dann kommt der nächste Teil, der ja vielen Fragen gestellt wird.

00:46:45: Und da bin ich auch sehr viel optimistischer als die meisten Menschen, weil ich stelle Menschen auch diese Frage.

00:46:53: Und ich habe wirklich viele Beispiele jetzt wieder gehabt, wo da ... Ein Inherent hat herausgekommen, dass der Mensch eigentlich dazu geschaffen ist, irgendwas zu kreieren, irgendwas zu machen.

00:47:07: Und wenn ich diesen Druck rausnehme, dass ich überleben muss und arbeiten muss und Geld reinbringen muss und Miete und Essen und so weiter, dann habe ich auf einmal ungeahnte Kapazitäten für Kreativität.

00:47:19: Ich nenne jetzt mal ein Beispiel aus den Verröhr-Inseln, wo wir letztes Jahr bei Anita und Thorut in einem kleinen Dorf Bur.

00:47:26: auf einer der Inseln übernachtet haben, in deren wunderschönen Homestay.

00:47:32: So, und Thoroth hat seit zwölf die Kirchenglocke geleutet, der singt auch in der Kirche, hat hundertzwanzig Schafe, hat diese vier wunderschönen Häuschen mit Grasdach, die mit einem Wahnsinnsblick, die er da vermietet.

00:47:49: Aber er ist auch noch Bauunternehmer und Installateur und und kümmert sich natürlich um die Schafe.

00:47:58: Und dann erzählt er mir am letzten Tag, übrigens, I haven't told you about my real job.

00:48:02: I'm a paramedic.

00:48:03: Der ist also an no ambulance driver.

00:48:05: So, und warum macht er das?

00:48:06: Der macht das nicht aus Geldgründen.

00:48:08: Also es hat mich wieder so fasziniert.

00:48:10: Der macht das, weil die sich, das sind fünfzigtausend Einwohner auf den Verröhren sind.

00:48:14: Die unterstützen sich alle gegenseitig und die machen das, weil der das Spaß macht.

00:48:17: Genauso wie seine Anita auch.

00:48:18: Anita arbeitet als Nurse.

00:48:20: Die haben quasi alle die Funktionen nebenbei ehrenamtlich, weil sie sagen, Simon Hirstedurt.

00:48:29: Ja, aber er macht das auch gerne.

00:48:31: Er möchte an die Community zurückgeben.

00:48:34: Und also so habe ich, ich habe jetzt letzte Woche auf Sao Miguel eine Künstlerin getroffen und ihr auch diese Frage gestellt, was wäre denn, wenn du deine Kunst nicht mehr verkaufen müsstest?

00:48:51: Und da hat sie sofort in einer Millisekunde gesagt, ich würde noch viel mehr Kunst machen.

00:48:57: Und gut, das ist jetzt diese Zielgruppe der Künstler, die nie schon Kunst machen, aber fand ich auch super spannend, so klar, dass wenn sie von diesem ... ökonomischen Befreit ist, dass sie dann da auch was machen würde und es wird immer ein ... Es gibt ja dieses Brave New World, das Topia, dass wir alle auf der Couch sitzen und Drogen nehmen und Videospielen und in irgendeiner virtuellen ... Ready

00:49:22: Player One, auch so

00:49:23: ein ...

00:49:25: oder auch Pixar gibt es auch eine Variante davon, genau.

00:49:28: Genau.

00:49:29: Und ich glaube auch, dass es natürlich gibt es wie immer ein Teil, der da seinen Hintern nicht hochkriegt.

00:49:35: Aber bei den meisten und ich glaube auch die Experimente in Finnland und Kanada und Holland und so weiter, die haben auch gezeigt, natürlich mit kleinen Stichproben, aber die haben gezeigt, dass die meisten Menschen dann sehr wohl irgendwas beginnen, was sie machen, weil sie entweder an die Gesellschaft zurückgeben wollen.

00:49:55: oder weil sie etwas kreieren wollen, sich kreativ ausdrücken, ob das jetzt Skulpturen oder Gedichte oder Musik oder so.

00:50:02: Ja, ganz spannend.

00:50:03: Also wir haben ja vorhin Rutger Breckmann zitiert, der ja seinen Meisterkauf des Buches im Grunde gut oder jemand kind mit achtundzwanzig geschrieben hat.

00:50:13: Er hat ja vorher das als einzelne Essays, aus denen er ein Buch gemacht hat.

00:50:17: Und das erste Buch, Utopien für Realisten, was in der Subline stehen hat, warum wir die zwanzigstundenwoche offene Grenzen und ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen, also konnte ich mir merken, weil es so klar war, der da ja in diesem Buch, das er mit vierundzwanzig abgeschlossen hat, eben auch von diesen vielen Studien und und Tests berichtet hat, wo man es wirklich mal probiert hat und wo Menschen eben dann eben sich nicht auf die faule Haut gelegt haben, sondern ihrem inneren Antrieb einer Leidenschaft nachgegangen, sich sozial eingebracht haben und dann insgesamt eben ein positiver Zugewähnen für Gesellschaft, für Wachstum dann da war.

00:51:03: Erzählt das Beispiel, dass der wahrscheinlich nicht dafür im Generalverdacht stehende Ex-Präsident Richard Nixon.

00:51:13: Kurz davor war das bedingungslose Grundankommen einzuführen und dann nur durch so ein paar Falken, die dann ein paar Zahlen gedreht haben, davon abgehalten wurde.

00:51:21: Und glaubst du, dass die diese Entwicklung, die wir jetzt im Bereich KI Robotik sehen, dann doch dazu führen wird, dass wir uns vielleicht mutiger an Tests ran trauen?

00:51:35: Also zum einen sehe ich im Moment, das beobachte ich in Deutschland und Europa, dass viele Unternehmen gar nicht so sehr an Umwelt oder die große Welt denken, sondern einfach an Effizienz und irgendwie gehemmt sind, Menschen anzustellen.

00:51:54: Es gibt diesen einen Posten Automation Officer, der eigentlich nichts anderes im Sinn hat, als möglichst viele Bereiche für den CEO zu identifizieren, wo er Leute rausschmeißen kann, was nicht gerade hilfreich für die Motivation von den Arbeitnehmern ist.

00:52:13: Also das ist glaube ich ein bisschen kurzfristig gedacht im Moment, weil dadurch ja eigentlich Hauptsächlich die Rendite-Ord wird für irgendwelche Shareholder, für die Stakeholder logischerweise.

00:52:24: Und man kann natürlich argumentieren, dass es Arbeit automatisiert, die eh vorher keiner machen wollte.

00:52:31: Da ist sicherlich in einigen Bereichen auch was dran, also die oder die mechanisch repetitiv ist.

00:52:38: Ich glaube aber, dass wir auf Dauer Nicht so radikal Einschnitte sehen werden, wie sie propagiert werden von vielen Studien.

00:52:50: This time it's different than computer and railroad.

00:52:54: Auf jeden Fall sehen wir im Moment einen klaren Effekt.

00:52:58: Ich glaub eher, dass es eine Umschichtung sein wird und dass die Menschen andere Dinge tun werden.

00:53:04: Es gibt in allen Bereichen, ob wir jetzt Programmierer nehmen oder Caretaker oder selbst Radiologist, das war ja dieser große Bereich, letztes Jahr wurden mehr Radiologists in Amerika eingestellt als je zuvor.

00:53:16: Obwohl wir durch Bilderkennung und bildgebende Software ... Das

00:53:18: war immer das Beispiel, wo wir gesagt haben, den gibt's nicht mehr.

00:53:21: Das heißt, die Funktionen werden sich verändern, also beim Programmieren beispielsweise der ... Der Senior Developer ist heute eigentlich noch wichtiger als vorher, weil der hat den Überblick und muss das alles, was von Cursor und Co-Pilot gebaut wurde, dann zusammenschustern und den Überblick behalten.

00:53:37: Und so sieht das mit vielen anderen auch aus.

00:53:40: Meine Hoffnung ist, dass dadurch in vielen Berufen das Menschliche wieder rauskommt.

00:53:44: Also der Arzt ... hat dann mehr die Funktionen

00:53:49: für

00:53:49: den Patient dazu sein in allen Bereichen.

00:53:51: Ja, das finde ich super spannend und hoffnungsvoll.

00:53:55: Ich würde gerne auf eine Company eingehen, die du ja erlebt hast, als Manager Amazon.

00:54:01: Ich habe neulich bei The Daily, das ist einer meiner liebsten Podcast-Formate, ist von New York Trimes' Format, die eine Folge zum Thema Robotics bei Amazon hatten.

00:54:12: Ich weiß nicht, wie tief du da drin steckst, aber es gibt, glaube ich, aktuell kein Unternehmen, ... der westlichen Welt, was so dramatisch an diesem Thema ... ... arbeitet, die ja auch ... ... ich wusste gar nicht, dass Amazon ... ... über eine Million Angestellte hatte.

00:54:25: Aber ... ... genau, was ist da dein Take ... ... auf gerade diese Firma und auch den Bereich Logistik?

00:54:31: Also

00:54:32: erst mal, ich bin extrem dankbar, weil das war für mich auch ... ... ein wahnsinniger Trigger für alles, was ich so erlebt habe ... ... in den letzten drei Jahrzehnten, ... ... dafür, dass ich sehr früh ... ... und damals auch direkt mit Jeff Bezos ... ... arbeiten durfte und konnte.

00:54:47: Und im Zuge, wir sind damals ... ... wir waren so ... ... Startup ... ... mäßig unterwegs, dass wir alle für uns gegenseitig ... ... alles getan haben, uns unterstützt haben, ... ... vertraut haben.

00:54:58: Es war eine wunderbare Startup-Kultur.

00:55:01: Und im Zuge dessen waren wir natürlich auch im Customer Service ... ... und im Kofier dann im Lager.

00:55:05: Das heißt, ich habe selber

00:55:06: ... Hast du alles erlebt, genau.

00:55:07: Ich habe selber mit meinem Team die Spätschicht ... ... in Bad Hersfeld gemacht, ... ... wo wir als Maßzahl ... ... drei Komma vier Pix per ... Minute hatten und habe das erlebt.

00:55:18: Und gut, das macht eine Zeitlang Spaß.

00:55:20: Das ist jetzt, also mein Take ist, das ist sicherlich eine Funktion, die einem, ich sage mal, so einem Fließbandarbeit ähnlich gestellt ist und auf Dauer natürlich von Robotern ersetzt werden kann und auch sollte.

00:55:37: Das ist für mich eine repetitive mechanische Tätigkeit.

00:55:42: Und das ist, glaube ich, auch unaufhaltsam, dass das passieren wird.

00:55:46: Amazon hat übrigens heute oder jetzt diese Woche mit Prometheus eine eigene KI-Initiative auch ins Spiel gebracht.

00:55:57: Die sind natürlich auch ein Player in dem Bereich.

00:56:01: Ich glaube, dass da sicherlich im Unternehmen auch viele Probleme im Moment existieren und viele Herausforderungen, aber auch da werden die Mitarbeiter, die da jetzt nicht mehr im Lager stehen, die werden an anderer Stelle gebrauchen.

00:56:21: Lass uns mal auch vielleicht einmal ganz kurz noch gucken auf diese neue Elite, die in den USA in den letzten zwanzig, dreißig Jahren entstanden ist, die Tech-Billionaires.

00:56:34: Wir hatten neulich den

00:56:37: berühmten

00:56:38: US-amerikanischen Medienkritiker Douglas Rushkoff bei uns zu Gast.

00:56:45: Ja, vor einigen Jahren mal, so geht die mehr.

00:56:47: Ich glaube, es ist aber auch belegt von einigen dieser Mehrere eingeladen.

00:56:51: Wurde, weil er schon so viele Dinge vorhergesagt hat, von dem ja auch viele der Begriffe digital native.

00:56:56: Ich glaube, viele dieser Dinge, Nachteile von Social Media, hat vieles richtig vorhergesehen.

00:57:02: Und der darüber berichtet hat, dass viele dieser Leute als größtes Thema haben, wo sie ihren Bunker bauen.

00:57:11: und wie sie ihre Security Force bezahlen.

00:57:12: Genau.

00:57:15: Wie siehst du diese Entkoplung von, ja, immer größer werden, eine Schere zwischen diesem Kreis von Menschen und den Menschen, die du auf Madagaskar gesehen hast, die eigentlich ganz anders glücklich sind?

00:57:28: Ist das eine Entwicklung, die letztes Aufbäumen dieser kapitalistischen Strukturen ist oder werden wir einfach damit leben müssen, dass das noch krasser wird?

00:57:40: Ja.

00:57:40: Doug Ruschkopf hat übrigens eines seiner ersten Bücher Live Inc.

00:57:44: war für mich bahnbrechend, weil da kam so dieses Thema raus, dass die die Corporation als Entity, dass die eigentlich keine Seele hat, die hat keine Conscious, die weiß nicht, was richtig und falsch ist.

00:57:55: Das wissen Menschen.

00:57:57: Und diese Tech-Billionen-Entwicklung, die ja seit dem Buch von Doug Ruschkopf noch viel extremer geworden ist und die, die auch Im Moment, wenn sich nichts ändert, wird das immer krasser werden.

00:58:15: Der Unterschied immer größer wird, die Schere immer größer wird.

00:58:19: Das ist sicherlich nicht im Sinne von acht Milliarden, wenn fünf bis zehn Leute entscheiden, was mit ihnen passiert.

00:58:29: Ich glaube, da sollten alle noch mal so ein bisschen Mitspracherecht haben.

00:58:34: Und auch ... eine Stimme haben, in dem was denn gut für alle Menschen ist und nicht nur für einige.

00:58:44: Und also ich sehe das schon so, dass das im Moment so die letzten Aufbäumungen von einem System sind, was so nicht mehr haltbar ist.

00:58:59: Und da ist ja Daniel Schmachtenberger, dem ich auch sehr stark folge, der

00:59:04: Was du demnächst mir schon häufiger genannt, was genau?

00:59:07: Der ist evolutionärer Strategie, der arbeitet viel für die UNO, der hat das Consilience Project und er argumentiert sehr stark, dass wir hier das Ende einer Zivilisation sehen und daraus eine Neue entsteht.

00:59:22: und die einzige Frage eigentlich ist, ob es Bend oder Break ist, also ob es jetzt neu biegen oder ob es tatsächlich so ein krassen

00:59:31: Kappslagen im Krieg oder

00:59:32: irgendwas geben wird.

00:59:34: Und ich finde das immer sehr schlüssig, was er als Argumente hervorbringt, dass wir viele Dynamiken in dieser extraktiven Wirtschaft haben, die einfach ein endliches Spiel sind und wir sollten eigentlich ein unendliches Spiel.

00:59:55: Und ein Punkt, den ich ziemlich spannend finde, was er immer sagt, sprechen ja viele auch von Game A und Game B. Game A ist das, was wir jetzt spielen.

01:00:05: Game B ist das, wo wir hinwollen.

01:00:07: Und Daniel sagt, um da hinzukommen, brauchen wir Menschen mit Willen, Empathie und Macht.

01:00:18: Also die wissen, wie man das Game A

01:00:20: Spiel spielt.

01:00:21: Das sind quasi unsere ... Gut meinen Philanthropen oder das sind, da gibt es ja viele deutsche Unternehmer, die ich schon in diese Kategorie setzen würde, die sich wirklich für gute Dinge einsetzen, ihr Geld, nicht nur ihr Geld, sondern auch ihre Energie.

01:00:33: Ja,

01:00:33: Götz Werner war so einer der, der lange Jahre da schon vorweg gerannt ist, der Gründer von DM,

01:00:40: der

01:00:40: das Thema bedingungsloses Grundeinkommen und auch Steuereform, der hat ja ganz ganz viele Sachen davor angetrieben, ja.

01:00:45: Genau, und da gilt es eigentlich, dass die jetzt koordiniert.

01:00:51: und zusammen als wichtige gesellschaftliche Kraft auch gesehen und unterstützt werden.

01:00:58: Und nicht von diesen politischen Zerfleischungstendenzen, die da ja gerade überall stattfinden, beeinflusst werden, sondern vorausschauen und ihre Visionen, die wirklich wundervoll sind, die dann auch umsetzen.

01:01:14: Und in dem Zusammenhang kann ich vielleicht mal kurz das Oslo-Projekt erwähnen, das von der ANENES-Stiftung unterstützt wird.

01:01:21: Und da geht es genau darum.

01:01:23: Es gibt vierhundertdreißig tausend Initiativen, NGOs, die versuchen irgendwo die Welt zu retten, in irgendeiner Form die Welt besser zu machen.

01:01:32: Und jede Wurstel da so vor sich hin, jede hat Geldprobleme und die wissen in vielen Fällen nichts voneinander.

01:01:38: Und da eine Infrastruktur und Struktur zu schaffen, die dass längerfristig auch dann umsetzt, dass das Kollaborativ passieren kann.

01:01:52: Das wäre ein Traum insofern, dass wir dann die Dinge wirklich umsetzen könnten.

01:01:57: Super.

01:01:58: Wir könnten jetzt noch mehrere Stunden weiter das machen und das werden wir auch in weiteren Folgen, die wir miteinander machen werden, hoffentlich.

01:02:07: Ich würde gerne von dir jetzt persönlich als Mensch Wir hören im Anschluss eine andere Einstiegsfrage.

01:02:16: Wo willst du noch hin?

01:02:19: Ach, das ist eigentlich ... Im Moment zumindest Drehndes ändert sich nicht.

01:02:24: Erst mal, ich bin jeden Tag dankbar.

01:02:27: Und ich lebe so ein bisschen das Stockdale-Paradox.

01:02:30: Ich weiß nicht, ob dir das ... Nee, sag

01:02:31: mal.

01:02:31: ...

01:02:31: James Stockdale war ein Prisoner of War in Vietnam für acht Jahre.

01:02:36: Und der hat gesehen, dass viele das nicht überlebt haben.

01:02:43: Und viele aber auch überlebt haben.

01:02:45: versucht den Unterschied rauszuarbeiten.

01:02:47: Und der hat gesehen, dass die, die super, die erwartet haben, dass es in drei Monaten vorbei ist, die haben das nicht geschafft.

01:03:00: Und die, die aber realistisch waren und trotzdem optimistisch, das hört sich erst mal nach Paradox an, die haben überlebt.

01:03:06: Das heißt, das ist auch für mich so ruthless Realism und radical Optimism.

01:03:12: sind zu meiner zwei Maxime.

01:03:13: Also ich bin wirklich, wirklich optimistisch, bin aber auch Realist jeden Tag und hab unheimlich viel Personal, Gratitude.

01:03:25: jeden Morgen, bin ich aufwache und freue mich darüber, dass ich am Leben bin, dass ich noch Kiten und Schiefwand kann und surfen und wandern und dass ich für meine Freunde und meine Familie, meine Kinder und so weiter da sein kann.

01:03:39: Und möchte aber die nächsten zwei, drei, vier Jahrzehnte mich wirklich diesem Thema widmen, worüber wir hier gesprochen haben.

01:03:46: Und ich glaube, es wird sich so viel, so schnell ändern, dass da genug zu tun ist.

01:03:51: Und ich freue mich darauf, viele inspirierende Menschen zusammenzubringen und die dann in diesen Communities eigentlich... dann zu inspirieren und ermutigen und sie zu unterstützen, dann die Dinge auch umzusetzen, die wir als Menschheit brauchen.

01:04:12: Vielen, vielen Dank, liebe Jerry.

01:04:13: Ich schließe mit einer Frage, die ich gerne auch allen unseren Hörern und Hörern stellen möchte, die ich aus dem letzten Buch, dann haben wir sie alle genannt, von Rudger Breckmann bei mir hängen geblieben ist.

01:04:25: Moral Ambition heißt das Buch.

01:04:28: Und die Frage heißt, wer willst du gewesen sein?

01:04:30: Und die Frage stelle ich euch allen.

01:04:32: Wer möchte ihr gewesen sein?

01:04:34: Bei dir habe ich es heute gefühlt.

01:04:35: Vielen Dank.

01:04:39: Ja, eine Folge, wie ich finde, die wundervoll zum Jahresauftakt

01:04:45: passt.

01:04:46: Ja, die Frage, wer will zu gewesen sein, die habe ich ja schon häufiger gestellt.

01:04:51: Ich muss aufpassen, dass ich das nicht zu oft mache, weil es so immer nach Zeigefinger klingt.

01:04:56: Aber für mich ist es so eine Reflektionsfrage, die ich mir immer mal wieder stelle.

01:05:00: Und ich denke, Wenn wir alle uns in unseren Circles of Influence, wo wir wirken können, einwirken können, mehr aufhalten, als uns über die aufzuregen, die Welt da draußen, wo wir nicht so richtig was bewegen können, desto besser sind die Chancen für eine gute Zukunft.

01:05:21: Wir brauchen alle.

01:05:23: Wir brauchen Menschen, die sich im Gemeinwohl engagieren, im eins zu eins, zum Beispiel in der Integration von Menschen.

01:05:33: Mit Fluchtgeschichte, mit Menschen, die weniger Chancen haben.

01:05:37: Wir brauchen strukturell engagierte Menschen, die wirklich an Lösungen bauen, die die großen Probleme dieser Welt angehen.

01:05:46: Ja, und wir brauchen irgendwie einen Miteinander bei einem Freiheitswillen und Wunsch, den ich auch selber habe.

01:05:53: Für mich glaube ich, dass es uns allen gut tut, ein bisschen auch wieder mehr an die Gemeinschaft zu denken.

01:06:00: Ich hoffe, dass euch das gut einstimmt fürs neue Jahr.

01:06:02: Ich wünsche euch wirklich alles alles Gute für zwanzig, sechsundzwanzig und freue mich auf viele, viele gemeinsame Folgen, auch bald wieder mit Christoph.

01:06:12: Ich hoffe, dass ihr mich euch auch ganz herzlich grüßen soll.

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