#535 Mirko Korder | Geschäftsführer Inklusionsfit und Potenzial Pioniere | Inklusionsgestalter | Speaker

Shownotes

Unser heutiger Gast hat früh lernen müssen, was es heißt, mit Rückschlägen zu leben und daran zu wachsen.

Er verlor früh beide Eltern, überlebte im Alter von 13 Jahren einen Starkstromunfall nur knapp und lebt seitdem ohne Beine und ohne rechten Arm.

Später folgte die Diagnose eines unheilbaren Lymphdrüsenkrebses.

Doch auch diese Herausforderung hat er überlebt. Heute ist er Unternehmer, Speaker und einer der bekanntesten Inklusionsgestalter Deutschlands. Mit den Potenzial Pionieren und dem Inklusionsfit Institut begleitet er Unternehmen, Kommunen und Organisationen, die Inklusion nicht nur als Haltung verstehen wollen, sondern als strategisches und wirtschaftliches Handlungsfeld. Sein Weg führte vom internationalen Rollstuhlbasketball bis an die Spitze der Rhine River Rhinos, die er heute als Geschäftsführer leitet.

Seine Botschaft ist klar: Inklusion funktioniert, wenn wir bereit sind, uns ehrlich zu begegnen: ohne Zwang, ohne Mitleid, sondern mit gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. MT Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. In über 500 Episoden mit fast 700 Persönlichkeiten haben wir darüber gesprochen, was sich verändert hat und was sich weiter ändern muss. Was können wir von Menschen lernen, die durch extreme Erfahrungen eine ganz andere Perspektive auf Leistung, Gesundheit und Sinn im Berufsleben mitbringen?

Wie gelingt echte Inklusion, jenseits von Symbolik, mit klaren Konzepten und betriebswirtschaftlicher Relevanz?

Und was braucht es, damit Unternehmen Inklusion nicht als Pflichtaufgabe sehen, sondern als Chance? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näher bringen.

Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work: heute mit Mirko Korder.

Und ein besonderer Dank geht an David Hillmer vom Podcast Unboxing New Work, der uns zusammengebracht hat.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Unser heutiger Gast hat früh lernen müssen, was es heißt mit Rückschlägen zu leben und daran zu wachsen.

00:00:06: Er verlor früh.

00:00:07: beide Eltern überlebte im Alter von dreizehn Jahren ein Starkstromunfall nur sehr knapp und lebt seitdem ohne Beine und ohne Rechnarmen.

00:00:18: Später folgte die Diagnose eines unheilbaren Lymphdrüsenkrebses doch auch diese Herausforderung hatte er überlebt.

00:00:26: heute ist der Unternehmer Speaker und einer der bekanntesten Inklusionsgestalter Deutschlands.

00:00:32: Mit den Potenzialpionieren, dem Inclusionsfit-Institut begleitet der Unternehmen, Kommunen und Organisationen die Inklusion nicht nur als Haltung verstehen wollen sondern als strategisches und wirtschaftliches

00:00:44: Handlungsfeld.

00:00:46: Sein Weg führte vom internationalen Rollstuhlbasketball bis an die Spitze der Ryan River Rhinos, die er heute als Geschäftsführer leidet.

00:00:55: Seine Botschaft ist klar Inklusion funktioniert, wenn wir bereit sind uns ehrlich zu begegnen.

00:01:00: Ohne Zwang ohne Mitleid sondern mit gegenseitigen Respekt und der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.

00:01:08: Seit mehr als acht Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage wie Arbeit den Menschen stärkt statt ihn zu schwächen?

00:01:14: In über fünfhundert Episoden mit fast siebenhundert Persönlichkeiten haben wir darüber gesprochen was sich verändert hat und was ich weiter ändern muss.

00:01:22: Was können wir von Menschen lernen, die durch extreme Erfahrungen eine ganz andere Perspektive auf Leistung, Gesundheit und Sinn im Berufsleben und dem Leben mitbringen?

00:01:32: Wie gelingt echte Inklusion?

00:01:34: jenseits von Symbolik mit klaren Konzepten und auch mit betriebswirtschaftlicher Relevanz.

00:01:39: Und was braucht es damit?

00:01:40: Unternehmeninklusion nicht als Pflichtaufgabe sehen sondern als Chance?

00:01:45: Fest steht!

00:01:46: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderung brauchen wir neue Impulse.

00:01:50: Wir suchen weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen die uns dem Kern von New Work näher bringen.

00:01:58: Dabei hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage ob wirklich alle Menschen das finden und leben können was sie im Innersten wirklich wirklich wollen.

00:02:07: Ihr seid bei On The Way To New Work heute mit Norco Corder.

00:02:30: Bevor es losgeht ein ganz besonderer Dank geht an David Hilmer vom Podcast Unboxing New Work der uns zusammengebracht hat.

00:02:39: Herzlich willkommen!

00:02:41: Ja, danke dass ich hier sein darf.

00:02:43: Hallo?

00:02:44: Es ist so schön, dass wir das hingekriegt haben endlich.

00:02:47: Wir sind schon ganz lange im Austausch und das werdet ihr lieber hören oder nicht hören weil wir geschnitten haben.

00:02:53: Christoph und ich haben wahrscheinlich acht mal ansetzen müssen, weil wir beide uns so doll freuen und so aufgeregt auch ein bisschen sind, dass jetzt mit dir machen.

00:03:01: Und wir fangen mal an ruhig mit der Frage aller Fragen die wir unseren Gästen ja immer stellen Wie bist du der Mensch geworden, der du heute bist?

00:03:11: Ich habe noch ein Gedanken, bevor du loslegst.

00:03:14: Der letzte Satz war nämlich wer das will was er wirklich wirklich will und ich sage das jetzt mal ganz stumpf und so platt weil ich bereite mich ja nie auf die Folgen vor wenn du dabei bist.

00:03:24: Das heißt ich kam komplett blank.

00:03:27: Mirko ist hier mit Kamerateam und Rollstuhl bei einem Schneetag vor des Studiogekommens alles, aber nicht inklusiv in diesem Gebäude.

00:03:37: Nothin!

00:03:38: Diverse Treppen und du hast dich halt selber Treppe für Treppe hochgearbeitet?

00:03:45: Und du sagst, das ist die Motivation.

00:03:47: ich will das wirklich, wirklich.

00:03:48: und dieses simple Ich will es wirklich im Alltag so eine vermeintlich simple Sache, die man übersieht Das ist für mich schon... Das hat so viel bei mir ausgelöst und gemacht wo ich dachte, boah krass wieso habe ich mich vor, warum hab' ich das nicht gemacht?

00:04:02: Gleichzeitig haben wir uns völlig normal unterhalten, während du die Treppe hoch bist und genauso normal muss es einfach auch sein.

00:04:08: Und

00:04:09: das waren... Es war

00:04:10: so großartig weil überhaupt kein Vorwoch... Du hättest auch Christ sein können also werde ich jetzt... Und du bist aber total freundlich Ja, und ich bin reingekommen.

00:04:21: Ich habe es nicht mitgekriegt.

00:04:22: Ich hab auch gedacht Alter... Ich bin jetzt hier seit vielen

00:04:24: Jahren... Stimmt du kamst... Du kamst ja an.

00:04:25: was bist du schon da?

00:04:26: Ich hätte auch mal drüber nach...ich war natürlich vorbereitet.

00:04:28: Ich hatte auch einfach mal fragen können wie ist das eigentlich mit Barrierefreiheit dort.

00:04:31: Ich hätte mir in meinen Künstenträumen nicht vorstellen können dass es hier nicht einen Aufzug gibt weil ich wüsste im ersten Stock.

00:04:37: deswegen gehe ich immer zu Fuß Und ich war echt schockt.

00:04:39: aber du hast mir diesen Schock auch sofort genommen durch deine Ja, liebevolle und inklusive Art.

00:04:46: Also weißt du das?

00:04:47: Danke Christoph!

00:04:48: Zweiter Stock und du wolltest es wirklich, wirklich.

00:04:50: Und jetzt Marco, danke wirklich, dass du da bist.

00:04:53: Wie wirst du der Mensch geworden, der du heute bist?

00:04:55: Wenn man sich die ganze Zeit aufregen würde über diese Situation wie sie ist in unserer Gesellschaft dann hätte man echt viel zu tun.

00:05:01: Dann wäre das Leben deutlich schwerer als es sein müsste oder kann.

00:05:06: Die Realität ist halt nun mal, dass viele Gebäude nicht barrierefrei sind.

00:05:10: Gott sei Dank habe ich den Unfall sehr früh gehabt, den ich hatte.

00:05:12: Da kommen wir vielleicht später auch noch zu und hab dann die Energie gehabt Treppenkrabbeln zu lernen.

00:05:18: Von daher war das eine ganz gewohnte Sache.

00:05:22: Und ich nehme es überhaupt gar kein Übel dass er das jetzt irgendwie morgens beim Aufstehen nicht gleich als erstes im Kopf hat.

00:05:29: ist mein Gebäude eigentlich barrierefrei.

00:05:31: Ich habe vielleicht einen Rollstuhlgast oder so, es ist vollkommen okay.

00:05:34: wenn man an sowas nicht denkt und eigentlich wäre das meine Aufgabe gewesen hab ich auch gesagt mal kurze Nachfrage zu stellen bei euch.

00:05:39: Hey habt ihr dran gedacht?

00:05:40: Ich bin ein Rollstufahrer ob ihr entsprechend barrierenfrei seid.

00:05:44: Wow!

00:05:45: Und ja die Frage wie war die genau?

00:05:49: Ja die

00:05:49: Frage, wie bist du der Mensch geworden da du heute bist?

00:05:51: also das ist immer so.

00:05:52: die Frage die kannst du auch wirklich so lang und ausführlich beantworten wie möchtest du.

00:05:55: Vielleicht so die Wendepunkte ein bisschen so einfach so wie's dir jetzt gerade kommt?

00:06:00: Ja, also ich bin der geworden, der ich bin.

00:06:05: Dadurch dass sich sehr viele Schicksalsschläge im Leben erlebt habe daran fast zerbrochen wäre tatsächlich aber es irgendwie geschafft hab doch weiter zu machen und das vor allem dadurch dass ich ganz ganz viele Menschen in meinem leben begegnet bin die mir Mut gemacht haben die mich motiviert haben die gestärkt haben die Vorbild waren genau und nie aufgegeben habe, immer weitergemacht hab.

00:06:34: Und ich freue mich total heute vielleicht auch vorbild sein zu können für andere die in eine ähnliche Situation sind.

00:06:44: Das ist das was mich motiviert und es ist das, was mich auch gerne die Treppen hier hochkrabbeln lässt weil ich... das ist meine größte Motivation dass ich vielleicht irgendwelchen, auch wenn's nein Mensch is irgendwie mit meinem Schicksal helfen kann.

00:07:01: Eine Orientierungspunkte zu haben, eine Perspektive zu entwickeln.

00:07:03: Wow!

00:07:04: Allein diese Geschenk sind schon so ein Geschenkt für uns aber lasst uns mal ruhig weil Christoph hat es vorgelesen in der Anmodation Ruhig kurz einmal durch die Station durch wenn du magst erzählst wie du groß geworden bist wie die ersten Jahre waren wie du deine Eltern verloren hast.

00:07:22: also Ich möchte es gerne einmal hören, wenn du magst.

00:07:28: Gerne!

00:07:29: Also ich hatte eine Kindheit wie man sich nur erträumen kann.

00:07:33: wir hatten ein kleines Reihenhaus Haus mit Garten Schaukel Sandkasten war alles perfekt.

00:07:43: irgendwie zwei tolle Geschwister Mama Papa er bei der Eltern.

00:07:52: Wir hatten ganz, ganz viel Besuch von unserer Familie immer und es war einfach alles perfekt.

00:07:57: Ich hatte einen ganz liebevollen Papa und eine ganz liebevolle Mama.

00:08:02: Und bis zu meinem sechsten Lebensjahr war ich das glücklichste Kind.

00:08:10: Wir hatten alles!

00:08:12: Wenn's damals schon Wikipedia gegeben hätte dann wäre mein Bild unter dem Begriff Papakind zu finden gewesen weil ich halt ein absolutes Papakkind war.

00:08:22: Mein Papa war mein Held, ich war immer an ihm dran um ihn herum.

00:08:26: Wenn mein Papa irgendwie auf der Welle gegangen ist, stand nicht näher bei ihm auf dem Klo.

00:08:29: Wenn meinen Papa am Werkeln war habe ich ihm das Werkzeug gereicht.

00:08:33: Wenn Papa irgendwie Nachrichten geschaut hat und gemäckert hat, hab' ich mitgemäckerd.

00:08:37: wenn es Fußball gab war Männerzeit haben wir dann zusammen Fußball geschaut und gejubelt oder geweint Und ich hab meinem Papa über alles geliebt.

00:08:50: Auf jeden Fall war irgendwann mal der Tag, wo er zu mir gesagt hat das war kurz vor Weihnachten.

00:08:55: Ich bin neunzehntachtzig geboren.

00:08:56: es war als ich sechs Jahre alt war Dass er ins Krankenhaus muss.

00:09:02: und ich soll mir doch bitte keine Sorgen machen Er kommt bald zurück.

00:09:05: Und leider kam er nicht zurück.

00:09:07: Wir uns ums hatte am vierundzwanzigten Dezember tatsächlich.

00:09:11: Die Nachricht erreicht dass unser Vater einen Herzinfarkt erlebt hat im Krankenhaus und daran verstorben ist.

00:09:18: und das war so mein erster Schicksalsschlag, den ich erleiden musste.

00:09:24: Und die Realität war so schlimm für meinen kleines Herz, dass sich das gar nicht ertragen konnte, dass ich mir ab diesem Moment an irgendwie vorgestellt hab, dass mein Papa gar nicht tot ist, sondern dass er geheimer Gent ist in geheimer Mission unterwegs um die Welt zu retten.

00:09:42: Er dann irgendwann wiederkommt und dann die ganze Welt ihn feiert und ich ihn feier Partner von ihm, ne?

00:09:52: Auch dann fortan irgendwie zusammen als Geheimagenten unterwegs sind und Fälle lösen.

00:09:59: Ich hatte eine glühende Fantasie und habe mir da wirklich so eine Realität aufgebaut... ...und hab in der Fantasiewelt geleben um das überhaupt verkraften zu können weil es so unfassbar für mich war.

00:10:09: Und so hart und schmerzvoll!

00:10:11: Ich durfte auch nicht auf die Beerdigung.

00:10:13: meine Mutter hatte damals gedacht dass wäre das Richtige gewesen.

00:10:15: den Moment wollte mich einfach schützen Und somit hat das meine Fantasie nur bekräftigt, das Ganze.

00:10:23: Fortan hat sich mein Leben so ein bisschen entwickelt in Richtung, dass es halt schwerer wird natürlich.

00:10:29: Meine Mutter war halt fortan alleinerziehend.

00:10:32: Mein Vater war Unternehmer und wir hatten einen hohen Lebensstandard.

00:10:37: Wir konnten uns das Haus dann nicht mehr leisten, sondern umgezogen in eine Wohnung.

00:10:42: Und meine Mutter musste auch mehr arbeiten als sie früher gearbeitet hatte.

00:10:46: Ich hab's ja also kaum gesehen.

00:10:47: Meine Schwester mussten mehr Verantwortung für mich übernehmen und haben sich dann halt um mich gekümmert, und irgendwann war das so halt ... ich weiß nicht, wie ausgebig ich es jetzt erzählen soll.

00:10:58: Es versucht es einfach ein bisschen genauso.

00:11:00: Genau so!

00:11:02: Irgendwann ist aber auch der Zeitpunkt gewesen, meine Mutter irgendwann auf dich zugekommen ist und gesagt hat hey mein Sohn, ich muss uns kranken aus.

00:11:10: Aber mach dir keine Sorgen, bin bald wieder da.

00:11:13: Und ich war dreizehn Jahre zu dem Zeitpunkt Und ihr könnt euch vorstellen, ich war Anfang der Pubertät.

00:11:21: Ich hab das jetzt gar nicht großartig irgendwie ... gesehen als werd es so, dass die jetzt wirklich schwer krank ist?

00:11:31: Also sie hatte auch irgendwie sich nichts anerkennen lassen und hab dann diese Zeit erst mal genutzt wo sie weg war sturmfrei quasi.

00:11:40: Ich konnte machen was ich will.

00:11:41: Ich war nur bei Freunden unterwegs und war keinen Tag im Krankenhaus weil sie hat ja gesagt sie kommt wieder Und ich hab jetzt nicht gedacht, dass sie da irgendwie was Schlimmes hätte.

00:11:51: Auf jeden Fall zwei Wochen später, nachdem sie gesagt hat, dass die ins Krankenhaus muss, war ich abends zu Hause aus Telefonat geklingelt und meine Schwester ging dran.

00:12:00: Das Krankenhaus war dran und es hieß, wir sollen ins Kranken Haus kommen.

00:12:04: Unsere Mutter geht's nicht gut... ...und ja, wir sind hingekommen!

00:12:09: Der Onkologe hat uns empfangen auf der Station.

00:12:11: Meine Mutter hatte Krebs.. ..und das war schon soweit fortgeschritten, dass man nichts mehr für sie tun konnte.

00:12:17: Und das hat uns der Onkologe damals erzählt an dem Abend und hat gesagt, ihr müsst euch von eurer Mutter verabschieden.

00:12:25: Die wird ihnen heute Nacht wahrscheinlich nicht überleben.

00:12:30: Es war absolut schrecklich weil natürlich die Tatsache alleine dass sie im Begriff war zu sterben.

00:12:40: aber vor allem wie Umstände.

00:12:41: also ich bin da reingekommen ins Zimmer und meine Mutter war schon so krank dass sie mich nicht mehr erkannt hat.

00:12:51: Und hat dann ganz wirres Zeug geredet von wegen, wer seid ihr?

00:12:56: Wie seid ihr hergekommen?

00:12:58: Da hat sie zwischendrin wohl dann doch gemerkt, wer wir sind und man hat sich so sehr gewünscht, Mama, Mama ne ich bin's!

00:13:06: Es tut mir so leid, dass ich jetzt die letzten zwei Wochen nicht da war und ich lieb dich doch und so.

00:13:10: Und man will diese ganzen Dinge sagen und bleibt bei ihm und wir schaffen das und keine Ahnung.

00:13:16: aber sie waren überhaupt nicht mehr da und ist halt auch dann tatsächlich in dieser Nacht gestorben.

00:13:25: Ihr könnt euch vorstellen, dass es dann schwierig war für einen jungen ohne Eltern.

00:13:36: Dann hat sich das alles noch ein bisschen in der Richtung entwickelt, die daran geführt hat dass ich eigentlich ins heim sollte weil Ich halt in der schule sehr auffällig war.

00:13:47: Ich wollte aber nicht ins heime und bin halt quasi dann immer nur unterwegs gewesen Und von freund zu freund getingelt und quasi vor dem system geflogen ohne geld in der tasche und bis immer Die die älter von den freunden gesagt haben hier der junge der kann jetzt die ganze bleiben Schickte mal weg habe halt nur noch Quatsch gemacht jeden Tag.

00:14:10: Und eines Tages, sollte ich auch dann wie gesagt ins Heim und das war dann der Zeitpunkt wo ich gar nicht mehr nach Hause kam und wir waren dann wieder auf der Flucht sozusagen und ich hatte wie gesagt irgendwie kein Geld in der Tasche nix, ich hatte keinen zuhause, keinen Rückzugsort, keiner der sich um mich kümmert wieder mit dem Weger unterwegs.

00:14:41: Wir hatten so ein Waldstück, wo wir immer hingeflüchtet sind wenn ich mitbekommen habe dass die gerade wieder nach mir suchen als Jugendamt oder Polizei.

00:14:49: und da gab es eine Wanderhütte, wo man uns immer zurückgezogen haben.

00:14:54: Und neben dieser Wand der Hütte waren auf einmal Güterwaggons gestanden.

00:15:02: Diese Güter-Waggongs waren abgeschlossen mit richtig starken Ketten und Vorhängeschlössern.

00:15:10: Ich habe mir meine Fantasie vorgestellt, dass da bestimmt ein ganz besonderer Schatz drin ist oder so.

00:15:16: Warum sonst sollten die das so sichern?

00:15:18: Und hab mir gedacht wie in den Westernfilmen damals üblich ich klettern oben auf des Dach geht dann oben die Dachluke rein hebt den Schatz verkauft.

00:15:26: denen sagt meine Schwester hey ich habe ganz viel Geld wir können jetzt abhauen und glücklich zu uns zufrieden bis ans Ende aller Tage zusammenleben.

00:15:35: So war der Plan.

00:15:37: ich bin hochklettert Hab mich dann aufgerichtet und hab einen Stromstock von der Oberleitung bekommen.

00:15:44: Ja, dreißigtausend Volt... Und ja bin dann in die BG-Rundverkehr nach Ludwigshafen gekommen.

00:15:58: War erst mal irgendwie acht Wochen Koma oder so.

00:16:02: Bin da aufgewacht damals im Krankenhaus.

00:16:05: Hab das erstmal überhaupt nicht realisiert.

00:16:08: Also das ist ja erstmal ein Prozess bis man überhaupt mal versteht was da genau passiert ist.

00:16:13: Keine Erinnerung gehabt, nicht wirklich irgendwie?

00:16:15: Nee

00:16:16: erst mal nicht.

00:16:17: Und die Ärzte holen einen da so langsam in der Realität zurück und das machen sie auch so dass sie das medikamentös begleiten, dass du nicht sofort diese knallharte Realität damit konfrontiert bist.

00:16:33: Die haben dann gesagt ja an einem Tag okay wir mussten ihn dann beinamputieren.

00:16:37: Wir mussten ihm dann zweites Beinampotieren.

00:16:39: Aber wir musten dir dann irgendwann die Hand amputieren.

00:16:41: Musst dann irgendwie den Arm apportieren.

00:16:43: Baucht hat sich so, dass sie das Stück für Stück amputiert haben.

00:16:46: Weil sie versucht haben, so gut es geht noch die Gliedmaßen zu erhalten weil man merkt ja heute also ich merke heute, dass jedes Stückchen was noch erhalten ist und an meinen Gliedmassen heute hilft für die Selbstständigkeit.

00:16:58: Auf jeden Fall habe ich dann irgendwann auch realisiert in dem Krankenhaus Das ganze Ausmaß Und ich hab gedacht mein Leben ist vorbei Ich werde nie wieder glücklich werden!

00:17:10: Ich habe in meinem Leben vorher nie Menschen mit Behinderung großartig kennengelernt.

00:17:14: Ich habe Menschen mit Behinderung immer nur aus der Presse wahrgenommen, irgendwelchen Berichten oder so.

00:17:20: Und hab die immer nur als Menschen erlebt, die ein sehr schweres Leben haben, die sehr mit ihrer Situation hadern und unglücklich sind.

00:17:31: Alles was man da negativ besetzen kann hatte ich besetzt in meinem Kopf.

00:17:37: Deswegen hab ich gedacht ja, so wird's mir auch gehen!

00:17:39: auch wenn wir nie wieder eine Beziehung haben.

00:17:41: Ich meine, wer will jemanden haben?

00:17:43: Ich habe.

00:17:43: acht Prozent der Hautoberfläche war verbrannt.

00:17:45: Dritten Grad ist es so aus wie Freddy Krüger in manchen Stellen.

00:17:50: Also das richtig entstellt quasi und dass mit der mangelnden Selbstständigkeit die ich damals hatte... ...ich konnte nichts!

00:17:59: Ich konnte gar nichts!

00:18:10: Und damals haben mir auch die Ärzte und Physiotherapeuten, Psychotherapeutin, Ergotherapeuten ... wie sie alle heißen immer gesagt so hey es geht weiter.

00:18:18: Du kannst auch mit so einer Behinderung halt wieder selbstständig sein und kannst auch arbeiten gehen und kanns auch eine Beziehung haben und so.

00:18:26: Das war für mich überhaupt nicht

00:18:27: annehbar.

00:18:27: Konntest du nicht?

00:18:28: Nee, konnte ich nicht annehmen.

00:18:30: Ich hab mal gedacht so hey was erzählt ihr da?

00:18:32: Ihr seid ja beide Beine, ihr habt beide Arme, ihr seid gesund.

00:18:36: dann zeigt mir doch mal, wie das geht mit einer Hand.

00:18:38: Mach doch mal!

00:18:41: Ich war ja auch aufgrund des Lebens, dass ich davor geführt habe, wirklich ein ganz schwieriger Jugendliche.

00:18:48: Ich war total wütend auf die Welt und ich hab mich so als Opfer gesehen von allem.

00:18:54: Warum hab' ich das alles erlebt?

00:18:55: Warum geht's mir so?

00:18:57: Und deswegen war ich jetzt gerade nicht derjenige, mit dem man einfach irgendwie umgehen konnte.

00:19:03: Das hat es nochmal doppelt schwer

00:19:04: gemacht.".

00:19:05: Auf jeden Fall war ich ein Jahr ungefähr in diesem Krankenhaus der BG Unfallklinik Lutlixhafen und bin dann da rausgekommen, ohne dass mich halt nicht nur auch einen Stück weiterentwickelt habe.

00:19:16: Ich bin als maximaler Pflegefall rausgekommen, konnte nichts alleine und kam damals im Rehabilitationszentrum nach Neckar-Gemünd.

00:19:24: Und es war total verrückt!

00:19:25: Da waren tausend Jugendliche in diesem Reherzentrum.

00:19:28: Das war so'n Internat wo man halt ganz normal seine Schule fertig machen konnte aber halt auch... lernen kann, mit so einer Behinderung gut umzugehen.

00:19:37: In dem man halt dann Physiotherapie bekommt, in der man andere Jugendliche hat die eine ähnliche Situation haben wo man dann zusammen ist und sich dann vielleicht was abgucken kann.

00:19:46: Und es gab genau einen Jugendlichen unter diesen tausend Schülern der eine ähnelche Behinderungen hatte wie ich Salih hießt er.

00:19:56: Der sollte mein Zimmer sein und auf mich warten dort in diesem Heim oder in diesem Internat.

00:20:02: Ich bin damals geschoben worden, die ganzen Gänge entlang dieses ganze große Haus.

00:20:07: Diese ganzen Wege entlang irgendwie bis in mein Zimmer und bin da auch reingeschoben worden und da abgestellt wurden.

00:20:15: Und wenn er rein und dann habe ich gesehen wie ein Jugendlicher da auf dem Bett sitzt und hat keine Beine Kein rechte Arm und nur zwei Finger an einer Hand Also noch mal behindert als ich quasi, weil ich hab ja noch eine ganze Hand funktioniert und der hatte nur zwei Finger gehabt Und der ist quasi von seinem Bett in seinen Rollstuhl geklettert.

00:20:36: Dann hat die zwei Finger mir entgegen gestreckt und sagt, ja ich bin Sali.

00:20:41: Ich wurde da reingeschoben.

00:20:43: Das war sofort so ein A-Hi-Lebenssinn gedacht.

00:20:47: Wow!

00:20:48: Es geht ja wirklich.

00:20:49: Da kann man mit einer Behinderung anscheinend selbst leben.

00:20:53: Und Sali hat nicht nur mir sofort gezeigt oder mir eine Perspektive vermittelt ... Der hat mich auch zum Rollstuhl-Basketball gebracht.

00:21:04: Wow!

00:21:04: Hat

00:21:05: er selber gespielt?

00:21:06: Er hat mit zwei Fingern ein Rollstohl- Basketball gespielt, zwar nicht so gut... Aber er hat's gemacht!

00:21:13: Das war noch mal eine Welt die er mir da gezeigt hat,... ...die sich mir eröffnet hat.

00:21:18: Wo ich alle meine Vorurteile, alle meine Befürchtungen,... ...alle meine..., ja, nicht vor anderen Perspektiven haben sich sofort geändert weil ich habe auf einmal... eine Perspektive gekriegt.

00:21:33: Da waren super viele Menschen, die einfach Spaß gehabt haben.

00:21:37: Die waren glücklich, die haben Sport getrieben, die hatten eine Beziehung gehabt diesen Arbeiten gegangen weil es war so auch durch mich vom Alter her.

00:21:45: da waren noch Leute die hatten Familien mit Rollstuhl waren die Familienvater und auf einmal hat sich alles was ich so an Ausreden hatte war absolut.

00:21:57: also das war einfach nicht mehr die Realität Und ich hatte auf einmal eine Perspektive gehabt.

00:22:04: Waren

00:22:04: das wenige Wochen, in denen das dieser Prozess entstanden ist?

00:22:07: Oder war das ein längerer Zeitraum?

00:22:09: Also dass sich die neue Perspektiven bekommen hat ging in wenigen Wochen.

00:22:13: Aber du musst ja natürlich dann alles erst mal arbeiten weil du ja...

00:22:16: Klar!

00:22:17: noch nichts konntest.

00:22:17: Klar, aber das ging ruckzuck weil ich habe auch mal gesehen okay es geht und hab dann halt alles kopiert.

00:22:22: Ich habe alle Bewegungen nachgemacht die er so gemacht hat und auf mich angepasst dass es bei mir funktioniert.

00:22:28: Und jede Kleinigkeit wie hat da eine Flasche aufgemacht?

00:22:31: Ah ok der hält diese unter den Arm und hält sie fest und dann hat man das genauso gemacht.

00:22:35: Ruckzucker konnte ich da eine flasche aufmachen.

00:22:37: So ah ok wie klettert da auf dem Rollstuhl.

00:22:39: Ah ok kann sich auch und ums geht halt ruck zuck und grad als Jugendlicher mit der Energie die man da halt noch hat ich auch noch hatte.

00:22:46: Ich habe zu den Zeitungen ja noch ganz, ganz viele Wünsche.

00:22:48: Man will ja noch irgendwie die Welt sehen und da ist man ja nochmal ganz anders motiviert weil man einfach noch nicht so viel gesehen hat und da ging das ruckzuck also ... Die waren auf jeden Fall sehr, sehr viele große Fortschritte in kurzer Zeit, die man dann gemacht hat.

00:23:10: Gleich geht es weiter mit On The Way To New Work, aber hier kommt unser Werbepartner für diese Woche.

00:23:15: Kennt ihr das?

00:23:15: Ihr sucht noch ein Event, dass euch wirklich weiterbringt nicht nur im Job sondern auch persönlich eines, das euch inspiriert und mit echt guten Erkenntnissen voran bringt.

00:23:23: Ich glaube ihr wisst schon wovon ich spreche!

00:23:24: Ich spreche von einem der wichtigsten Events des Landes die OMR.

00:23:29: Wohin mehr?

00:23:30: Festival ist alles den größten Events für Digitales Online-Marketing in ganz Europa mittlerweile.

00:23:35: Hier in Hamburg treffen sich die klügsten Köpfe unserer Branche für zwei Tage voller inspirierender Vorträge, Diskussionen und praktische Learnings über achthundert Speakerinnen darunter Namen wie Pip Glockner und Meredith Whitaker aber auch bekannte Persönlichkeiten wie Tom Brady.

00:23:49: also es ist wirklich wirklich spannend.

00:23:51: ich habe schon diverse YouTube Videos von der OMR gemacht.

00:23:53: könnt ihr mal bei mir im Channel gucken lohnt sich?

00:23:55: Es ist wirklich ein Highlight!

00:23:57: Also beeindruckend.

00:23:58: dazu Tausend Ausstellende auf der Expo von internationalen Tech-Giganten bis hin zu Startup-Style.

00:24:04: kennen müsst.

00:24:06: Also bei der OMR dreht sich alles um Networking, Praxismehrwert und natürlich gibt es auch ein verdammt gutes Festival-Feeling am Abend – die perfekte Mischung aus Weiterbildung, Inspirationen und einzigartigen Entertainment!

00:24:16: Falls ihr dabei sein wollt habe ich was für euch.

00:24:18: Sichert euch jetzt den OMR-Sixundzwanzig-Festival Pass zum Early Bird Preis.

00:24:22: mit dem Code New Work Einhundert spart Ihr hundert Euro Netto auf den regulären Ticketpreis.

00:24:29: bis zum achtundzwantigsten Februar könnt ihr euch diesen Vorteil sichern.

00:24:34: Den Link dazu findet ihr in den Show Notes.

00:24:35: und jetzt viel Spaß mit dem Rest von On The Way To New Work!

00:24:48: Erstmal, ich

00:24:58: sag mal im Moment gelebt in der Zeit.

00:25:08: Und mich erst einmal nur vom Aha-Elebnis zu Aha-Erlebnis gegangen ist.

00:25:13: Also die kleinen Steps gefeiert?

00:25:14: Ja

00:25:15: und einfach... Ich bin einfach losgelaufen und hab halt diesen Berg an Herausforderungen gehabt und bin einfach so den Richtung.

00:25:22: okay, ich besteigte dem Berg jetzt ja gegangen aber trotzdem habe ich noch diesen riesen Rucksack gehabt mit diesen ganzen traumatischen Erlebnissen, die ich halt mitgenommen habe, denen ich immer mitgeschleppt habe.

00:25:32: Hast

00:25:32: du Psychotherapie angeboten bekommen?

00:25:34: Hast du therapeutische Hilfe gehabt oder ... Ja,

00:25:36: das war aber damals ... Für mich kam es nicht in Frage.

00:25:40: Weil ich einfach so schwer war als Jugendlicher, dass ich das als Späche für mich gesehen hatte und das nicht annehmen konnte.

00:25:49: Diese ganze Psychogramm hab ich dann gedacht zu ah nee, das ist nur für schwache Leute was man so als Jugendliche oder Kind für ein Quatsch denkt da.

00:25:57: Und deswegen konnte ich das leider nicht anheben.

00:26:01: Noch Freunde aus der Zeit davor von dir erzählt hast du gesagt, dass du bist von freundes Freund getingelt die dich.

00:26:08: Vorher kennen danach kennen.

00:26:10: also ich hatte sich besten Freund rei heißt.

00:26:14: er war auch bei dem Unfall dabei und der war so traumatisch betroffen von dem Ganzen das der nicht verarbeitet hat und dass wir jahrelang später noch ja das ganze zusammen verarbeiten mussten.

00:26:34: Er war zum Beispiel schon, der war nicht in der Lage den Zug hoch zu klettern, der wollte auch da hoch und er hat sich dann immer den Vorwurf gemacht, warum wenn ich jetzt hochgegangen wäre als erster oder... Warum habe ich dich hier abgehalten beim Hochkletter und so was?

00:26:51: Alles und Schuld und von daher das hat ihn immer so belastet, deswegen haben wir uns ein bisschen auseinander gelebt.

00:26:59: aber ansonsten Ja, ich weiß nicht ob ihr das auch kennt.

00:27:04: Man geht halt irgendwann mal oft irgendwie getrennte Wege so ne?

00:27:09: Ich hab nur wenig Kontakt zu den Menschen mit denen ich damals zu tun hatte also sporadisch.

00:27:16: Man versucht aktiv den Kontakt zu halten und trifft sich immer wieder mit ein paar von denen die man wirklich... ja, als beste Freunde vielleicht für sich im Leben gewonnen hat.

00:27:25: Die einen auch wirklich dann intensiv in dieser Zeit begleitet haben.

00:27:27: Ich hatte auch Freunde gehabt die quasi so ein bisschen Ersatzfamilie waren damals, die mich auch immer mal wieder aufgenommen haben und gerade diese Menschen sind immer noch in meinem Leben.

00:27:38: Aber halt man ist selbst beruflich viel unterwegs und ich bin auch örtliche Wohnung nicht mehr da wo ich damals gelebt habe und deswegen...

00:27:49: War die Pubertät quasi mit dem Punkt eigentlich vorbei, weil du quasi wusstest ich muss mich jetzt irgendwie neu erfinden oder warst du noch Pubertäer?

00:27:59: Hast du diese Wut noch gehabt und ausgelebt?

00:28:02: Wie waren dann die ersten Jahre so bis zum Schulabschluss?

00:28:04: Ich glaube ich war noch bis ich ein zwanzig war Pubertär.

00:28:08: Also ich habe mich ganz langsam entwickelt dahingehend und war ganz lange wild und schwierig Und man hat ja nicht diese ganz normale Zeit, die man sich normalerweise leben kann als Jugendlicher in dieser Phase um sich um diese Themen dann zu kümmern.

00:28:24: Das läuft dann so nebenbei.

00:28:26: Deswegen hatte es noch ein bisschen länger gedroht für mich.

00:28:30: Wenn du... Also ich bin sehr bildliche Menschen und ich habe noch nie jemanden gehört erlebt gesehen so bewusst hier auch in die schwa genommen in so in dieser nähe mit so viel schicksalsschlägen hintereinander wie du sie gerade erzählt hast und vor allem der teil den du grade erzählt hast mit.

00:29:01: Wie du mit deinem vater papa kind bist und vom fernsehsitzt als dann die situation war und du hast deinen mitbewohner kennengelernt und er hat dir die hand entgegen gestreckt gibt es aus der zeit menschen wo du sagst, die sind normal aufgewachsen.

00:29:21: Aber haben trotzdem diese Verbindung zu dir aufbauen können danach?

00:29:23: Wo du weißt.

00:29:24: das hat dir geholfen in beiden Welten sozusagen zu navigieren also genau an dieser Überbrückung zwischen dass was viele Menschen nicht wahrnehmen und das was dein neuer Alltag ist oder waren es Menschen wie deine Bewohner der dir diesen diese Welt eröffnet hat.

00:29:40: Du hast eine gute Frage!

00:29:42: Also gerade heute ist es, glaube ich, ein Alltag von mir.

00:29:45: Dass wir ganz viele Menschen in meinem Umfeld haben, wo ich deren Perspektive aus dem ganz normalen Leben sehr schätze und brauche um ein vollständiges Bild zu haben.

00:29:59: Aber damals als Jugendlicher war das nicht so präsent.

00:30:10: Ich war auch sehr viel mit Menschen mit Behinderung, dann tatsächlich auch unterwegs in dieser Phase.

00:30:18: Danke Christoph!

00:30:18: Ich will bohr noch mal tiefer rein im... Diese Kraft, diese schöpferische Kraft die du ja in den letzten Jahren ins Wirken gebracht hast, deine Arbeit die du machst das was du in den ersten neunzig Sekunden hier zusammengefasst hast wie du der Mensch geworden bist, der du heute bist Wie ist das entstanden?

00:30:42: Sind es Menschen gewesen, egal ob jetzt mit oder ohne Einschränkungen.

00:30:47: Wo du sagst, die haben das in dir gesehen und rausgeholt.

00:30:52: Da kommt alles aus dir selber.

00:30:53: Das ist eine Mischform.

00:30:54: Wo kommt das her?

00:30:55: Wo kommt diese Energie her?

00:30:56: Das ist der Vater auf der Schulter sagt Mirko ich war Unternehmer.

00:31:00: Du kannst das auch einem Jogadien Angel machen.

00:31:05: Also ich will jetzt nicht so spirituell werden oder so.

00:31:07: Mach, mach!

00:31:08: Aber ich hab halt immer irgendwie bei allen meinen Schicksalsschlägen in mir eine Stimme gehabt oder das Gefühl dass sich weitermachen muss und ich wusste halt lange Zeit nicht warum und für was?

00:31:21: Ich habe immer nur das Gefühl gehabt dass es nicht alles und da ist noch irgendwas Und das hat mich erstmal grundsätzlich irgendwie immer motiviert.

00:31:28: Ich wusste wie gesagt nicht für was und damals habe ich auch gedacht In diesem Güterwagon ... einen Schatz zu finden.

00:31:37: Und heute kann ich sagen, dass ich ihn gefunden habe... weil ich hab Lebensinn in diesem Götterwagon bekommen.

00:31:45: Hätte ich damals meinen Unfall nicht gehabt,... wäre ich hundert Prozent irgendwo im Jugendgefängnis gelandet,... weil ich mich nur geschlagen habe jeden Tag.

00:31:56: Ich war dieser jugendliche Intensivstraff-Täter, den man halt in der Bildzeitung gelesen hat,... wo man sich fragt wie kann ein Jugendlicher nur so werden?

00:32:06: Aber ich war halt einfach total traurig.

00:32:08: Ich war verbittert, ich war wütend!

00:32:09: Ich wollte einfach nur Liebe haben und dazu gehören irgendwo.

00:32:13: Ich wollte auch mal irgendwie ein paar Euro haben um in eine neue Jacke zu kaufen oder so was.

00:32:17: Dieses ganze Fass... Das war so gefühlt und ja das war... Auf keinen Fall noch, aber auf jeden Fall war es so dass ich immer gedacht habe, das war nicht alles.

00:32:38: Ich muss weitermachen, weil irgendwie genau Lebenssinn da war.

00:32:42: Heute weiß ich halt, dass ich meinen Lebenssind gefunden hab.

00:32:45: damals in diesem Waggon durch mein Unfall bin ich in eine Lebenswelt gerutscht die mich gebraucht hat und die meinen Wirken gebrauchte.

00:32:58: Ich will mich das nicht größer machen als ich bin aber auch wenn ich nur einen kleinen Fußabdruck oder Reifenabdruck hinterlassen kann auf diesem Weg hat es irgendwie was gebracht, das hat mich auch gerettet.

00:33:12: Wie gesagt ich war damals auf der schiefen Bahn sozusagen und dann war ich im Krankenhaus ans Bett gefesselt und musste mich erstmal neu sortieren und konnte nicht mehr diese Schiefebahn verfolgen wie sie damals gefolgt haben.

00:33:23: Und heute hat es dazu geführt dass sich jetzt inklusiven Bereich mich aktiv und stark mache und versuche halt die Gesellschaft oder die Wirtschaft, da hingehen positiv zu beeinflussen.

00:33:36: Und somit hat es irgendwie seinen Sinn gehabt.

00:33:41: Nimmst du mittlerweile wenn du irgendwo reinkommst sehr schnell wahr?

00:33:47: Ob du mit jemandem zu tun hast der Lebenshint klingt ja immer gleich so weit aber das wahrnehmen kann und da ist präsent ist.

00:33:57: Du merkst, der hat die Wertschätzung für diese Themen weil du sagtest ja selber es gibt Menschen, die haben alles aber sind nicht glückliches gibt auch Menschen die haben Schicksals schläge erlebt und sind auch nicht glücklich und verbittert oder hast du mehr Menschen mit Schicksal schlägen die das gefunden haben?

00:34:13: also weißt du dieses Gefühl dafür?

00:34:16: ich habe gemerkt dass du von unten ankamst.

00:34:18: Die Energie war sofort da.

00:34:20: Also ich gebe nur noch mal das Bild wir haben uns getroffen Da warst du am Treppe rauf, kriechen.

00:34:27: Krabbeln, krabbelkriechen

00:34:28: whatever.

00:34:30: So und du aber mit der Energie die du jetzt hast nimmst du das warme Menschen wenn du die triffst.

00:34:38: also es ist ja oft so dass wir menschen erst dann anfangen uns charakterlich weiter zu entwickeln wenn mir in irgendeiner Weise gefordert werden rausgefordert wird wenn wir uns bewegen müssen.

00:34:54: Und von daher sind Menschen, die selber irgendwie schon mal gefordert wurden oft irgendwie auch nochmal breite aufgestellt.

00:35:06: Das merkt man schon.

00:35:08: Es ist ganz erstaunlich.

00:35:09: also wir wollen gleich wirklich in dein heutiges Wirken kommen.

00:35:13: Wir wollen jetzt nicht chronologisch in den Zwischenschritt machen aber bei mir war das sehr oder uns beiden war es sehr wichtig einmal auch dich richtig zu hören und zu spüren, zu fühlen.

00:35:22: Und erstmal vielen, vielen Dank dass du das hier mit uns so teilst.

00:35:29: Das was ich fühle ist irgendwie, dass du wohl vom Universum oder wenn man an einen Gott oder übersinnliche Dinge glaubt von irgendjemand überdurchschnittlich viel Resilienz mitbekommen hast also diese Fähigkeit aus Situationen, die für andere Menschen ausweglos sind rauszukommen und Energie zu entwickeln.

00:35:49: Und da gibt es ja auch Studien darüber, dass das auch Menschen Kinder in Kriegsgegenden sein können, die trotz schwerster Traumataille daraus kommen und ein erfülltes und glückliches Leben führen können.

00:36:01: Andererseits Kinder, die total privilegiert im Überfluss aufwachsen eben... vielleicht auch gar nicht haben.

00:36:09: Also das ist für mich so ein Fazit, dass du da irgendwie ganz... also neben dem Sinn den du jetzt daraus entwickelt hast, neben der unfassbaren Kraft und der Energie, auch diesem Talent dir das von einem anderen abzuschauen, auch was für eine glückliche Fügung einen Zimmer-Buddy zu haben, der das kann.

00:36:32: dieser Schritt dann zum Basketball, da würde ich gleich gerne noch drauf kommen.

00:36:35: Also Resilienzsinn Unfassbare Energie, das nehme ich mit.

00:36:42: Das hat dich da irgendwie rausgeholt und auch... Obwohl du diese Traumata hattest habe ich das Gefühl dass du eine tiefe, tiefe Verbindung zu deinem Wesens- und Seelenkern hast.

00:36:56: Also wirklich, du wirkst super stimmig und ...mit dir im Reinen!

00:37:00: Und das ist echt ein unfassbares Geschenk.

00:37:02: Ich kenne Christoph jetzt seit zehn Jahren und ich hab ihn noch nie so so erlebt, wie ich ihn gerade hier in diesem Studio erlebe.

00:37:12: So im Moment und erst dann dafür vielen Dank dass auch quasi unser erster Kapitel was wir hier gemeinsam erzählt haben und ich würde sehr gern einmal jetzt diesen Schritt Basketball ob das ein Transmitter war der dich da raus ins Wir wieder geholt hat und wird gerne so vom Ich zum Wir und deinem Wirken kommen und da gerne erzähl mal so bisschen wie das war was du genau machst.

00:37:37: heute Stellen wir da irgendwelche Fragen, falls uns welche einfallen.

00:37:40: Aber du erzählst so schön, dass wir eigentlich wenig fragen stellen müssen ist ganz toll.

00:37:44: Ja ich wünsch mir, ich könnte es irgendwie manchmal ein bisschen besser auf den Punkt bringen.

00:37:48: Nein

00:37:49: machs das ganz toll alles gut.

00:37:51: Da kann ich auch nur den Satz dazu sagen um das zu ergänzen die wenn ich sage bin bildlicher Mensch liegt das daran wie du's erzählt hast und

00:38:01: dass...

00:38:02: Die Verletzlichkeit die gleichzeitig in dieser Situation spricht, die ist absolut spürbar.

00:38:08: Und du erzählst das genauso wie du es jetzt erzählste?

00:38:13: Weil das ist der Connect, der eben dadurch auch möglich ist.

00:38:17: Den vielen Menschen im Alltag nicht haben und ich sehe ihn wollen, der jetzt da ist.

00:38:22: Mein Ziel ist ja heute mit der Anwesenheit hier, der Teilhabe am Podcast einen Impuls zu geben für Menschen.

00:38:30: Das geht dann nur wenn man es schafft irgendwie die Themen so... transportieren, wie man sie eigentlich transportieren will.

00:38:38: Ich hoffe es gelingt mir einfach!

00:38:40: Ja auf jeden Fall zurück zum Basketball-Thema.

00:38:42: also ich weiß noch damals wieder Saali und ich quasi ins Training gefahren sind und er dann immer getribbelt hat währenddessen und mir den Ball zugeworfen hat und von zehn Pässen kamen zehn nicht an.

00:38:54: ja das war kleglich was sich da fabriziert habe.

00:38:57: jeder Basketball Coach der das irgendwie gesehen hätte wie ich damals unfähig die Pässe angenommen habe, hätte mal die Hände zusammengeschlagen und so von wegen.

00:39:07: Oh mein Gott!

00:39:07: Das ist hoffnungsloser Fall.

00:39:09: Lass den niemals Rollstuhl-Basketball versuchen anzufangen.

00:39:11: Den kann man nicht trainieren.

00:39:14: Aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht irgendwie.

00:39:16: Und dann war ich im Training dabei.

00:39:18: Ich hab halt in Sally gesehen wie er da spielt.

00:39:21: Sofort war ich Feuer und Flamme für diesen Sport.

00:39:23: Ich hatte immer früher auch ein kleiner Hip Hop.

00:39:27: Tini und Basketball hat zu unserer Kultur gehört.

00:39:30: Da waren immer auf dem Platz gewesen früher, also vor einem Unfall.

00:39:33: Und dann habe ich da wieder mich gesehen direkt nachgedacht.

00:39:37: Oh, geil!

00:39:37: Wenn wir jetzt Basketball spielen das wäre doch genau das.

00:39:40: Die Leute sind ja auch alle cool und Vorbilder.

00:39:45: Ich hab den Saali gesehen bei dem Training.

00:39:46: Ich durfte damals noch nicht damit trainieren.

00:39:48: Ich war auch noch nicht so weit dass sich auch für sich in der Lage war mitzuhalten.

00:39:53: Musste ein bisschen Substanz aufbauen.

00:39:55: Aber ich weiß noch, dass ich den Trainer damals da angesprochen hab.

00:39:57: Der da diesen Kurs in diesem Boost-Bildungswerker, der diesen Internater geleitet hat und er hat dann zu mir gesagt so hey Mirko, tut mir leid das dir zu sagen aber...

00:40:07: Völlig halbfrei!

00:40:09: Macht doch vielleicht Bogen schießen oder so?

00:40:12: Oder es gibt auch andere Sportarten die irgendwie besser geeignet sind.

00:40:18: mit einem Arm.

00:40:19: Du siehst ja Sahle spielt Rollstuhl passgeballt, aber eben nicht so gut an deiner Hand.

00:40:25: Er hat es einfach gut gemeint.

00:40:28: Mir egal, was er gesagt habe, ich mache das und will das.

00:40:31: Das Ende von lieb war, dass ich einer der erfolgreichsten einheimigen Rollstuhl-Baskeballer war, die es zu dem Zeitpunkt jemals gab bis zum Zeitpunkt.

00:40:39: Ich hab auch irgendwo den einheimischen Rollstuf Basketball vielleicht sogar mit geprägt weil danach gabs ein paar mehr jetzt mittlerweile... Einnahmekrollstuhlbasketball spielen und international unterwegs sind.

00:40:50: Erklär mal ruhig, also weil ich gehe davon aus dass unsere Hörer nicht alles kennen.

00:40:54: Also Rollstuhlt Basketball ist ja eine der... Wirklich für mich ist es die inklusivste Sportart, weil dort ja über so ein Handicap-System auch Menschen, die keine Behinderung haben mitspielen können und man dann so ein bestimmtes Score nicht übertreffen darf.

00:41:08: Und die Mannschaften sehr unterschiedlich komponiert werden.

00:41:12: Erzähl mal ganz bisschen was über den Sport, damit wir dafür auch Werbung machen wie das genau funktioniert?

00:41:18: Ja, ist eigentlich die inklusive Sportart die es gibt also inklusives Team Sportart.

00:41:25: Da sind Menschen, die normalerweise im Alltag gehen.

00:41:28: Die dann im Rollstuhlbasketball den Sport betreiben.

00:41:31: Also alle bewegen sich da auf Augenhöhe quasi als Rollstühler.

00:41:37: Der Sport-Rollstuhler als Sportgerät wird da genutzt und da gibt's so wie du es gerade gesagt hast ein Klassifizierungssystem was das möglich macht dass es fair zugeht obwohl man unterschiedliche Möglichkeiten durch den Körper hat und die Behinderung mitbringt.

00:41:55: Und dann ist es auch so, dass man das Frauen und Männer zusammen auch diese Sportart betreiben.

00:41:59: Das ist auch noch mal eine

00:42:00: coole Sache.

00:42:01: Das muss ich überhaupt nicht umschirben.

00:42:06: In Hamburg gab's glaube ich mal ne Weltmeisterschöpfe, da haben ganz viele Leute sich wahnsinnig aufgeregt warum der Salat dafür irgendwie dreieinhalb Millionen aus.

00:42:13: Ich hab gesagt echt feier!

00:42:14: Ich finde das so großartig weil das wirklich... Also ich hatte es dir im Vorgespräch gesagt, Basketball ist so eine der meiner Lieblingssportart zum Schauen.

00:42:22: Ich habe wirklich viel NBA geguckt und gehe hier zu den Towers ab und zu mal.

00:42:29: Hat mir auch erzählt einige Gäste gehabt mit Basketball-Vergangenheit also von den Gründern des Towers über den Warren Rustin in der Hall of Fame, das amerikanische Basketball Esser.

00:42:39: Wir hatten ganz viele und du machst jetzt dieses Bild für mich das letzte Passelstück, wir brauchen als kein Basketballer mehr.

00:42:46: Wir haben jetzt dich als den Captain dieses On the way to New York Podcast und danke.

00:42:53: Du ist einer deiner Teile des Berufslehmens hast du ja auch dieses Basketballteam in Wiesbaden.

00:43:02: Erzähl mal die Rolle!

00:43:03: Und dann kommen wir zu dem... Ich habe eine

00:43:04: Zwischenfrage bis dahin zu dieser Rolle.

00:43:07: Wie wichtig war der Sport?

00:43:10: Als Sport an sich auf diesem Weg da hin?

00:43:14: Also von wirklich so, du wolltest das machen und er hat gesagt nie Spielschach oder Bogen oder irgendwas.

00:43:21: Welche Rolle hat das gespielt?

00:43:22: Es war unglaublich wichtig!

00:43:23: Und ich würde doch jeden empfehlen... Das machen wir auch heutzutage tatsächlich.

00:43:27: Ich komme mir später noch mal dazu wenn man in so einer Situation gerät dass man versucht einen Sport zu finden dem man betreibt weil man da natürlich dann immer wieder an seine Grenzen kommt und über diese Grenzen hinaus muss um sich zu entwickeln und sodann quasi seinen Körper Körper-Situation, sein neues Körpergefühl entsprechend auch wirklich gut kennenlernen kann und somit halt dann mit seiner Behinderung viel besser umgehen kann.

00:43:51: Also einmal rein praktisch gesehen war es extrem wertvoll weil ich ganz viele Grenzen verschoben habe in der Zeit des Sports und viel mehr mit meinem Körper machen konnte weil man die ganze Zeit irgendwie aktiviert wird.

00:44:06: Man wird gechallengt, um sich da jetzt um den Blog zu machen oder so muss nicht ganz weit strecken halt und das ist eine Sache, die dir auch im Alltag hilft wenn du dich halt weit streckst.

00:44:18: Also rein körperlich ist es extrem wichtig Und es geht so spielerisch noch vor allem.

00:44:23: Man nimmt sich wahr, als ich üb jetzt zehnmal diese Übung um dann halt irgendwie besser zu werden wie mein Körper irgendwie besser in dieser Situation hier nutzen kann, sondern macht's einfach automatisch durch das Training, durch das Spielerliche und das ist eine Sache.

00:44:38: und dann aber vor allem was bei mir so wichtig war die Struktur.

00:44:41: also ich hatte auf einmal wieder irgendwie... Ich musste pünktlich sein wenn ich nicht pünftig war gab's Stress mit dem Trainer, gab's stress mit dem Team.

00:44:48: Ich musste irgendwie Verantwortung übernehmen.

00:44:51: Man musste sich einfinden in der Struktur, in einer Mannschaft mit allen ihren Hiraschinen und Regeln und habe da quasi eine Ersatzfamilie für mich gefunden und eine Ersetztruktur und hab dann meinem Tempo lernen dürfen... normales Leben zu führen sozusagen.

00:45:11: Ja, das ist ja auch wie eine Gruppentherapie.

00:45:12: Das Sportteam ist wie ne Gruppentherapie!

00:45:16: Ich bin jetzt gerade draufgekommen und das kann keiner sehen.

00:45:18: ich hoffe da sieht man in der Doku denn aber du hast so einen krass entschlossenen Blick also der es jetzt grade nochmal so richtig fokussiert geworden als ihr beide über Basketball gefachsimpelt habt.

00:45:27: Also das war wirklich so konnte man sehen Michael geht dann mal auf und man sieht ihn immer gleich wieder auf dem Platz.

00:45:33: bei dir wurde der Blick aus richtig krass.

00:45:35: Und dann dachte ich so, okay wow.

00:45:38: Das ist jetzt noch mal eine Stufe obendrauf und fragte mich eben gerade wo kommt das denn her?

00:45:46: Ja also... Ich hab halt da einfach die Liebe meines Lebens für mich entdeckt.

00:45:49: Also Basketball war für mich alles.

00:45:55: Jede freie Minute, die ich hatte, war ich auf dem Platz.

00:45:57: Ich war wie ein Psychopath.

00:46:03: Einfach, ich hab auf der Couch gesessen und hab Trockenübungen gemacht.

00:46:06: Mein Wurf zu verbessern.

00:46:07: Ich hab jede Minute einfach genutzt die ich hatte um irgendwie ein Wochenende bei irgendwelchen Bekannten oder sowas irgendwo... Da hab ich gefragt gibt's hier irgendwo einen Ballplatz?

00:46:17: Kann ich irgendwo werfen oder so?

00:46:18: Wenn man Ball dabei gehabt um einfach meine Fähigkeiten zu entwickeln?

00:46:21: weil wenn man so ein Leben geführt hat das ich geführt habe und ich war damals auch in der Schule nicht so gut, weil ich halt da ja einfach auch beschäftigt war.

00:46:33: Hungry and Man!

00:46:34: Schicksal schlägen die ich hatte und habe mich da jetzt nicht wirklich drauf einlassen können und hatte dann aber auch entsprechend keine guten Noten und... Ich hab mich selbst noch nicht richtig gekannt und nochmal nicht stärken und nicht richtig bekannt und habe immer das Gefühl gehabt, ich möchte denn irgendwas gut sein Ich wollte mich selbst beweisen oder so, dass man irgendwas kann in irgendetwas gut ist sozusagen.

00:47:02: Und ich hab auch immer das Gefühl gehabt, dass ich meinen Eltern die gestorben sind, ich wollte dich stolz machen und das war auch immer total schrecklich weil ich meine Mutter nicht stolzmachen konnte.

00:47:14: Wo mein Vater gestorgen war habe ich quasi immer nur Sorgen gemacht.

00:47:17: Und dann ist meine Mutter noch gestorben und dann waren beide nicht mehr da.

00:47:21: Ich hab mir immer gedacht, wenn ihr beide jetzt vom Himmel auf mich runter guckt, seht ihr einfach nur wie ich schlechte Dinge mache die nicht gut sind und dir bestimmt Sorgen machen würde oder sowas.

00:47:33: Der Basketball war für mich eine Sache wo ich gedacht habe okay hier kann ich was zeigen, hier kann sich gut drin sein.

00:47:38: Hier kann ich irgendwie meinen Eltern stolz auf mich machen sozusagen.

00:47:42: Entschuldigung,

00:47:43: welche Rolle haben deine Geschwister?

00:47:44: Beides Eltern und Schwester.

00:47:46: Welche haben die in der Phase gespielt?

00:47:47: Welche spielen jetzt in deinem Leben?

00:47:50: Ich liebe meine Schwestern über alles.

00:47:52: Das sind halt meine Familie.

00:47:54: Damals war das nach meinem Unfall also Vormannunfall waren sie halt meine SchWestern, die eher immer... ... im Streit mit mir waren.

00:48:11: Kleiner, junger und nerviger so... Ja

00:48:13: genau!

00:48:13: Und da kam noch das Thema dazu dass ich Sohn einer ältänischen Einwanderin war und bei der war es so, dass die Mädchen halt irgendwie auch ein bisschen Haushalt machen mussten und da unterstützen mussten Und meine Schwester in meinem Zimmer aufräumen mussten zum Beispiel, wenn ich das immer noch nicht gemacht habe.

00:48:31: Dann könnt ihr euch vorstellen wie gut die auf mich noch immer zu sprechen waren und wie ich dann quasi aus kleiner Pasha groß geworden bin.

00:48:39: Und dann haben diese Rollenbilder einfach komplett schräg und deswegen war dann auf einmal von... Das ist meine Schwester, mit der ich die ganze ... Die ich zwar liebe.

00:48:50: Aber mit denen ich stresse einfach so zu einer Erzieherperson oder die Verantwortung übernehmen soll.

00:48:55: für mich war es super schwierig und hat einfach nicht funktioniert.

00:48:59: Aber mittlerweile, sie waren auch... Sie haben mich jahrelang oder mein ganzes Leben begleitet.

00:49:05: Sie waren immer für mich da, immer ansprechbar.

00:49:07: Sie haben wann immer wie soll ich sagen einen Hafen, den ich anfahren konnte, die für mich dar waren?

00:49:14: und auch in meinen dunkelsten Kapiteln, in meinen dunkleren Zeiten mich eigentlich immer aufgefangen hätten.

00:49:20: Bedingungslose Liebe!

00:49:21: Bedingungslose

00:49:22: Liebe, genau.

00:49:23: Die mich auch immer eingefangen hatten aber die ich dann meistens aber gar nicht gesucht habe weil ich denen auch keine Sorgen machen wollte.

00:49:28: Auch keine Umstände machen wollte und so... Aber heute sind sie auch endlich zufrieden und glücklich so und haben jetzt eine Ruhe für sich gefunden weil sie wissen okay Mirko macht sein Ding und er ist nicht mehr das Sorgenkind sozusagen

00:49:43: Und

00:49:44: wir sehen uns einmal im Jahr an Weihnachten mit.

00:49:47: Sag mal, wie wurde aus dem Basketballer Mirko der Basketballmanager und auch der Unternehmer und der Inklusionsmensch?

00:49:59: Wie ist die Entwicklung passiert?

00:50:08: Ich war in diesem Reha-Zentrum, habe dann meine Schule fertig gemacht war aber trotzdem, auch obwohl ich Basketball gespielt habe immer noch ein sehr schwieriger Jugendlicher.

00:50:22: Hab dann auch viel Quatsch gemacht weiterhin, war dann auch kriminell tatsächlich und bin dann aus diesem Rehabationszentrum rausgeschmissen worden Und war erst mal zwischen meinem sechzehnten und neunzehntem Lebensjahr komplett schräg unterwegs.

00:50:43: Basketball wäre immer irgendwie da in meinem Leben, weil das so...

00:50:48: Das war

00:50:49: mein Anker.

00:50:50: Das war meine zweite Realität und das war das Idealbild.

00:50:54: Da muss ich hin!

00:50:55: Und da wusste ich auch, wenn ich da weiter am Ball play hab sozusagen, was sind denn das Wortes?

00:51:01: Dann habe ich da vielleicht eine Möglichkeit wieder zurück zum Leben zu finden.

00:51:05: Aber trotzdem war ich dieser extrem traumatisierte vom Schicksal gebeutete jungen Mann, der komplett verloren war.

00:51:13: Diese ganzen Traumataß gar nicht richtig aufgearbeitet hat und irgendwie sie noch im Rucksack hatte.

00:51:17: Und ich war auch ein Milieur quasi.

00:51:21: Ihr wisst ja, wer mitbekam ... Ich musste da von Freunden zu Freund hingeln.

00:51:27: Die Leute, die mich am meisten aufgenommen haben waren die, die kein gutes Funktionen des Elternhauses hatten.

00:51:33: Und die auch sozial eher schwach waren und vielleicht sogar teilweise in Krimellen ... Milieu dann unterwegs waren, weil das waren die, die am meisten sich nicht drum gekümmert haben wie die Ketzlern was sie so machen.

00:51:45: Und dann war ich immer daran ein bisschen orientiert und ich habe auch gedacht dass ich nie ein normales Leben führen werden kann mit dem Leben was ich hatte.

00:51:56: also Ich hab mich nie auf Augenhöhe gesehen mit einem normalen Unternehmer oder generell einen normalen Mitglied der Gesellschaft.

00:52:02: Ich habe immer gedacht es sind die und da sind wir.

00:52:06: Also ich war so der Ghetto-Junge sozusagen, den man ... Der nie normales Leben führen kann.

00:52:11: Der immer nur den kriminellen Weg gehen kann wenn die überhaupt und bin auch den Weg leider lange gegangen.

00:52:17: also ich hab das lange auch versteckt.

00:52:18: Ich habe es auch in meiner Zeit im Wiesbaden als Geschäftsführer der Rheinos Und auch In meinem ganzen Wertegang jetzt auch als Geschäftspführer noch zwei weitere Unternehmen nie erzählt.

00:52:31: ich hab's immer so als Kapitel dunkles Kapitel verheimlicht.

00:52:36: Aber jetzt wo ich gerade dabei bin, das alles aufzuarbeiten, ein Buch zu schreiben, einen Film der über dieses ganze Werken gedreht wird, bin ich bereit

00:52:45: um

00:52:46: dazu zu stehen weil ich finde nicht dass es eine Sache ist wofür ich mich schämen muss sondern es war halt einfach... Das Leben hat mich da hingebracht und in dem Moment war ich nicht in der Lage irgendwie anders damit umzugehen und daraus zu kommen.

00:53:03: Auf jeden Fall Soll ich mir was sagen?

00:53:04: Nee, ich verstehe mir genau gerade diese Frage.

00:53:07: Wenn du das rauskommst, bist aus diversen Situationen rausgekommen oder hast die gedreht und da war ich jetzt einfach nur grade total hellhörig neugierig.

00:53:17: Also es ging so weit dass sich dann irgendwann auch ein Rechtsprozess hatte.

00:53:19: tatsächlich wo's dann heißt hieß ich muss ins Gefängnis oder halt krieg ich jetzt eigentlich mein Leben in Griff und geh einen normalen Gradenweg Und hab mich dann entschieden okay Ich will den Kratenweg gehen, ich will nicht dieses Leben leben und ich versuch's wenigstens.

00:53:36: Und bin dann zu dem rettenden Hafengegangen, zu meiner Schwester damals... ...und hab' dann von dort aus mich darum gekümmert eine Ausbildungsstelle zu finden.

00:53:46: Hab' dann Industriekaufmann mit Business English gelernt.. ..und ab da an hat sich mein Leben so sukzessive irgendwie in die richtige Bahn gelenkt.

00:53:55: Hab dann auch diese Sportkarriere halt weiter verfolgt das ist doch intensiver.

00:53:58: Und habe dann paar Jahre aber nur Sport getrieben!

00:54:01: Dann hatte ich aber, dann war ich in irgendeiner Situation.

00:54:04: Ich habe aufgehört mit meinem Basketball-Profi da sein und wenn man vom Profi im Basketball redet von vor zwanzig Jahren, fünfzehn Jahren... ...dann war das so dass man seine Wohnung gezahlt bekommen hat Fahrtkosten bezahlt hat und fertig.

00:54:17: also man konnte jetzt nicht davon leben wie aktuell.

00:54:20: Äh, die Situation.

00:54:21: Aber

00:54:21: du hast irgendwie Bundesliga gespielt oder so was?

00:54:23: Ich hab

00:54:23: Bundesliga abgespielt wie gesagt auch international.

00:54:26: Einer der erfolgreichsten Einnahmen in Rollstuhl war esgepallert ja... Krass!

00:54:29: Da unterwegs war aber trotzdem hat man davon nicht leben können.

00:54:32: Ja klar.

00:54:32: Es war halt einfach das was mir alles gegeben hatte.

00:54:34: Das hat mich total glücklich gemacht.

00:54:37: Trotzdem habe ich halt meine berufliche Karriere dann den Moment überhaupt nicht verfolgt und mein Lebenslauf war der Okay, paar Jahre irgendwie gar nichts gemacht.

00:54:47: Schule dann ein paar Jahre gar nix gemacht und eine Ausbildung aus der Basketball spielen.

00:54:51: Und es war halt schwer.

00:54:55: Ich hatte ja null Idee was ich überhaupt kann, wer ich bin.

00:55:00: Aber das war jetzt nicht so dass ich sofort die Idee hatte okay das ist meine Stärken, das sind meine Schwächen hier.

00:55:05: Firma ich kann dich überzeugen.

00:55:09: Und dann habe ich auch noch Binderung gehabt, das ist ja auch nochmal so ein Hemmnis.

00:55:11: Ja.

00:55:12: Oft ... und da hab' ich gedacht okay, ich hab vielleicht die besten Chancen wenn ich irgendwo mich beweisen kann?

00:55:21: Und wie kann ich das hinbekommen, wenn ich vielleicht irgendwo einen unbezahlten Praktikum vielleicht mal mache?

00:55:26: Und so bin ich damals auch in Wiesbaden gekommen tatsächlich.

00:55:29: Also ich hab mir irgendwo ... meine Schwester hat immer bei Beerenherz gespendet.

00:55:35: BeerenHerz ist ein Hospiz für Kinder im Wiesbaden Und ich hab diese Werbung immer gesehen an Weihnachten, wenn ich mal meine Schwester war.

00:55:44: Die hat dann die Bärenpost bekommen wo man halt dann Bericht bekommen hat was mit dem Geld passiert und was man da gespendet hat.

00:55:52: Ich habe dann mitbekommen dass da eine ganze Stiftung hinten dran steht.

00:55:55: Die IFB-Stiftungen die sich um alle möglichen Belange für Menschen mit Behinderung kümmert und Inklusionsthemen verfolgt.

00:56:04: Ich wende mich mal an die und guck mal, ob ich da vielleicht irgendwie ein unbezahltes Praktikum mache beziehungsweise Ehrenamt durch irgendwie anfange.

00:56:14: Und das war dann auch so.

00:56:17: Aber es ging auch ganz schnell.

00:56:18: Ich war da irgendwie einen Monat im Ehrenamten.

00:56:20: Dann haben sie mir gesagt hier warum arbeitest du nicht noch bei uns voll oder so?

00:56:24: Und dann habe ich dann noch angefangen daran einer der gemeinzigen Gameplay-Has zu arbeiten.

00:56:28: und die haben dann mitbekommen von meiner sportlichen bewegten Vergangenheit.

00:56:32: Und der Vorstand dieser Stiftung hat dann das Gespräch mit mir gesucht und gesagt, hey wir machen alles möglich im Bereich Inklusion aber wir haben keinen Sportbereich und wir wollten schon immer mal irgendwie ein inklusivem Sportbereich aufbauen.

00:56:44: hast du nicht Lust es mit uns zu machen?

00:56:46: So ist die Idee entstanden einen Sportverein in Wiesbaden aufzubauen.

00:56:53: Die erste Sporter war da natürlich Volksspaßgeball weil ich da schon Netzwerk hatte Da Leute kannte und mich auskannte überhaupt mit dem ganzen Sportthema.

00:57:04: Und das war der Anfang von allem, so bin ich ins Wirken gekommen.

00:57:10: Wow!

00:57:10: Also es war mir gar nicht klar dass du das sogar auch gegründet hast... ...und ja lass uns mal den Sprung machen.

00:57:18: jetzt zu deinem Wirken heute.

00:57:20: Du hast verschiedene Initiativen gegrüntet unternehmen und dein großes Thema ist Also wirklich von der Diversität, was ja ein Fakt ist.

00:57:30: Wir sind alle divers aber... ...was ja nicht reicht.

00:57:33: Wir haben vorhin im Vorgespräch darüber gesprochen, diverse Teams sind nur dann erfolgreicher und besser wenn wirklich inkludiert wird und man die unterschiedlichen Perspektiven nicht nur sieht sondern auch anerkennend einbaut, wenn so etwas wie psychologische Sicherheit im Team besteht.

00:57:50: Es gibt Untersuchungen, die sagen eben, weil es ist schnell rausgehauen.

00:57:53: Ja, diverse teams sind besser, haben es eine Meinung

00:57:55: usw.,

00:57:56: Aber eine Forscherin an der Harvard University, Amy Edmondson, die wir auch bei uns zu Gast hatten.

00:58:01: Die hat eben rausgefunden dass diverse Teams, die psychologisch sicher sind... ...die besten Teams sind und diverse Teams,... ...die nicht psychologischer sind, die schlechtesten sind.

00:58:13: Und deswegen ist diese Aufgabe der echten Inklusion Teilhabe... ...eine so unfassbar wichtige, die genau wie du es ja auch beschreibst.... Natürlich hat sie ein erstes Gerechtigkeit und auch echter Überzeugung und Werten zu tun, dass wir inkludieren.

00:58:32: Aber selbst für die, die das nicht sehen, dürfen anerkennen, dass es eine Wertschöpfung hat, betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

00:58:41: Dann hatte ich in einer Einladung vorgelesen.

00:58:43: Und das ist irgendwie so großartig, dass du dich diesem Thema wirklich gewidmet hast.

00:58:47: Erzähl mal deine Perspektive auf... auf Inklusion.

00:58:51: Wo hakt es da bei uns?

00:58:52: Wir haben das im Vorgespräch davon gesprochen, dass auch Menschen mit Behinderung ihren Anteil haben, dass einige nicht so richtig sind aber mein Gefühl ist die größeren Anteile haben die daran, die eben keine Einschränkungen haben und nicht so wirklich dahin gucken.

00:59:07: Wir stellen so komplizierte Fragen, Christoph.

00:59:09: Warum können wir nicht einfacher fragen?

00:59:13: Aber Mirko sortiert immer den Bullshit raus und...

00:59:15: Nein, nein, alles gut!

00:59:17: Erst mal noch einmal ganz kurz zu meinem Werdegang dann.

00:59:21: Weil ich bin ja in die Rolle gekommen und habe halt nichts weiter gekonnt als irgendwie ein Hotel zu organisieren für die Spieler, irgendwie die Anmeldung zu machen von den Spielern beim Verband.

00:59:36: Das war es dann halt auch ja.

00:59:37: also noch ein paar andere Sachen, wie man halt irgendwie als Team Manager irgendwie machen muss.

00:59:41: Dass das Thema hat mir aber die Möglichkeit gegeben mich sukzessive zu entwickeln.

00:59:48: Also ich konnte mit meinem Tempo halt wachsen und an den Aufgaben, die an mich herangetragen wurden, mich weiterentwickeln und habe dann halt irgendwann angefangen das ganze professionelle anzugehen.

00:59:59: Irgendwann waren dann auch Sponsoren im Spiel.

01:00:02: Wir mussten dann Produkte entwickeln für unsere Sponsore, die auf sie in irgendeiner Weise relevant sind und interessant sind.

01:00:07: Da sind wir schnell hingekommen zu Teambuilding-Maßnahmen, die wir halt machen können wo dann Teams bei uns besser zusammen wachsen können sich auf einer anderen Ebene begegnen können Spaß haben auch zusammen oder irgendwie wie kann man Inklusion besser im Unternehmen integrieren?

01:00:24: Wir haben parallel zwischen Spitzen und Sport und Unternehmertum zeigen können, den wir halt um Kino-Speaker irgendwie von uns in Unternehmen geschickt haben.

01:00:32: Und so haben wir halt diverse Leistungen und Produkte entwickeln können auf dem Weg wo wir gemerkt haben okay die haben einen Impact bei Unternehmen und Unternehmen können da wirklich schon profitieren.

01:00:43: Und erstmal nur das um das ein bisschen zu erklären Auf jeden Fall haben wir dann dadurch aber auch sehr viel Insights bekommen Und haben halt gemerkt, dass Unternehmen sehr viel Fragen beschäftigen.

01:00:57: Also und man da echt noch ganz am Anfang steht leider.

01:01:01: Also viele sagen halt schon von vornherein so ah Rollstuhlfahrer bei uns schwierig geht nicht wir haben gar nicht die Möglichkeit.

01:01:09: Wir sind im ersten Stock

01:01:12: oder im zweiten.

01:01:14: Oder nur den Kran draus

01:01:16: und wissen halt gar nicht, dass es da erstmal generell kurze Werbung an dieser Stelle für EAAs, einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber, die gibt's in Deutschland weit staatlich gefördert.

01:01:30: Da kann man sich als Arbeitgebern oder als Unternehmen sich hinwenden.

01:01:34: EAA

01:01:36: und kriegt da eine kostenlose Beratung zum Thema Inklusion.

01:01:40: Und wie man sie halt dann auch anwenden kann, und auch Unterstützung im Einzelfall.

01:01:44: also angenommen.

01:01:46: Man hat einen Menschenbehinderungen die man gerne im Unternehmen integrieren möchte.

01:01:51: Dann kann man ganz konkret auf dem Einzelfallen bezogen schauen was wir für der Möglichkeiten sind da ... und lernt dann auf einmal, hey ich krieg sogar einen Aufzug bezahlt oder... ... ich kriege in irgendeiner Weise eine Rampe bezahlt.

01:02:02: Oder ich kriegue den Arbeitsplatz ausgestattet.

01:02:06: Dieses Thema von wegen das können wir uns nicht leisten ist dann... ...auf einmal vom Tisch.

01:02:09: aber es muss man halt erstmal wissen.

01:02:11: Also dessen Themen.

01:02:12: Dann denkt man zum Beispiel, hey wenn ich Menschenbehinderung bei mir einstelle, dann kriege ich nie wieder los.

01:02:18: Dabei hast du aber trotzdem deine sechs Monate Kündigungsfrist wo du einfach schauen kannst Probezeit,

01:02:25: genau.

01:02:27: Wo du einfach schauen kannst, wie der Mensch verarbeitet.

01:02:30: und bei den Nichtbindern Menschen ist ja auch so wenn du irgendwann halt dem Mensch länger bei dir beschäftigst dann hast dich halt irgendwo festgelegt und musst ja auch irgendwo das Gefühl der Sicherheit geben und da kriegst du auch nicht mehr so einfach ohne Gründe wieder los ne?

01:02:43: Aber wenn du Kunde hast, dann hast du ganz auch eine Menschenbindung kündigen.

01:02:47: Da gibt es ganz, ganz viele Vorurteile, Mythen, Ängste, Sorgen.

01:02:51: Die einfach in der Gesellschaft vorhanden sind gerade in der Wirtschaft die dazu führen dass Inklusion wirklich grade nicht so schnell vorankommen wie sie eigentlich voran kommen könnte.

01:03:03: und da versuche ich halt irgendwie dran zu wirken.

01:03:10: Ich habe ganz spannend... Es ist mir jetzt wahnsinnig unangenehm das ich seinen Namen vergessen hab.

01:03:15: Christoph vielleicht kommst du einen Werten ein?

01:03:18: Ganz tollen jungen Mann hier bei uns, der Glasknochen hat und vom Körpermaß sehr sehr kurzes ein Meter zehn auch im Rollstuhl sitzt.

01:03:28: Und als einer der wirklich auch lautesten Stimmen der Inklusion in Deutschland wirkt.

01:03:36: Christoph googelt ihn hoffentlich jetzt und findet seinen Namen gleich und er hat hier gesessen.

01:03:41: und also wir haben remote gemacht.

01:03:43: das erste war schon so cool weil der uns so geflasht hatte Kamera einen Ton der war so präsent kam so rüber das war so in der Corona-Zeit wie Christoph ihn so gelobt hat dafür.

01:03:56: Ja, dass macht also jemand der wo du eben und da ist natürlich dann auch der Foto

01:04:00: weil er von dem Bild genau

01:04:02: dass du dann eben auf Augenhöhe sofort rüberkommst und der hatte ein Humor und einen Dampf und einem und der aber auch selber von sich gesagt weißt du mich kristoff ich bin selber genauso ignorant.

01:04:13: manchmal Die Menschen ohne Behinderung.

01:04:17: Ich schrei zwar laut auf und sage, wir müssen hier barrieregerecht für... Na ich bin da die lauteste Stimme für Inklusion.

01:04:25: aber als wir irgendwann mal jemanden einstellen wollten der... Raul meinst du?

01:04:29: Raul Krauthausen.

01:04:31: Der sagt ja, da war ich der Lautersteig und sagte denen nehmen wir nichts das ist behindert so also ich habe übertreibt es jetzt ein bisschen aber es war nicht wesentlich weniger.

01:04:37: und er sagte selber ich muss mir von meinen Leuten erzählen dass noch mal Raul merkst du gerade was du da gesagt hast?

01:04:43: Ja, aber es ist doch anstrengend.

01:04:44: und wie soll das denn uns weiter?

01:04:46: Nein.

01:04:46: Also ich sage jetzt nicht dass... ...das das Hauptproblem ist, es ist ein Nischenproblem, dass jemand der so viel Gutes tut, aber das zeigt eben wie wir als Menschen ticken,... ...dass wir alle da immer wieder in diese Falle stolpern.

01:05:00: Und deswegen ist dieses Zuhören Perspektive des anderen,... ...und dass du jetzt nochmal erzählst, ja natürlich hat jeder eine Probezeit!

01:05:09: Ich bin ein großer Fan auch zu gucken.

01:05:14: Man, Frau ist sicherlich immer noch eines der quantitativ größten Probleme der Inklusionen die wir im Arbeitsleben haben.

01:05:21: Migration, körperliche Einschränke aber auch so etwas wie Neurodiversität.

01:05:24: Ich habe jetzt als letzten vor anderthalb Jahren einen Jahr und einem Monat december zwanzig vierundzwanzig die Diagnose ADHS bekommen Und ich habe mich dann da sehr mit beschäftigt.

01:05:39: und eine Freundin, die auch diese Diagnose hat, die schon viel tiefer drin ist.

01:05:42: Die hat dann gesagt Leute, die ADHS haben können den Raum lesen.

01:05:47: Sie sitzen und kriegen mit was die anderen Leute brauchen usw.

01:05:51: Ja, ADHS-Leute wenn man die richtig einsetzt ihnen Hilfe gibt und zwar egal ob sie Kinder in der Schule sind oder im Berufsleben.

01:05:58: Die können andere Perspektiven bringen genau dasselbe mit autistischem Traktorm.

01:06:04: Wunderbare Mitglieder der arbeiteten Welt sein, bis hin zu Tourette-Syndrom.

01:06:12: Ich habe immer einen Kollegen in der Agentur gehabt, dessen Schwester hat ein Dokumentarfilm über Menschen mit Tourettesyndrohmen im Arbeitsleben gemacht und ich finde einfach diese Offenheit Neugier an dem Thema Fragen stellen vorwurfsfrei.

01:06:29: das ist irgendwie geil.

01:06:32: Motiviert, ich bin jetzt immer motiviert bei meinem Hotkaser.

01:06:34: Weil das ist... Ich lerne so viel gerade und war dann heute

01:06:39: zu Besuch, wo ich das so wahrgenommen habe.

01:06:43: Riese Müller!

01:06:43: Ich war aber riesemüller.

01:06:45: Radfahren,

01:06:45: ne?

01:06:46: Ja.

01:06:46: Und ich meine... Radmarke,

01:06:48: E-Marke.

01:06:48: Die haben das korrekt mit mir vom Wrong.

01:06:51: Ich meine die sind wir sehr inklusiv.

01:06:52: also da war es auch tatsächlich bunt gemischt im wahrsten Sinne des Wortes.

01:07:00: Ich kann dir jetzt nicht sagen, woher das kommt.

01:07:02: Aber die scheinen auch eben so aus der Grunde Perspektive raus, dass eben sehr zu leben und es ist ja nicht einfach ein Manufaktur, die dann richtiger Betrieb ist.

01:07:11: Du hast den ganzen normalen Programm verschiedene Schichten.

01:07:13: also es ist aufwendig aber wie du eben sagst nicht unlösbar und hat eben sehr viele Vorteile.

01:07:20: Also, gerade wenn man schaut in welcher Zeit wir uns befinden.

01:07:24: Man hört immer von Fachkräftemangel und wenn man sich da einfach irgendwie einer Zielgruppe Arbeitnehmer nicht öffnet dann muss man sich hinterfragen ob man wirklich einen guten Job macht als Unternehmen oder als Management.

01:07:40: also

01:07:41: jetzt mal ganz die Brücke zwischen pragmatischer Frage und blöder Frage.

01:07:49: hast du eben auch durch deine geschichte vermutlich mal einen blick, wie so ein bullshit sensor dass du sagst also wenn du jetzt zwei stockwerke hoch willst ist es was anderes als ich renne rauf und runter.

01:07:59: Du entscheidest wirklich ich will da hoch und ich will das jetzt auch machen

01:08:03: plus.

01:08:05: Du musst wahrscheinlich in der lage sein sehr viele hilfsmittel zu benutzen die du schneller benutzt als andere.

01:08:08: ich denke gerade daran keine ahnung.

01:08:10: vor langer zeit war es noch so gibt menschen die tippen unfassbar langsam mit zwei fingern du hast nur eine hand Das heißt, du wirst wahrscheinlich KI noch besser einsetzen um schnell Sachen zu erledigen wo andere halt ewig brauchen.

01:08:23: Gib mal einen Blick darauf wie diese pragmatischen Lösungen die der Mitwohner angefangen hat mit der Flasche und dir ein Hand dazu geführt haben dass Du Dinge besser löst als manchen Menschen die zwei Arme, zwei Beinahmen?

01:08:35: Also man entwickelt natürlich Stärken vor allem auch im Zwischenmenschlichen weil man natürlich erstmal objektiv gesehen Nachteile mitbringt und mit Vorurteilen begegnet wird oder ein mit Vorurteilen begegnet wird und man natürlich versucht die Perspektive einzunehmen, das Gegenübers.

01:08:54: Was man vielleicht sonst nicht so in der Art und in der tiefe Nutzigkette.

01:08:57: Und lernt dann einfach Fähigkeiten, die einem Berufsbeitrag natürlich auch helfen und nützen sind jetzt so praktische Themen weiß ich nicht.

01:09:07: Ich bin uns ehrlich gesagt gar nicht so viel besondere Hilfsmittel.

01:09:11: Und ja, klar

01:09:12: K.I.,

01:09:12: ich glaub nutze mir alle irgendwie und einfach effizienter schneller zu werden.

01:09:16: Ich denke also wie gesagt es mich kam gerade drauf roll hat es tatsächlich auch so gemacht.

01:09:19: der war da sehr sehr fit also er hatte auch ein absolut krasses Kamerabild oder ich weiß noch genau ich war das immer eindruckt.

01:09:26: und dann denkst du es gibt halt Menschen die geben sich nicht die mühe sich damit auseinanderzusetzen und Die Ja also wie ich habe das richtig.

01:09:37: wie gesagt ist Du machst was mit mir, ich merk das richtig.

01:09:39: Weil du hast diesen messer-scharfen Blick drauf zu sagen okay wie krieg ich das jetzt gleich gelöst?

01:09:43: Und ich hab das Gefühl dieser aufmerksame Blick führt dazu dass du die Dinge von Anfang an anders mitdenkst.

01:09:50: Also wenn Leute sagen joa pascht schon irgendwie Die durchdenken das nicht.

01:09:54: Weißt du, die stolpern manchmal so durchs Leben?

01:09:56: oder denkst so Wie kannst du da

01:09:58: nicht drüber nachdenken?

01:09:59: Ja

01:10:00: So, das schärft ja auch.

01:10:01: Ich habe mir beobachtet und wenn ich die mal teilen darf dann kannst du mal sagen ob ich der Stimme... Was mir auffällt ist Chris war das schon so angedeutet.

01:10:07: Also du hast eine ganz tolle Aufmerksamkeit, also Auffassungsgabe auf Merksamkeit.

01:10:13: So ein

01:10:13: scharfe

01:10:14: Blick?

01:10:15: Ja auch scharfer Blick!

01:10:16: Du guckst da mit den Augen und man hat das Gefühl von dir gesehen zu werden und du gibst einem das Gefühl interessant zu sein.

01:10:25: Ich finde du bist ein Super Storyteller wie du deine Geschichte vorhin erzählt hast... wie du jetzt hier eine Sticknadel fallen lassen könnt.

01:10:33: Das hätten wir als lautes Geräusch empfunden, weil du ne Ruhe reinbringst und ich glaube das wirklich Sprache einer deiner Superpowers ist, glaub' ich.

01:10:42: Ja?

01:10:42: Du bist es.

01:10:43: was für Selbstbewusstseins-Spieligkeiten!

01:10:45: Ich hab ja das unfassbar... Warte nicht.

01:10:47: Aber ich denke mal halt, ich habe ne Botschaft, ich möchte gerne irgendwie was in die Welt tragen und das ist die Motivation warum ich einfach hier sitze.

01:10:53: Nicht weil ich denke ich kann irgendwie gut reden oder im Gegenteil ich mach mir sogar eher einen Kopf, ich habs so ein Poster Symptome irgendwie.

01:11:00: Aber ja, nee.

01:11:01: Aber es gibt was du gesagt hast nochmal ganz kurz noch mal darauf einzugehen.

01:11:04: Das ist ja gerade das Krasse.

01:11:05: also es gibt so viele Menschen mit Behinderung die halt irgendwelche offensichtlichen... vermeintlichen Nachteile haben, aber die so gut kompensieren können und dann sogar das sogar eine Stärke ist.

01:11:16: Weil sie halt irgendwelche Hilfsmittel dann so krass einsetzen dass sie ihr vermeintliches in den vermeintlichem Nachteil, dass es einer Stärke wird.

01:11:24: also und deswegen mein größter Wunsch in Sachen Inklusion um denen mal irgendwie kurz zu

01:11:29: platzieren

01:11:30: wäre, dass wir halt aufhören in Kategorien zu denken.

01:11:32: Dass wir halt aufführen irgendwie eine Gruppe zu sehen von Menschen die dann entsprechend danach bewerten von wegen der Rollstuhlfahrer, der Autist.

01:11:43: Die behindert

01:11:44: noch viel.

01:11:46: Sondern einfach gucken okay ich gucke mal den Menschen individuell und bewerte ihn nach seinen Stärken und Schwächen.

01:11:53: Was brauchst du?

01:11:54: Was

01:11:54: hilft dir?

01:11:55: was möchtest du?

01:11:55: was willst du

01:11:56: genau ist ja cool da nicht und ein Rollstufahrer kann auch ein Arschloch sein.

01:12:00: Und das ist auch ok dass nur weil er Rollstuhrfahrer ist heißt es nicht dass man jetzt hier besonders behandeln muss oder so.

01:12:07: Wir kamen auch den Anspruch an, den Rollstuhlfahrer zu sagen hey, benehm dich und pass dich an in der Gesellschaft.

01:12:13: Du hast hier keinen Sonderrecht oder so was nur weil du Rollstufahrer bist, weißt du das?

01:12:16: So auf der einen Seite will man halt dann irgendwie besonders behandelt werden.

01:12:18: Auf der anderen Seite will aber welche keine Ahnung gleichbehandelt werden.

01:12:25: also das passt irgendwie nicht zusammen.

01:12:27: von daher...

01:12:28: Also wir alle!

01:12:29: Die ganze Gesellschaft darf mitarbeiten.

01:12:31: Wenn du jetzt noch ein bisschen ... Wir würden dir gerne noch, bevor wir auf die Zielgerade kommen, auch nochmal den Raum geben was wie können wir deine Arbeit?

01:12:39: Wie können unsere Hörer und Hörere deiner Arbeit unterstützen?

01:12:41: Was brauchst Du?

01:12:42: Menschen brauchst du Geld?

01:12:43: Braust Du Kontakte?

01:12:44: Brauchst Du Kunden?

01:12:44: Was brauche Du?

01:12:46: Also kurz noch mal vorweg geschickt.

01:12:49: ich habe auch noch einen weiteren Schicksalsschlag erlebt.

01:12:51: Ich hab eine Lüftrösenkrebserkrankung bekommen vor acht Jahren jetzt Lymphstrüsenkrebs im Endstadion, direkt bei der Diagnose.

01:13:01: Und seitdem habe ich mich natürlich auch noch mal hinterfragt und mein größter Wunsch wäre es wenn ich nur einen ganz kleinen Beitrag dazu leisten könnte dass Menschen ihr eigenes Leben ein bisschen reflektieren und halt vielleicht Dinge eher zu schätzen wissen, ein bisschen demütiger werden gucken.

01:13:28: hey Geht's mir nicht gut, was ich hab?

01:13:31: Mit dem, was Ich hab.

01:13:33: Gesundheit schätzen zu lernen.

01:13:35: Solange du Gesundheit hast kannst Du alles erreichen im Leben!

01:13:39: Du kannst alles nochmal neu anfangen!

01:13:41: Gesundheit ist so wertvoll und das ist ein Geschenk!

01:13:43: Und wir müssen es wirklich uns bewusst werden darüber dass man das als auch geschenkt wahrnimmt... ...und uns halt.

01:13:50: mir wäre auch ein großes Anliegen, dass man sich nicht irgendwie den ganzen Tag aufregt um Kleinigkeiten oder über Dinge die man nicht ändern kann.

01:14:00: Also das sind so alles so Themen wo ich halt mich mega freuen würde, wenn ich da irgendwie ein bisschen wirken könnte.

01:14:08: Die Leute so ein bisschen zu schütteln.

01:14:09: Ich denke manchmal so hey du regst jetzt die ganze Zeit hier über irgendwelche Kleinigkeiten auf.

01:14:15: Hey mach entspannt!

01:14:18: Sei da froh über das was du hast und wie es dir geht Guckt doch darauf.

01:14:23: Und ich meine klar, holen Notiven haben wir alle und das gehört auch dazu und wir brauchen die auch.

01:14:27: Wir brauchen die Tiefen um die Höhen erschätzen zu können aber... Das ist so ein Thema, das ist so bedeutsam für mich und das ist das was mich am meisten motiviert im jetzt Leben in dem Moment zu sein.

01:14:40: Zu genießen einfach wenn man mit einem guten Mensch zusammen ist und irgendwie eine gute Unterhaltung führt.

01:14:46: Was tolles zu essen hat!

01:14:48: Guten Sex, keine Ahnung, ein tollen Film.

01:14:52: Alles was wir als Menschen haben dass uns das so schön ist ja?

01:14:59: Dass man es einfach mehr genießt und nicht irgendwie die ganze Zeit in der Zukunft lebt.

01:15:02: also ich hab damals auch immer den Fehler gemacht, dass ich gedacht habe okay wenn ich die Position in der Berufswelt hab dann geht's mir gut.

01:15:09: oder wenn ich das Haus hab, das ich mich schon immer gewünscht hab, dann geht´s mir gut, oder wenn Ich das Auto hab, Dann geht´ts mir gut.

01:15:16: Aber wie leben jetzt?

01:15:17: Es bringt uns nichts.

01:15:18: Irgendwann in der Rente dann keine Ahnung, was Erlebenskonflikte bist du dann aber auch nicht mehr in der Lage und kannst das entsprechend genießen?

01:15:24: Deswegen jetzt leben!

01:15:25: Und es sind so Sachen wo ich mir wünschte dass wir halt da als Gesellschaft ein bisschen anders mit den Themen umgehen.

01:15:33: Mich hast du jetzt anderthalb Stunden durchgeschüttelt und wach geschüttet und ich würde behaupten... Ich bin ja ein Mensch der kann das.

01:15:40: und trotzdem tappe ich immer wieder in die Falle mit gestresst von links rechts ananas.

01:15:47: Und das hast du nicht nur geschafft, sondern du hast da richtig was bewegt.

01:15:52: Also das ist wie gesagt der Blick ist mir extrem aufgefallen hier und er kommt auch entsprechend rüber.

01:15:59: Das finde ich wahnsinnig beeindruckend!

01:16:03: Du hast es jetzt eben nochmal mit erwähnen noch einen Schicksalsschlag on top.

01:16:08: Soviel Schläge muss ein Mensch erst mal wegstecken können, wie du weggesteckt hast.

01:16:10: Ich traue mich gar nicht die Frage zu stellen, die wir immer schließen um den Kreis quasi zu schließen Aber ich stelle sie, was jeder bekommt und weil sie dazugehört bei uns.

01:16:22: Wo willst du noch hin?

01:16:26: Ich würde mich einfach freuen wenn wir in der Gesellschaft mehr Fortschritte machen und da mutiger werden im Bereich Inklusion tatsächlich auch Fortschuhe zu erzielen und da auch nochmal die Frage die Du auch gestellt hast nochmal mit aufzunehmen.

01:16:41: Ich würde mir freuen wenn mehr Unternehmen das Thema Inklusion in irgendeiner Weise mal prüfend hinterfragen.

01:16:48: Und da sind wir auch super gerne bereit als Ansprechpartner zu üben.

01:16:51: Wir verlinken

01:16:52: das alles bei uns auf unserer Seite, ja?

01:16:55: Mit dem Poliziat pionieren können wir helfen die Unternehmen richten Prozesse sich mal anzuschauen und Hilfestellung zu geben, Kino-Speaker zur Verfügung zu stellen um zu sensibilisieren ganz normale Unternehmensberatungen zu machen um halt da Fortschülze zu machen.

01:17:08: Um in Inklusionsfeldinstituten anderes Unternehmen können wir auch die Hardfacts mal hinterfragen und so ein Benchmark... zur Verfügung stellen.

01:17:16: Wie bin ich eigentlich aufgestellt, rein von den strukturellen Begebenheiten?

01:17:20: Und da bieten wir einfach alles an und es muss aber auch nicht wir sein die beauftragt werden.

01:17:25: das kann noch alle anderen Institutionen sein Dienstleister.

01:17:29: für mich wäre es ein ganz großes Anliegen wenn halt die Menschen sich erstmal mit dem Thema Inklusion beschäftigen würden Aber als betriebswirtschaftlicher Faktor, als Mehrwert begreifen und nicht irgendwie Ich hab die so, es wär besser so.

01:17:46: Sondern als Chance mal sehen und das einfach nur kritisch hinterfragen und prüfen.

01:17:50: Und wenn die dann zum Ergebnis kommen?

01:17:52: Das ist nix für uns alles gut.

01:17:53: Aber dass wir so schön, wenn ihr jetzt einfach mal euch anschaut ergebnisoffen, das wäre eine Sache und die andere Sache wäre mein größter Wunsch wie gesagt wäre, wenn die Menschen einfach ihr Leben in vollem Zügen genießen und die Gesundheit wertschätzen Glücklich sind, so weit es geht.

01:18:13: Zufrieden sind.

01:18:14: Glück ist ein großes Wort aber ein bisschen zufriedener werden.

01:18:17: Wir machen normalerweise am Ende wenn verabschiedet wird den Gast und setzen wir uns nochmal hier hin und reden dann noch mal reflektieren.

01:18:24: Das würde ich gerne jetzt in deinem Beisein noch kurz machen bevor wir dich dann auch offiziell verabscheiden.

01:18:30: Christoph danke dass du auch dich so gezeigt hast wie du dich gezeigt hast Manchmal schon so erlebt, aber es war auch ein Geschenk für mich und für unsere Hörerinnen und Hörern.

01:18:43: Wenn ihr bis hierhin hört – ich bin mir sicher das werdet ihr diesmal!

01:18:46: Wir werden die ganzen Themen verlinken sodass ihr Mirko folgen könnt dass ihr mit seinen Unternehmen in Kontakt treten könnt wenn an dieser Stelle Menschen sind die auch Lust haben einen Film mit zu finanzieren vielleicht irgendwie da noch einen Beitrag zu geben oder Senderschefs sind.

01:19:04: wir nehmen alle Ideen an, geben sie weiter... ...an den Regisseur des Filmes der hier mit uns im Raum ist und das Ganze mit mehreren Kameras filmt.

01:19:16: Wir würden beide freuen Christoph und ich und du sagst bitte noch mal was aber wenn wir den Kontakt halten können und dass es irgendwie ein Beginn ist hier.

01:19:25: Wir sehr gerne auch wenn der Film nun fertig ist nochmal dich nochmal einladen.

01:19:29: Gerne kommen wir dann auch wenn du da irgendwie Ich hoffe, das wird irgendwie ein tolles Screening geben wo der gezeigt wird und wir dann vielleicht noch mal eine Folge machen können auf jeden Fall.

01:19:39: Danke danke danke für dich!

01:19:42: Du bist ein Geschenk für die Menschheit und ich nehme es an dass du uns das geschenkt hast bin tief berührt und glücklich und dankbar dass ich solche Arbeit machen darf solch einen Podcast.

01:19:53: Christoph was hast du noch?

01:19:55: Ja du ist echt ein krasser Typ.

01:19:58: Das ist wirklich ein krasser Typ und ich bin... Ich wirke immer nach außen sehr klar, sehr hart, sehr abgeklärt.

01:20:04: Hab so einen weichen Kern der auf der Bühne dann rauskommt und den hast du durchstoßen und zwar direkt auf eine extrem positive Art Und das erlebe ich als sehr verletzlich, sehr positiv und es bewegt mich sehr.

01:20:25: Insofern Hoffe ich und wünsche mir, dass eben auch sehr viele Leute das mitfühlen können was häufig in diesem Folgen so ist.

01:20:33: Denn dann hast du auf jeden Fall... ...das was du erreichen wolltest... ...geschafft und ein Stück weit davon.

01:20:40: Und da werde ich mich noch lange dran erinnern wahrscheinlich ehrlich gesagt mein Leben lang weil es gibt so Momente wo man weiß die vergesse ich nicht.

01:20:47: danke dafür Mikko!

01:20:48: Und noch eine letzte Ersatz-Schuldigung.

01:20:49: ich kann's nicht halten aber wenn Menschen hier sind Übersinnliches Glauben auch daran, dass Seelen vielleicht irgendwie in irgendeinem anderen Stadium Status weiterleben.

01:21:06: Deine Eltern sind glaube ich ganz, ganz stolz auf dich.

01:21:10: Die Schwestern sind ganz, sehr stolz und du hast gerade davon gesprochen im Poster.

01:21:17: Schmeiß es weg!

01:21:19: Im Poster ist der falsche Ratgeber.

01:21:21: Du kannst echt

01:21:23: ganz

01:21:23: verdampft am Stolz auf Dich sein.

01:21:25: Vielen Dank.

01:21:27: Jetzt mach ich mal den Michael und sag noch einen Satz dazu.

01:21:31: Der Geheimagent, der hat mich bewegt und er bewegt mich immer noch.

01:21:36: Und den Blick hattest du drauf so abgeklärt, so klar... ...und mit dem Übersinnlichen das könnt ihr macht es wie ihr's möchtet und die Energie, die du da reingekriegen hast, wie du das erzählt hast von deinem Vater?

01:21:52: Ich hab Kinder!

01:21:55: Das bewegt sich und den Geheimargenden habe ich vorhin von mir gesehen.

01:22:00: Danke!

01:22:01: Ja, danke dass ich hier sein durfte.

01:22:04: Vielen Dank fürs Zuhören.

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