#534 Felix von Zittwitz | CEO Ausbildung.de & Vice President Verticals bei EMBRACE

Shownotes

Unser heutiger Gast hat an der Universität Hohenheim und in Chile Kommunikationswissenschaft studiert. Nach Stationen bei Gruner + Jahr, und TERRITORY übernahm er 2016 die Geschäftsführung von Ausbildung.de, einer der heute reichweitenstärksten Plattformen für Berufsorientierung in Deutschland. Was ihn antreibt: jungen Menschen echte Perspektiven zu geben, Unternehmen mit passenden Talenten zu verbinden und Ausbildung in Deutschland zukunftsfähig zu machen. Heute führt er ein Team von 160 Mitarbeitenden und verantwortet als Vice President im EMBRACE Umfeld zusätzlich die Entwicklung von Plattform- und Softwarelösungen rund um HR Tech, Recruiting und Retention. Er publiziert regelmäßig zu Themen wie dem Wandel im Azubi Recruiting, der Rolle von KI in der Berufsorientierung und moderner Führung in einem hybriden, diversen Arbeitsumfeld. Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. In über 500 Episoden haben wir mit fast 700 Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich verändert hat und was sich weiter ändern muss. Wie gelingt Berufsorientierung in einer Zeit, in der junge Menschen oft keine klare Richtung haben und viele Betriebe keine einzige Bewerbung mehr erhalten?

Was bedeutet gute Führung, wenn Teams immer vielfältiger, dezentraler und anspruchsvoller werden?

Und welche Rolle spielt KI dabei, Menschen und Chancen besser zusammenzubringen? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näher bringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work – heute mit Felix von Zittwitz.

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00:00:00: Unser heutiger Gast hat an der Universität Hohenheim und in Kiele Kommunikationshäsenschaft studiert.

00:00:05: Nach Station bei Gruner und Jahr und Territory übernahmezwei-tausendsechzehn die Geschäftsführung von Ausbildung.de, einer der heute reichweiten stärksten Plattformen für Berufsorientierung in Deutschland.

00:00:17: Was ihn antreibt, jungen Menschen echte Perspektiven zu geben.

00:00:20: Unternehmen mit passenden Talenten zu verbinden und Ausbildung in Deutschland zukunftsfähig zu machen.

00:00:26: Heute führte ein Team von einhundertsechzig Mitarbeitenden und verantwortet als Vice-President im Embrace-Umfeld zusätzlich die Entwicklung von Plattform- und Softwarelösungen rund um HRTech, Recruiting und Retention.

00:00:40: Er publiziert regelmäßig zu Themen wie dem Wandel im Azubi-Recruiting, der Rolle von KI in der Berufsorientierung und moderner Führung in einem hybriden, diversen Arbeitsumfeld.

00:00:49: Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie arbeiten Menschen stärkstätig zu schwächen.

00:00:55: In über fünfhundert Episoden haben wir mit fast siebenhundert Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich verändert hat und was sich weiter ändern muss.

00:01:03: Wie gelingt Berufsorientierung in der Zeit, in der junge Menschen oft keine klare Richtung mehr haben und viele Betriebe keine einzige Bewerbung mehr erhalten?

00:01:10: Was bedeutet gute Führung, wenn Teams immer vielfältiger, dezentraler und anspruchsvoller werden?

00:01:15: Und welche Rolle spielt KI dabei, Menschen und Chancen besser zusammenzubringen?

00:01:20: Fest

00:01:20: steht.

00:01:21: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderung brauchen wir neue Impulse.

00:01:24: Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen.

00:01:31: Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich wirklich wollen.

00:01:40: Ihr seid bei On the Way to New Work heute mit Felix von Zipvitz.

00:02:05: Schön, dass du da bist.

00:02:06: Wir nehmen vor Ort auf, was wirklich wunderbar ist, tatsächlich.

00:02:11: Und haben ein Thema, bei dem ich mir die Frage gestellt hatte, ganz viele Fragen gestellt hatte, was jetzt tatsächlich auch KI dabei macht in dem Thema.

00:02:21: Und am liebsten natürlich direkt einsteigen, aber du bekommst eine sehr überraschende Frage, die einfach nie fehlen darf.

00:02:27: Und ich bin gespannt, wie die Antwort sein wird.

00:02:30: Wie bist du der Mensch geworden, der du heute bist?

00:02:33: Ja, das kommt überraschend.

00:02:36: Ich höre ein Podcast seit Folge zehn gefühlt und bin seit Fanboy der ersten Stunde.

00:02:42: Irgendwann ab zweihundert habe ich aufgehört.

00:02:44: Und trotzdem kommt es natürlich, jetzt erwischt es mich kalt.

00:02:48: Ja, nicht ganz.

00:02:49: Also ich habe mal versucht, das Ganze nicht rein chronologisch, sondern eher aus verschiedenen Perspektiven anzugehen.

00:02:59: Ist ja auch ganz spannend, wenn man sich selbst einmal reflektiert.

00:03:03: Und trotzdem, glaube ich, fange ich mal an mit dem Kontext, in dem ich groß geworden bin.

00:03:07: Das ist so die erste Facette.

00:03:08: Dann habe ich noch zweieinhalb weitere.

00:03:10: Aber die erste ist das Umfeld, die Familie.

00:03:16: Ich bin das dritte Kind in meiner Familie, auch das letzte.

00:03:22: mit einem gewissen Abstand, also sieben und neun Jahre älter, die anderen beiden.

00:03:27: Von daher hatte ich als Nesthäkchen eine ziemlich unbeschwerte Kindheit, auch im Speckgürtel von Düsseldorf.

00:03:35: Also da ist wirklich die Welt noch in Ordnung gewesen.

00:03:38: Total schöne Kindheit.

00:03:40: An Rückblicken, wenn wir sagen, sind es dann noch so zwei Dinge, die in dieser heilen Welt mich aber total geprägt haben im Familienumfeld.

00:03:50: Und das eine, Es klingt erstmal banal, aber es sind Bücher.

00:03:53: Medien, aber speziell auch Bücher.

00:03:57: Mein Vater hatte selbst gegründet eine Zeitschrift für den Buchhandel, also eine Fachzeitschrift für den Buchhandel.

00:04:04: Als er dazu wie war, irgendwann hat er diese Idee und hat das gestartet und dann fünfzehn Jahre lang gemacht.

00:04:11: Und das heißt er in der Buchbranche Bestens Connected hatte ständig irgendwelche Bücher, die er neu mit nach Hause geschickt bekommen hat.

00:04:20: Und das war erdenst begleitet.

00:04:23: Und meine Mutter, wo wunderbar, Buchhändlerin.

00:04:26: Hatte zwei eigene Läden zuletzt.

00:04:30: Und deswegen habe ich ein ganz skurriles Verhältnis zu Büchern, weil ich liebe sie, aber sie sind für mich auch das Normalste und Banalste auf der Welt.

00:04:37: Die waren einfach immer, da sind totale Konsumware.

00:04:40: Sie gingen mir auch an zu, schon mal ein bisschen Kritik anhören müsste.

00:04:43: Wertschätzender mit uns zu gehen, aber... Ja, für mich, ich bin mit Lesen einfach wirklich hardcore sozialisiert worden.

00:04:51: Und ich glaube, da kommt eine große Interessensbreite her, auch ein Interesse auch an der tiefen Auseinandersetzung mit Themen.

00:05:02: Ich würde auch sagen, so was wie Empathie, weil ich glaube wirklich durch Lesen, auch gerade viel durch Roman, oder diesmal versetzt sich ja doch irgendwie rein in Menschen, ich glaube, das kriegt man da schon mit.

00:05:12: Das zweite, was aber schon noch in diesem Kontext wichtig ist, Ich hab's ja gesagt, mein Vater hat gegründet, meine Mutter hatte Selbstbuchhandlungen.

00:05:19: Zwischenzeitlich gab's auch mal einen Weinladen, den die hatten.

00:05:22: Es ist irgendwie Unternehmertum, before it was a thing.

00:05:24: Also nicht dieses Start-up-Unternehmertum.

00:05:27: Aber Diskussionen und Tisch abends treten sich halt ganz oft um.

00:05:32: Ich hab eine lustige Idee, können wir nicht da eine Werbekampagne draus machen?

00:05:35: Oder wie kann man irgendwie das Heft noch besser machen?

00:05:39: Wir sind ein Monatsmagazin, die anderen kommen wöchentlich.

00:05:42: Wie können wir uns da abgrenzen?

00:05:44: Als es im anderen Nachbar Stadtteil eine Buchhandlung rausgegangen, sollen wir da nicht rein und den Markt nicht lieber selbst wetzen.

00:05:49: Also all das von so heute sagen würde, Differenzierung, USB, Product Management oder Strategie.

00:05:55: Das war da halt so hämtsärmlich und echt alles andere als BWL Style.

00:06:00: Aber das habe ich so aufgesogen.

00:06:02: Und ich glaube, da kommt so eine ganz natürliche Ambition bei mir her, Sachen selbst zu bewegen und so gestalten.

00:06:10: Ich hatte gar nicht nie den Anspruch, irgendwie selbst Unternehmer zu werden, aber das war für mich ganz normal, dass man sich über sowas Gedanken

00:06:17: macht.

00:06:21: Und bevor es mit der aktuellen Folge von On the Way to New Work weitergeht, kommt noch kurz eine Erwerbung in eigener Sache.

00:06:26: Das New Work Master Skills Executive Program startet im April zum zehnten Mal.

00:06:31: Zehn Monate, vier Module A drei Tage, zwanzig außergewöhnliche Menschen, die nicht alles wissen, aber bereit sind zu lernen gemeinsam.

00:06:38: Es geht hier bei uns nicht um schnelle Antworten, sondern um bessere Fragen, nicht um Status, sondern um Haltung.

00:06:44: und nicht nur im Erfolg, sondern auch um Wirkung.

00:06:48: Better me, better we, better society.

00:06:50: Wenn du glaubst, dass gute Führung unsere Arbeitswelt verändern kann und unsere Gesellschaft gleich mit, dann melde dich bei uns unter hello at newworkmasterskills.com.

00:06:59: Ich erkläre dir dann, wie unser Programm genau funktioniert und wir finden gemeinsam heraus, ob es etwas für dich ist.

00:07:07: Wir freuen uns auf Menschen, die den nächsten Schritt nicht für sich allein, sondern zusammengehen wollen.

00:07:12: Und weiter geht's mit der aktuellen Folge von On The Way To New

00:07:15: Work.

00:07:20: Eine

00:07:44: Serie, auf jeden Fall.

00:07:47: Von vorne bis hinten, heute würden wir uns angesuchtet.

00:07:51: Und das war die Ritter von Burgschreckenstein.

00:07:55: Das war auf jeden Fall noch in der Grundschule.

00:07:57: Eins bis sieben und zwanzig.

00:07:59: Stefan und Otto Kahr und so weiter, die mich da begleitet haben, diese Internats-Jungs.

00:08:04: Heute, glaube ich, ich habe die noch, aber ich glaube, sie sind nicht gut gealtert.

00:08:08: Also, es ist schon so ein... Die Mädels waren immer die... Die zicken und die haben immer genervt und so.

00:08:14: Aber da ging es ganz viel um so Grundwerte wie Ritterlichkeit und Aufrichtigkeit und so.

00:08:19: Das hat mich schon beeindruckt.

00:08:21: Genau.

00:08:22: Aber das erste, das ich mich dann selbst entschieden habe, das muss irgendwann, das wird im Studium gewesen sein, glaube ich, weil bis dahin habe ich einfach alles an Büchern einfach so vorgelegt bekommen und einfach weggezogen.

00:08:35: Das erste, das ich gekauft habe, keine Ahnung.

00:08:39: Genau, das war so der erste.

00:08:40: Das war der Kontext.

00:08:43: bisschen damit zu tun, aber es ist schon noch was anderes.

00:08:46: Ich habe mir so gedacht gemacht, welche Werte haben mich geprägt?

00:08:50: und was macht mich auch wirklich aus als Mensch, glaube ich.

00:08:54: Also müssen andere sagen, ob die es auch so sehen, aber ich glaube schon, dass bei uns im Haus, in der Familie, wenn meine Jugendkindheit war, waren immer Leute da.

00:09:07: Da war immer volles Haus, Freunde waren da, Freunde meiner Eltern waren da.

00:09:12: Der einmal der etwas schwierige Sohn von Freunden hat ein halbes Jahr bei uns gelebt und wir den Freunden haben uns so übernachtet.

00:09:21: Also wie auch immer, Geschäftsfreunde waren da.

00:09:23: Das war immer ein sehr, sehr soziales Umfeld.

00:09:28: Sehr gastfreundlich, auch wirklich das Leute bewirten und eine gute Zeit machen.

00:09:34: Das kommt daher, das liegt mir nach.

00:09:37: Aber noch eine andere Facette.

00:09:39: Nämlich wirklich so eine echte Liebe für Menschen, glaube ich.

00:09:41: Das haben meine Eltern schon sehr gelebt, fast schon bis zu naiven auf Leute zugehen.

00:09:51: Sehr naives, schönes Menschenbild.

00:09:54: Wenn sie dann Leuten einfach mal Geld geliehen haben, wenn es denen schlecht ging oder so.

00:09:59: Und das hat, glaube ich, viel auch mit der christlichen... mit einem christlichen Hintergrund meines Vaters vor allem zu tun, haben abends auch immer Fürbitten gebetet, wenn er mich jetzt Bett gebracht hat, ich finde das irgendwie schön.

00:10:14: Aber es war auch ein ganz explizites Thema bei uns.

00:10:16: Wir waren eine sehr rote Familie, in einem sehr schwarzen Ballungszentrum.

00:10:23: Und da haben meine Eltern mit mir auch viel gesprochen, dass wir sehr, sehr privilegiert sind und dass das an sich nicht okay ist.

00:10:32: Wir hatten Weise, wie Eigentum verteilt ist, wie es da irgendwie so Kasten irgendwie gibt.

00:10:40: Und auch die Art und Weise, wie die beiden, vor allem mein Vater, auch ohne jeden Dünkel irgendwie auf Leute zugegangen sind, die einfach so als Teil der Familie im Fall von unserer Haushaltshilfe irgendwie betrachtet haben oder Verkäufer irgendwo bis hin zum Vorstandschef, den er interviewt hat für sein Magazin.

00:11:01: Die waren für ihn alle gleich.

00:11:02: Er hat dann auch so mal so ein Zitat gebracht von tatsächlich meinem Opa, mein militär, äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh.

00:11:29: Arroganz und Dünkel.

00:11:31: und wenn Leute auf andere herabschauen.

00:11:34: Und ja, man würde sagen Augenhöhe vielleicht, aber da kommt es glaube ich her.

00:11:40: Diese wirkliche, also ein ganz positiver Blick auf Menschen.

00:11:45: Den ich mir leider nicht ganz so sehr bewahrt habe, aber gerade in dem, was ich eigentlich weiß, was ich richtig finde, da glaube ich, da kommt es schon her.

00:11:55: Willkommen wir dazu, wie dich das heute auch prägt?

00:11:59: Jetzt singt Job, aber was war deine Station danach und wie hast du vielleicht auch diese Werte danach erlebt oder nicht erlebt?

00:12:08: Ja, das erste Mal erlebt.

00:12:11: wirklich habe ich es dann, glaube ich, während der Uni, weil da kommt meine erste Führungserfahrung eigentlich durch zum Tragen.

00:12:17: Studiert habe ich Kommunikationswissenschaft, das ist ja gesagt in Hohenheim und nach dem Ausland.

00:12:22: Das ist aber eigentlich nebensächlich.

00:12:28: Wirklich relevant und formativ war die Zeit, die ich hatte, als ich in so eine Studentenorganisation reinkomme in ISAC.

00:12:34: Es ist eine internationale Organisation, nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, Idee, Völkerverständigung, damit es nie wieder Krieg gibt.

00:12:42: Ich bin da irgendwie reingerutscht.

00:12:44: Aber habe dann ziemlich schnell da angefangen, Verantwortung zu übernehmen, erstmal lokal und dann nach meinem Auslandssemester auch auf nationaler Ebene für ganz Deutschland.

00:12:54: In zweieinhalb Jahre Vollzeit war ich dann da.

00:12:56: im Vorstand zuletzt als Vorsitzender und Geschäftsführer und hatte auf einmal so ein Team von sechs anderen Studierenden und vier fest angestellten Damen ab fünfzig.

00:13:08: Also es war auf einmal echt.

00:13:12: Und dieses Umfeld hat mich unglaublich geprägt, was es meinen Blick auf Führung angeht und was mein Blick auch nochmal auf Menschen im Arbeitskontext angeht, weil ehrenamtlich und auch selbst später, als wir bezahlt wurden, haben wir dreihundert Euro, glaube ich, Brote bekommen.

00:13:30: Niemand hat das fürs Geld gemacht.

00:13:32: Und diese Haltung, glaube ich, ist eine, die mich wirklich geerdet hat, was es wirklich bedeutet, dass Leute, die erfolgen, etwas zu tun und wie man es schafft, Leute da hinzukriegen, dass man gemeinsam organisiert große Ziele erreicht.

00:13:50: Wir haben uns große Zielgesetze, wir haben die auch erreicht.

00:13:54: Aber es geht halt nur, wenn du wirklich für dein Team wirklich eine Bezugsperson auch bist.

00:14:00: Und die Menschen siehst, siehst, was denen wichtig ist.

00:14:03: Ihnen hilft dabei, ihre eigenen Ziele zu erreichen.

00:14:06: Auch da wieder das Thema Augenhöhe.

00:14:08: Hätte ich mich da als irgendwie der abgehobene Chef geriert, dann wäre mir mein Team weggelaufen.

00:14:14: Und so sagen können, ihr seid aber, habt ihr auch seit auch fünf Jahren getreten.

00:14:19: Ja, gut.

00:14:20: Und dann hat mich halt allein gelassen, ich hätte nichts erreicht.

00:14:24: Jetzt im Arbeitskontext.

00:14:26: In der Nacht zu Bertelsmann, zu Gruner und Ja, also der Verlagstivision, die ich damals noch gehabt habe von Bertelsmann gekommen, war Trainee, Vorstandsassistent, bei einer ehemaligen Gäste, in die ihr hattet, Julia Yeckel.

00:14:42: Im Content-Marketing-Umfeld.

00:14:44: und dann bin ich dort über Umwege reingeschmeckt worden in meine jetzige Firma ausbildung.de, ich habe noch ein kleines Start-up war.

00:14:54: Im Arbeitskontext geht dieser Blick glaube ich ziemlich leicht verloren, dass ja natürlich die Leute einen Vertrag unterschrieben und werden dafür bezahlt.

00:15:04: und wenn es schlimm läuft, dann denken die auch, sie müssen ja jetzt irgendwas tun, weil sie kriegen ja keinen anderen Job oder so, aber das sind echt keine guten Motivatoren.

00:15:12: Und

00:15:12: es geht, man verliert so leicht aus dem Blick, dass Leute gerne... Arbeiten, was erreichen, was machen wollen, wenn sie dahinter stehen, hinter dir als der Person, die das Ding anleitet und die da vorne steht und für was eintritt, aber auch für eine Idee und für eine Vision.

00:15:32: Und das habe ich versucht, mir zu erhalten in Verbindung mit den anderen Werten, würde ich eben gesprochen

00:15:37: haben.

00:15:39: Du hast das Stichwort Augenhöhe jetzt auch ein paar Mal genannt und ich würde da gerne einmal direkt reingeredchen.

00:15:46: Ich habe die, ja, die Art und Weise, dass egal wer bei uns ist, völlig egal, Praktikant, Praktikantin, Werkstuhl, Werkstudentin, Seniorkonsulten, Geschäftsführer, ganz gleich wie ich, behandle alle gleich.

00:16:01: Komplett gleich.

00:16:03: Aufmerksamkeit, wir machen die gleichen Retreats, die gleichen Trainings, die gleiche Ausbildung.

00:16:09: Und ich beobachte dann aber auch, es hat natürlich zwei Seiten.

00:16:13: Und das eine ist, es gibt Leute, die haben so eine künstliche Trennung da drin.

00:16:17: Ja, das ist ja für die Werkschulis.

00:16:18: Warum ist das so und warum nicht so?

00:16:20: Wo ich sage, ist mir egal, sind Teil des Teams Punkt fertig.

00:16:25: Aber ich schmeiße dadurch Leute unbewusst häufig in sehr kaltes Wasser auch.

00:16:31: Und überschätze auch manche Menschen.

00:16:35: Das ist so ein bisschen wie, wenn ich... den Kindern absprechen würde auch mal im Kind zu sein sozusagen und quasi ähnlich wie kleine Erwachsene machen, was manchmal gut ist und manchmal schlecht.

00:16:46: Und ich würde gerne mal deinen Blick darauf hören, wie du jetzt als Person, bevor wir dann auf das größere Bildgehenthemen ausbilden, wenn du sagst, wie warst du die Augenhöhe auf der einen Seite?

00:16:56: Wie baust du es in die Kultur ein?

00:16:58: Und wie findest du immer wieder ein Maß, um das entsprechend zu steuern?

00:17:03: Ja, es ist nichts, wo ich... sagen würde, das ist ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein... ein.

00:17:36: Fühle, was du sagst, also dieses Leute überfordern, gerade als Vater von zwei Kindern, die jetzt gerade im Grundschulalter sind, ja, das ist manchmal nicht einfach, weil man will die ja irgendwie auch da, den auf Augenhöhe begegnen und sie ernst nehmen.

00:17:53: Und gleichzeitig sind sowohl Rollen eine andere, ist Erfahrungen eine andere, sind Fähigkeiten eine andere, ist auch vollkommen legitim, manche Sachen sich noch nicht, um mal alles in den Kopf machen zu müssen, sowohl als Kind als auch, ich finde, Kindervergleich ein bisschen nachhackelig.

00:18:08: Ja,

00:18:09: absolut.

00:18:11: Als Praktikant.

00:18:12: Du musst als Werkstuhlidee

00:18:13: nicht eine Platte darum machen, wie profitabel ist das Unternehmen an der Stelle.

00:18:17: Das ist nicht eine Verantwortung.

00:18:19: Genau.

00:18:19: Du solltest hier um irgendwie auch was mitzukriegen, auch produktiv zu sein, aber in einem begrenzten Teil.

00:18:25: Und das ist auch vollkommen okay.

00:18:28: Ich sehe da vor allem, und das versuche ich mir schon zu beizubehalten, ein sehr... Direkt einen Zugang zu den Menschen, also den ich versuche zu leben.

00:18:39: Wenn ich im Gang in einem Wehrstern begegnete, dann versuche ich einfach mit dem Gespräch zu führen.

00:18:47: Und das klingt banal.

00:18:49: Wenn ich in der Pause, ich kriege irre unglaublich gerne und kompetitiv.

00:18:55: Aber ich mache das gerne mit willkürlichen Menschen bei uns im Unternehmen und schnappe mir dann lieber die Leute, mit denen ich bisher noch nicht irgendwie zu tun hatte.

00:19:04: Und abgesehen davon, dass am Kicker alle gleich sind und zu Null durchkriechen müssen, was mir fürs Protokoll nur einmal vor grauen Vorzeiten passiert ist.

00:19:17: Aber abgesehen davon, dass uns die Situation natürlich eine ist in der Augenhöhe leichter fällt, sind das, glaube ich, so Momente, wo ich sage, das ist nicht... Gott gegeben, dass jeder CEO da draußen sich so verhält, aber mir ist es einfach persönlich

00:19:29: richtig.

00:19:31: Wie siehst du, wenn du das jetzt mal vergleichst mit der Entwicklung, von der man auch aktuell liest, was jetzt auch ein spannendes Thema bei der Vorbereitung war, in den USA kommen immer wieder Meldungen, dass gerade bei den jüngeren Menschen die Jobs fehlen, höchste Jugendarbeitslosigkeit, glaube ich, seit Aufzeichnung.

00:19:48: Viele, die hier sagen, das macht jetzt die KI und auf der anderen Seite, die würden nicht wollen.

00:19:54: Du hast jetzt einen sehr echten Blick in den Markt.

00:19:57: Kannst du einmal sehr klar so faktisch benennen, wie ihr es seht oder wisst, wie der Markt wirklich da ist?

00:20:07: Es ist schwer, das Bild genau nachzuzeichnen, weil es natürlich immer viele Facetten gibt.

00:20:13: Klar, auf dieses Thema Jugendarbeitslosigkeit und KI gibt es viele Hypothesen, die im Raum stehen.

00:20:20: Wir haben bei ausbildung.de natürlich einen sehr, sehr umfassenden Blick.

00:20:23: Einerseits auf die Anzahl an Stellen, die ausgeschrieben werden.

00:20:27: Auf die Anzahl der Suchenden, die bei uns auf der Plattform sind.

00:20:31: Und wir kennen natürlich die Marktzahlen.

00:20:32: Und erst mal, dass wir mit denen anfangen.

00:20:34: Die sind seit Corona weitgehend stabil.

00:20:37: Geht nach ein paar tausend hoch, paar tausend runter.

00:20:40: Wenn es darum geht, wie viele neue Ausbildungen werden jedes Jahr geschlossen oder begonnen.

00:20:45: Und also auf der Plattform haben wir ein stabiles bis wachsendes Aufkommen an Stellen.

00:20:55: Und auch Suchenden.

00:20:56: und was wir aus unseren Studien sehen ist, dass das Interesse junger Menschen insbesondere an Ausbildung eher wächst als nicht.

00:21:08: Und mit Ausbildung meine ich natürlich wirklich genau dieses deutsche Modell der dualen Berufsausbildung nicht irgendwie mehr.

00:21:18: Ausbildung, um einmal ein Beruf zu machen, was ich neben dem Studium ausgebildet werde, sondern wirklich dieses Modell, duale Berufsausbildung.

00:21:27: Und die Treiber dahinter sind, dass Menschen, glaube ich, erkennen, dass bei allem, was KI gerade verändert, es doch auch Leute gibt, die einfach reale Arbeit tun müssen.

00:21:46: Und die... Gut darin sein müssen, bestimmte konkrete Tätigkeiten auszuführen.

00:21:53: Das ist mal ganz abstrakt zu sagen.

00:21:54: Das sind aber nichts Dinge, die du im Studium lernst.

00:21:57: Im Studium lernst du ja eher so ein abstraktes konzeptionelles Herangehen an die Welt.

00:22:04: Woin gehen du in der Ausbildung?

00:22:05: sehr schnell ja mit wirklich Arbeitsabläufen konfrontiert bist.

00:22:09: Und ich würde daher eher sagen, dass sowas wie KI eher gerade befeuert, dass mehr Menschen sich für eine Ausbildung interessieren.

00:22:18: Und das Studium vielleicht eher so ein bisschen als eine etwas wahrgeizige Wahl nach vorne raus gesehen wird.

00:22:28: Wenn ich mir anschaue, wer wird dem Arbeitsmarkt in Zukunft fehlen, dann würde ich sagen, ist das auch legitim so zu denken.

00:22:34: Das sind tendenziell eher die Berufe, die man über eine Ausbildung erlernt.

00:22:39: Weniger Wirtschaftswissenschaftler, Juristinnen oder gar... Quereinsteigende Geisteswissenschaftler oder Sozialwissenschaftler, wie ich das werde.

00:22:54: Sondern es sind wirklich Leute, die an der Maschine arbeiten, die das, was wir in Corona als Essential Workers kennengelernt haben, machen.

00:23:01: Und das sind tendenzielle Ausbildungsberufe.

00:23:04: Wie ist denn, und ich fühle mich sehr spannend eingeordnet und ich denke, als Vater selber auch immer darüber nach und so, was soll ich meinen Kindern empfehlen?

00:23:12: Also, das ist ein klassisches Studium.

00:23:15: Wahrscheinlich nicht mehr.

00:23:17: Also nicht mehr so wie früher auf jeden Fall.

00:23:20: Wir hatten jetzt in einer Folge meines KI-Podcasts, AI to the DNA, meine Gäste dabei, die beschrieb, wie in den USA, eine neue Form von Schule einzughält.

00:23:32: Also noch nicht groß verbreiten sich Alpha-School, wo jede Form von Wissensvermittlungen von der KI gemacht wird.

00:23:40: Ausschließlich, das heißt, du lernst Mathe mit KI, Physik, Kletters und so weiter.

00:23:45: Die Lehrer sind dazu da, natürlich den einzuordnen, weil sie immer noch die Modelle und hier mal ein Problem, da ein Problem, sind aber im Kern dafür da, mit den Kindern an, ja, Real World Topics zu arbeiten, Social Skills, Musikprojekte, keine Ahnung, nehmen ein Motor auseinander und so weiter.

00:24:07: Ja, spannend.

00:24:08: Sehr extrem.

00:24:09: Also es ist ja so wie so ein Sozialexperiment.

00:24:12: Angeblich extrem gute Ergebnisse.

00:24:14: Ich kenne zufällig zwei Kinder, die in so einer Schule sind.

00:24:17: Die habe ich jetzt aber auch lange nicht getroffen.

00:24:19: Also für mich war das eine Interview, aber von den Heltern habe ich zumindest gehört, dass die super happy damit sind und das ist erstmal das Toil.

00:24:26: Siehst

00:24:27: du

00:24:28: Ausbildungskonzepte, die sich da dramatisch ändern auch in so einer Richtung, wo wirklich auch geschaut wird, die verändern wie die Art von Ausbildung.

00:24:36: muss ja nicht so extrem sein wie jetzt in dem Beispiel, aber tut sich da was, was tut sich da?

00:24:43: Ist es notwendig, ist nicht notwendig?

00:24:45: Ja, ja, das ist notwendig, aufs Zimmer runterzubrechen, nicht nur deshalb, sondern auch weil die Wissensvermittlungen, die ansonsten im theoretischen passiert in den Berufsschulen auch noch unter Druck gerät, weil wir haben Fachkräftemangel nicht nur in den Betrieben, sondern auch an den Berufsschulen.

00:25:03: Und damit gerade neue Formen des Lernens in der Ausbildung auch in der Betrieblichen Teil der Ausbildung immer relevanter werden.

00:25:12: Schwesterfirma, für die ich innerhalb von Mbrace, also dem HR Tech Unternehmensvehikel von Bertelsmann, auch verantwortlich bin, heißt Vokanto und ist für eine Vielzahl an Berufen, würde ich sagen, die qualitativ hochwertigste Instanz, was Ausbildungsinhalte angeht, vollkommen dafür gemacht, damit die Azubis während der Ausbildung eigentlich auf Berufsschulniveau ihre Ausbildung selbst machen können und nochmal nachvollziehen können und theoretisch unterstützen.

00:25:47: Und die Rolle des Ausbilders verändert sich dann fast, also ich möchte jetzt noch nicht so weit wie du das jetzt bei der Alpha School beschrieben hast, aber wird natürlich zunehmend dann mehr zum Coach zu jemanden, die das gelernte einordnet, irgendwie den Transfer in die Praxis wirklich nochmal sicher stellt.

00:26:09: Das heißt, es ist nicht nur KI, sondern es sind auch exogene Faktoren, die die Unternehmen dazu bringen, mehr zu investieren in Learning ihrer Azubis und dann aber auf eine neue Art und Weise.

00:26:25: Und bei den Unternehmen selbst?

00:26:28: Die gibt man ein bisschen Einblick in die Zahlen, weil die Lücke ist ja doch relativ gewaltig von wie viele Stellen.

00:26:33: Also du hast zwar gesagt, bleibt recht stabil, aber ich glaube in wenigen Jahren reden wir von, ich habe immer so eine Zahl im Kopf, sechs und ein halb, sieben Millionen Fachkräfte, die dann fehlen.

00:26:44: Und viele sagen, ich habe ein Problem, ich mach dann die KI.

00:26:46: Ich bin wirklich tief drin in den Themen und sag, du rein, für ist das nicht.

00:26:51: Aus diversen Gründen plus... Es wird halt in dem Bereich definitiv, kann ich sagen, nicht in den Unternehmen ausgebildet, sondern die jungen Leute, die es machen, die springen rein und sind zusehend die AI-Natives, die sagen, ja, ich weiß jetzt, wie es geht, aber es ist nicht so, dass das... so extrem aus den Unternehmen geprägt wird.

00:27:13: Aber gerade diese Zahl stimmt die?

00:27:16: Sechseinhalb, sieben Millionen?

00:27:17: Ja,

00:27:17: bis zwanzig dreißig ist das der Blick.

00:27:19: Offizielle Zahlen bis zwanzig... ...doppelte Zahlen, das sind die Boomer Generation, die dann rausgeht.

00:27:26: Bis zwanzig neununddreißig... ...doppelte Zahl, das heißt dreizehn Millionen

00:27:30: Fachkräfte.

00:27:31: Die, die einfach rausgehen.

00:27:33: Also so viel Aktivrente kannst du halt nicht machen.

00:27:37: Dass die noch weiter machen.

00:27:40: Und das ist die anzahlmäßig größte Kohorte im Arbeitsmarkt.

00:27:45: Keine Kohorte danach ist nur annähernd so groß.

00:27:48: Und die gerade nachwachsende Schülergerinnation schon mal gar nicht.

00:27:52: Gibt man einen vergleich großen Ordnung, wo wir uns da bewegen?

00:27:54: Also da will ich jetzt immer das Asylzahlen irgendwie beisammen.

00:27:59: Da wischte mich gerade blank.

00:28:00: Also, da möchte ich, bevor ich jetzt quatsch rede, das nachvollziehen.

00:28:03: Aber wenn du, aber... Aber

00:28:04: also... Also, der Workforce ungefähr sind die Boomer.

00:28:08: Okay.

00:28:09: Der Rest verteilt sich dann, ne?

00:28:13: Aber gerade ist in dieser Alterspyramide, die man so kennt, sind wir in der sehr schmarren Teil hier.

00:28:22: Und das abgesehen mal davon, dass das ja auch das Potenzial ist, dass den Betrieben als Potenzial überhaupt zur Verfügung steht, dass die Leute die möglicherweise bei ihnen eine Ausbildung beginnen und damit der Weltbewerb um diese Talente sich auch noch mehr intensiviert.

00:28:42: Kommt genau das dazu, was du gesagt hast.

00:28:46: So viel KI-Produktivität in allen Bereichen quer durch die Bank wirst du sicher nicht heben können auf die Zeit.

00:28:53: Wenn ich mich nicht aus dem Fenster was Robotics da macht.

00:28:56: Aber, jetzt sind sich die sechs und halb.

00:28:58: Das werden wir nicht einfach mit K.I.

00:28:59: auffangen können.

00:29:01: Nein, zumal.

00:29:03: Also hast du ja gerade auch von Berufen gesprochen, die halt auch noch, also wo wirklich einfach handwerklich an anderer Stelle gearbeitet wird, hast du da nochmal einen Einblick in, also wenn du sagst, es ist weitgehend stabil, ist da auch die Verteilung der Berufstypen stabil oder hat sich da was verändert oder verändert sich da was?

00:29:20: Weil das ist ja häufig so eine Klage, die man hört zu ihr an die Jungen, die wollen nicht mehr so arbeiten, die haben nicht so Lust, die haben so schnell wieder Anforderungen.

00:29:25: Stimmt das dann so durch die Bank weg oder?

00:29:28: Nein, das stimmt nicht.

00:29:31: Um es mal klar zu sagen, natürlich ist da eine Generation, die gerade anders sozialisiert ist am Start.

00:29:39: Man kann das nutzen, um sozusagen Zeiträume zu benennen.

00:29:42: Generation Z ist Zeiträume x, y. Aber das ist eine allgemeine Zuschreibung für ein Charakteristik, davon halte ich nichts.

00:29:51: Aber das sind natürlich, also die ab zwanzig zehn geborenen Menschen sind einfach Menschen.

00:29:57: die nativ aufgewachsen sind mit digitalen Minis.

00:30:00: Es gab nie eine Zeit in ihrem Leben, in der das nicht voll in der Breite verbreitet war.

00:30:04: Und sich dann natürlich auch soziale Mechanismen rausgebildet haben.

00:30:09: Wie beispielsweise, dass ich mit Stars einfach chatten kann.

00:30:13: Ein Lieblingsbeispiel, das jetzt schon echt lange her ist, aber Barack Obama, der sich auf Reddit in so einem Ask Me Anything Format damals zwei Stunden lang gesetzt hat.

00:30:21: Und wenn ich mal weiß, dass ich mit den mächtigsten Menschen der Welt einfach da in Kontakt trinken kann.

00:30:26: Who the fuck is my chef, dass ich mit dem nicht einfach mal irgendwie reden kann.

00:30:32: Und das ist natürlich eine Geisteshaltung, die ganz normal geworden ist in dieser Generation, dass die Distanz von Hierarchie sich irgendwie komisch anfühlt.

00:30:46: Und da gibt es noch ein paar andere Facetten, Geschwindigkeit und Verbindlichkeit von Kommunikation, ist so eines davon, die Art und Weise, wie kommuniziert wird in Unternehmen, wo alte Strukturen und neu gelerntes Clashen, also das sehe ich schon, die genannte

00:31:02: Facetten.

00:31:03: Ich habe eine Idee, wo du hin willst, aber gebräuchte mir ein paar konkrete Beispiele aus deinem Alltag, wo du sagst, das kriegst du mit und das Clashet obwiesli aufeinander, man könnte es eigentlich... vielleicht besser lösen, als man es macht.

00:31:18: Ja, ich glaube, da ist auch nicht das Neue immer das Bessere.

00:31:22: Aber also denk an die Diskussion über Social Media und Handys und so weiter und was das einfach macht mit der Kommunikation in bestimmten Altersgruppen oder jetzt bei jungen Menschen und das sind ja die, die dann eins zu eins direkt in die Ausbildung gehen.

00:31:39: Da wird jedes Problem über WhatsApp diskutiert und gelöst.

00:31:42: Vielleicht noch in der Sprache, oder wie auch immer.

00:31:45: Und ich glaube nicht, dass sich jedes Thema bestmöglich in einer WhatsApp lösen lässt.

00:31:52: Ich glaube schon, dass manche auch face-to-face Modelle durch aus einer Berechtigung weiterhin haben.

00:31:58: Aber das ist was Verbindlichkeit von Absprachen, sondern andere Geschichte, die... Boah, jetzt... Jetzt drohe ich aber ganz doll abzusinken in so eine Oper erzählt vom Krieg-Ecke.

00:32:13: Auch ich kenne noch die Zeit in der man sich verabredet hat und dann war man irgendwie unterwegs und es gab keine Möglichkeit jemand anderen zu erreichen.

00:32:22: Gen Z Clash, Clash ist ja auch mit uns.

00:32:24: Das ist ja dann total okay und ich freue mich dann halt so... Auch wir müssen ja in unseren Unternehmen dafür sorgen.

00:32:30: Jetzt kannst du sagen, du bist ja Chef und du hast gesagt, du hast gelernt auf Augenhöhe und dein Opa sagte mit dem Gefreiten, mit dem General, je nachdem, das ist ja total legitim.

00:32:38: Genau,

00:32:38: aber wenn ich sage neun Uhr, dann ist bitte auch neun Uhr.

00:32:42: Und das ist etwas da, gleich schon Lebensrealitäten.

00:32:47: Eigentlich waren wir bei dem Punkt, ich bin gar nicht dabei, sozusagen die Generation Z ist nicht anspruchsvoll oder das ist nicht anspruchsvoll, das zu organisieren, dass das miteinander funktionieren kann.

00:32:58: Aber ich würde nicht sagen, dass diese Generation erstmal per se problematisch ist.

00:33:07: Sondern es ist, wie bei jedem, du musst dich halt neu einstellen.

00:33:11: und die Frage ist eben, das war mir nicht klar, dass die Boomer Generation so viel Anteil ausmacht am Arbeitsmarkt, also dass das so ein großer Share ist, der dann quasi auch nachher raus ist oder wo die Lücke da ist.

00:33:25: Und das ist denn jetzt sowieso notwendig, dass man eben über mehrere Generationen sich dann auch entsprechend organisiert.

00:33:32: Ja, und wir waren ja gerade eigentlich dabei, wenn wir ein Thema wollen, die eigentlich nicht mehr arbeiten und haben die noch ein Interesse an dem, was wir eigentlich wirklich brauchen.

00:33:40: Und da will ich sagen, also da haben wir gerade einen Haken gemacht, das ist nicht die Generation, das ist das Problem.

00:33:43: Und wenn ich mir auch unsere Studien anschaue, haben wir jedes Jahr den Azubi-Report.

00:33:48: dann sind ja die Einstellungen vollkommen okay, würde ich nur sagen, an das Arbeit angeht.

00:33:52: Da beschweren sich Ausbilder immer, aber gab es ja schon bei den Griechen.

00:33:59: Was wir sehen ist, und da ist, glaube ich, Corona, der große Katalysator geworden, dass diese Essential-Workers-Berufe gerade Pflege deutlich an Prästischgewinn verzeichnen, so in der letzten Zeit.

00:34:13: Soziale Berufe.

00:34:15: Also das finde ich ganz beruhigend zu sehen.

00:34:17: Das ist positiv,

00:34:17: ja.

00:34:18: Also hatte ich gar nicht so einen Schirm, okay.

00:34:22: Ansonsten sind die Muster weitgehend stabil über die Zeit.

00:34:26: Interessant wird zu sehen, wie so ein Handwerk sich empfiehlt, glaube ich.

00:34:33: Interesse ist da.

00:34:35: Und auch so wenn wir fragen nach Dingen, warum sich Menschen für eine Ausbildung entscheiden, gar nicht in so einer Branche oder so, dann sind das oft wirklich mich da praktisch arbeiten.

00:34:45: Und in Zukunft gibt es natürlich auch einen Blick, wird sich meine Arbeit durch KI verändernder, kriegen wir ganz klare Antworten zurück, alle sehen das.

00:34:56: Und es macht auch ein bisschen Angst.

00:34:58: Und deswegen glaube ich sehr daran, dass das Handwerk zu Strom verzeichnen wird in der nächsten Zeit.

00:35:07: Wenn Sie es richtig anstellen und wie

00:35:09: würde man es richtig anstellen.

00:35:10: Ich glaube insbesondere ist das Thema Kultur im Handwerk schon noch eins was was schwierig ist.

00:35:18: Gerade in gewerblich technischen oder handwerklichen Bereichen halten sich doch noch so alte Ausbildungsmuster, leer Jahre sind keine Herren Jahre und so weiter doch noch viel stärker und das.

00:35:30: Mit dem Zeitgeist, den wir heute haben, aber auch mit einer Anspruchshaltung von jungen Menschen, wie sie auf die Berufsleben gucken, ist das schwierig.

00:35:39: Ein Punkt, der aber jungen Menschen einfach wichtig ist, wichtiger auch noch als vor der Pandemie, ist das ganze Thema Sicherheit.

00:35:49: Und es überrascht ja auch überhaupt nicht.

00:35:52: Du hast dann auch eine Pandemie gehabt, du hast einen Ukrainekrieg gehabt, du hast irgendwie Rezession in Deutschland gehabt, du hast erstarken von rechts gehabt.

00:36:00: Klimawandel auch noch ein bisschen.

00:36:03: Egal wo du hinkriegst, ist ja gerade Krise.

00:36:05: Und dass man in so einer Welt sagt, okay, ich möchte jetzt nicht noch den... Also Selbsterfüllung ist mir irgendwie gar nicht mehr so wichtig im Beruf, sondern Sicherheit und stabiles Gehalt.

00:36:15: Das sind so dominierende Faktoren gerade.

00:36:18: Für Ausbildungsbetriebe muss man sagen, ist das eher gut, weil das sind glaube ich Dinge, die man bei einer Ausbildung schon in die Waagschale werfen kann, um Leute für sich zu gewinnen.

00:36:26: Aber für das jetzt zu bestimmten Auswirkungsberufen, wo du sagst, da gibt es, weiß ich nicht, eine Verbeamtung oder ein anderes sicheres Netz oder wo man drauf guckt.

00:36:35: Also, seht ihr da was?

00:36:37: Oder weil du sagst, das ist weitgehend stabil?

00:36:39: Na, das sehe ich jetzt in den Daten noch nicht so sehr, aber ich glaube, die Unternehmen oder Institutionen, die... Es ist einerseits schaffen sich so zu positionieren, die klar machen, das ist schon interessant, aber gleichzeitig kommt es mit einer anderen Perspektive von Sicherheit, die dann aber auch Fakten schaffen und auszubildenden berufliche Karriere nach hinten raus auch ermöglichen.

00:37:03: Die werden es tendenziell leicht haben, diesen Nerv der Zeit zu treffen.

00:37:08: Du hast noch ein Haufen anderer Probleme, du hast regionale Probleme, Leute zu finden, du hast Passungsprobleme auf unterschiedlichen Ebenen.

00:37:16: Und dann musst du ja auch noch eine ordentliche Ansprache machen und so weiter.

00:37:19: Es ist auch handwerklich einfach schwierig, junge Menschen zu erreichen, da wir unterstützen werden nun auch.

00:37:25: Aber prinzipiell ist das Produkt, dass sie anbieten mit der Ausbildung eins, das gerade auf fruchtbaren Boden vereint soll.

00:37:34: Ihr

00:37:34: habt lange in der Schweiz gelebt und habt wahrgenommen, dass dort Also jetzt aber auch, wie du es gesagt hast, immer leicht ein bisschen gefärbt natürlich, denn von einer eigenen Warnung und Perspektive, aber damals war es so wahrgenommen, da war jetzt auch ein paar Tage hier gute zwanzig Jahre, da war nicht jeder Jugendliche, ich muss Matura machen und ein Studium, sondern da war es total normal, dass du dann in eine Ausbildung oder in einen Fachberuf gegangen bist oder ähnliches.

00:38:00: Und ich habe es auch so wahrgenommen, dass das als sehr... wertschätzend insgesamt wahrgenommen wurde.

00:38:06: Du hast jetzt erwähnt, dass bestimmte Berufsgruppen seit Corona da mehr ansehen haben.

00:38:12: Ist das insgesamt jetzt der Trend auch bei Ausbildungsberufen und siehst du das für die Zukunft ähnlich, dass man sagen kann, vielleicht wandelt sich da die Wahrnehmung, die wir hatten?

00:38:19: Also weil hier war, hier habe ich es eher gefärbt, lange Zeit so wahrgenommen, die wir studiert haben und so weiter.

00:38:24: Ja, wir sehen schon in verschiedenen Zahlen und Studien, dass sowohl das Interesse unter Abiturientinnen auch steigt, eine Ausbildung zu machen.

00:38:36: Und auch in der Realität, dass inzwischen so um die dreißig Prozent der Abiturientinnen auch tatsächlich eine Ausbildung starten.

00:38:46: Warum das dann so genau ist?

00:38:47: Also vor zwanzig Jahren, als ich irgendwie mehr als ich vor der Wahl stand, wollte ich auch zuerst eine Ausbildung machen.

00:38:56: Mir war klar, dass ich danach studiere.

00:38:58: Aber ich wollte erst mal sozusagen was in der Tasche haben, meine Eltern mir davon abgeraten.

00:39:03: Und dieses Motiv gibt es natürlich, und gerade wenn es um Sicherheit geht, ist das, glaube ich, eins das zunimmt.

00:39:12: Dann nimmt auch duales Studium zu, wo ja Ausbildungen und Studium kombiniert werden.

00:39:16: Also es gibt unterschiedliche Treiber dahinter, aber prinzipiell ist eine Ausbildung auch für Abiturienten schon attraktiv.

00:39:23: Und dann habe ich noch eine Frage, die mich umtreibt, eher aus ganz egoistischer Arbeitgebersicht.

00:39:28: Wenn du sagst, naja, also es liegt halt auch an den Betrieben, die ausbilden, was macht attraktiv was nicht?

00:39:35: Wie setzt man sich da ab?

00:39:36: Wie sorgt man dafür, dass man eben auch wirklich dann die besten Azubis bekommt?

00:39:42: Was muss ein Arbeitgeber machen, um attraktiv zu sein für Azubis?

00:39:45: Damit es eben nicht diesen Clash gibt, wo du sagst, ja, da haben eigentlich relativ viele Stellen, die zur Verfügung stehen.

00:39:50: Du

00:39:50: hast so eine Steilvorlage, um jetzt hier ein Werbe-Pitch zu machen.

00:39:52: Kannst du machen?

00:39:54: Das kannst du machen.

00:39:55: Und das ist okay.

00:39:55: Ihr seht mich wirklich.

00:39:56: Sonst wärst du auch nicht hier.

00:39:58: Okay, dann lass es mich einmal kurz sagen.

00:40:00: Also der Quick-Win ist natürlich mit uns von Embrace Young Talents zusammenzuarbeiten und Star-Flex-Ausbild-Region, wo Kanto gemeinsam zu buchen.

00:40:06: Er kann nichts mehr schiefgehen.

00:40:09: Aber wenn es aus Gründen noch ein bisschen mehr sein soll.

00:40:17: als dieses absolute Minimum dessen, was man tun müsste, um erfolgreich zu sein.

00:40:21: Dann sind es leider keine schnellen Antworten.

00:40:26: Es steht und fällt, und das sage ich auch vordränglich dazu halte auch regelmäßig, es steht und fällt mit der gelebten Unternehmenskultur und damit, wie ich auszubildende im Betrieb wahrnehme, wie ich Sie einbinde, wie ich sie wertschätze.

00:40:46: Auch hier könnte man wieder die Augenhöhe mit reinnehmen.

00:40:49: Welche Perspektive ich Ihnen nachher gebe, ob Sie eine gute Erfahrung machen in der Ausbildung.

00:40:56: Es gab Zeiten, da haben wir in unseren Studien gemessen, dass jedes Lehrjahr das Auszubildende weiter fortschreiten, die zufriedenheit in der Ausbildung abnimmt.

00:41:08: Und dann haben wir eine Korrelation gemacht, zu der Frage, würdest du deinen Betrieb weiter empfehlen?

00:41:15: Und oh Wunder, manchmal ist es ja gar nicht so, so viel Rocket Science.

00:41:19: Je weniger zufrieden, umso weniger war die Weiterempfehlungsquote.

00:41:25: Das hat sich geändert.

00:41:26: Ich glaube, das sehen wir, dieses Muster sehen wir nicht mehr so.

00:41:31: Ich glaube, Unternehmen werden besser darin auszubilden, wirklich als Teil des Teams ernst zu nehmen.

00:41:39: sind heranzuführen an wirklich ernsthafte Aufgaben.

00:41:45: Sie auch gut zu begleiten in der Ausbildung.

00:41:47: Wir sehen, dass die Investitionen in i-Learning zunehmen, dass Wertschätzung ihnen gegen gebracht wird, auch materiell und vor allem auch eine Perspektive nach hinten.

00:41:55: Und ich glaube, wenn das steht, dann kann man sich natürlich über Kampagnen Gedanken machen.

00:42:02: Da würde ich sagen, mach mal, achtzig Prozent irgendwie das, was wirklich zählt, eine gute Website, eine gute Präsenz auf den großen digitalen Plattformen, die es rund um die Ausbildung gibt.

00:42:12: Und zwanzig Prozent kümmere dich mal darum, dass du da noch irgendwie Sachen ausprobierst, irgendwie Social Media.

00:42:20: Aber wenn Social Media nicht deins ist, dann gehen die Schulen oder bieten Event-Formate an.

00:42:29: Da gibt es nicht die eine Silver Bullet.

00:42:33: Wenn es eine gäbe, dann wäre es auf jeden Fall das Thema Schülerpraktikum.

00:42:38: Wer das nicht anbietet, der vertut, glaube ich, eine extrem gute Chance, wirklich passende Azubis daran zu züchten über die Zeit.

00:42:46: Um möglichst früh zu erreichen und mal enorm aufzuhören.

00:42:51: Ja, und man hat über das Schulpraktikum ein paar Effekte.

00:42:57: Du hast eine Selbstkontakt zum Talent, von dem du ziemlich genau weißt, passt es oder passt es nicht und andersrum auch.

00:43:04: Das heißt, wenn du dieser Person in den zwei Jahren, wenn du einen ausbildenden Suchsten-Angebot machst, dann gibt es noch Chancen, dass sie sich umguckt.

00:43:13: Aber Chance is a real, dass die dann so sagt, okay, da weiß ich schon, was ich hab und das finde ich doch cool.

00:43:20: Und du hast den zweiten großen Effekt, das ist so ein World of Mouse-Effekt, der sich damit natürlich einstellt.

00:43:25: Haben die Leute ein gutes Schüler-Praktikum, dann erzählen sie dann ihren Klassen davon und ins Sportverein und so weiter.

00:43:32: Deswegen sind es wirklich ein paar Oldschool-Dinge, auf die ich dann setzen würde.

00:43:40: Gleich geht es weiter mit On the Way to New Work.

00:43:43: Aber hier kommt unser Werbepartner für diese Woche.

00:43:45: Kennt ihr das?

00:43:46: Ihr sucht noch ein Event, das euch wirklich weiterbringt, nicht nur im Job, sondern auch persönlich.

00:43:50: Eines, das euch inspiriert und mit echt guten Erkenntnissen voranbringt.

00:43:53: Ich glaube, ihr wisst schon, wovon ich spreche.

00:43:55: Ich spreche von einem der wichtigsten Events des Landes, die OMR.

00:44:00: Wohl im Air-Festival ist eines der größten Events für Digitales und Online-Marketing in ganz Europa mittlerweile.

00:44:06: Hier in Hamburg treffen sich die klügsten Köpfe unserer Branche für zwei Tage voller inspirierender Vorträge.

00:44:11: Diskussion und praktische Learnings, über achthundert Speaker-Innen, darunter Namen wie Pip Glockner und Meredith Whitaker, aber auch bekannte Persönlichkeiten wie Tom Brady.

00:44:20: Also es ist wirklich wirklich spannend, ich habe schon diverse YouTube-Videos von der OMR gemacht, könnt ihr mal bei mir im Channel gucken, lohnt sich.

00:44:25: Es ist wirklich ein Highlight.

00:44:28: Also beeindruckend dazu.

00:44:29: Tausend Ausstellende auf der Expo von internationalen Tech Giganten bis hin zu Start-up-Style.

00:44:35: kennen müsst.

00:44:36: Also bei der OMR dreht sich alles um Networking, Praxismehrwert und natürlich gibt es auch ein verdammt gutes Festival-Feeling am Abend.

00:44:43: Die perfekte Mischung aus Weiterbildung, Inspiration und einzigartigen Entertainment.

00:44:47: Falls ihr dabei sein wollt, habe ich was für euch.

00:44:48: Sichert euch jetzt den OMR-Sixundzwanzig-Festival-Pass zum Early-Bird-Preis.

00:44:53: Mit dem Code NEWWORK-EIN-Hundert spart ihr hundert Euro Netto auf den regulären Ticketpreis.

00:44:59: bis zum achtundzwanzigsten Februar könnt ihr euch diesen Vorteil sichern.

00:45:04: Den Link dazu findet ihr in den Show Notes.

00:45:06: und jetzt viel Spaß mit dem Rest von On The Way To New Work.

00:45:13: Ja, es ist spannend, weil das an die eigene Nase gefasst, häufig so ein Ding.

00:45:17: Ich werde sehr häufig gefahren, Mensch, können bei uns die Kids in Praktikum machen und ähnliches.

00:45:21: Wir haben sehr viele oder häufig Schülerpraktikanten da, aber ich habe das nie proaktiv mit eingebaut, obwohl ich selber über Praktika sehr, sehr, sehr viel Erfahrung gemacht habe.

00:45:30: Da braucht es das Unbezahlte.

00:45:33: würde Felix noch mal eine Ausbildung machen und steht am Anfang, welche würdest du heute machen und warum?

00:45:40: Das ist ganz einfach, weil ich das schon als mein Plan B in der Tasche habe.

00:45:47: Ich werde Schreiner.

00:45:49: Schreiner, Tischler, Regional wie auch immer.

00:45:50: Aber ich habe richtig, richtig Lust Sachen mit Holz zu machen.

00:45:56: Ich kann das nicht, aber dafür ist eine Ausbildung da.

00:46:00: Aber wenn irgendwie Plan A das Ding mit dieser CEO-Kiste irgendwie nicht mehr ist, dann ob ich es wirklich tue.

00:46:12: Letztens hat mir jemand noch gesagt, und das reizt mich fast noch mehr, aber es ist neue Art, deswegen trau ich mich nicht, dass jetzt Platz eins, letztendlich ein Forst wird.

00:46:20: Das wäre ähnlich.

00:46:21: Auch Holz, auch Motorsäge allerdings.

00:46:24: Das ist schon cool.

00:46:25: Viel draußen.

00:46:27: Schreiner, ja, aber es macht was mit mir.

00:46:30: Ich habe im Sommer im Kinderzimmer den Schreibtisch verbaut und verbunden mit dem Gesamtbereich und alles und so.

00:46:40: Das macht er halt Bock, aber die ist das selbe an der Sitze überlegen, welches Holz, welche Tür.

00:46:47: Und es ist ganz okay geworden, aber da geht was.

00:46:49: Insofern, und du hast ja recht, dafür ist ja eine Ausbildung da, das dann zu lernen.

00:46:54: Das ist ja das Spannende.

00:46:55: Selbst wenn man sagt, ich Kann das noch nicht?

00:46:59: Dann darf ich die Frage stellen, die quasi den Bogen schließt zum Einstieg.

00:47:05: Und vielleicht geht das aber in die niedliche Richtung.

00:47:08: Du kannst das sehr beoffen haben, wenn du möchtest.

00:47:10: Wo möchtest du noch hin?

00:47:14: Tja, das wirklich privilegierte an meiner Arbeit ist.

00:47:21: Ich habe das gar nicht so aktiv gesucht.

00:47:22: Also es war nie mein Lebenstraum, mal irgendwie ein Angebot für Ausbildungsbetriebe irgendwie zu machen.

00:47:27: Aber ... Es kommen ein paar Sachen zusammen in meinem Job.

00:47:34: Das eine ist, ich habe ein wahnsinnig tolles Team und eine tolle Firma.

00:47:39: Ich habe ein Geschäftsmodell, das mir erlaubt, ärgerlich zu sein und ambitionierte Ziele zu setzen und gleichzeitig weiß ich, dass wenn ich das richtig gut mache, dann helfe ich jungen Menschen dabei eine Ausbildung zu finden und irgendwie einen Start ins Buchsleben zu machen, der besser passt als hätte es uns nicht gegeben.

00:47:58: Das finde ich unglaublich privilegiert.

00:48:01: Wenn ich also sagen müsste, wo will ich noch hin?

00:48:06: Wir bauen gerade etwas, das es so noch nicht gibt, nämlich für Ausbildungsbetriebe eigentlich das führende Ökosystem, um von vorne bis hinten das Thema Ausbildung in den Griff zu kriegen.

00:48:18: Und das will ich groß

00:48:19: machen.

00:48:21: Ja, ich fühle das, wie du das erzählst und hier sitzt.

00:48:24: Und wenn das nicht sein sollte, dann hast du ja den

00:48:27: Plan

00:48:28: B in der Tasche.

00:48:29: Und dann sehen wir uns bei der Schreinerlehre.

00:48:34: Vielen

00:48:35: Dank.

00:48:39: Bei dieser Folge wäre ich sehr gern dabei gewesen.

00:48:41: Der Gast ist mir seit vielen, vielen Jahren bekannt.

00:48:45: Nicht persönlich, aber ich verfolge seine Arbeit und andersrum.

00:48:50: Und ja, ich habe eine langjährige Bindung mit Bertelsmann.

00:48:55: Ich habe dort mal gearbeitet, wir haben verschiedene Kampagnen zusammen gemacht.

00:48:57: Du bist Deutschland, ist von Bertelsmann initiiert worden, die Kampagne, die ich in meiner Agentur mit umsetzen durfte.

00:49:04: Und ja, heute darf ich als Leadership Coach und Trainer für das Unternehmen arbeiten.

00:49:09: Von daher immer großes Interesse und Felix macht wirklich großartige Arbeit und ich habe die Folge mit großer Spannung gehört.

00:49:18: Fünf Learnings habe ich mitgenommen.

00:49:19: Erstens, Berufsorientierung ist keine Frage von Motivation, sondern von Struktur.

00:49:23: Junge Menschen wollen arbeiten.

00:49:25: Das ist auch das, was ich immer wieder mit Oscar bei Suma feststelle.

00:49:29: Aber sie brauchen Orientierung, echte Einblicke und ehrliche Angebote.

00:49:32: Und Ausbildung funktioniert dort, wo das greifbar wird.

00:49:35: Zweitens.

00:49:36: Augenhöhe ist kein Wohlfühlkonzept, sondern Führungsarbeit.

00:49:39: Menschen ernst zu nehmen, heißt nicht, sie zu überfordern.

00:49:41: Und gute Führung balanciert Nähe, Verantwortung und auch Schutzräume gerade bei jungen Talenten.

00:49:47: Drittens.

00:49:48: KI setzt keine Fachkräfte.

00:49:49: Sie verschiebt Wertschöpfung.

00:49:52: Ich hoffe, dass er damit recht hat.

00:49:53: Gerade Ausbildungsberufe gewinnen an Relevanz, weil reale Arbeit handwerkliche Kompetenz und Verantwortung nicht einfach automatisiert werden können.

00:50:01: Den Teil den glaube ich auf jeden Fall und den ersten den hoffe ich, so wie er.

00:50:04: Viertens.

00:50:04: Kultur, schlicht Kampagne.

00:50:07: Azubere Coding scheitert selten an Reichweite, sondern fast immer an Haltung und wer Ausbildung ernst nimmt, integriert, begleitet und bietet auch Perspektive.

00:50:15: Fünftens, Sicherheit ist das neue Stab zum Bullen.

00:50:18: In einer Welt voller Krisen suchen viele junge Menschen Stabilität und Ausbildung kann genau das bieten, wenn Betriebe bereit sind, sie als Investitionen zu verstehen, nicht als Pflicht.

00:50:28: Ein Gespräch, das mir zeigt, die Zukunft der Arbeit entscheidet sich nicht in Buzzwords, sondern in Betrieben, in Schulen, an Universitäten und an Führungshalterung.

00:50:38: Und Felix und Christoph, vielen, vielen Dank für diese Folge und euch, liebe Zürcherinnen und Zürcher.

00:50:45: fürs zuhören.

00:50:46: Wir wünschen euch eine schöne und erfolgreiche Woche.

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