#532 Dominic Scheppelmann und Fred F. Schmidt | Geschäftsführer GROW Agency und Geschäftsführer lebe!zeit
Shownotes
Unsere beiden heutigen Gäste kommen aus unterschiedlichen Branchen. Sie haben sehr unterscheidliche Lebenswege hinter sich und auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Der eine hat in Hamburg Politikwissenschaft und Journalistik studiert, war viele Jahre Geschäftsführer einer Digitalagentur und ist heute als Mitgründer der GROW Agency in Hamburg unterwegs als Digital- und Markenstratege, als leidenschaftlicher Lead-Verfechter, als Vater, AI-Aktivist und überzeugter Demokrat. Der andere hat nach einem Management-Traineeprogramm und seinem Studium der Politikwissenschaft, Pädagogik und Soziologie in Bonn, Heidelberg und Mainz eine beeindruckende Laufbahn im HR-Bereich hingelegt: über das Institut für systemische Beratung in Wiesloch und Stationen bei Telekommunikations- und IT-Unternehmen bis hin zur Rolle als CHRO und COO bei einem der führenden Anbieter für berufliche Weiterbildung in Deutschland. Vor mehr als 15 Jahren hat er zusammen mit seiner Frau potenzialraum gegründet, um jungen Menschen ein stärkenorientierte Brücke ins Leben nach der Schule zu bauen. Heute ist er Geschäftsführer der lebezeit Gruppe und leidenschaftlicher Demokrat. Kennengelernt haben sich die beiden über unser New Work Masterskills Executive Programm und schnell gemerkt, dass sie ein Thema besonders verbindet:
Die Frage, wie wir echte Inklusion möglich machen.
Nicht nur in Unternehmen, sondern schon in Kitas, Schulen, Vereinen und Alltagsbegegnungen. Und wie sich unsere Haltung zu Vielfalt, Teilhabe und menschlicher Entwicklung ganz konkret im Alltag zeigt. Seit mehr als achteinhalb Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. Wir haben in mehr als 500 Episoden mit fast 700 Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich bereits verändert hat und was sich weiter verändern muss. Wie kann Inklusion gelingen, wenn wir sie nicht nur als politische Forderung, sondern als persönliche Haltung verstehen?
Warum fängt gelebte Vielfalt nicht im Diversity-Report, sondern im Kinderzimmer und Klassenzimmer an?
Und was braucht es, damit Unternehmen wirklich alle Potenziale sehen – auch jenseits normierter Lebensläufe und Karrieremodelle?
Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen.
Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei „On the Way to New Work“, heute mit: Dominic Scheppelmann und Fred F. Schmidt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Unsere beiden heutigen Gäste kommen aus unterschiedlichen Branchen.
00:00:04: Sie haben sehr unterschiedliche Lebensfähige hinter sich und auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam.
00:00:09: Der eine hat in Hamburg Politikwissenschaft und Journalistik studiert, war viele Jahre Geschäftsführer einer Digitalagentur und ist heute als Mitgründer der Grow Agency in Hamburg unterwegs, als Digital- und Markenstrategie, als leidenschaftlicher Leadverfechter, als Vater, AI-Aktivist und überzeugter Demokrat.
00:00:28: Der andere hat nach einem Management-Training-Programm und seinem Studium der Politikwissenschaft, Pädagogik und Soziologie in Bonn, Heidelberg und Mainz, eine beeindruckende Laufbahn im HA-Bereich hingelegt.
00:00:40: Über das Institut für Systemische Beratung in Wiesloch und Jationen bei Telekommunikations- und IT-Unternehmen bis hin zur Rolle als CHRO und COO bei einem der führenden Anbieter für berufliche Weiterbildung in Deutschland.
00:00:52: Vor mehr als fünfzehn Jahren hat er zusammen mit seiner Frau Potenzialraum gegründet, um jungen Menschen eine stärkenorientierte Brücke ins Leben nach der Schule zu bauen.
00:01:01: Heute ist der Geschäftsführer der Liebezeitgruppe und leidenschaftlicher Demokrat.
00:01:05: Kennengelernt haben sich die beiden über unser New Work-Master-Skills-Exercits-Programm und schnell gemerkt, dass sie ein Thema besonders verbindet, die Frage, wie wir echte Inklusion möglich machen.
00:01:15: Nicht nur in Unternehmen, sondern schon in Kitas, Schulen, Vereinen und Alltagsbegegnungen.
00:01:19: und wie sich unsere Haltung zu Vielfalt, Teilhabe und menschliche Entwicklung ganz konkret im Alltag zeigt.
00:01:25: Seit mehr als acht und ein halb Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkst, statt
00:01:31: ihnen zu schwächen.
00:01:32: Wir haben in mehr als fünfhundert Episoden mit fast siebenhundert Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich bereits verändert hat und was sich weiter ändern muss.
00:01:40: Wie kann die Inklusion gelingen, wenn wir sie nicht nur als politische Forderung, sondern als persönliche Haltung verstehen?
00:01:46: Warum fängt gelebte Vielfalt nicht im Diversity Report, sondern im Kinderzimmer und Klassenzimmer an?
00:01:52: Und was braucht es, damit Unternehmen wirklich alle Potenziale sehen, auch jenseits normierte Lebensläufe und Karrieremodelle?
00:01:59: Fest
00:01:59: steht.
00:01:59: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse.
00:02:03: Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, Dienst im Kern von New Work näherbringen.
00:02:10: Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie mindestens wirklich wirklich wollen.
00:02:19: Ihr seid bei On the Way to New Work, heute mit Dominik Schäppelmann und Fred Spitt.
00:02:44: Hey Männer!
00:02:47: Mach noch mal.
00:02:51: Das hat noch nicht einer gesagt, wie schön Fred.
00:02:54: Herzlich willkommen hier in meinem Riverside Studio.
00:02:56: Wir sind an drei unterschiedlichen Orten, wir sehen gerade, wie die Dortons aus in unserem Bild befestigen
00:03:02: stellen.
00:03:03: Es wird Screenshots geben, vielleicht teilen wir einen davon.
00:03:05: Ich sage auch nicht, wie der kleinste, wie der längste ist.
00:03:08: Weil im
00:03:09: richtigen Leben sind wir ungefähr Lohn.
00:03:11: Ohne ungefähr lählich.
00:03:13: Also, wer mag anfangen und mir erzählen, wie er der Mensch geworden ist, der er heute ist von euch beiden.
00:03:20: Die Frage, wir gucken uns gerade an das,
00:03:22: was ihr legt losbredet.
00:03:24: Laufen wir beide Gefahr
00:03:25: zu lange zu reden?
00:03:26: Ich rede ja beim Denken und Denken beim Reden.
00:03:33: Die Frage habe ich jetzt auch schon echt oft gehört, so wie viele.
00:03:39: Ich erzähle jetzt trotzdem Dorflos.
00:03:43: Ich würde sagen eher progressiv in einem konservativen Umwelt in einem Dorf groß geworden.
00:03:50: Mehr Nonnen als Dorfbewohner.
00:03:53: So ist so die Erinnerung.
00:03:58: Neugierig.
00:04:00: Schon immer schnell zwischen den Ohren und mit der Zunge in meinem Rehnen.
00:04:08: Und dadurch ordentlich angeeckt bei sämtlichen Autoritäten, die mir so begegneten.
00:04:14: Erzieher, Pfarrer, Nondens, auch mal Messdiener, Lehrer und gleichzeitig sehr geliebt von meinen Eltern.
00:04:29: zwei Geschwister, eine ältere Schwester, ein jünger Bruder.
00:04:33: Und ich würde es mal so als erste Station sagen, ich habe Selbstwirksamkeit erlebt, so wie ich war oder so wie ich bin.
00:04:44: Da kann ich mich dann häufig daran erinnern, dass ich nach Hause gekommen bin und mich im Unrecht wähnte.
00:04:52: Und ein Arm genommen wurde verteidigt, wurde für was.
00:04:58: Dadurch, bei mir geblieben bin, glaube ich, zu sagen, was ich denke.
00:05:04: Hat er natürlich auch seine Spitzenwirkung gehabt.
00:05:06: Bin vom Gymnasium geflogen.
00:05:09: Hab dann trotzdem Abitur gemacht.
00:05:13: Über ein paar Umwege wusste dann nicht, was ich machen soll.
00:05:18: Bin bei McDonalds gelandet.
00:05:21: Da habe ich als Schüler gearbeitet und da gab es so ein Management-Ausbildungsprogramm.
00:05:28: Habe ich dann gemacht, bin dann aus der dörflichen Idulle nach Frankfurt.
00:05:37: Das hat mich echt getatscht, das System, muss ich sagen, diese hohe Automatisierung und trotzdem war alles so individuell.
00:05:46: Wirklich Wahnsinn, also muss ich das so vorstellen, dass tatsächlich jedes Restaurant oder auch städtisch beziehlich gibt es nur oder gab es zu dem Zeitpunkt, das ist jetzt auch schon... Man war das, ist ja auch schon eine Zeit lang her, aber da war es wirklich so, dass jedes Restaurant mehr oder weniger so eine bestimmte Kultur, in die dort dann gearbeitet haben, so städtisch bittig.
00:06:18: Und dadurch hatte jedes Restaurant wirklich eine ganz eigene Note.
00:06:22: und ich habe dann angefangen zu studieren nach dem, nach diesem Programm.
00:06:27: weil ich das System dann auch verstehen wollte.
00:06:29: Wie geht das?
00:06:30: Hohe Automatisierung, trotzdem alles sehr individuell.
00:06:36: Und ich habe dann Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft zur Zulurgie studiert in Mainz, nämlich nach Heidelberg und dann im Schloss dann nach Born.
00:06:47: In Heidelberg habe ich dann auch eine wichtige Station gehabt, am Institut für Systemische Beratungen in Wieslauch und habe da gut besolt worden oder systemisch versaut, je nachdem, wie man das so sieht.
00:07:04: Viel mit Personal- und Unionsentwicklung zu tun gehabt, bin auch verbunden geblieben, dann nach dem Studium auch dort.
00:07:14: So ist dann auch Potenzialraum entstanden, was du eben beschrieben hast, mit meiner Frau später, wo ich eine ganze Zeit lang erst mal umsonst jungen Leuten helfen wollte.
00:07:22: Das, was ich an dem Institut erlebt habe, dass man so mit oder fünftig bloß bin ich jetzt auch sich die frage stelle was zum toll wie mache ich überhaupt in einem selbst erfahrungs umfeld oder sowas dass man das früher macht und die metoden und modelle runtergebrochen auf schülerin schüler.
00:07:42: ja mit der abgabe meiner magisterarbeit bin ich zum erst mal vater geworden weniger zeitgleich.
00:07:53: und Dann ergab es sich, dass ich im Vertrieb angefangen habe bei einem DSL-Netzgetreiber in Bonn.
00:08:02: Meine Frau hat dort gearbeitet, war dann in Mutterschutzelternzeit.
00:08:07: Und dann gab es ein Deal, ihr Vertrag ging allen für mich.
00:08:13: Und im Vertrieb kann man ja immer anfangen, so denkt man, so einfach ist es dann aber dann nicht.
00:08:20: Dann hatte ich aber Datenstart.
00:08:24: Und dann bin ich da viele Jahre in der IT- und Telekommunikationsbranche unterwegs gewesen.
00:08:30: Geschäftsentwicklung und dann HR später.
00:08:33: Ja, ich glaube, was das alle Rollen verbindet, also auch dann später beim Bildungsträger, in der Geschäftsleitung und jetzt hier in der Lebezeit, in der Geschäftshörung.
00:08:48: Ich glaube, das ist so dieses Muster erkennen.
00:08:51: Das mache ich einfach gerne.
00:08:53: Musste ansprechen.
00:08:55: Traue ich mich.
00:08:57: Stabilisieren oder stören mag ich dann auch.
00:09:00: Ja, mag was dann passiert.
00:09:02: Ich
00:09:03: glaube zu tiefstern Passung von Menschenorganisationen.
00:09:09: Und ja, meine Vorstellungskraft verbinde ich halt gerne mit Zuversicht ins Gelenken.
00:09:14: So, so würde ich das wahrscheinlich ist, einmal vielleicht versuchen zusammenzupacken.
00:09:20: Fred, vielen vielen Dank.
00:09:22: Ich bin ja immer jedes Mal wieder beschenkt, wenn Ich diese Frage stelle und jemand wirklich auch sich den Raum nimmt, so wie du es gerade gemacht hast.
00:09:31: Vielen, vielen Dank dafür.
00:09:32: Ich weiß noch die kürzeste Antwort war bei Gregor Gizzi, der auf die Frage antwortete.
00:09:37: Ich glaube, die Zeugung meiner Eltern, da muss man dann als Podcast-Gastgeber ein bisschen mehr arbeiten.
00:09:43: Das war ganz toll.
00:09:44: Vielen, vielen Dank.
00:09:46: Und ich kenne dich ja auch schon ein bisschen.
00:09:48: Aber da sind viele, viele Aspekte noch mal dazugekommen, die ... Das Bild einfach noch ein bisschen vollständiger machen, noch facettenreicher.
00:09:57: Danke dafür.
00:09:58: Dominik.
00:10:03: Und bevor es mit der aktuellen Folge von On the Way to New Work weitergeht, kurze Eigenwerbung für das NVMS Executive-Programm.
00:10:11: Es gibt Menschen, die Arbeit nicht nur erledigen wollen, sondern verstehen wollen, warum sie tun, was sie tun.
00:10:17: Menschen, die Verantwortung nicht mit Kontrolle verwechseln und Führung nicht mit Lautstärke.
00:10:22: Menschen, die sich selbst führen wollen, bevor sie andere führen.
00:10:25: So genau diese Menschen gibt es das New Work Master Skills Executive Programm.
00:10:29: Im April startet es zum zehnten Mal.
00:10:32: Zehn Monate, viermal drei Tage in intensiven Modulen, zwanzig fantastische Weggefährtinnen, keine Buzzwords, keine Patentrezepte, sondern ehrliche Arbeit an dir selbst, an eurem Miteinander.
00:10:44: Und an der Frage, welchen Beitrag ihr leisten wollt.
00:10:47: Better me, better we, better society.
00:10:49: Wenn du spürst, dass da mehr geht bei dir und mit anderen, dann schreib uns an hello at newworkmasterskills.com.
00:10:58: Wir freuen uns auf alle Menschen, die den Mut haben, es ernst zu meinen.
00:11:02: Und weiter geht's mit On the way to Newark.
00:11:08: Ich mach das dann mal in der Mitte zwischen Gregor Gizzi und Fred, also so mittelank.
00:11:13: Ich musste schmunzeln und fand das ganz spannend.
00:11:15: Als Fred gesagt, hat das an einem sehr konservativen Umfeld aufgewachsen ist.
00:11:19: Ich glaube, ich bin sehr stark durch mein Elternhaus geprägt worden, was allerdings ganz anders war.
00:11:23: Also beide waren Lehrer.
00:11:26: Beide haben irgendwie die Deutsche Friedensunion mit bewegt.
00:11:29: Ich war auf jedem Ostermarsch.
00:11:31: Ich war in der... Kommen wir später zu einer der ersten inklusiven Klassen in Hamburg.
00:11:37: Mein Vater hat... Für Asylbewerber, heime Flohmerkte organisiert, war da festgestellt, dass wenn man denen das schenkt, dass das nicht gut ist, weil sie dann das Gefühl haben, sie werden beschenkt und hat stattdessen Sachen gesammelt und das dafür zehn, zwanzig fennig verkauft, weil dann das Gefühl hat, man hat es auch wirklich gekauft.
00:11:54: anderen Menschen helfen, für die Demokratie einzutreten, ist sehr geprägt.
00:11:59: Durch mein Elternhaus, mein Papa hat auch die Grünen in Hamburg mitgegründet, war da Senatsprecher, also ich bin da sehr politisch vorgeprägt worden, bin dann nach einem Studien- und Politikwissenschaften und Journalistik in Hamburg allerdings aus dem familiären Brauch ausgeschert, Lehrer zu werden, meine Schwester hat das auch gemacht, sondern bin dann als Werbetexter in eine Agentur gegangen.
00:12:22: Es war ein ganz ein ganz großer Zufall, so richtig weiß ich eigentlich auch noch nicht mehr genau, warum das passiert ist.
00:12:28: Da bin ich sehr, sehr lange geblieben und muss sagen, dass das, was ich jetzt in den letzten Jahren ja noch deutlich aktiver tue, also auf allen Plattformen für Demokratie und Rechtshaltigkeit einzusetzen und auch als Menti für Geflüchtete et cetera, andere Sachen zu machen, ist erst in den letzten Jahren gekommen.
00:12:47: Und meine Frau, die ich sehr liebe, weil sie das immer gut auf den Punkt bringt, hat gesagt Dominik, ich muss immer was sagen.
00:12:52: Du hast gerade eine sehr interessante Form der Midlife Crisis.
00:12:56: Während andere sich ein Porsche kaufen mit ihrer Sekretärin, fängst du an und möchtest noch mehr Menschen helfen als vorher.
00:13:04: Pass mal auf, dass du dich in dem Konstrukt oder Konzept dabei nicht selber vergisst.
00:13:09: Und ja, also insofern ist das bei mir in Wellen.
00:13:11: Ich glaube so von fünf und zwanzig bis vierzig habe ich ein relativ normales Leben geführt, habe Kinder bekommen, habe mich nicht großartig engagiert und trete jetzt wieder ein bisschen stärker in die Fußstapfen von meinen Eltern, die das sehr, sehr stark getan haben und die mich da sehr geprägt haben.
00:13:29: Wow.
00:13:31: Danke für das zweite Geschenk und du hast dein Versprechen eingehalten, dass du dich da so ein bisschen dazwischen eingeordnet hast.
00:13:38: Und wie ich das meist mache, wenn ich zwei Gäste habe, die jetzt nicht in die einzelnen Biografien reinzuspringen, ist auch nicht nötig, weil ihr das beide ganz, ganz toll geschafft habt, dass sich da Bilder bilden.
00:13:54: Ich glaube nicht nur in meinem Kopf, sondern auch dann in den Köpfen unserer Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:13:59: Jump ich gleich mal in die Frage, wo ihr beide ... Ich hatte es kurz angesprochen, dass ihr euch bei uns kennengelernt habt.
00:14:10: Das wird dann beim Jahrgangs-Treffen, beim zweiten Jahrgangs-Treffen gewesen sein, in München, der NWMS-Community.
00:14:16: Aber wie hat es Klick gemacht, wie seid ihr auf die Idee gekommen, dass wir dieses Gespräch zu dritt führen?
00:14:24: Ich hätte euch auch einzeln eingeladen, so viel ist klar.
00:14:29: Es kann ja auch noch passieren.
00:14:33: Ich bin ja jetzt Geschäftsführer, jetzt schon über ein Jahr in einem Unternehmen, das Schubekleidung macht.
00:14:44: Kita und Schubekleidung, also Inklusion, sich bewegt und fast tausend.
00:14:50: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die da jeden Tag an Kitas und Schulen sind im Nordrhein-Westfalen.
00:15:01: Und ich habe von Dominik in den Gesprächen Fetzen aufgenommen, dass er in einer der ersten Inklusionsgelassen in Hamburg war.
00:15:12: Darüber muss Dominik natürlich sehr viel mehr erzählen.
00:15:15: Deswegen habe ich eigentlich gesagt, lass uns doch Michael mal ansprechen, dann erfahre ich da noch mehr darüber, erzähle nicht so viel, das tausche mal lieber aus.
00:15:22: Was ich aber direkt verstanden habe und gehört habe von dir, Dominik, war ja also angefangen, das zu erzählen.
00:15:28: Dann dachte ich so, das ist ja total
00:15:29: irre.
00:15:30: Also es gibt, es gibt dreißig Jahre dazwischen.
00:15:35: Und was du erzählst, ist eigentlich, dass das so ein Model ist, ist eigentlich das, was gemacht werden müsste.
00:15:41: Aber ich muss dir jetzt leider sagen, ist nicht meine alltägliche Erfahrung, dass die dreißig Jahre genutzt wurden.
00:15:48: Spannend.
00:15:49: Und weil du, Michael, ja auch das Thema interessant fandest, haben wir das sehr schön
00:15:55: gesogen haben.
00:15:56: Wir lassen mal gleich vielleicht reinjumpen mit Dominic's Erfahrung, holen sie euch mal ab.
00:16:02: Wann du realisiert hast, was da mit dir quasi passiert ist, gemacht wurde, du wurdest wahrscheinlich nicht gefragt.
00:16:09: Könnte ich mir vorstellen, aber bevor ich wieder zu viele Fragen und Annahmen treffe.
00:16:13: Erzähl du mal.
00:16:15: Ich kann mich nicht so ein Änderung auf mich gefragt worden, ich glaube nicht.
00:16:17: Es ist ein Jahr vor, als ich in die Schule gekommen bin, das war, neunzehnhundertsechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, sechsten, se Extrem generf, weil die wollte das nicht.
00:16:38: Und haben gesagt, wir wollen das, sind von Schule zu Schule gezogen, haben immer nein bekommen und haben dann eine etwas fortschrittliche Schulleiterin gefunden, die gesagt haben, wir machen das.
00:16:48: Und dann waren wir die zweite Integrationsklasse in Hamburg, dass ein Modellfried von dem man wahrscheinlich heutzutage nur träumen kann.
00:16:55: Wir waren sechzehn Schüler, wir waren fünf Menschen mit Einschränkungen und elf Normale Kinder hört sich so doof an, aber hat elf Kinder ohne.
00:17:05: Und wir hatten immer mindestens zwei, manchmal drei Lehrer in der Klasse.
00:17:10: Also das ist natürlich ein Verhältnis, von dem man heute wirklich nur träumen kann.
00:17:14: Ich habe das als super toll empfunden, unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten.
00:17:18: Ich war tatsächlich auch mit einem jungen Julian, hieß der sehr gut befreundet.
00:17:22: Wir haben auch privat öfter was gemacht.
00:17:24: Wir haben in der Schule sehr viel zusammen gemacht und gearbeitet.
00:17:27: Es war auch irgendwie spannend, weil es ständig kamer war.
00:17:30: Teams bei uns rumliefen, weil das natürlich irgendwie die Neuigkeit war und darüber berichtet wurde.
00:17:35: Ich habe noch einmal meine Mama gefragt, die hat auch mal geguckt, ob sie die alten Tapes noch findet.
00:17:41: Und es ist einfach, gerade wenn man jetzt eigene Kinder hat, einfach toll so aufzuwachsen und zu merken, dass es ganz unterschiedliche Menschen gibt, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
00:17:52: arbeiten, denken und handeln und unterschiedliche emotionale Zustände haben und dass alle aber gemeinsam trotzdem eine vernünftige Klassengemeinschaft bilden können.
00:18:00: Und wir haben das tatsächlich noch weitergezogen.
00:18:02: Wir waren dann die erste Klasse, die auch noch einer fünften Klasse weiter zusammen zur Schule gegangen ist.
00:18:08: Das ging tatsächlich bis zur achten.
00:18:10: Da sind wir wieder durch ganz Hamburg gefahren und haben dann in Winterhude eine Schule gefunden, was dazu geführt hat, dass ich immer aus Eimsbüttel oder beziehungsweise hoher Luft nach Winterhude gefahren bin, weil das die einzige Schule war, die das gemacht hat.
00:18:24: Das war mein Eltern aber egal, weil sie in das System geglaubt haben und auch da hat das grundsätzlich gut geklappt.
00:18:30: sagen, dass dann das System der Integration für mich oder der Inklusion für mich nicht mehr so greifbar war, weil es dann immer A und B Kurse gab und ich dadurch dann nicht mehr so einen großen Kontakt hatte.
00:18:41: Aber trotzdem hat das gut funktioniert und auch mit zwei habe ich hinterher noch Kontakt gehabt.
00:18:46: Die haben dann in einem Hotel gearbeitet, der andere hat auch einen ganz normalen Job gefunden, also da hat die Inklusion tatsächlich auch geklappt.
00:18:53: dass es wunderbar funktioniert hat.
00:18:55: Und ich halte das für deutlich sinnvoller, also sowohl für die Menschen, die in so einer Klasse sind, die das nicht haben, als auch die, die betroffen sind, als irgendjemand in eine Sonderschölle zu schenken und dann komplett aus dem Leben rauszunehmen.
00:19:07: Also mir hat das, glaube ich, viel gebracht.
00:19:09: Ich kann da viel... aus meinem Leben, Zähren im Ungarn mit anderen Menschen, die entweder deutlich intelligenter oder schlauer oder stärker sind in Bereichen als ich oder andersrum.
00:19:18: Das ist einfach immer Bereiche, die in denen andere dann gut sind und dass man gemeinschaftlich gut zusammenarbeitet.
00:19:23: Ich
00:19:24: würde gerne noch eine Frage anschließen und dann auch sehr gerne Fréd, du hast wahrscheinlich auch die besseren Fragen, aber magst du noch erzählen, was Vereinschränkungen die Kinder hatten, um das zu hören und ein bisschen klarzumachen, was ist eigentlich damit gemeint?
00:19:37: Dann reden wir hier über Eine körperliche Behinderung, es ist beides gewesen, war beides der Fall.
00:19:43: Also, das war einmal Trisomie, einundzwanzig, das läuft ja korrekt aus, Druck, einmal eine schwere geistige Behinderung, eine extreme Verhaltensauffälligkeit und einmal eine körperliche Behinderung.
00:19:58: Also da
00:19:59: waren es so, dass du so auch noch erinnerst.
00:20:03: und die noch letzte Nachfrage... Ich habe dich ja kennengelernt als jemand, der seinen Mund aufmacht für Minderheiten, der seinen Mund aufmacht für Missstände, der seinen Mund aufmacht auch, obwohl du in einer Branche arbeitest, wo viele ja sich damit zurückhalten, weil man könnte ja auch irgendeinen Kunden, der das anders sieht, verschrecken, sondern du bist sehr, du trennst sehr klar deine Persönlichkeit, die du hast von deiner beruflichen Rolle und sagst, also so wird es mir klar oder integriert.
00:20:36: Ich weiß gar nicht, wie man es richtig sagen soll, aber auf jeden Fall habe ich bei dir überhaupt gar nicht das Gefühl, dass du irgendwie so einen Filter hast, sondern wirklich die Dinge benennt, was ich großartig finde, was ich mutig finde, wo ich mich manchmal frage, bist du eigentlich da gegen Feige?
00:20:51: Und jetzt kommt die eigentliche Frage, glaubst du, Oder inwieweit hat dich damals diese Schule so geprägt, dass du heute so bist?
00:20:58: Also ist das, wie es auch sonst passiert?
00:20:59: Oder glaubst du, dass das besonders das beeinflusst hat?
00:21:03: Das kann ich nicht, aber nicht hundertprozentig.
00:21:06: Sagen, ich glaube, das sind gemischte Einflüsse.
00:21:08: Ganz stark mein Vater, der immer gegen aufbegehrt hat, wenn irgendwas ungerecht ist, egal in welcher Situation das war.
00:21:14: Also in der U-Bahn, wenn irgendjemand schlecht behandelt wurde, wenn irgendjemand den Kenner.
00:21:17: Also für den war Respekt vor Menschen das aller, aller, aller Wichtigste.
00:21:20: Das war das einzige Mal im Leben, wo er mich mal angeschrien hat.
00:21:23: Da hat sich das einmal nicht gemacht.
00:21:23: Das habe ich sonst nie erlebt.
00:21:25: Ich sage, man respektiert alle Menschen.
00:21:28: Und natürlich aber auch, dass man einfach merkt, dass es ganz, ganz viele unterschiedliche Menschen gibt und unterschiedlichen Stärken und Schwächen und die natürlich auch manchmal Sachen machen auf dem Ausflug, was andere Menschen komisch finden und nicht verstehen und einordnen können und dir danach zu sagen, hey, was lacht ihr denn da jetzt?
00:21:42: oder was soll denn das?
00:21:43: Also ich glaube, das ist beides.
00:21:45: Das hat mich beides sicherlich geprägt.
00:21:47: Und was du sagst, Michael, das erlebe ich bei ganz vielen, die meisten Leute in exponierten Positionen äußern sich nicht zu politischen Themen.
00:21:56: Kann ich auch verstehen, war auch schon manchmal ein Nachteil bei mir.
00:21:58: Ich habe da manchmal auch gesagt bekommen, nee, dann möchten wir das nicht.
00:22:02: Aber auf der anderen Seite, ich möchte auch nicht mit Leuten arbeiten, die sich dadurch gestört fühlen, wenn ich mich politisch äußere.
00:22:08: Ich mache das ja bewusst, sodass ich die Demokratie verteidige.
00:22:11: Also gefühlt sind dreißig bis vierzig Prozent meiner Postings, wo ich Menschen aus der CDU oder der CSU verteidige gegen Angriffe, die ich als ungerecht empfinde.
00:22:19: Obwohl die überhaupt nicht meiner politischen Einstellung null entsprechen, sonst ist mir einfach darum dass man Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen, nicht bepürbelt und dass man Minderheiten schützt und wer damit ein Problem hat, mit dem möchte ich nicht arbeiten.
00:22:33: Also es geht jetzt ja nicht darum zu sagen, ich will die Parteien, wie soll sie auch wählen, sondern es geht um ein ganz grundsätzliches Demokratieverständnis.
00:22:39: Da sind, ich arbeite gerne mit allen Menschen zusammen, außer sie arbeiten für eine vom Verfassungsschutz als faschistisch eingestufte Partei.
00:22:47: Ansonsten, solange das auf dem Boden der Demokratie steht, ist das völlig in Ordnung für mich.
00:22:56: Gleich geht es weiter mit On The Way To New Work, aber hier kommt unser Werbepartner für diese Woche.
00:23:01: Kennt ihr das?
00:23:01: ihr sucht nach einem Event, das euch wirklich weiterbringt?
00:23:04: Nicht nur im Job, sondern auch persönlich.
00:23:05: Eines, das euch inspiriert und mit echt guten Erkenntnissen voranbringt.
00:23:09: Ich glaube, ihr wisst schon wovon ich spreche.
00:23:10: Ich spreche von einem der wichtigsten Events des Landes, die OMR.
00:23:15: Wohin mehr Festival ist eines der größten Events für digitales und online Marketing in ganz Europa mittlerweile.
00:23:22: Hier in Hamburg treffen sich die glücksten Köpfe unserer Branche für zwei Tage voller inspirierender Vorträge, Diskussion und praktische Learnings über achthundert Speakerinnen, darunter Namen wie Pip Klöckner und Meredith Whitaker, aber auch bekannte Persönlichkeiten wie Tom Brady.
00:23:35: Also es ist wirklich, wirklich spannend.
00:23:37: Ich habe schon diverse YouTube-Videos von der OMR gemacht, könnt ihr immer bei mir im Channel gucken, lohnt sich.
00:23:41: Es ist wirklich ein Highlight.
00:23:43: Also beeindruckend dazu, tausend Ausstellende auf der Expo von internationalen Tech-Giganten bis hin zu Start-up-Style.
00:23:50: kennen müsst.
00:23:52: Also bei der OMR dreht sich alles um Networking, Praxismehrwert und natürlich gibt es auch ein verdammt gutes Festival-Feeling am Abend.
00:23:58: Die perfekte Mischung aus Weiterbildung, Inspiration und einzigartigen Entertainment.
00:24:02: Falls ihr dabei sein wollt, habe ich was für euch.
00:24:04: Sichert euch jetzt den OMR-Sixundzwanzig-Festival-Pass zum Early-Bird-Preis.
00:24:08: Mit dem Code New Work-Einhundert spart ihr hundert Euro Netto auf den regulären Ticketpreis.
00:24:15: bis zum achtundzwanzigsten Februar könnt ihr euch diesen Vorteil sichern.
00:24:20: Den Link dazu findet ihr in den Show-Notes.
00:24:21: und jetzt viel Spaß mit dem Rest von On The Way To New Work.
00:24:28: Keine Frage, ich hab die Weibkopf haben sich die Übereinstimmung versucht so ein bisschen, die habe ich so daraus zu hören, von dem was Dominik zu Beginn hatte, den Rest unterschreibe ich ja alles dreimal dick und fünf Ausrufe zeichnen, was auch gewirkt ist.
00:24:47: Das mag ich sehr.
00:24:49: dazu zu hören.
00:24:51: Aber jetzt schon mal so ein bisschen auf dieses Inklusionsthema geguckt.
00:24:56: Der Unterschied zwischen Inklusion und Integration ist ja Inklusion ist Kontakt und Integration ist jemand mit einem Defekt integrieren, könnte man sagen.
00:25:10: Und das, was du da erzählst, was?
00:25:19: Was du da erleben konntest, das ist die Reihenform von Inklusion, so wie ich sie heute beschreiben, der Begriff, den ich da heute zu verwenden würde.
00:25:26: und Entschuldigung an alle, die aus unterschiedlichen Bundesländern und Kommunen zuhören, die andere Begriffe für die gleiche Sache kennen.
00:25:35: Das ist nun mal so hier bei uns, wenn ich jetzt Inklusionsassistenz sage, dann kann das sein, dass das irgendwo an das Eingliederungshilfe heißt und da heißt es Schuhbegleitung.
00:25:43: Und was auch immer, es gibt tausend von Begriffen.
00:25:46: Dazu für die gleiche Sache, die Dominik geschrieben hat.
00:25:51: Das nennt man heute Klassenassistenz, das Modell.
00:25:55: Oder Infrastrukturmodell.
00:25:58: Man hat nicht eine Eins-zu-Eins-Verbindung zwischen einem Kind mit einer Diagnose und einer bewilligten Einzelfallhilfe, sondern man hat einen Klassenverbund.
00:26:12: aus Mitkindern, die eine Begleitung brauchen.
00:26:17: Und dazu gibt es dann den Lehrer oder mehrere Lehrerinnen und Lehrer an Förderschulen und eine Regelschule, in der gibt es dann eben uns mit Inklusionshilfen, Inklusionshasstensen und viele viele andere Träger in der ambulanten Jugendhilfe, die das eben dann realisieren.
00:26:36: Und deswegen, das ist halt eben schon Wenn man sich das mal so überlegt, gibt es wohl hunderttausend bewilligte Schubengleitungen in Deutschland bei elf Millionen Schülern.
00:26:49: Da kann jeder mal kurz überlegen und sich an seine Schulzeit erinnern.
00:26:53: In jeder Klasse, würde ich sagen, gibt es zumindest einen, der es gebrauchen könnte.
00:26:59: Kommt nicht ganz hin.
00:27:01: Ja,
00:27:02: aber
00:27:02: ich sage mal, wenn es eine... Nein,
00:27:04: nein, noch mal.
00:27:05: Also es kommt da, ich wollte seine zahllichen Freistellen, aber es kommt nicht ganz hin, die Anzahl der Bewilligten für
00:27:10: die... Genau.
00:27:11: Die Bewilligkeit, die da ist.
00:27:13: Absolut,
00:27:13: absolut.
00:27:14: Also wenn man, was auch identisch ist zu dem, was man sagt, in Hamburg war es, dass in der Regel diese Begleitung von der ersten bis zur achten Klasse gemacht wird.
00:27:25: Das ist so... Jetzt halt heute vom Kita an.
00:27:29: Es gibt sehr viele Kita-Begleitung, die gemacht wird auch.
00:27:34: Das ist auch wieder von Bundesland zu Bundesland in Kommune zu Kommune unterschiedlich.
00:27:37: Aber man kann quasi sagen, wirklich von Vorschule bis Achteklasse wird das heute noch genauso praktiziert, aber in sehr, sehr unterschiedlichen Spielarten und Spielweisen, die nicht immer das Beste für das betreute Kind und vor allen Dingen die Klasse sind.
00:27:56: Wenn Inklusion Kontakt ist, das ist genau das, was du Michael eben gefragt hast, nämlich absolut relevant.
00:28:02: Was hat es mit dir als gesunden Kind den Anführungszeichen gemacht?
00:28:07: In so einem Klassengemeinschaft groß zu werden.
00:28:12: Das ist die Frage.
00:28:13: Du bist ja von Haus aus schon sehr geprägt gewesen.
00:28:17: Aber da waren ja auch andere.
00:28:22: Also was, was ich halt spannend finde bei dem Modell ist, Ich kenne mich ja in der heutigen Zeit nicht so aus, aber ich nehme das so wahr.
00:28:28: Also es gibt das System, ich stecke alle Betroffene oder alle eingeschränkte Menschen mit.
00:28:33: Was ist, was ist eigentlich, Fred, was ist der korrekte Ausdruck?
00:28:35: Sagt man Menschen mit Behinderung oder?
00:28:38: Ja, also es gibt einen tollen Podcast, den muss ich empfehlen hier, aus Politik und Zeitgeschichte dazu.
00:28:48: Da wird es wirklich genau das mal auch gut thematisiert.
00:28:51: Den kann man ganz der bestimmte Verlinken mich erinnern.
00:28:55: Da wird auch historisch das nochmal so ein bisschen aufgearbeitet und eingearbeitet.
00:28:58: Also da habe ich den schönen Satz her auch, den habe ich auch an anderer Stelle schon oft gehört, man ist nicht behindert, sondern man wird behindert.
00:29:09: Also fast dreißig Prozent der von uns betreuten Kinder hat Aufmerksamkeitsstörung, wachsend.
00:29:19: Tendenz wachsend.
00:29:21: Und das ist aber nicht irgendwie nur so ein Mode-Diagnostik-Thema, was man dann so wegwicht oder so, sondern das ist ein Fakt, dass bei einem so eine ganze Handyhalterung für einen Bucky bestellen.
00:29:37: Das geht einfach ganz früh los, dass irgendwie eine genetische Disposition eben verbunden wird mit einem sozialen Umfeld, das sage ich mal in die falsche Richtung navigiert.
00:29:48: möglicherweise.
00:29:49: Und dann unser Bildungssystem ist ja jetzt nicht unbedingt das sinnvolle zum Beste im Jahr.
00:29:58: Und das auch schon länger nicht.
00:30:00: Und da wird jetzt auch wahrscheinlich Eingliederungshilfe und Inklusion nicht dran rum reparieren.
00:30:07: Sondern die unterstützen.
00:30:08: ja im Prinzip überfordert das Schuhsystem auch, muss man ja sagen, wenn es immer niedrigschwelliger wird, dass das Klassenhilfen, Klassenassistenzen, den Schubbetrieb auch ein bisschen mitgewährleisten.
00:30:22: Das wird jetzt gerade so stark wie ein Politiker, weil diese war gar nicht die Anfrage, die ich dir gestellt habe.
00:30:30: Ja, also ich werde mit dem Podcast meinen.
00:30:32: Ich glaube, ich weiß auch nicht immer genau, wie man es richtig sagt, aber ich sage jetzt einfach mal Menschen mit Behinderung in diesem Fall.
00:30:37: Ja,
00:30:38: sagen
00:30:38: ganz viele auch.
00:30:39: Aber weißt du, warum ich da so ein bisschen zurückgehalten drauf anrufe?
00:30:42: Wenn man in dem Bereich arbeitet, mit ganz vielen Pädagogen und Pädagogen auch arbeitet, dann wird sich darüber nicht mehr so viel Gedanken gemacht wie man das jetzt
00:30:51: ausspricht
00:30:51: und nennt und
00:30:52: so weiter.
00:30:53: Und ich
00:30:53: wollte jetzt nicht die Gefahr eingehen, dass ich irgendwie... Weißt du, da irgendwas sagen, das ist vielleicht doch nicht korrekt gewesen.
00:31:02: Worauf ich hinaus wollte ist... In der Sonderschule hat man dann quasi alle in einem Raum und es gibt keine normalen Kinder.
00:31:09: Für
00:31:09: der Schule, genau.
00:31:11: Und
00:31:11: jetzt ist ja das Konzept, ich habe eine Klasse, wo ganz viele sagen, wir haben normale Kinder drin, sondern es ist vielleicht ein oder zwei Menschen mit Behinderung dabei.
00:31:19: Und in beiden, finde ich, sind sie alleine, weil in dem einen Sonderschulkonzept ist kein normales Kind dabei und in dem anderen sind sie die einzigen, die eine spezielle Herausforderung haben und alle anderen sind normal und ich finde beide Konzepte nicht sinnvoll.
00:31:32: Das, was wir ja schon früher gemacht haben, Und was offensichtlich jetzt wieder das Rollenmodel ist, ist, dass vier bis fünf Kinder in so einer Klasse sind.
00:31:38: Das heißt, sie haben auch Menschen, wo sie merken, hey, die sind wie ich.
00:31:42: Die haben eine andere Herausforderung und wir haben aber auch die normalen.
00:31:45: Und das finde ich irgendwie viel sinnvoller, weil sonst bist du immer alleine.
00:31:49: Ich habe dazu eine steile These auch noch mal.
00:31:53: Ich habe einen Freundin, die Unternehmerin ist und die in ihrer Heimatstadt eine... spezielle Förderschule sehr unterstützt.
00:32:05: Der zwei Brüder, die auch Einschränkungen harten haben, die dort als Kinder zur Schule gegangen sind und die vertritt die These, sagt, sie hält gar nichts davon, das so zu mischen, weil alle dann drunter leiden.
00:32:20: Und es ist ihre Ansicht nach viel wichtiger, dass sie in dem absolut perfekten Umfeld lernen können und man dann das zusammenbringen, irgendwie anders hinkriegen.
00:32:31: muss.
00:32:32: Er hat noch nicht tiefer thematisiert.
00:32:34: Was würdet ihr solchen auf solche These antworten?
00:32:39: Ich würde erstmal den dritten Baustein damit reinlegen, die Dominic eben auch beschrieben hat.
00:32:45: Das ist ja der Punkt, dass du in den letzten sechs und acht Jahren erlebt hast, ist das was heute in zumindest mal den erfolgreicheren Pilotprojekten, das nennt sich immer noch alles Projekt, sowas dann heute zu machen.
00:33:00: Das sind seit ein paar Jahren an vielen Schulen in solchen Projekten unterwegs, in denen dann genau das umgesetzt und realisiert wird, dass Piers miteinander dort sich erleben und in einem normalen Regelschul-Umfeldgrößen.
00:33:19: Trotzdem werden in Nordrhein-Westfalen dreißig Förderschulen geplant.
00:33:24: Die Bedarfes sind einfach auch enorm hoch und da.
00:33:28: Und das, was du eben beschrieben hast, wie die Fünfe, die du erlebt und kennengelernt hast, da hat es sich einen unterschiedlichen Gründen.
00:33:37: Du hast die Begleitung stattgewinnt.
00:33:38: Das ist exakt genauso heute auch.
00:33:44: mehrfach behinderte Kinder, die noch vielleicht eine geistige Entwicklung auch noch eingeschränkt sind, die wirklich auch auf Infrastruktur angewiesen sind, um über den Tag dann auch gut begleitet zu werden, die auch an der Förderschule, möglicherweise genau auch nur so dargestellten, abgebildet werden kann.
00:34:06: Aber
00:34:07: ich habe
00:34:08: Tolle Sachen gehört auch von Lehrern an Förderschulen, die dann eben mit Schülern von außen an einer Förderschule mit
00:34:16: ein
00:34:17: bisschen Pech hatten, auch Sozial und so weiter und an der Schule nicht richtig im Sozialverhalten vielleicht nicht richtig klarkam, die dann an einer Förderschule zum Beispiel dann was lernen zum Thema sozialen Umgang miteinander.
00:34:33: Unterschiede respektieren.
00:34:35: Also es gibt so extrem viele Facetten da drin, dass wir auf einen Modell zwingend festlegen wollen.
00:34:42: Ich
00:34:44: finde das schwierig, ehrlich gesagt, weil wo hört man dann auf?
00:34:47: Also ich kann auch sagen, Mädchen lernen besser, wenn Jungs hier nicht stören.
00:34:50: Dann mache ich ein Mädchen-Schüler oder ein Jungs-Schüler.
00:34:52: Ja, klar.
00:34:52: Also ich glaube, ich glaube,
00:34:53: leistungsstärke Schüler lernen besser, wenn sie mehr leistet.
00:34:56: Ja, aber das ist genau das.
00:34:57: Dann sortiere ich immer weiter auf und am Ende habe ich nur homogene Gruppen, die miteinander lernen.
00:35:02: Ja, aber
00:35:03: das hat ja, ja, das redet ja nicht gesagt.
00:35:05: Richtig.
00:35:05: Nee, was du gesagt hast.
00:35:06: Nein, nein,
00:35:07: nein, nein, noch mal.
00:35:07: Ich habe ja nur das beschrieben und was ich sehe ist, Also,
00:35:14: das war eine Anforderung, dass man keine Bekannte gesagt hat, die gesagt hat, dass sie auch aus dem Ort war.
00:35:18: Ja, das ist ja ihre Position.
00:35:19: Sie hat ja aber nicht gesagt, ich möchte es verbieten oder ich möchte... Also, ich würde zum Beispiel auch nicht sagen, auch wenn ich froh bin, dass meine Kinder zusammen meine Söhne mit Mädchen zusammen zur Schule sind, würde ich jetzt nicht sagen, auf keinen Fall reine Mädchenschulen, weil es gibt Argumente dafür, dass das Vorteile hat, genau.
00:35:40: Ich finde also, was für mich... Ich würde lieber jetzt auch gerne in die Inhalte noch gehen, als es muss so sein, was ich mitgenommen habe jetzt bei Fretis.
00:35:54: Es ist gut, dass mit unterschieden Formaten gearbeitet, getestet wird, um vielleicht dann ein paar Modelle zu finden, die gut funktionieren.
00:36:03: Und dass du das so siehst, Dominik, finde ich auch völlig in Ordnung, weil du halt einfach eine super Erfahrung da gemacht hast.
00:36:08: Und ich habe ein anderes Beispiel, was ich auch ganz toll finde.
00:36:12: Die Kinder von Christoph, meinem Podcast-Korost, die sind auch in einer Integrationsschule gewesen.
00:36:18: Ich habe das dann mal erlebt, als die ältere Tochter, die älteste Tochter dann bei uns war, als wir einen Gast hatten, der zu hundert Prozent seine Sehfähigkeit verloren hatte.
00:36:33: Ich glaube sogar seit Geburt, also mich sehen konnte.
00:36:37: Und der kam rein.
00:36:40: Es war so unfassbar schön, weil der war laut, der war lustig.
00:36:46: Der erzählte erst mal, was ihm alles schiefgegangen ist auf dem Weg und dachte erst mal, okay, wenn ich jetzt viel sabbel, müsst ihr mir Bescheid sagen, das ist ganz oft so, das blinde zu viel reden.
00:36:56: Also er hat uns erst mal mit seiner Herzlichkeit so umarmt und sie hat dann so tolle Fragen gestellt.
00:37:02: Sie hat ihn dann auch gefragt, wie sie es machen soll und hat ihn quasi um Tipps gebeten, wie sie mit ihm umgehen soll, als so ein Mädchen, die war da vielleicht sechs oder sieben, viel älter nicht, vielleicht acht, irgendwas zwischen sechs und acht.
00:37:15: Und dieser fast selbstverständliche Ungang, natürlich ist das, wünsche ich mir, das ist ganz, ganz viele solche Modelle, wie du sie hast.
00:37:24: Vielleicht können wir das da an der Stelle parken und vielleicht ein bisschen jetzt auch in den Vergleich kommen, vielleicht kannst du Fried noch mal auch erzählen.
00:37:32: Es klingt ja auch nach sehr aufwendig, wenn ein Begleiter quasi mit ist.
00:37:36: Das heißt, wenn ich vier Kinder, fünf Kinder in einer Klasse habe, heißt das dann, da sitzt dann vier, fünf Begleiter, gibt es da Grenzen.
00:37:45: Also ja, das ist genau das.
00:37:48: Die Diskussion, die wir gerade geführt haben, ist ein Abbild dessen, was genau so vom Norden, im Süden, vom Osten in den Westen diskutiert wird.
00:37:58: Und es gibt eine gesetzliche Grundlage, um Teilhabe zu ermöglichen und zu realisieren.
00:38:04: Es gibt einen Recht der Eltern auf Begleitung.
00:38:09: Also hier natürlich.
00:38:11: Also es gab im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... In Deutschland hier umgesetzt worden.
00:38:25: Und seit dem Jahr zwei Jahrzehnte gilt eben das Bundesteilhabegesetz zur Umsetzung dieser UN-Bundes, dieser UN-Behindertenrechtskonvention.
00:38:33: Das heißt, es gibt eine Vorgabe.
00:38:38: Wenn ich als Eltern eine Diagnose habe, dann kann ich es.
00:38:42: passiert, unterschiedlich ist.
00:38:44: Also wenn es eine Schule ist, die mit Klassenassistenzen arbeitet, davon gibt es leider nur sehr, sehr wenige.
00:38:52: Aber es wächst langsam.
00:38:54: Dann bin ich in dem Modell, dass Dominik, neunzeits achtzig, erlebt hat.
00:38:59: Dann kennen wir zum Beispiel als Träger auch nicht mehr die Diagnosen der einzelnen Kinder, sondern dann ist das ein Zusammenspiel aus aus Pädagogen, aus Lehrern, aus der Schule, aus Eltern und so weiter und den Kindern dort.
00:39:17: Finde ich erstmal, das hört sich nicht nur gut an, sondern das lässt sich auch gut realisieren.
00:39:22: Und dann gibt es eben die ganzen vielen Hilfen, die bewilligt werden aufgrund einer Diagnose.
00:39:29: und dann kann es genauso sein, wie du es eben beschrieben hast, das ist in einer Klasse, ein, zwei, drei, vier, helfen.
00:39:38: sind neben dem Lehrer und der Lehrerinnen und der Klasse.
00:39:42: Das ist Stress.
00:39:44: Also das ist für alle Beteiligten ist, wenn Inklusion Kontakt ist, dann muss man ja auch mal sagen, worum geht?
00:39:50: es geht um Unterschiedlichkeit.
00:39:52: Also das ist ein Kontakt.
00:39:54: Da kommt Unterschiede, kommen dort in Kontakt.
00:39:57: Das heißt, da entsteht Konflikte.
00:40:00: Und diese Konflikte müssen dann reguliert werden von vielen Leuten, die da sich beteiligt fühlen.
00:40:06: Und das ist dann tatsächlich echt komplex.
00:40:11: Und was sind das für Menschen, was haben die für die Vorbildungs- und Sozialarbeiter, die Quer-Einsteiger?
00:40:17: Es gibt sehr, sehr viele Quereinsteiger, also sogenannte Nichtfachkräfte, die dann von uns geschult werden.
00:40:25: Also das ist ein recht aufwendiger Prozess.
00:40:28: diese Passo zwischen Kind und Betreuerinnen und Betreuer herzustellen und herauszufinden, zusammen mit den Ämtern und Schule.
00:40:41: Also, da wird wirklich sehr, sehr viel Aufwand reingesteckt von allen Beteiligten, um das auch gut zu machen.
00:40:51: Dominik, aus deiner Erinnerung, du hast gesagt, zwei, drei Lehrer waren die ... Vorgebildet, also waren da Sonderpädagogens innen dabei.
00:40:59: Ja,
00:41:00: war immer ein Lehrer dabei und eine Sozialpädagogin.
00:41:03: Und manchmal waren es auch zwei, zwar weiß ich auch heute noch, ich will jetzt hier die Namen nicht nennen aus Persönlichkeit, aber ich weiß hier noch, wie heute, das war ganz toll, hat uns super viel geholfen.
00:41:13: Ich, also es ist ja wie... Euch
00:41:15: auch.
00:41:16: Ja, uns auch natürlich, aber in einer idealen Welt ist das alles super, aber nicht nur ich, sondern auch, also ich bin ja aus der Rolle gefahren, dass meiner Familie, meine Frau nicht, die ist Lehrerin an einer Vorschule und die kommt teilweise nach Hause und sagt Dominik, das geht eigentlich alles nicht, weil da sind dann eben Kinder, die eigentlich eine intensivere Betreuung benötigen und aus Ressourcengrunden ist eine Person da und dann bist du da alleine mit twenty-fünf Kindern, wovon zwei schwer verhalten gestürzt sind und zwei noch andere Dinge haben und es ist kein Unterricht möglich.
00:41:45: und die Lehrer sind alle kurz vorm Durchdrehen.
00:41:48: Also dann macht Inklusion keinen Sinn, weil es einfach da nicht funktioniert.
00:41:53: Aber ich finde, es ist halt immer, man muss davon ausgehen, dass in einer reichen Nation die Ressourcebildung und Inklusion so wichtig sein sollte, dass die Ressourcen dafür da sind.
00:42:03: Ich weiß natürlich, dass es leider nicht so ist.
00:42:05: Aber ich meine, wir müssen ja Menschen darauf vorbereiten, dass sie später ein sinnvolles Mitglied der Gesellschaft werden.
00:42:11: Und wenn wir schon Früh anfangen sie aus, schließen und weg zu sortieren, wie soll das funktionieren.
00:42:16: Also jeder Euro, der da investiert wird, kommt ja zehntausendfach zurück und deswegen kann ich jeden Tag meinen Kopf auf den Tisch schauen, dass das nicht passiert.
00:42:24: Halt ich mich jetzt zurück, weil sonst hätte ich das nicht.
00:42:26: Nein, nein.
00:42:27: Entschuldigung.
00:42:29: Aber
00:42:29: diese Verhinderungskosten könnte man ja auch rechnen.
00:42:33: Also man könnte ja berechnen, was es kostet, das alles nicht zu tun.
00:42:38: Also was ist denn dann?
00:42:39: Was passiert denn dann mit all den vielen Kindern, die Chancen hier ja auch kriegen und ja auch nutzen?
00:42:44: in der Regel?
00:42:45: Das ist schon, du kannst alles gegeneinander rechnen, ich schwöre dir, man kommt günstiger.
00:42:51: oder Es geht ja auch um Ländergelder, es geht um Stadtgelder, das ist den Ämtern, die kämpfen ja, stand heute einfach nur immer nur um Geld.
00:43:01: Also wenn ich sage, es gibt ein Gesetz, das eine Bewilligung ermöglicht, wenn eine Diagnose da ist und die Folge ist, dass eine Hilfe bezahlt werden muss, dann geht es ja darum, ist genug Geld da, um das auch zu finanzieren.
00:43:13: Um mein praktisches Erlebnis her, ne, es ist nicht genug Gelder für den Bedarf, der da ist.
00:43:21: Ich
00:43:21: würde gerne, bevor wir vielleicht auch noch mal den Schritt machen, den Inklusionsbegriff ein bisschen zu erweitern.
00:43:29: Ich erkläre dann auch gleich, warum würde ich gerne einmal anecdotisch werden und dann gerne von euch auch Beispiele haben, wo ihr mir vielleicht erzählt, was.
00:43:40: Also ich sehe Dominic, ein wundervoller Mensch, den ich wahnsinnig schätze, super reflektiert.
00:43:46: sehr, sehr viel da profitiert hat.
00:43:48: Man muss dazu sagen, auch noch über seine Startbedingungen mit seinen Eltern hinweg noch mehr gekriegt hat.
00:43:53: Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, da gibt es viele gute Sex-Histories.
00:43:57: Ich will eine Anekdotische erzählen, die ich vor vielen, vielen Jahren mal mitbekommen habe.
00:44:02: Zwar sind wir als Agentur gefragt worden, für eine Stiftung der Kennedy-Familie zu arbeiten, die sich eingesetzt hat für Kinder.
00:44:10: Ich kann das Trisomy... Ich weiß gar nicht, wie das gesehen wird, ob das eigentlich auch ein Begriff ist, der links auf dem Index ist.
00:44:26: Auf jeden Fall haben die festgestellt damals in den USA, dass diese Kinder sehr häufig sehr fröhliche Kinder sind, mit ganz viel, also auch der Sonnenschein in der Familie sind, das ganz häufig.
00:44:41: gar nicht das Thema Geld ein Problem ist, sondern das größte Problem eigentlich ist, dass den Kontaktperson außerhalb der Familie fehlen.
00:44:49: Also, sie haben keine Freunde außerhalb der Familie.
00:44:52: Und die haben dann ein System, also ein Buddiesystem erfunden, die hatten dann, als wir die kennenlernten, hunderttausend solche Paarungen, Menschen, die an dieser Erkrankung leiden und Menschen, die keine haben.
00:45:08: So zu Paaren gemacht und die haben sich dann committed einmal im Monat Zeit miteinander zu verbringen.
00:45:14: Und das über ein Jahr.
00:45:15: Und dann haben die da Geschichten erzählt, wo wir wirklich Freudentrehen, Glücksdrehen hatten, einer der diese Krankheit hatte, aber so ein, fast wie so ein Bodybuilder, so ein Figur hatte, also super viel Kraftsport gemacht hat.
00:45:31: Und er ist dann zusammengekommen zu einem Junger Arzt, der total schlecht gelebt hat, sich schlecht ernährt hat, depressiv war und eigentlich auch irgendwie so kann das mehr auf Leben hatte.
00:45:41: Also bin ich überzeichnisend ein bisschen.
00:45:43: und wo dann quasi dieser Junge, der eigentlich, wo man sagt, für den haben wir es eigentlich gemacht, den anderen gerettet hat.
00:45:50: Weißt du, da haben wir Videos gesehen, wo der dann gesagt hat, für ihn ist das das größte Geschenkzeit mit diesem... Freund zu verbringen, der so ein sonniges Gemütheit und ihn ins Fitnessstudio mitgenommen hat und er über ihn eine gesunde Lebensweise bekommen hat.
00:46:04: Das ist, wie gesagt, anekdotisch.
00:46:06: Aber diese Geschichte hat sich damals wirklich vor fünfzehn, zwanzig Jahren in meinen Hirn gefriest.
00:46:11: Und das würde ich gerne so als Einstieg nutzen und das ihr vielleicht auch mal so anekdotisch oder fallbeispielartig mal darüber erzielt, was das eigentlich macht mit den betroffenen Kindern und zwar mit beiden.
00:46:28: Also ich kann mich noch an eine Szene sehr genauer erinnern, auch weil es sie auf Video gibt, dass wir einen Setzkasten hatten in einem Arbeitszimmer, wo man so mit Bleiletter ein Buchstaben setzen konnte und das dann damit Briefe drucken und schreiben konnte.
00:46:42: Das ist das sehr intensiv mit dem einen Jungen zusammen gemacht hat und wir uns beide die ganze Zeit nur totgelacht haben und das super schön fanden.
00:46:50: Und das ist eine ganz schöne und wunderbare Erinnerung, wie wir zusammen was gemacht und geschafft haben.
00:46:58: Und, glaube ich, beide Seiten sehr von profitiert haben.
00:47:01: Das ist ein Bild, das ich im Kopf habe, auch bei Geburtstagen, wo ich bei ihm eingeladen war, wo es dann irgendwie so eine schöne Mischung war aus... wenn es mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung, die dann ganz wild miteinander gespürt haben, aber einfach, dass das Leben auch einfach und unkompliziert sein kann, weil den Herausforderungen, das sind so die positiven Bilder, die mir im Blicke blieben sind.
00:47:24: Und ja, natürlich, ich glaube, das ist wie mit Kindern im Rückblick, verklärt das alles.
00:47:28: Es gab bestimmt auch mal Situationen, wo ich dachte, vorgehen wir die gerade hart auf die Nerven, was ist hier so laut und warum macht der jetzt das?
00:47:35: Habe ich aber ehrlich gesagt nicht mehr im Kopf.
00:47:36: Also, wir sind wirklich fast nur positive Erinnerungen im Gehirn geblieben.
00:47:40: Prägt, vielleicht kannst du von der Einzelfall-Betrachtung, ja, auf Effekt.
00:47:45: Ihr müsst das ja sicherlich auch messen.
00:47:47: Ja, ich hab das tunommen.
00:47:49: Genau.
00:47:49: Also, wenn ich sage, wir haben tausend Hilfen ungefähr.
00:47:56: Wir bewegen uns in einem Trägerverbund mit fast viertausend Hilfen bundesweit in der Lernallianz.
00:48:07: Ich habe mir eben gesagt, dass ein gutes Drittel mit Aufmerksamkeitsstörungen usw.
00:48:12: unterwegs ist.
00:48:13: Wir haben viele Diabetesfälle auch, die wir in Kindergärten begleiten, um zu gewährleisten, dass diese Kinder in den Kinderraten gehen können, weil sie sonst nicht gehen könnten.
00:48:25: Obwohl sie medizinisch, technisch sozusagen gut versorgt sind mit Pumpe
00:48:29: usw.,
00:48:31: braucht es eben diese Unterstützung.
00:48:33: Und deswegen fallen mir jetzt vielleicht weniger diese romantischen Geschichten, werke ich jetzt mal ein, ohne das Abwehr zu bohren, sondern ich habe eher so vor Augen, wie viel eben nicht realisiert werden könnte an Teilhabe und an Begegnung.
00:48:51: Und ich glaube, das war ja auch so.
00:48:52: ein zweiter Punkt, Dominik, wo ich dich so ein bisschen angesprochen hatte.
00:49:00: Für mich ist das, ehrlich gesagt, auch ein Einstieg in Demokratie.
00:49:05: Das ist ja logisch.
00:49:08: Diversifizierung ist Unterschiedlichkeit und Unterschiedlichkeit ist menschlich und natürlich.
00:49:16: Die Begegnung von unterschieden wird ja gar nicht mehr richtig aufgebaut und möglich gemacht.
00:49:24: Es ist einfach eine schwierige Zeit gerade, um ... Weil ich will es nochmal anders, dann Demokratie funktioniert ja nur mit der Vorstellungskraft.
00:49:33: Also es ist ja wie eine Wette auf etwas.
00:49:37: Ich gehe zur Wahl und ich beteilige mich und ich habe die Idee, dass das gut wird und in vier Jahren wird wieder gewählt.
00:49:44: Also es ist ja immer so eine Etappenbetrachtung und ich brauche Vorstellungskraft.
00:49:49: Eine Diktatur brauche ich keine Vorstellungskraft für.
00:49:51: Es ist ziemlich einfach alles.
00:49:53: Es ist absehbar und planen und beschreibbar, was als Nächstes passiert.
00:49:57: Ehrlich
00:49:58: gesagt, glaube ich, ist das einfach ein ganz wichtiger Beitrag in den Kindergärten, in den Schulen, in den Grundschulen, dem man auf gar keinen Fall aufgeben darf, sondern wo man einfach auch gar nicht so die Unterschiede diskutieren sollte, sondern es tun, es machen, die Schulen darin zu porten, dass es nicht nur darum geht, dass soziale Ungleichheit, die Bildungskarrieren einfach weiter vorantreibt und die Begegnung, das ist ja auch nichts anderes, wie immer die gleichen Schule und der gleichen Klasse und so, sondern dieses durchmischen und dieses Aufrecht erhalten von... Begleiteten, Begegnungen von unterschiedlichkeit, Konflikte lösen, die entstehen einfach nur, wenn man zusammen ist, das würde ich sagen, das ist einfach ein wahnsinnig wichtiger Beitrag in die Gesellschaft.
00:50:54: Ja, weil wir sehen ja, dass das Playbook der Populisten ist, immer zu trennen, die und wir.
00:50:57: Absolut, absolut.
00:50:58: Also ich meine, bei Tranz sind es doch die Ausländer, aber wir wissen ja aus der Geschichte, die und wir ist immer irgendeine Gruppe zu entmenschlichen und zu sagen, wenn ich die halt ausschließe oder was auch immer mit denen anstelle, ist das in Ordnung, weil die sehen hier nicht wie wir.
00:51:11: Und wenn das von Kind auf war, nicht mehr, es gibt doch diese tollen Videos, wo dann irgendwie Menschen im Rollstuhl schwarz-weiß, du fragst viele, was ist denn anders?
00:51:19: und die checken das gar nicht.
00:51:20: Ja, also die wissen einfach nicht, dass die Erwachsenen von einem... Die sagen, das ist Eva, das ist meine Freundin.
00:51:25: Wieso sollte das anders sein?
00:51:28: Die kennen diese Dimension noch gar nicht.
00:51:30: Es
00:51:30: gibt eine Sache, die alle, die in die Welt geboren werden, teilen.
00:51:35: Und das ist Gerechtigkeit zu empfinden.
00:51:37: Es gibt kein genetisches Ungerechtigkeit zu empfinden.
00:51:41: Sondern das ist etwas, was wir hier hoch trainieren.
00:51:46: Ich finde es einfach wahnsinnig erschreckend.
00:51:49: Es macht mir auch Angst, muss ich sagen.
00:51:53: zu wenig Beiträge da sind, dass man immer verteidigen muss und so.
00:51:59: Du hattest neulich Michael hier, Happy Humans.
00:52:06: Also was passiert zwischen Happy Humans auf Mallorca und Vulkangruppen in Berlin?
00:52:11: Also was passiert da dazwischen?
00:52:14: Da findet einfach
00:52:17: das
00:52:17: Tod gerade so ein bisschen zu vereppen.
00:52:22: Wo sind die demokratiefördernden Ereignisse?
00:52:29: Da gehört einfach Inklusion, gehörte einfach voll mit dazu.
00:52:34: Ich würde gerne einen Erweiterungsvorschlag machen.
00:52:37: Wir sind es ja einig, dass wir hier nicht über Minderheiten reden, sondern wir reden über große Menschengruppen.
00:52:45: Menschen mit Migrationshintergrund gehören auch dazu, dass was eure Kinder eben nicht hätten, wenn sie nicht durch euch betreut würden, nämlich dieses inkludieren, ranführen, in Kontakt bringen, Gemeinsamkeiten feststellen, über Unterschlichkeiten offen reden, die lösen.
00:53:05: Das haben ja ganz viele Kinder mit Migrationshintergrund haben diesen Luxus nicht.
00:53:10: Und ich habe eine Freundin in Berlin, die dort in einem der Stadtteile lebt, wo viele aufgeschlossene Menschen leben, die auch auf dem Papier super progressiv sind, die selber sagt, sie beobachtet an sich, wie sie selber verzweifelt.
00:53:27: Weil sie sagt, also in der Schule eben in der Klasse, sechzig Prozent Kinder mit Migrationshintergrund, Unterricht ist nicht mehr möglich.
00:53:36: So.
00:53:36: Und da bin ich der... festen Überzeugungen, dass wir doch eigentlich von einem System, wie ihr das beschreibt und Macht lernen können müssten, was man zum Beispiel sagt, wenn in einer Klasse, in einer Grundschule von twenty-fünf Kindern, irgendwie fünfzehn Kinder, Migrationshintergrund, dann müssen auch mindestens drei Begleiter da sein, vielleicht mit drei unterschiedlichen Nationalitäten und backgrounds, kulturellen Backgrounds, um diese Kinder zu betreuen, um sicherzustellen, dass die, dass dann auch Inklusionsstadt findet.
00:54:05: Und ist das nicht eigentlich etwas, wo wir sagen müssen, dass wir die Arbeit, die ihr macht, sollten wir doch nicht da einfach so machen lassen.
00:54:15: Ja, ist ja gut, ist ja schön, dass wir es haben.
00:54:16: Aber eigentlich ist es doch ein Modell, was für alle Formen der Inklusion irgendwie richtig ist.
00:54:22: Also du nutzt ja einen erweiterten Begriff von Inklusion.
00:54:25: Wenn ich von Inklusion rede, dann bin ich ja sozusagen in einem bisschen kleineren Begrifflichkeiten unterwegs.
00:54:34: Versuche Teilhabe zu realisieren.
00:54:36: Ja, aber Teilhabe ist doch genau
00:54:37: das.
00:54:37: Ich verstehe das total.
00:54:38: Ich wollte nur gerade sagen, dass... Aber
00:54:40: jetzt möchte ich auch gerne mal... ...denkern,
00:54:42: weil du...
00:54:44: Also, wenn ich jetzt böse bin, sage ich, du begrenzt den Begriff auf Menschen mit Einschränkungen geistiger oder körperlicher Natur, wo ich mich frage, warum begrenzt die?
00:54:57: Warum ist nicht Inklusion für Menschen, die aus Krisen geschüttelten... Regionen kommen.
00:55:01: Wollte ich nicht mich hinziehen?
00:55:02: Nein.
00:55:02: Wollte ich gar nicht.
00:55:03: Wollte ich gar nicht.
00:55:04: Ich wollte nur sagen, weil du jetzt... Aber warum
00:55:06: benutzt den du?
00:55:07: Nein, ich
00:55:07: wollte nur dafür sorgen, dass Migration nicht gleich Behinderung im Sinne der Inklusion ist, wie ich den Begriff benutzt habe.
00:55:14: Das wollte ich nur einfach
00:55:15: scharf
00:55:18: voneinander trennen.
00:55:18: Und das ist ja genau, was du sagst.
00:55:20: Ich würde nur eine andere Frage stellen.
00:55:22: Ich würde nicht die Frage stellen, wie Inklusion da gelingt, sondern ich würde sagen, welche Form von Unterricht meint sie denn, umsetzen zu müssen, weil das Schulsystem ihr dieses Form des Unterrichts eben auch octuiert ein Stück weit.
00:55:36: Vielleicht ist ja die Form des Unterrichts in Frage zu stellen.
00:55:39: Es sind fünfzig Prozent Migrationshintergrund und dann den Schullehrplan durchziehen, wenn Sprachbarrieren schon mal verhindern, dass man das überhaupt kann.
00:55:48: Hey, würde ich ja sagen, das ist wahrscheinlich eine andere Unterrichtsform gerade in Frage.
00:55:52: Ja, aber keine Schulleiterin oder eine Klassenärin.
00:55:54: Können
00:55:55: Sie nicht entscheiden?
00:55:56: Nein, können Sie nicht entscheiden.
00:55:57: Das können Sie nicht entscheiden.
00:55:58: Deswegen habe ich eben auch gesagt, ein bisschen ist da auch Reparaturbetrieb oder Unterstützung einfach auch zur Teilhabe hilft eben da nicht nur dem Kind, sondern hilft auch dem System Schule.
00:56:15: Und das würdest du erweitern und wirst du verstehe.
00:56:19: Das müsste noch ein breiter denken.
00:56:22: Das passiert auch in Teilen, wenn eben dann andere Dinge dazukommen.
00:56:26: Also eine weine Sprachverheere ist es in der Regel nicht.
00:56:30: Dominik, war das bei euch auch so, dass ihr auch Kinder mit Migrationshintergrund habtet?
00:56:37: Nee, gar nicht.
00:56:42: Wie siehst du das heute als Vater von... von, okay, ihr seid ja beide, wie sie alle fehlten.
00:56:46: Und meint ihr, sie ist aus der Schule raus, eure noch nicht.
00:56:48: Da wurde auch Fred bei dir auch schon.
00:56:50: Also, das ist tatsächlich ein superspannendes Thema, weil ich Kinder habe.
00:56:54: Einer geht aufs Gymnasium, nachdem er auf der Stadtteilsschule er sich, also ich glaube hier nach wie vor noch das Konzept habe, nach dem Stadtteilsschule geschickt, der hat sich da aber sehr gelangweilt.
00:57:02: Und dann ist er irgendwann aufs Gymnasium gegangen, weil er da einfach massiv unterfordert war.
00:57:07: Mein anderer Sohn ist auf einer Stadtteilsschule, da völlig auch gerechtfertigt wegen seiner Leistung.
00:57:12: Und das ist ein so unfassbar signifikanter Unterschied in den Menschen, die da zur Schule gehen, in dem Freundeskreis und in dem, was du auf Elternabenden siehst, dass man sich da echt einmal im Kopf einnorden muss.
00:57:24: Und ich kann schon das ein oder andere Elternteil verstehen, dass ihr kleinen Behüter in Jonathan irgendwas dann gerne aufs Gymnasium schickt, damit damit seinesgleichen zusammen ist und sie dann Hockey spielen.
00:57:35: Ich darf darüber Witze machen, habe ich auch gemacht.
00:57:38: Aber es ist eine völlig andere Lebenswirklichkeit.
00:57:40: Also das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
00:57:43: Und ich finde es super schön zu sehen.
00:57:46: Und ich freue mich für beiden, dass sie unterschiedliche Erfahrungen machen.
00:57:49: Aber es ist schon krass, was das für einen Unterschied macht.
00:57:53: Also ich weiß, wer
00:57:55: sagt du erst, Fritsch?
00:57:56: Ich wollte sagen, die besondere Härte, die wirklich alles unterscheidet, als ich in der Schule war und ihr ja auch ist.
00:58:00: doch, die sich bewegen in dem Schulalltag, ist ja vielleicht noch eine fast analoge Welt.
00:58:08: Aber ... Genau mit dem Verlassen des Schulhofs findet ja keine analoge Welt mehr statt für die Kinder.
00:58:15: Und es ist also noch weniger Raum da, um sich zu begegnen und sozial miteinander zu verhalten.
00:58:23: Das ist einfach so.
00:58:24: Und deswegen glaube ich, ist es noch viel mehr eine Aufgabe, da ein Energie zu stecken und nicht zu schnell aufzugeben, sage ich jetzt mal.
00:58:35: Und wir haben eben, ich habe ja versucht mit rauszustellen, dass in den Dreißig Jahre nicht, also viel.
00:58:41: Vierzig Jahren.
00:58:42: Sechsund achtzig bis sechsund zwanzig und vierzig Jahre.
00:58:46: Das ist ja noch länger.
00:58:48: Ja, wahnsinnig.
00:58:50: Ich habe selber das gesehen, dass auch Kinder da ja völlig unterschiedlich selber darauf reagieren.
00:58:57: Also unser ältester Sohn war in so einer privilegierten Hockey-Spieler-Schule und hat sowohl mit dem Hockey gebrochen, als auch mit der Schule.
00:59:09: war Ihnen das, der hat schon gesagt, Mami, Papi, ich kann das schon nicht aushalten, dass da diese Cayenne-Mütter ihre Kinder, die dreihundertvierzig Meter in die Schule fahren, wenn die vierzehn sind.
00:59:19: Ich will da nicht mehr sein, so.
00:59:20: Und ist dann auf eine Schule bewusst gegangen in einem Ehrbrennpunkt, wo fünf, also auf einem Gymnasium, fünfzig Prozent Migrationshintergrund war und hat es genossen.
00:59:30: Er wurde immer, weil er aus Blankenese kam, der Lord genannt.
00:59:33: Das fand er dann auch irgendwie witzig.
00:59:35: Und er hat aber dann Nikita, ein russischer Abstammung-Junge, der hundertzehn Kilowog und so ein Bodybilder war, der war dann sein Bodyguard.
00:59:44: Wenn es dann mal Leute gab, der fand es einfach viel, viel spannender, diese, diese völlige Unterschiedlichkeit da auf dieser Schule zu haben.
00:59:52: Und da hat die anderen Schule viel besser funktioniert.
00:59:54: Wenn wir mal jetzt, wir sind schon, wir sind jetzt schon bei der Stunde, wenn wir jetzt mal hin sein.
00:59:59: Raum kommen.
01:00:02: Wie können Menschen sich dafür engagieren, die euer Thema unterstützen wollen?
01:00:07: Also was gibt es für Initiativen?
01:00:09: Wir können ja auch keinen verlinken.
01:00:11: Jetzt seid ihr ein Unternehmen, Fred, was ich super finde, dass es da auch Unternehmen geben darf.
01:00:15: Also, dass man nicht sagt, das muss unbedingt eine Behörde machen, sondern Unternehmen, die das vielleicht effizienter, effektiver organisieren, aber seid ihr auch zusätzlich auf Spenden angewiesen?
01:00:24: Also was kann man machen?
01:00:25: Wie kann man sich denn eindringen?
01:00:29: Da würde ich alles, was Wohlfahrtsverbände und kirchliche und paritätische betrifft, die eben dort nicht gewinnorientiert sei, mal unterwegs sind.
01:00:42: Da muss man nachgucken.
01:00:43: Es gibt in jeder Stadt, in jeder Kommune gibt es Träger der ambulanten und stationären Jugendhilfe.
01:00:52: wo man sofort unterstützen kann.
01:00:54: Das ist ein riesen, riesen Feld, ein riesen Feld, in dem es viel zu wenige gibt, die sich da mit einer hohen Qualität engagieren
01:01:04: können.
01:01:04: Das heißt, wenn ich jetzt mal euch als Beispiel nehme, ist der Engpass, also Kinder, die die Betreuung brauchen, ist nicht der Engpass.
01:01:12: Menschen, die diese Art von Arbeit machen, sind die ein Engpass?
01:01:15: Also, wünscht ihr euch mehr oder ist der Engpass Geld?
01:01:19: Nee, der Engpass ist Geld.
01:01:21: Das ist definitiv so.
01:01:23: Das
01:01:23: heißt, obwohl es dieses Recht
01:01:24: gibt und nicht nur Geld, ja, genau, es ist nicht nur Geld, sondern es ist einfach auch, also eine Stadt wie Bonn hier, die hat achtvierzig Millionen, meine ich, für das Thema ausgegeben.
01:01:40: Vierundzwanzig musste entscheiden, elf Millionen zu sparen.
01:01:45: Das sind Freon weg, so.
01:01:48: Das macht ja nicht den Bedarf weg, sondern der Bedarf wächst ja sogar.
01:01:53: Also muss man die Modelle anpassen.
01:01:55: Und es ist wahrscheinlich das Planbarste und dann auch kostengünstigste Modell, um die größte Wirkung zu erzeugen, mit solchen Klassenassistenzen wie neunzeitzechsundachtzig zu arbeiten.
01:02:09: Da gibt es ein paar Projekte und ich glaube, da muss einfach die Energie drauf, dass man tatsächlich rauskommt aus einem sehr, sehr föderalen, sehr kommunalen, sehr städtischen Konzept, aus einer Komplexität in die Modelle, die wissenschaftlich valide auch die schlausten und zukunftsfähig sind.
01:02:34: Alfred, gibt es denn überhaupt genug Leute, die das machen
01:02:36: können?
01:02:37: Doch, es gibt schon dadurch, dass auch Nichtfachkräfte hier auch mit der entsprechenden pädagogischen Begleitung da auch Das machen können und auch toll machen, also wirklich toll machen.
01:02:51: Definitiv gibt es schon Möglichkeiten.
01:02:56: Es gibt viele Leute, die Kerberufe, also ich sage mal ehrlich, Kerberufe sind echte Zukunftstrops.
01:03:04: Das
01:03:05: kann KI nicht machen.
01:03:06: Das kann KI nicht machen und genau,
01:03:10: exakt.
01:03:10: Ich habe noch eine mathematische Frage, weil also das System, das ich ja bevorzuge aus eigener Erfahrung und offensichtlich jetzt wieder kommt, es ist ja rein von der Kohle her.
01:03:20: Entweder habe ich vier Klassen, wo jeweils ein Assistent drin ist, der immer ein Kind betreut oder ich habe eine Klasse, wo sagen wir zwei auf einmal drin sind und dann vier Kinder.
01:03:29: Ist ja nicht nur für die Kinder besser, auch billiger oder nicht?
01:03:32: Ja, klar.
01:03:32: Also nein, das ist ganz einfach gerechnet.
01:03:34: Aber
01:03:36: dann macht man ein Konzept, was teurer und ineffizienter ist.
01:03:38: Weil
01:03:38: man noch nicht in dieser Zahlen-Reihe da angekommen ist, wo es günstiger wird.
01:03:43: Also wenn heute hunderttausend bewilligte Fälle da sind und wir haben, kann ja dir jetzt auch keiner genau sagen, weil Schulen sind ja Ländersache und so.
01:03:54: Aber wenn wir das hochrechnen, das irgendwie zweihunderttausend und klassen.
01:03:59: Züge seiden von der erst bis zur achten Klasse.
01:04:02: Also ich glaube, dass wenn es zweihundertfünfzigtausend für wirklich Gefälle sind, dann ist es schnell gerechnet.
01:04:09: Und da in den Projekten, wo wir unterwegs sind, da funktioniert das auch wirklich ganz toll.
01:04:14: Da ist eine Schule mit vierzig Einzelhilfen, dann wird ein Glassenassistenzprojekt ausgerollt und dann sind es dreißig.
01:04:26: Und dann sind es auch mehr pro Klasse.
01:04:28: Also sind es auch zwei Hilfen pro Klasse und nicht nur eine und so weiter.
01:04:33: Das ist aber für alle der bessere Weg.
01:04:40: Männer, vielen, vielen Dank für diese Idee.
01:04:44: Wir werden das Gespräch in irgendeiner Form fortsetzen.
01:04:47: Ob einzeln oder nochmal zu dritt, das schauen wir mal.
01:04:50: Aber erst mal vielen Dank für die Sichtbarmachung dieser guten Beispiele.
01:04:56: Mir war, da verschäm ich mich fast ein bisschen, Wirklich nur die eine Seite, bewusst, dass es Schulen gibt, wo es Integrationsklassen gibt.
01:05:03: Aber wenn wir aber nicht bewusst, das ist quasi eine E-Face-I-Industrie, das klingt abwährend, aber dass es einen wirklich einen Ansatz gibt, der, wie ihr das in deiner Firma macht, Fred einzelne Kinder begleitet.
01:05:18: Ich finde, das kann man nicht oft genug darüber sprechen, auch was es eben für gute Beispiele schon gibt.
01:05:23: Und bevor ich euch in den verdienten Feierabend entlasse, würde ich euch gerne noch unsere Abschlussfrage stellen.
01:05:30: Wo möchtet ihr noch hin?
01:05:33: Noch dem, was du gerade gesagt hast, hat sich gerade bei mir zusammengebaut.
01:05:40: Ich würde gerne begleiten, dass Sozialunternehmertum einfach eine gute Plattform hat.
01:05:50: sich da offen bewegen kann.
01:05:52: Stolz drauf sein kann, dass man Gutes tut.
01:05:57: In Handlungsfeldern, wo typischerweise einfach viele kirchliche Träger, viele baritätische und so weiter unterwegs sind.
01:06:04: Ich glaube da zutießt dran, dass Innovationsfähigkeit und so was einfach auch so was braucht zwischendurch, dass man wirtschaftlich daran geht.
01:06:13: Und ich sehe jeden Tag, dass sich das lohnt.
01:06:16: Und da würde ich gerne noch mehr.
01:06:20: Und die Verbindung zu Demokratie, das muss ich etwas sagen.
01:06:22: Das hatten wir schon mal an anderer Stelle.
01:06:28: Wie Dominik das eben beschrieben hat, habe ich das Gefühl, am Anfang habe ich mal Politik studiert und jetzt braucht es echt jeder.
01:06:39: Ich bin eigentlich mit meinem Job sehr glücklich und möchte weiter die durchaus exponierte Position als Geschäftsführer von einem relativ großen Unternehmen oder einer großen Agentur nutzen, dafür einzusetzen, dass man auch auf der Arbeit sehr inklusiv sein kann, dass man laut sein kann und sich für die Demokratie einsetzen kann.
01:06:59: Es sei denn, irgendeiner von den Hörern hat eine halbe Milliarde Euro übrig und möchte gern einen Fonds aufmachen, wo nur Unternehmen gefördert werden, die irgendwas für eine bessere Gesellschaft oder für eine bessere Umwelt tun und möchte einen sehr qualifizierten Menschen haben, der beurteilen kann, ob Start-up-Konzepte in dem Bereich gut sind, den Leuten auf die Fonds erbringen.
01:07:20: Ja, aber ein Fondsmanager aber nur für gemeindewohl orientierte Unternehmen.
01:07:25: Das wäre das Einzige, wo ich sagen würde.
01:07:27: Da hätte ich noch mal richtig Bock.
01:07:28: Der kann uns drei anrufen, dann machen wir das zu dritt.
01:07:30: Jawohl.
01:07:32: Super.
01:07:32: Also.
01:07:33: Vielen, vielen Dank.
01:07:34: Es hat mir viel Spaß gemacht und ich wünsche euch beiden auf euren Wegen, die ich weiter begleiten werde, ganz viel Erfolg.
01:07:41: und ihr hippt weiter eure Stimme, macht weiter so gute Arbeit.
01:07:45: Denn es gibt nicht nur Mist, was gerade in der Welt passiert, sondern es gibt wirklich ganz tolle Menschen, die tolle Arbeit machen und die daran glauben, dass Menschen im Grunde gut sind und auch alle Menschen gut sind, wie sie sind und dass wir einfach So viel besser beraten sind, wenn wir inkludieren, wenn wir aufeinander zugehen, wenn wir gemeinsam Herausforderungen meistern und nicht von die da und ich da und wir da reden und für unsere Hörerinnen und Hörer, die bis hierhin durchgehalten haben.
01:08:12: Gerade solche Folgen, da ist mir wirklich wichtig, teilt diese Folgen, gibt die mal Leuten, die vielleicht ähnliche Themen haben.
01:08:19: oder auch solche Leute, die auf dem Auge ein wenig eingetrübtes See vermögen haben und nicht so hingucken.
01:08:28: Denn nur wenn wir als kleine Community auch immer wieder solche Zeichen setzen, dann bewegt sich was.
01:08:33: Natürlich nicht wir alleine, sondern andere Communities.
01:08:35: Und ja, würde ich mir sehr wünschen, dass ihr mit Christoph und mir zusammen diese beiden Menschen hier ins Land tragt und diese Folge ein bisschen verbreitet.
01:08:45: Vielen, vielen Dank.
01:08:46: Auch Grüße von Christoph an euch beide und an alle Hörerinnen und Hörer und habt noch eine gute Woche.
01:08:53: Danke.
01:08:53: Danke dir.
01:08:55: Ciao.
01:08:55: Ciao, ciao.
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