#533 Stephan Wrage | CEO und Gründer SkySails Power GmbH

Shownotes

Unser heutiger Gast ist Unternehmer, Ingenieur und Pionier – ein Mensch, der früh erkannt hat, dass Technologie nicht nur effizient, sondern auch regenerativ sein muss. Er hat Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau, Logistik und Innovationsmanagement an den Technischen Universitäten in Kaiserslautern und Dresden studiert und begann seine Karriere als Berater und Managementtrainer.

Doch eine Idee ließ ihn nicht mehr los: Was wäre, wenn wir den Wind dort nutzen könnten, wo er am stärksten und konstantesten weht, hoch oben am Himmel? 2001 gründete er SkySails mit dem Ziel, große Frachtschiffe per Zugdrachen anzutreiben. Die Vision war groß, die Technologie bahnbrechend, doch der Markt war zögerlich.

Also pivotierte das Unternehmen. Heute entwickelt SkySails mit über 60 Expert:innen Systeme zur Stromgewinnung aus Höhenwinden an Land. Die Kraft der Atmosphäre, eingefangen durch autonome Zugdrachen, wird zu einer neuen Quelle sauberer Energie. Und damit zu einem echten Baustein für die Energiewende. Als „Ökomanager des Jahres“ und Träger des Roland Gutsch Awards hat er früh Anerkennung erhalten, doch geblieben ist er vor allem eines: ein begeisterter Segler, ein kreativer Ingenieur und ein Unternehmer, der lieber mit Prototypen arbeitet als mit PowerPoints. Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. Wir haben in über 500 Episoden mit fast 700 Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich bereits verändert hat und was sich weiter ändern muss. Wie hält man an einer Idee fest und lässt sie trotzdem los, wenn es nötig ist?

Warum scheitert so viel klimafreundliche Innovation nicht an der Technik, sondern an politischen Rahmenbedingungen und Strukturen?

Und was bedeutet unternehmerische Verantwortung, wenn man die Energieversorgung von morgen mitgestalten will? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näher bringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work, heute mit Stephan Wrage.

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00:00:00: Unser heutiger Gast ist Unternehmer, Ingenieur und Pionier.

00:00:03: Ein Mensch, der früher kannte, dass Technologie nicht nur effizient, sondern auch regenerativ sein muss.

00:00:10: Er hat Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunktmaschinenbau, Logistik und Innovationsmanagement, an den technischen Universitäten in Kaiserslautern und Dresden studiert und er begann seine Karriere als Berater und dann Management Trainer.

00:00:21: Doch eine Idee ließ ihn nicht mehr los.

00:00:23: Was wäre, wenn wir den Wind Dort nutzen könnten, wo er am stärksten und konstantesten weht.

00:00:29: Hoch oben am Himmel.

00:00:32: In dem Jahr war die Technologie bahnbrachend, doch der Markt war zögerlich.

00:00:42: Also pivotierte das Unternehmen.

00:00:44: Heute entwickelt SkySales mit über sechzig ExpertInnen Systeme zur Stromgewinnung aus Höhenwinden an Land.

00:00:51: Die Kraft der Atmosphäre eingefangen, durch Autonomie zugdrachen, wird zu einer neuen Quelle saubere Energie und damit zu einem echten Baustein für die Energiewende.

00:01:00: Als Ökomanister des Jahres und Träger des Roland-Gutsch Awards hat er früh Anerkennung gehalten, doch geblieben ist er vor allem eins.

00:01:06: Ein begeisterter Segler, ein kreativer Ingenieur und ein Unternehmer, der lieber mit Prototypen arbeitet als mit Powerpoints.

00:01:13: Heute sprechen wir aus ganz besonderem Anlass, aber das erklären wir später.

00:01:18: Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkst stattdien zu schwächen.

00:01:24: Wir haben in über fünfhundert Episoden mit fast siebenhundert Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich bereits verändert hat und was sich weiter ändern muss.

00:01:32: Wie hält man eine Idee fest und lässt sich trotzdem los, wenn es nötig ist?

00:01:36: Warum scheitern so viele klimafreundliche Innovationen nicht an der Technik, sondern an politischen Rahmenbedingungen und Strukturen?

00:01:42: Und was bedeutet unternehmerische Verantwortung, wenn man die Energieversorgung von morgen mitgestalten will?

00:01:47: Fest steht, für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse.

00:01:51: Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbilden, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns um den Kern von New Work näherbringen.

00:01:59: Darüber hinaus beschäftigen wir uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich wirklich wollen.

00:02:06: Beside by On the Way

00:02:07: to New Work.

00:02:08: heute wird Stefan Frage.

00:02:29: Hallo Stefan.

00:02:31: Hallo, grüße dich.

00:02:33: Ich freue mich so sehr, dass das geklappt hat.

00:02:35: Zusammengekommen sind wir durch eines deiner Teammitglieder, Philipp Schütte.

00:02:39: Vielen, vielen Dank an dieser Stelle.

00:02:42: Ich verfolge euer Unternehmen schon seit langer, langer Zeit, weil ich von den allerersten Anfängen schon so begeistert war, als jemand, der selber Windsurfer war, Kitesurfen auch probiert hat, aber entschieden hat, dass können andere besser.

00:02:56: Und deswegen bin ich ganz, ganz froh, dass wir uns jetzt treffen und sprechen.

00:03:01: Ja, ich freue mich auch riesig.

00:03:02: Ganz herzlichen Dank.

00:03:05: Wir haben die spezielle Situation, dass wir es über Riverside machen und weil wir beide irgendwie gerade ein WLAN-Problem haben, haben wir uns entschieden, es wie ein Telefonat zu machen.

00:03:14: Also wir haben kein Bild an, aber das soll uns nicht daran hindern, eine gute Folge aufzudämen.

00:03:19: Und bevor wir... Tief auch in das Einsteigen, was ihr heute macht, möchte ihr natürlich wie bei allen unseren Gästen ein bisschen verstehen, wer du eigentlich bist.

00:03:26: Und dazu gibt es ja unsere Signature-Frage, die alle Gäste vorher geschickt bekommen, aber die trotzdem alle wieder überrascht und sie auf der Komfortzone holt.

00:03:34: Wie bist du der Mensch geworden, der du heute bist?

00:03:38: Ja, das ist natürlich in der Tat eine sehr spannende Frage.

00:03:41: Und ich habe darüber auch ein bisschen nachgedacht.

00:03:44: Das ist, wenn man darüber erst mal anfängt, nachzudenken, gar nicht so ganz einfach zu beantworten.

00:03:51: Aber was ich schon sagen kann, ist, dass mir meine Eltern immer sehr früh mitgegeben haben, Dinge zu probieren.

00:04:02: Und lieber etwas zu probieren.

00:04:06: Und es gelingt nicht, als etwas nicht probiert zu haben.

00:04:10: Das zog sich bei uns doch immer sehr durch zu Hause.

00:04:16: Und dazu gibt es eine Geschichte, die mir eingefallen ist.

00:04:22: Wir waren im Hamburger Hafen, wo ich und meine Eltern, und an der Übersetbrücke hatte ein US-Flugzeugträger festgemacht.

00:04:32: Ich war vielleicht sechs oder sieben Jahre alt und fand es natürlich faszinierend, so ein großes Schiff.

00:04:38: Ich hatte natürlich keine Ahnung, was ein Flugzeugträger ist.

00:04:41: Also im echten Leben, was das bedeutet.

00:04:43: Aber dieses große Schiff, das hat mich fasziniert und es war nicht zu besichtigen.

00:04:51: Und ich wollte unbedingt drauf.

00:04:53: Und dann hat mein Vater irgendwann gesagt, zu mir, wenn du unbedingt drauf willst, dann musst du fragen.

00:05:00: Und dann habe ich natürlich gesagt, da kannst du mitkommen.

00:05:02: Und dann habe ich gesagt, nein, du musst alleine hin.

00:05:05: Und dann bin ich als sechsjähriger zu diesem riesigen Wachsoldaten gegangen, der an der Gangway stand und der eigentlich nur Englisch sprach und habe ihn gefragt, ob ich das Schiff besichtigen kann.

00:05:18: Und der fand das irgendwie so niedlich, dass er das möglich gemacht hat.

00:05:23: Und ich habe dann eine anderthalb Stunden Führung auf seinen Schultern über das Schiff bekommen.

00:05:30: Inklusive Besuch beim Kapitän.

00:05:33: Und er hat mir mitgegeben, eine Flagge des Schiffs säuberlich gefaltet als Andenken.

00:05:42: Die habe ich auch immer noch.

00:05:44: Das war so ein Erlebnis.

00:05:47: Man muss eben aus seiner Komfortzone aus, man muss sich überwinden.

00:05:52: Und dann kann es auch klappen.

00:05:54: Und das war also ein tolles Erlebnis, was mich sicher sehr geprägt hat.

00:06:02: Wow, eine echt bezaubernde Geschichte.

00:06:04: Es erinnert mich an eine ganz andere Geschichte, aber ich erzählte dir trotzdem kurz.

00:06:10: Wir hatten Ali Malachi bei uns zu Gast.

00:06:14: der eine sehr bewegende Migrationsgeschichte erzählt hat und in der Österreich groß geworden ist und durch viel, viel Mist in seinem Leben durch musste.

00:06:27: Und der hat irgendwie an einer Stelle gesagt, auch erzählt, ich kann nicht mehr genau erinnern, was das bei ihm für ein Gespräch war.

00:06:32: Aber er sagt, er hat ein Gespräch gehabt mit jemandem, der es gut mit ihm gemeint hat.

00:06:36: Und er sagt, seitdem weiß ich das manchmal ein Gespräch.

00:06:40: was man führt, ein Erlebnis, eine Begegnung, einmal ein Mensch, der dich sieht, der dich ernst nimmt, ein ganzes Leben beeinflussen können und dich empowern können.

00:06:50: Das hat es bei ihm dazu geführt, dass er das heute zu seinem Beruf gemacht hat, dass er also Menschen sieht und sie empowert.

00:06:57: Und das klingt so, dass dieser Wachsoldat in dir was gesehen hat und gesagt hat, dieser kleine Junge hat den Mut hier hinzukommen und fragt, also machen wir das möglich.

00:07:07: Also Wahnsinn, ganz toll, danke.

00:07:10: Ja, was hatte ich noch gebrächt?

00:07:14: Ja, es gibt dann natürlich etwas, was sehr eng mit der Gründungsgeschichte von SkySales zusammenhängt, von unserem Unternehmen hier.

00:07:24: Ich war schon immer jemand, der sehr gerne gesegelt ist, schon seit frühester Kindheit an und ich bin auch immer viel längt drachend vom Strand weggeflogen.

00:07:36: Die waren früher sehr teuer, aber wir haben die dann alle selber genäht im Keller meiner Oma mit so einer alten Singer-Nähmaschine, weil die modernen elektrischen Nähmaschinen nicht kräftig genug sind.

00:07:47: Die kommen einfach nicht durch diese Gurtbände, dadurch die man dann auch.

00:07:52: Deswegen viele selbstgebaute Kites am Stand.

00:07:56: Und dann gab es diesen Moment, wo wir segeln waren, es war langweilig und tatsächlich gar nichts.

00:08:05: Also sind wir zurück an den Strand und haben die Drachen ausgepackt.

00:08:10: Und die haben uns aber über den Strand geschleift, obwohl wenig windbar und wir konnten die kaum halten.

00:08:17: Und das war so, da war ich vierzehn, es war so die Grunderfahrung von Höhenwind.

00:08:25: Also oben ist einfach mehr wichtig als unten.

00:08:27: Und wie viel mehr das ist, das habe ich da live erfahren.

00:08:32: mich dann auch nicht mehr losgelassen.

00:08:34: Es hat mich eben sehr geprägt, weil es eben mein Berufslehm jetzt seit sehr langer Zeit prägt.

00:08:40: Und war für mich sehr eindrücklich an dem Tag und ich habe seitdem nicht mehr aufgehört, über Nacht zu denken, wie man diese Energie da oben nutzen kann.

00:08:50: Wahnsinn.

00:08:51: Er zählt ja auch ein kleines, eigenes Erlebnis.

00:08:54: Das ist bestätigt.

00:08:56: Ich weiß nur, als meine Kinder ihren ersten Lenktrachen hatten, also ich habe zwei erwachsene Söhne, dreißig und zwanzig.

00:09:01: Und der jüngere Moritz ist ein sehr sportlicher Mensch, der sich sehr intuitiv bewegt, der schon als sechs, fünf, sechs-Jähriger so mitgeteilt, ganz leicht.

00:09:10: Ich habe ihn ganz leicht so ein bisschen hochgeworfen, konnte er schon so einen Rückwärtssalto.

00:09:14: machen und war auf dem Skateboard irgendwie beweglich, also überall so natürlich beweglich.

00:09:18: und als er seinen ersten Lenktrachen hatte, mit seinem Freund haben die bei uns auf dem Deich in der Kieler Brucht bei sehr sehr viel Wind mit dem Ding und haben richtig, sind richtig abgehoben, also richtig gesprungen, drei Meter hoch, fünf Meter weit und wieder gelandet, wo ich so dachte, oh, dann habe ich gesagt, gib mir mal.

00:09:36: und dann habe ich dieses Ding in die Hand genommen.

00:09:38: und weil ich Windsurfer war, ich hatte damals noch nichtses gehalten.

00:09:42: probiert und dachte ja kannst du auch und so weiter.

00:09:44: und dann habe ich genauso eine Böge kriegt und habe mich so aufs Maul gelegt, bin voll auf die Schulter, da habe ich wirklich jahrelang laboriert und habe auch selber mitgekriegt, dass diese Kraft wirklich unfassbar ist.

00:09:58: Also von daher kann ich es nachvollziehen.

00:09:59: Aber erzähl mal, wir machen ruhig mal einen Sprung, weil ja nun das beruflich auch deine ganz große Leidenschaft geworden ist.

00:10:06: Also du bist dann irgendwann durchs Studium gearbeitet und irgendwann hast ... Hast du dann gesagt, okay, ich will da jetzt ran?

00:10:12: Wie?

00:10:12: Was war da so der initial Moment, dass du gesagt hast, ich will daraus jetzt was machen?

00:10:17: Ja, es gab dazwischen noch einen weiteren Moment oder ein Erlebnis in meinem Leben.

00:10:25: Und das war, dass mir das Wort Grenzen, das Buchwort genau, das Buch Grenzen des Wachstums von Dennis Meadows über den Weg lief.

00:10:34: Das hat Dennis Meadows, neunzigzehn, siebzig an den Club of Rome geschrieben.

00:10:39: Ein Bericht an den Club of Rome.

00:10:42: Und Dennis Meadows hat damals schon vor über fünfzig Jahren mit einer erschreckenden Präzision vorhergesagt, was mit unserem Planeten passieren wird, wenn wir ihn weiter übernutzen.

00:10:59: Und die Grunderkenntnis dieses Buchs, die passt in einen Satz, wenn ich in einem endlichen System ein exponentielles Wachstum anfache, dann erreicht man früher oder später die Systemgrenze.

00:11:12: Ganz einfach.

00:11:13: Und das ist hier der Fall bei uns.

00:11:16: Wir erreichen an ganz vielen Stellen die Systemgrenzen, ob es jetzt für CO² in der Atmosphäre ist oder andere Dinge.

00:11:24: Und diese Erkenntnis, die hat mich eigentlich wie so ein Blitzschlag getroffen.

00:11:32: Und ja, das habe ich dann zusammengepackt mit der Kraft des Dachens und hat nach Ende meines Studiums dann entschieden, es zu probieren und zu sagen, warum nehmen wir nicht den Höhenwind?

00:11:50: und warum versuchen wir nicht mit dem Höhenwind Schiffe anzutreiben, die für fünf Prozent etwa des Treibhausgasausschlusses weltweit verantwortlich sind.

00:12:01: Man könnte die Treibstoffemäuche der Schiffe um dreißigvierzig Prozent locker reduzieren, wenn man Drachen systematisch nutzen würde.

00:12:12: Und das ist schon natürlich ein Riesen Impact, wie man so schön sagt, dann auch das Weltklima.

00:12:18: Und das wollte ich gerne tun.

00:12:21: Also meine Zeit ist ja nun das wertvollste, was ich habe im Leben.

00:12:27: Natürlich jetzt von meiner persönlichen Perspektive.

00:12:30: Ich rede nicht von den Menschen, die mir wichtig sind, sondern einfach.

00:12:34: die Ressource, die an zur Verfügung steht.

00:12:37: Und diese Zeit wollte ich und will ich immer einsetzen, um zu verhindern, dass wir diese schöne Welt einfach verheizen und verbrennen.

00:12:47: Das tun wir nämlich gerade.

00:12:52: Also, ihr könnt es mir nicht mehr aus dem Herzen sprechen.

00:12:55: Also, bei mir war neunzeh' zwanziebzig, als dieses Buch erschien, noch nicht die Erkenntnis gereift, aber ich habe es dann ... relativ früh in die Hände bekommen.

00:13:03: Ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... ich habe, ... ... Nachhaltigkeit und Marketing beschäftigt ... ... und deswegen kann ich dich so genau ... ... fühlen.

00:13:35: und ich habe damals, als ich fertig war, ... ... dann von NGOs gehört, ... ... dann muss ich entscheiden entweder ... ... Nachhaltigkeit oder Marketing ... ... und die Industrie hat es auch nicht interessiert ... ... und es ist wirklich bedrückend, der ... ... Fritjoff Bergmann, auf den wir uns mit dieser ... ... New Work Idee immer wieder berufen, ... ... der hat auch in den ... ... in den Siebzigerjahren schon von den ... ... vier Tsunamis gesprochen, die auf uns zukommen, ... ... der immer größer werden in Schere zwischen ... ... Arm und Reich, der ... Ausbeutung unseres Planeten, der Zerstörung unseres Klimas und der Zerstörung unserer Kultur.

00:14:06: Und ich weiß noch, ich hab so vor neun Jahren angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

00:14:12: Ich kann am Anfang immer, ich sag ja, die ersten drei, glaub ich, Zerstörung unserer Kultur, glaub ich nicht.

00:14:16: Wenn ihr jetzt anguckt, was gerade in der Welt los ist, dann sieht man auch da... hat der Mann auch eine erschreckende Präzision gehabt.

00:14:26: Okay, das wissen wir beide jetzt und es ist auch schön festzustellen, da gab es schon früher Menschen, die hatten Recht und ich muss sagen, dieser Satz, den du gesagt hast, den hatte ich wirklich nicht mehr im Blick, aber wenn man in einem bestehenden System exponentiell wächst, dass das dann zur Explosion oder zur Zerstörung dieses Systems führen muss kann.

00:14:47: Das ist ein super wichtiger interessanter Satz.

00:14:49: Vielen Dank dafür.

00:14:51: Aber aus dieser Idee und aus diesem Weg und Mahnruf, ein Produkt zu entwickeln, ein Unternehmen zu gründen, was ja durch, da werden wir drauf kommen, durch Höhen und Tiefen gegangen ist, durch turbulente Zeiten und der Anlassraum, wo wir heute sprechen, ist, dass ihr gerade wie in einer turbulenten Zeit seid.

00:15:11: Erst mal, wie ging's los?

00:15:12: Wie ist aus der Idee ein Unternehmen geworden?

00:15:16: Ja, es ging tatsächlich los, dass man ganz klassisch mich entschieden hat, dieser Satz, den du eben gesagt hast, Danone helfen, mehr Joghurtbecher herzustellen, musste ich sehr schmunzeln, weil ich ganz oft gesagt habe, ich wollte Procter und Gamble nicht helfen, zehn Cent mehr an der Windel zu verdienen.

00:15:41: Also, es ist ja fast die gleiche Analogie.

00:15:46: Deswegen eben versucht hat, das Unternehmen Skysets zu gründen, präspektiv ist einfach gemacht habe.

00:15:55: Und wir haben dann an ein altes Boot, was ich hatte, eine alte Jolle, mit der ich segeln gegangen bin, mit den ein, zwei Menschen, die sich dazugesäht hatten, weil sie die Idee auch spannend fanden, diese neu aufgekommenen Drachen fürs Kreuzhafen angehängt.

00:16:12: Und das war sehr lustig, im wahrsten Sinne des Wortes.

00:16:19: Also einmal hat es viel Spaß gemacht, damit über die Ostsee zu fahren.

00:16:23: Aber zum anderen haben wir auch wirklich viele lustige Sachen erlebt.

00:16:27: Und einmal erinnere ich, dass da ist uns der Drachen abgestürzt.

00:16:32: Es war fast Abend, der Motor sprang nicht an.

00:16:35: Und dann haben wir zu zweit das Boot über drei Stunden wieder reingeschwommen.

00:16:42: An den Strand.

00:16:43: Es war jetzt war Sommer, wir hatten eine Uprinenzüge.

00:16:45: Es war alles kein Drama, aber es war noch gute Laune.

00:16:48: Aber das sind eben so Dinge, die einem dann passieren.

00:16:51: Und nach etwa ein, anderthalb Jahren hatten wir dann ein kleines Bötchen, was tatsächlich mit Drachen über die Ostsee parken konnte.

00:17:02: Das war schon sehr schön.

00:17:04: Also klassisches probieren geht das überhaupt?

00:17:10: Ja, spannend.

00:17:12: Das ist natürlich, das ist ja wie so eine Art, also ich habe bei Google mal jemanden kennengelernt vor vielen Jahren im Silicon Valley der Sprach vom Preto-Typing, also dem Prototyp vor dem eigentlichen Prototyp.

00:17:25: Heute würde man das wahrscheinlich MVP nennen und das war ja im Prinzip war das ja schon so ein MVP oder Preto-Type.

00:17:31: Also wo du sagst, okay, damit hast du schon mal gezeigt, dass die Idee Höhenwind zu nutzen, nicht nur für den Sport, Kiteshörfen zu funktionieren, sondern auch für andere Schiffe.

00:17:43: Hast du das in dem Moment realisiert?

00:17:44: Hast du gesagt, ja, meine These ist richtig, man kann da was machen?

00:17:51: In dem Moment noch nicht.

00:17:52: Es war wahrscheinlich doch noch zwei Schritte früher.

00:17:56: Der eigentliche Punkt, wo ich dann gedacht habe, so jetzt wissen wir wirklich, dass es geht oder ich das für mich persönlich wusste, obwohl es andere draußen noch nicht geglaubt haben.

00:18:10: Das war ein fantastischer Unfall, den wir hatten.

00:18:15: Und zwar war es so, dass wir nun unser gerade mal funktionierendes kleines Bötchen erstmals der Presse vorstellen sollten.

00:18:24: Und es hatten sich zwei Kamerateams angesagt für Sonntagsfrüh an der Ostsee bei der Insel Pür im Salzhaf, wo wir in so einen Bauernhof untergekommen waren.

00:18:39: kleine Pensionen mit Scheuner und von wo man aus ins Wasser konnte mit dem Boot.

00:18:46: Und wir haben dann am Samstag spät den letzten Test gemacht, die Generalprobe, damit wir auch alles schön aussieht, wenn die Presse kommt.

00:18:55: Und uns ist der Drache ins Wasser gefallen.

00:18:58: und von der Steuerung, die hängt ja bei uns unter dem Drachen, das ist ein kleiner Flugroboter, der unter dem Drachen Die Steuerbefehle von der Fernsteuerung damals, heute von dem Computer umsetzt.

00:19:14: Von den drei Motoren in dieser Steuerung waren zwei kaputt.

00:19:17: Und wir hatten auch keinen Ersatz mehr.

00:19:21: Und dann haben wir tatsächlich über Nacht in der Scheune den Drachenkopf hingelegt, hingehängt.

00:19:28: Wir hatten Handys, aber das waren keine Smartphones.

00:19:32: Die Handy ist auf Lautsprecher gemacht und mit unserem Drachen-Konstrukteur in München verbunden und das andere Handy daneben auf Lautsprecher mit dem mechanischen Konstrukteur in Hamburg.

00:19:44: Und zwei, also ich und noch ein Kollege in der Scheune und haben die ganze Nacht daran gearbeitet, die Steuerung umzubauen auf eine Funktion, die nur mit einem Motor auskommt.

00:19:57: Und das war total neu.

00:20:03: haben wir so noch nie vorher gedacht und total improvisiert.

00:20:08: Und dann haben wir am nächsten Tag im Morgengrauen den ersten Test gemacht und auf einmal lief das System wie von selbst.

00:20:17: Also vorher hatten wir hier unsere Probleme und da unsere Probleme.

00:20:20: Und nach diesem Zwangsumbau funktionierte auf einmal alles so wie auf Schienen.

00:20:28: Es ging am Schnürchen, es war elegant, es war leicht.

00:20:31: Und das war so ein Punkt, wo ich gedacht habe, wow, jetzt habt ihr es.

00:20:35: Das ist tatsächlich auch ein Patent geworden und das ist tatsächlich auch heute noch die zentrale Art, wie wir steuern.

00:20:44: Das ist ein sehr energiesparendes Steuerkonzept, was wir Rollsteuerhohnen, weil wir den Drachen um einen gedachten Schwerpunkt herumrollen.

00:20:54: Und nur dadurch ist es überhaupt möglich, so große Drachen mit so viel Kraft.

00:21:00: Autopiloten, Energie sparen zu fliegen.

00:21:05: Hab ich das richtig verstanden?

00:21:05: Das war so der Punkt, wo ich sagte, okay, jetzt habt ihr es.

00:21:08: Hab ich es richtig verstanden?

00:21:09: Das war schon, die hatte quasi diese Motoren geschickt, die schon bei deinen ersten Versuchen mit der Jolle, oder war das später?

00:21:14: Da hast du mich einmal ganz kurz verloren.

00:21:18: Wann hatte dir diese Motoren?

00:21:20: Zu welchem Zeitpunkt?

00:21:22: Die Motoren hatten wir relativ früh, also nach diesem Erlebnis, wo wir das Schiff reingeschwommen haben, weil der Drachat gestürzt ist, haben wir festgestellt, dass das Steuern von unten am Boden aus eine sehr mühsame, schwierige und aufwendige Geschichte ist und haben dann einfach eine kleine Plattform gebaut, die oben schmürzehen konnten.

00:21:45: Mir war es damals

00:21:46: nicht.

00:21:47: Wahnsinn, ja.

00:21:49: Super.

00:21:49: Und ja, wie war dann der Schritt, dass du gesagt hast, okay, hier ist mein Pitch Deck.

00:21:54: Ich gehe jetzt mal lauflos, such Geld.

00:21:58: Bist du erst zur Sparkasse gegangen oder hast gleich gesagt, okay, da muss man wahrscheinlich irgendwie Venture Cable.

00:22:03: Ich weiß, ich hab keine Ahnung, ob du diese Begriffe damals kanntest.

00:22:06: Wie ging's dann in eine, ja, in die Phase, die ich für eine Firma gründen?

00:22:11: Ja, oder ich hab dann Unterstützer gesucht.

00:22:17: hab mich um Fördermittel der Stadt Hamburg beworben, die hab ich dann auch bekommen.

00:22:22: Das war so ein kleines Gehalt für Gründer, konnten Businessplanen entwickeln, bin dann im Channel Harburg eingezogen, in so ein fünfzehn Quadratmeter Büro, und hab dann erstmal versucht, Geldgeber zu finden, dies ermöglichen, überhaupt es weiter auszuarbeiten.

00:22:41: Und die Inhalte waren erstmal Businessplanung, und Patentierung zu machen.

00:22:49: Das haben wir dann auch einen größeren Umfall gemacht.

00:22:53: Und dann war klar, wir müssen das Ganze auf ein größeres Schiff bringen.

00:22:59: Dafür haben wir Geld gesucht und auch gefunden.

00:23:03: Unter anderem auch wieder Fördermittel der Stadt.

00:23:06: Die Hansestadt Hamburg hat also hier mit relativ wenig Geld sehr viel Initialzündung hinbekommen.

00:23:14: Und wir haben das dann von einem acht Meter Bötchen auf einen fünfzehn Meter Lotzenversetzer, der am Nordostekanal an der Schleuse Dienst getan hatte und die Lotzen auf die Schiffe gebracht hatten.

00:23:31: Den haben wir gekauft, sehr altes Schiffchen und haben den umgerüstet mit dem Kite.

00:23:38: Wahnsinn.

00:23:39: Und jetzt immer, wie war das?

00:23:40: Was waren da so die ersten Erlebnisse, Herausforderungen?

00:23:43: Also hat das sofort funktioniert?

00:23:44: Sind da neue Probleme gekommen?

00:23:47: Also es kommen immer neue Probleme, das macht es ja auch aus.

00:23:52: Aber die Grundidee Drachen zieht Boot und man hat dafür diese Steuerung, die hat funktioniert, was man dann entwickeln musste, war das Starten landen und dann zunehmend auch Handlingshilfen, Automation, denn die Drachen werden schnell so groß.

00:24:15: dass man sie manuell nicht mehr handhaben kann.

00:24:20: Also wir haben dann Schritt für Schritt größere Schiffe und größere Drachen ausgestattet und sind dann zwei tausend sechs auf schon immerhin achthundert Tonnen Schiff gegangen.

00:24:34: Das hat immerhin sixty-fünf Meter länger.

00:24:38: Das ist schon ordentliches Schiff.

00:24:40: Das ist eine Ansage, ja.

00:24:41: Das ist eine Ansage.

00:24:43: Wir konnten dieses Schiff mit bis zu zehn Knoten ohne Maschinenkraft ziehen.

00:24:49: Wie groß war der Kalt?

00:24:51: Der Kalt

00:24:52: war im Achtzig Quadratmeter im Standard und Hundertsechzig für wenige Monate zum Ausprobieren.

00:25:04: Und wir hatten den Entwicklungsleiter von einem renommierten Schiffsmaschinenhersteller an Bord.

00:25:11: Und der hat es nicht geglaubt.

00:25:12: Der ist dauernd ... Zwischen Brücke und Maschinenraum in den Hergerand, um sicher zu sein, dass wir ihn nicht veralbern, sondern dass die Maschine wirklich nicht läuft.

00:25:23: Und das war natürlich auch toll.

00:25:25: Wir sind dann, auf das erste große Frachtschiff gegangen, wir sind dann auf ein Hundert- und zwanzig Meter Frachtschiff gegangen.

00:25:37: Und am Ende waren wir auf einem zweieinachzig Meter langen Frachtschiff, das fünfundfünfzigtausend Tonnen wiegt und konnten auch das mit dem Kalt ziehen.

00:25:48: Also da war der Kalt dann bis zu vierhundert Kilometer groß.

00:25:52: Wahnsinn, also unfassbar diese Geschichte auch wirklich mal so anhand von Größen nochmal nachzuvollziehen.

00:25:59: Du hast ja auch damals schon echt viel tolle Presse gekriegt, die nämlich auch einen Brandeins-Antikel, verschiedene Sachen, die da echt gut funktioniert haben.

00:26:08: Und ich fand die Idee unfassbar.

00:26:10: Und irgendwann habe ich das aber gehört.

00:26:12: Ich weiß gar nicht mehr genau, wer es mir erzählte, dass ihr die Idee pivotiert habt.

00:26:18: Erzähl doch mal ein bisschen, was da los war, warum es nicht weiter ging.

00:26:21: Weil das klingt ja eigentlich so, dass man sagt, okay, und jetzt müsste man das doch dann mal einfach mal einsetzen und mal machen und in Serie bringen.

00:26:31: Weil das klingt einfach too good to be true.

00:26:34: Ja, es hat einen sehr guten Verlauf genommen und dann kam Lehman.

00:26:44: Wir hatten in dem Jahr, dass wir die ersten Frachtschiffe tatsächlich gezogen haben und die Einsparungen waren auch durch Gutachter bestätigt.

00:27:01: Also das war ein guter Ausgangspunkt.

00:27:04: Der Ölpreis war sehr, sehr hoch und die Räder hatten viel Geld.

00:27:08: Das war in der Rädererei der riesige Boom.

00:27:13: Also alles, was irgendwie schwimmen konnte, hat unfassbar viel Geld für die.

00:27:20: Und vor dem Hintergrund hatten wir bei dieser wichtigen Messe, die in Hamburg immer stattfindet, Schissmaschine Meerestechnik.

00:27:28: Also wir hatten diese dreihundert Projekte in der Pipeline, die wir konkret verhandelt haben.

00:27:34: Und dann kam Lehman.

00:27:36: Und im Februar, zwei Tausendneuen, hatten wir genau noch drei Projekte in der Park rein.

00:27:42: Also, das hat den Schifffahrtsmarkt total zusammengefahren.

00:27:47: Und die Schifffahrtskrise dauerte ja sehr lange.

00:27:54: Wir wussten das damals selbstverständlich nicht.

00:27:57: Wir haben uns gedacht, wir haben gerade eine gute Finanzierung bekommen.

00:28:01: durch einen großen strategischen Investor.

00:28:03: Schifffahrtskrise zwei, drei Jahre, das stehen wir gut durch.

00:28:06: Wir machen weiter, wir entwickeln das nächste größere Produkt.

00:28:10: Wir hatten auch einen Kunden, der uns einen Vorvertrag gegeben hat für fünfundsiebzig Systeme.

00:28:15: Dann haben wir gesagt, gut, dann kann man auch weitermachen.

00:28:19: Aber dieser Kunde ging zwei Tausend Elf Pleite.

00:28:23: Das war die Firma Beluga aus Bremen.

00:28:25: Da gab es auch einen großen Prozess zu.

00:28:31: Das war so ein Event, wo wir gesagt haben, okay, wir sind jetzt drei Jahre weiter, die Schirritzkrise dauert immer noch an, sodass wir dann die Firma extrem transformiert haben.

00:28:44: Wir haben in einem sehr schmerzhaften Prozess zwei Drittel der Mitarbeiter entlassen, weil wir einfach gesagt haben, es ist nicht zu überleben anders und haben uns konzentriert auf eine Optimierungssoftware für Schiffsbetrieb.

00:29:01: die wir nebenbei mitentwickelt haben.

00:29:05: Und diese Optimierungssoftware, die hat gut funktioniert, funktioniert heute noch gut und die haben wir auf Jahrhunderten von Schiffen installiert.

00:29:18: Die hat auch Geld verdient und so haben wir uns über Wasser gehalten bis dann ins Jahr zwanzig sechzehn, wo wir gesagt haben, wir wollen wieder Drachen machen und wollen wieder zurück zum Höhenwind, zu diesem riesigen und genutzten Energiepotenzial.

00:29:44: Ja, und haben dann diese Firma an Gesellschafter übergeben, die sie heute auch noch führen, gibt es noch, haben aber selber mit einer, mit der Gesellschaftergruppe auch neu gegründet, nämlich Skysetz Power, um diese großen automatisierten Dachen zur Stromerzeugung einzusetzen und nicht mehr in Richtung Ziehen von Schiffen.

00:30:15: Im Nachhinein sag ich, das hätten wir viel früher machen sollen.

00:30:19: Die Schifffahrtskrise dauerte noch bis zwanzig zwanzig oder so.

00:30:23: Aber wir hätten es auch schon zwanzig elf machen können.

00:30:27: Es wäre auch okay gewesen, sagt man.

00:30:28: Also im Nachhinein würde ich es früher machen,

00:30:34: diesen Schritt.

00:30:36: Wahnsinn, also das Irre, was für Zufälle dann manchmal auch, dass man dann es schafft, eine Phase, eine kritische zu überstehen, weil man irgendwie auf dem Weg etwas Neues gefunden hat, dieses Softwaregeschichtes Irre.

00:30:49: Ich habe ja auch verschiedene Sachen mit gegründet und bei uns war es, ich habe Pyrox mitgegründet, diese Fitness.

00:30:56: Weltkampfserie.

00:30:56: und wir hatten während Corona natürlich auch so, wir hatten ja einmal ja Berufsverbot, konnten keine Wettbewerbe machen.

00:31:03: und wir haben damals dann sehr schnell gesagt, okay, wir müssen dieses Know-how bei uns an Bord haben, Corona-Test zu machen, weil also wir waren damals davon ausgenommen, das wird maximal ein halbes Jahr sein, dann wird es wieder losgehen.

00:31:15: und Aber dann gedacht, okay, bestimmt wird man dann diese Tests machen müssen und haben dann den Schnelltest Know-how uns angeeignet, bevor das Wort Schnelltest in Deutschland überhaupt im Mund genommen wurde.

00:31:25: Und als dann die Stadt auf einmal sagt, wir brauchen Testkapazitäten, haben wir gesagt, ja, können wir machen, meinen Kurven, der Moritz Fürst hatte die Idee.

00:31:33: Und dann ist das wirklich zu Überlebensthema geworden während Corona.

00:31:39: Ein anderes Beispiel auch aus der Coronazeit, Philipp Westermayer, den Online-Marketing Rockstars, der hat Aber auch dieses Event-Nord hat das Impfzentrum in der Messe organisiert.

00:31:49: Und das ist so spannend.

00:31:50: Da baue ich es ja nun ganz dicht am Produkt.

00:31:52: Bei uns waren es andere Sachen, aber auch diese Agilität einer und auch dazu.

00:31:56: Und dann zu sagen, wir können auch mit was anderem mal phasenweise überleben.

00:32:00: Und dann aber auch zu sagen, okay, ein bestimmter Markt geht nicht los.

00:32:04: Also gehen wir jetzt an Land und machen es anders.

00:32:07: Das ist sehr beeindruckend.

00:32:09: Erzähl mal, wie das dieser Neustart, wie das funktioniert hat.

00:32:13: Ihr habt ja ganz andere Herausforderungen gehabt, wahrscheinlich die Genehmigung, das auf dem Wasser anzuwenden.

00:32:19: War nicht so schwer, aber wie ich Deutschland kenne, sind Genehmigungen für solche Anlagen an Land, wahrscheinlich unvorstellbare bürokratische Hürden.

00:32:27: Erzähl mal ein bisschen.

00:32:27: Ja,

00:32:30: das hast du recht.

00:32:30: Das war aber zunächst gar nicht die Hauptproblematik, sondern zuerst einmal haben wir wieder einen kleinen Demonstrator gebaut aus Restteilen von Schiffssystemen.

00:32:45: In so einem kleinen Anhänger haben wir ein kleines System zusammengebaut, um zu demonstrieren, dass das geht.

00:32:51: Und das konnten wir tatsächlich ziemlich schnell, weil wir viel Erfahrung hatten und sehr viele geeignete Teile im Lager.

00:33:03: Und erst danach wurde es dann Schritt für Schritt komplizierter mit der Genehmigung.

00:33:10: Die erste Genehmigung, die wir bekommen haben für ein stationäres System, das wirklich dauerhaft gestellt haben, in Klicksbügel ging dann noch ganz gut, weil wir die im Rahmen eines Forschungsprojektes gemacht haben, was auch vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde.

00:33:29: Und da hatten wir sozusagen die Schirmherrschaft dieses Forschungsprojektes und deswegen dann eine temporäre Genehmigung.

00:33:35: der wirkliche krimi gingen los, als wir dann versucht haben, diese Genehmigung zu überführen in einem regulären Testbetrieb ohne Forschungsprojekt.

00:33:45: Da wurde es dann unfassbar kompliziert.

00:33:49: Und da ist Deutschland als Land auch viel, viel komplizierter als, ich würde mal sagen, Hundert neunzig andere Länder auch der Welt.

00:34:01: Ich glaube, es gibt auch Länder, die sind noch komplizierter als Deutschland.

00:34:06: Aber Deutschland ist schon unter den Top drei der komplizierten Länder.

00:34:11: In anderen Nationalitäten, wir haben ja inzwischen auch Drachenfliegen aus Mauritius und in Taiwan, dort ist es nicht so kompliziert, Genehmigung zu bekommen.

00:34:23: Auch in den USA bekommt man die Genehmigung relativ leicht für so einen Drachen.

00:34:28: Das ist schockierend.

00:34:31: Zu den schlimmsten drei Länder, da gehört zu, gehört ins Wahnsinn.

00:34:35: Das ist in der Tat unfassbar frustrierend.

00:34:38: Wir haben um diese Genehmigung zu erhalten, sechsstellige Beträge, also eine Genehmigung, die wir schon hatten, die erfolgreich jahrelang funktioniert hat, ohne irgendwelche Gefährdung.

00:34:49: Um die zu erhalten, haben wir sechsstellige Beträge aufgewendet und das hat sechs, sieben Monate gedauert.

00:34:56: Und so kann man natürlich Innovation nicht systematisch unterstützen.

00:35:01: Die Gründe.

00:35:04: Warum die Behörden das so machen, sind nicht doof.

00:35:07: Also man kann das aus der Sichtweise der Behörden verstehen.

00:35:13: Aber es fehlt Flexibilität im System, auch gerade für die Behörden, fehlt Flexibilität.

00:35:21: Es kann nicht so, dass die nicht wollen, sondern die haben einfach einen Korsett, was auch viel nicht ermöglicht.

00:35:28: Und das wird uns hier in Deutschland immer mehr zum Verhängnis.

00:35:33: Also ich glaube, das ist also der Top-Probleme, die wir haben.

00:35:37: Es ist einfach Überregulierung.

00:35:39: Ja, es gibt ja so ein paar Hoffnungsschimmer, ich weiß gar nicht, ob man sie noch so nennen kann, aber sowas, was entbürokratisiert sowohl jetzt auf deutscher Ebene, aber auch auf EU-Ebene, da müssen wir, glaube ich, ein bisschen abwarten, aber... Ich sehe es ähnlich.

00:35:52: Wenn das nicht passiert, dann wird es eng.

00:35:54: Ich meine, wir haben Ingenieursqualität, wir haben Patente, wir haben tolle Sachen.

00:35:59: Aber wenn immer alles hier erfunden wird und dann woanders in marktfähige Produkte entwickelt wird, dann, das ist eben nicht nur der MP-Terei-Player gewesen, sondern das ist ja im Prinzip die Grundlage der großen Large Language-Modelle im Bereich KI.

00:36:15: Ist ja auch ganz viel hier passiert.

00:36:17: Ich sehe aber keinen... keine Kampagne, die daraus wirklich jetzt hier schon Profitschläge haben.

00:36:23: Lass uns mal gucken, ihr seid dann aber doch, ihr habt, hast erzählt, ihr habt in Asien, Afrika, wo war das?

00:36:31: In Maurizios, habt ihr richtig gehört?

00:36:33: Maurizios, genau.

00:36:36: Ihr habt dann auch, glaube ich, mal hier eine Testanlage gehabt, aber wo dann auch die Genehmigung irgendwann ausgelaufen ist, erzählt das noch mal kurz?

00:36:42: Ja, wir haben seit Nibel in Nordfriesland und die steht auch noch und die ist auch im Betrieb.

00:36:57: Also es ist uns dann immer wieder gelungen, diese Genehmigung zu verlängern mit sehr, sehr viel Mühe, aber auch mit sehr viel Unterstützung.

00:37:08: Wir haben also im Jahr zwanzig, vierundzwanzig ganz tolle Unterstützung bekommen durch die Landesregierung, Schleswig-Holstein.

00:37:18: Wir haben im schleswig-holsteinischen Landtag über uns mit Unterstützung aller Fraktionen.

00:37:29: Einstimmig wurde da gesagt, wir müssen diese Technologie im Land Schleswig-Holstein vorantreiben.

00:37:37: Und dann dankenswerterweise gab es auch von Schleswig-Holstein unter Führung von Daniel Winter eine Initiative im Bundesrat.

00:37:49: um Flugwindenergie in Deutschland systematisch in eine Genehmigungsfähigkeit zu bringen, was das Luftraumthema geht.

00:37:58: Nur das Luftraumthema ist ein Problem.

00:37:59: Alles andere ist gut zu machen, viel einfacher als bei allen anderen Dingen.

00:38:08: Also klassische Windkraft ist viel komplizierter in den anderen Genehmigungsteilen.

00:38:13: Aber Luftraum ist eben bei uns die große Thematik.

00:38:17: Und da gibt es eben erfolgreiche Initiative, die jetzt zur Folge hat, dass wir hier eine Änderung der Genehmigungslage bekommen werden.

00:38:30: Spannend.

00:38:31: Sag mal, vielleicht noch mal für die, die sich das immer noch nicht richtig vorstellen können, lassen wir über Dimensionen reden.

00:38:36: Was ist so die... In deiner Vorstellung, wenn das irgendwann eine industrielle Reife hat, hat die typische Anlage, wie groß ist der Kite, wie weit ist der Kite über dem Boden?

00:38:48: Was von Radius braucht da so ein bisschen mal die größten Dimensionen?

00:38:52: Ja, wir sind heute bei containerisierten Anlagen, die dafür geeignet sind, diese Generatoren zu ersetzen.

00:39:01: Und so eine Anlage hat etwa ein dreißig Fuß Container.

00:39:06: und ein hundred-achtzig Quadratmeter Drachen, der in vier bis fünfhundert Meter Höhe im Regelfall fliegt, aber bis zu achthundert Meter hochzulegen kann.

00:39:16: Die Anlage, die dann, das ist worauf ich sage mal, die ganze Industrie wartet, also alle Stromerzeuger und so weiter, das ist die Megawatt Anlage, die dann eben nicht zweihundert Kilowatt erzeugen kann, sondern über einen Megawatt pro Stunde.

00:39:38: Und so eine Anlage wird dann ungefähr viermal so groß sein, also ich würde mal sagen ungefähr viervierzig Fußcontainer, wenn man sich das so stellt.

00:39:53: Und ungefähr so groß wie das Maschinenhaus von einer Holtil existierenden Windkraftanlage, wenn man den Motor wie sich wegdenkt und den Mast.

00:40:03: Und der Drachen wird etwa tausend Quadratmeter groß sein.

00:40:09: Die Flughöhe wird ähnlich sein.

00:40:10: Wir werden immer noch irgendwie vielleicht hundert Meter höher fliegen, fünfhundert, sechshundert Meter hoch fliegen.

00:40:19: Das Seil ist etwa achthundert Meter lang heute.

00:40:23: Das wird dann vielleicht tausend Meter lang sein.

00:40:27: Wahnsinn.

00:40:29: Wie weit seid ihr von einer industriellen, also von einer gewerblichen Anwendung, also wie weit seid ihr entfernt in den Entwicklungszeitraum, wenn alles glatt laufen würde?

00:40:43: Also wir haben etwas hinbekommen, worauf ich wahnsinnig stolz bin im ersten Quartal, zwanzig, vierundzwanzig.

00:40:52: Wir haben in dem Jahr das geschafft, erstmals eine Zugwindenergieanlage durch Experten auditieren zu lassen, also die Leistung durch Gutachter bestätigen zu lassen.

00:41:06: Und das ist schwierig, denn so was kann man nur machen, wenn man nicht aus Versehen zufällig mal eine gute Leistung bringt, sondern man muss über Monate und Monate konstant immer wieder die gleiche Leistung zeigen.

00:41:19: Das heißt, man füllt so statistische Bins, wo man Windgeschwindigkeit für Windgeschwindigkeit mit einem bestimmten Datenmenge füllt und daraus entsteht dann die zertifizierte Gesamtleistung.

00:41:37: und das hat bisher niemand geschafft im Bereich Flugwindenergie.

00:41:43: und das ist etwas, worauf ich eben wahnsinnig stolz bin, denn das haben immer alle versucht und auch die Kritiker, die es ja auch gibt.

00:41:53: bei solchen Technologien haben wir immer gesagt, wenn es so toll ist, dann beweist es doch mal und damit haben die natürlich auch recht.

00:42:00: Deswegen haben wir gesagt, wir müssen diesen Beweis antreten.

00:42:05: Das war für uns ein ganz wichtiger Meilenstein.

00:42:08: Und es gab ja auch mal Google, die haben mit über drei Hundert Millionen ein fliegendes Kraftwerk entwickelt.

00:42:18: Also nicht so wie wir es machen.

00:42:20: Wir haben den Drachen oben, erzeugen den Strom unten.

00:42:23: Durch Zugkraft des Drachens, dieses Google-System, das hat letztendlich Propeller an einem Tragflügel nach oben gehoben und dann oben den Strom gemacht und ihn runter geschickt.

00:42:38: Und Google hat da über drei Hundert Millionen Dollar investiert und am Ende, sie haben es nicht hinbekommen, so eine Zertifizierung.

00:42:47: Wahnsinn.

00:42:48: Sie haben es hochgehoben, also mit Ballons?

00:42:51: Nein, mit einer Tragfläche.

00:42:53: Also die sind gestartet wie eine Drohne, dadurch, dass sie die Propeller, die dann waren, genutzt haben zum Auftrieb.

00:43:00: Und dann sind sie in den Wind geflogen und haben dann mit dieser festen Tragfläche, an der die Propeller und die Elektromotoren, respektive die Generatoren waren.

00:43:11: sind sie dann wie ein Drachen geflogen und durch die Fluggeschwindigkeit haben sich die Propeller gedreht und Strom erzeugt.

00:43:18: Tolles Stück Engineers Kunst, aber aus verschiedenen Gründen, aus unserer Sicht niemals tauglich für eine Industrialisierung, unfassbar teuer, unfassbar empfindlich und am Ende eben auch nicht in der Lage, eine zertifizierte Leistung zu zeigen.

00:43:34: Und das ist natürlich schon toll, wenn man das als Team aus Hamburg schafft, als kleines Team.

00:43:40: wo so ein Gigant sich dann verschluckt hat.

00:43:45: Und du sagst, es hat keinen anderen geschafft.

00:43:48: Gibt es neben Google noch andere Konzepte, die das versucht haben aus der Höhe oder in der Höhe?

00:43:54: Oder gibt es noch andere Anbieter, die was irgendwie versuchen?

00:43:57: Ja, es gibt eine recht lebendige Szene.

00:44:00: Es gibt in Deutschland noch ... mit Bewerber oder Marktbegleiter, wie man es auch immer nennen möchte.

00:44:10: Wir haben beflegen da einen guten Kontakt zu unseren Kollegen.

00:44:15: Es ist eine europäische Industrie.

00:44:18: Es gibt in den Niederlanden eine Firma.

00:44:22: Es gibt in Norwegen eine Firma.

00:44:26: Also es gibt einige Firmen, die das auch probieren.

00:44:32: tun.

00:44:33: Auch mit Kites, also euren Ansatz?

00:44:35: Ja,

00:44:36: ganz verschiedene Ansätze.

00:44:38: Es gibt grundlegend, wenn du musst mich unterbrechen, wenn ich zu speziell werde.

00:44:45: Ich kann Wochen darüber referieren.

00:44:48: Man muss unterscheiden, einmal feste Flügen oder textile Tragflächen, also Kites.

00:44:58: Wir haben uns für Kites entschieden, weil die so leicht sind.

00:45:02: Und wenn man weiß, wie man sie baut, dann sind sie auch stabil.

00:45:06: Aber wir sind, würde ich sagen, die einzigen, die sie stabil genug bauen können, weil wir eben diese jahrzehntelange Erfahrung haben.

00:45:15: Das heißt, diese beiden Grundkonzepte unterscheiden sich und da gibt es auch beides.

00:45:19: Es gibt auch Firmen, die machen Kites, aber die meisten Firmen machen feste Flüge.

00:45:24: Die sind sehr schwer, sehr teuer und auch sehr empfindlich.

00:45:27: Deswegen wollen wir das nicht tun.

00:45:31: So, dann gibt es zwei unterschiedliche Stromproduktion Konzepte.

00:45:38: Das eine ist, dass man in der Luft Strom produziert, so wie das Google machen wollte.

00:45:42: Da muss ich die Generatoren mit hochnehmen, die Propeller, die Umrichter, muss den Strom unterschiedlichen Schichten schicken.

00:45:48: Das ist wahnsinnig auffällig, schwer, teuer.

00:45:51: Gefährlich auch, wenn es abstürzt.

00:45:55: Ja, also da kostet so ein Vögel auf schnellere Materialien halt mehr, ein Euro oder so.

00:45:59: Das ist schon sehr, sehr auffällig.

00:46:01: Und dann gibt es eben das sogenannte Ground Gen, also man produziert unten am Boden den Strom, wie so ein Jojo, der Drachen oder die Tragschliche zieht am Seil, rollt ein Seil von einer Winde ab, die Winde ist mit dem Generator verbunden und produziert Strom.

00:46:24: Dann muss man natürlich, wenn das Seil an seinem Hände angekommen ist, wieder zurück.

00:46:29: Denn das ist ja nicht unendlich lang.

00:46:31: Dann kippt man die Tragfläche und sie kommt im Sturzflug wieder zurück.

00:46:36: Also wie so ein Jojo immer rein oder raus.

00:46:39: Und frei nach dem Motto runter kommen sie immer.

00:46:43: Also wenn man am oberen Umkehrpunkt ist, dann kommt der Drachen irgendwie freiwillig wieder zurück.

00:46:48: Man muss das auftraumeln.

00:46:51: Ich glaube, das ist auf jeden Fall nicht zu tief, sondern das ist genauso, wie ich es gerne hören wollte.

00:46:58: Lass uns jetzt mal die Zeitrennt hier im Flug nochmal über eure aktuelle Situation sprechen.

00:47:04: Und du, da bestimmst auch du, wie tief ihr reingeht.

00:47:06: Ihr habt aktuell eine wirtschaftlich sehr schwierige Situation als Thema, wo ihr da gerade steht.

00:47:12: Und dann vor allen Dingen würde ich auch gerne nochmal darüber sprechen, okay, was wird euch helfen gerade?

00:47:16: Aber fangen wir mal an mit der Situation.

00:47:18: Wo steht ihr gerade?

00:47:19: Ja,

00:47:20: sehr gerne.

00:47:22: Wir haben hier tatsächlich gerade richtig, richtig Probleme.

00:47:28: Wir mussten am neunten Dezember für unsere Hauptfirma, das heißt jetzt Power Insolvenz anmelden.

00:47:37: Wir waren in einer Finanzierungsrunde, fünfzehn Millionen Euro und hatten auch ein Lead Investor gefunden.

00:47:45: Und jetzt ist es aber leider so gekommen, dass dieser Lead Investor am Tag der Unterzeichnung der Verträge eine Stunde, bevor wir unterzeichnen wollten, eine komplett neue Bedingung auf einmal auf den Tisch brachte.

00:48:04: Und zwar verlangt er auf einmal, dass wir all unseren Know-how, alle Patente, sämtliche Source Codes, alles, was wir haben, bevor wir diesen anderen Vertrag unterschreiben, kostenlos und unwiderruflich an ihn licenzieren mit einer weltweiten Dizenz mit recht zur Unterlizenzierung und so weiter.

00:48:27: Sprich, wir hätten diesem Investor alles, was die Firma werthaltig macht außer unserem Team, aber die ganzen Recht an dem, was wir geschaffen haben, kostenlos übertragen.

00:48:43: Und das wäre eben eine komplette Ausfüllung gewesen.

00:48:47: Und das war deswegen schon perfide.

00:48:51: Weil dieser Investor natürlich genau wusste, wie unsere finanziellen, finanzielle Situationen aussieht.

00:49:01: Und er wusste ganz genau, dass wir seinen Beitrag nicht innerhalb kurzer Zeit kompensieren konnten.

00:49:10: Und dann ist es eben in Deutschland so, dass, wenn man keine Fortführungsprognose hat, also nicht sagen kann, wie man das Unternehmen über die nächsten Monate finanziert.

00:49:21: dass man dann Insolvenz anbringen muss.

00:49:23: Und das ist hier dann passiert, weil wir uns dagegen entschieden haben, diesen Investor, die Firma sozusagen zu verschenken.

00:49:34: Und in der vorläufigen Insolvenz, in der wir gerade sind, haben wir jetzt immerhin noch ein bisschen Zeit, um zu probieren, die Finanzierung hinzubekommen.

00:49:47: Sonst wären wir sofort auf Gedeihe und Verderb ausgeliefert gewesen.

00:49:54: Und das ist schon ganz, ganz bittere Erfahrung.

00:49:57: Denn man hat ja mit diesen Menschen auch monatelang an den Verträgen vertrauensvoll gearbeitet.

00:50:03: Und dass dann jemand, mit dem man also monatelang vertrauensvoll arbeitet, in wirklich buchstäblich letzter Sekunde einem so die Pistole an den Kopf setzt, das ist ganz unschön.

00:50:20: Ja, das ist Wahnsinn.

00:50:23: Wir sind immer sehr transparent hier, wenn wir Folgen machen, wer kennt weh und warum.

00:50:27: Ich habe bei Philipp schon genannt.

00:50:31: Philipp Schütte, der in deinem Unternehmen arbeitet.

00:50:33: Wir haben Johannes Lütt kennengelernt.

00:50:36: Wir haben auch Personalchefin kennengelernt, die alle drei bei uns unterschiedliche Seminare gemacht haben und all das, was wir ... gehört haben.

00:50:45: Von denen über euch zeigt eigentlich ein sehr kulturstarkes, tolles Unternehmen, tolles Team, wo man wirklich einfach nur sagt, Scheiße, ihr seid am richtigen Thema, ihr habt die richtigen Werte, ihr habt die richtigen Leute, ihr habt glaube ich sehr coole Prozesse und dann passiert sowas.

00:51:01: Das ist der Grund eben, warum wir das heute machen werden schon länger irgendwie vor, aber jetzt eben auch mit einer gewissen zeitlichen Priorisierung, deswegen ist diese Folge auch unter halb der Woche und nicht an dem Montag, weil wir da schon feste Planungen hatten, aber wir wollten euch unbedingt früh bringen.

00:51:20: Und das, was euch jetzt da quasi wieder rausholt, ist natürlich in erster Linie erstmal neue Partnergeld.

00:51:26: Das ist das, was ihr wahrscheinlich aktuell sucht, oder?

00:51:29: Ja, also noch mal vielen Dank an dieser Stelle da für eurer Mitangage.

00:51:34: Das könnte ja, wenn wir ein bisschen glückhaft, der entscheidende Baustein sein, um da wieder rauszukommen, das würde mich jedenfalls extrem freuen.

00:51:44: Wir brauchen natürlich jetzt vor einem Geld.

00:51:47: Wir haben ein Setup, in dem wir mit dem notwendigen Betrag auch wieder aus dieser Situation rauskommen und dann auch die Erfolgsstory, die wir haben, weiterschreiben können.

00:52:04: Was mich total überrascht hat, ist, dass wir auch wohl in dieser Situation sind.

00:52:10: weiter mit unserem Kunden verhandeln und auch nach Antragsstellung einen Vorvertrag über Lieferung von Systemen unterschrieben haben.

00:52:19: Also da habe ich mir wirklich die Augen gerieben, habe gesagt, okay, das ist jetzt ziemlich cool, da ist ein Kunde, der sagt, ja, ja, ich weiß das, ich habe das gehört, habe dem ja gesagt, danke, interessiert mich nicht, will diese Drachen haben, lass uns mal weitermachen, ihr löst das schon.

00:52:33: Also fand ich großartig.

00:52:36: Und das ist nicht nur einer, sondern wir reden mit mehreren weiter.

00:52:40: Wir können weitermachen, wenn wir die finanziellen Mittel haben.

00:52:44: Und da würde es mich natürlich unendlich freuen, wenn in eurem Netzwerk oder hier in der Hörerschaft einer oder mehrere während die sagen, Mensch, das möchte ich mir malen gucken.

00:52:55: Und da will ich versuchen, zu helfen.

00:52:58: Wir haben ein bisschen Zeitdruck.

00:53:00: Wir müssen das Ganze bis Ende Februar geschafft haben.

00:53:02: Deswegen freue ich mich auch, dass ihr uns vorzieht.

00:53:05: Es sind ja nicht mehr viele Tage.

00:53:08: Und dafür ist die Aufgabe ganz schön groß.

00:53:10: Wir reden mit Investoren.

00:53:12: Die Gespräche sind auch konstruktiv, aber es ist immer die Frage, kriegt man das rechtzeitig hin?

00:53:16: Das steht überall, diese große Frage.

00:53:19: Super.

00:53:21: Das ist genau der Punkt.

00:53:23: Und deswegen war es mir so wichtig, dass wir diese Folge heute an einem Sonntagabend dem ersten Februar aufnehmen und dann am folgenden Donnerstag ausstrahlen.

00:53:38: Und ja, ich danke dir sehr für deine Offenheit, für deine Insights, deine schöne Art, diese Technologie zu erklären, die Begeisterung dafür rüberzubringen.

00:53:48: Zumindest mich hast du voll erwischt.

00:53:50: Deine sehr berührenden Geschichten, die dich geprägt haben und ich wünsche euch dir, deinem Team Alles erdenkliche Gute, dass ihr das hinbekommt.

00:54:02: Und ich erlass dich wie jeden unserer Gäste mit der Abschlussfrage und die kannst du so kurz, mittel und langfristig beantworten.

00:54:10: Wo möchtest du noch hin?

00:54:13: Ja, wo möchte ich hin?

00:54:16: Ich möchte natürlich diese großen Sachen zum Erfolg machen.

00:54:21: Zum großen Erfolg machen.

00:54:23: Achtzig Prozent der weltweiten Windkraft liegen über zweieinhalb Meter höher.

00:54:27: Das können wir gar nicht ernten.

00:54:28: Und wir können es uns nicht leisten, es nicht zu nutzen, dieses Potenzial herum.

00:54:32: Können es nur mit Drachen ernten.

00:54:34: Und das möchte ich unbedingt realisieren.

00:54:36: Und natürlich ist die große Vision irgendwann, mit schwimmenden großen Drachenwindfarm wirklich große Kraftwerke zu bauen, die dann für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung stehen, so wie andere erneuerbare Technologien auch.

00:54:57: Also hier zu einer echten Säule zu werden im Energienmix.

00:55:02: Das ist unser großes Ziel.

00:55:04: Da möchte ich unbedingt hin.

00:55:06: Ich hoffe, das gelingt uns noch.

00:55:07: Ich drücke dir alle Daumen.

00:55:09: Ich hoffe, dass Serendipity für mich ein Naturgesetz, nämlich mein Partezufall, auch zu erzwingen.

00:55:17: vielleicht passiert und wenn es nicht durch uns passiert, dann durch andere Begegnungen, die du vielleicht hast in den nächsten Tagen oder auch schon hattest und hoffe, dass wir wirklich bald eine weitere Folge machen können.

00:55:29: Dann gerne auch mit Video, mit vielleicht vor Ort Besichtigung.

00:55:34: und ja, grüße dich sehr herzlich.

00:55:37: Sehr, sehr gerne.

00:55:38: Lieber Michael, vielen, vielen Dank für die Gelegenheit hier.

00:55:41: Das weiß ich sehr zu schätzen, auch für deine Interesse.

00:55:44: Und ja.

00:55:46: würde mich natürlich freuen, euch bei uns durchzuführen und das hier dann, das es dann in Folge zwei zu gibt, das wäre toll.

00:56:01: Mein Fazit nach diesem Gespräch.

00:56:04: Stefan ist nicht nur ein Unternehmer der Übernachhaltigkeit spricht, sondern erlebt sie seit über zwanzig Jahren.

00:56:11: Er brennt für seine Idee, er kennt jede Schraube, jede regulatorische Hürde und er ist trotzdem nicht müde geworden im Gegenteil.

00:56:20: Ihr sitzt kein Träumer, sondern ein Ingenieur, ein Gründer und Pionier, der gezeigt hat, dass seine Technologie funktioniert.

00:56:27: Preise, Auszeichnung, internationale Aufmerksamkeit, Pilotanlagen, validierte Leistung, all das ist da.

00:56:35: Was gerade fehlt, ist kein weiterer Beweis, dass seine Idee funktioniert, sondern ein Investor oder mehrere Investoren, die den Mut haben, jetzt einzusteigen und an diese Lösung zu glauben.

00:56:45: Unser Appell, wenn ihr Menschen kennt, die in Nachhaltigkeit, Energie, Climate-Tag oder Infrastruktur investieren oder ihr vielleicht sogar selber dazu gehört, meldet euch gerne bei mir, ich stelle den Kontakt super gerne her oder gehe direkt auf SkySales bzw.

00:56:59: auf Stefan zu.

00:57:00: Manchmal geht es eben nicht darum, die nächste Idee zu finden, sondern manchmal geht es darum, die richtige Idee nicht scheitern zu lassen.

00:57:06: Und genau an so einem Punkt stehen wir hier, wir sind uns der Verantwortung bewusst einen Unternehmer zu nehmen, der gerade in der Insolvenz steckt.

00:57:14: Und natürlich ist es keine Investitionsberatung und wir können auch keine Haftung dafür benehmen.

00:57:19: Aber wir haben jetzt mehrere dieser Führerskräfters dem Unternehmen erzählt, wo er in unseren Programmen gehabt hat.

00:57:24: Wir haben gesehen, welche Leidenschaft die an den Themen arbeiten und all das, was wir ja nur wollen, ist, dass Menschen, die sich für dieses Thema interessieren, sich den Case mal anschauen.

00:57:35: Kommt gut, durch den Rest der Woche.

00:57:36: Danke, dass ihr uns auch in einer Sonderfolge an einem Donnerstag wieder eure Ohren schenkt.

00:57:41: Heute keine Eigenwerbung, keine fünf Sterne Wünsche, sondern vollen Fokus auf dieses Unternehmen und diesen tollen Gründer.

00:57:50: Macht's gut, liebe Grüße von Christoph und Michael.

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