#546 Magdalena Rogl | Responsible Leadership, Corporate Culture und psychologische Sicherheit

Shownotes

Unser heutiger Gast hat einen Weg genommen, der in keinem Karriereratgeber steht. Gerade deshalb hat er schon so viele Menschen berührt. Sie hat das Gymnasium abgebrochen, eine Ausbildung im sozialen Bereich gemacht, früh Verantwortung übernommen, war junge alleinerziehende Mutter und hat sich ihren Weg in die digitale Kommunikationswelt Schritt für Schritt selbst erarbeitet. Über Stationen bei FOCUS Online und Tomorrow Focus führte sie ihr Weg schließlich zu Microsoft. Dort hat sie fast zehn Jahre lang in unterschiedlichen Rollen gewirkt, zunächst in der digitalen Kommunikation, später als Diversity and Inclusion Lead für Microsoft Deutschland. In dieser Rolle hat sie Führung, Kultur und Transformation nicht nur theoretisch begleitet, sondern ganz konkret mitgestaltet, mit einem klaren Fokus auf psychologische Sicherheit, emotionale Intelligenz, verantwortungsvolle Führung und echte Inklusion. Heute arbeitet sie als Beraterin, Keynote-Speakerin und Autorin zu Responsible Leadership und Corporate Culture, sitzt in mehreren Advisory Boards und gehört zu den wichtigsten Stimmen, wenn es darum geht, wie Unternehmen menschlicher, mutiger und zukunftsfähiger werden können. Seit fast 9 Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt, statt ihn zu schwächen. Wir haben in fast 550 Episoden mit über 700 Persönlichkeiten darüber gesprochen, was sich für sie verändert hat und was sich noch verändern muss. Warum ist psychologische Sicherheit keine Kuscheldisziplin, sondern eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leistung, Innovation und echte Inklusion? Was braucht verantwortungsvolle Führung in einer Zeit, in der KI, Krisen und Dauerveränderung viele Menschen eher verunsichern als beflügeln? Und wie gelingt es, den eigenen Weg zu finden, wenn man eben nicht dem klassischen Lebenslauf folgt, sondern sich Schritt für Schritt selbst dorthin entwickelt? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work, heute in einer Kollaborationsfolge mit Zoomer meets Boomer und meinem Co-Host und Sohn Oskar Trautmann. Unser heutiger Gast ist Magdalena Rogl

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00:00:00: Unser heutiger Gast steht für einen Weg, der in keinem Karriere-Radgeber steht.

00:00:04: Gerade deshalb hat er schon so viele Menschen berührt.

00:00:08: Sie hat das Gymnasium abgebrochen, eine Ausbildung im sozialen Bereich gemacht, früh Verantwortung übernommen war Junge, alleinerziehende

00:00:16: Mutter

00:00:17: und hat sich ihren Weg in die digitale Kommunikationswelt Schritt für Schritt selbst erarbeitet.

00:00:24: Über Station bei Focus Online & Tomorrow Focus führte sie ihr Weg schließlich zu Microsoft.

00:00:30: Dort hat sich fast zehn Jahre lang in unterschiedlichen Rollen gewirkt, zunächst in der digitalen Kommunikation später als Diversity und Inclusion Lead für Microsoft Deutschland.

00:00:38: In dieser Rolle hat sie Führung Kultur- und Transformation nicht nur theoretisch begleitet sondern ganz konkret mitgestaltet Mit einem klaren Fokus auf psychologische Sicherheit Emotional Intelligenz Verantwortungsvolle Führungen und echte Inklusion.

00:00:52: Heute arbeite sie als Beraterin, Kinotspeakerinnen und Autoren zu Responsible Leadership & Corporate Culture.

00:00:58: Sitze in mehreren Advisory Boards und gehört zu den wichtigsten Stimmen wenn es darum geht wie Unternehmen menschlicher mutiger und zukunftsfähiger werden können.

00:01:06: Seit fast neun Jahren beschäftigen wir uns mit der Frage Wie Arbeit den Menschen stärkstätig

00:01:10: zu schwächen?

00:01:11: Wir haben in fast fünfhundertfünfzig Episode mit wahrscheinlich mehr als siebenhundert Persönlichkeiten darüber gesprochen was sich für sie verändert hat und was ich weiter ändern muss.

00:01:20: Warum ist psychologische Sicherheit keine Kuscheltisziplin, sondern eine der wichtigsten Voraussetzungen für Leistung, Innovation und echte Inklusion?

00:01:28: Was braucht verantwortungsvolle Führung in einer Zeit, in der KI-Krisen und Dauerveränderungen viele Menschen eher verunsichern als beflügeln.

00:01:35: Und wie gelingt es den eigenen Weg zu finden, wenn man eben nicht dem klassischen Lebenslauf folgt sondern sich Schritt für Schritt selbst dorthin entwickelt.

00:01:42: Fest steht – Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse.

00:01:46: Daher suchen wir weiter nach Methoden Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen Dienst im Kern von New Work näher bringen.

00:01:53: Dabei hinaus beschäftige ich uns von Anfang an die Frage ob wirklich alle Menschen das finden und leben können was sie im Innersten

00:02:00: wirklich

00:02:00: wollen.

00:02:01: Ihr seid bei On the Way to New Work heute In einer Kollaborationsfolge mit Summa Mitzvuma und meinem Chorhorst, Oscar Trautmann.

00:02:10: Unser heutiger Gast ist die wunderbare Magdalena

00:02:13: Rogel.

00:02:33: Das Grandfinal unseres Münchenaufenthaltes sind nach wie vor im Wirtshaus...

00:02:40: Ich hab meine vierte halbe, aber Alkohol frei.

00:02:43: Ja?

00:02:43: Ich hab die

00:02:44: vierte normale Halse ... Aber ich wiege ja auch hundertfünf Kilo und mir wirkt das nicht zu viel.

00:02:49: Das ist ein sehr langer Tag gewesen, aber wir haben es endlich geschafft.

00:02:52: Wir sind am Highlight angekommen ohne das zu werten.

00:02:54: Aber ich

00:02:56: bin

00:02:56: sehr stolz und froh.

00:02:58: Draußen wird schon geklatscht.

00:02:59: Ja, jetzt geht's.

00:03:02: Lena Magdalena-Rogel ist bei uns ... Ich glaube, ich hatte sicherlich schon mal in einen, zwei Folgen über ... dich gesprochen, weil wir zusammen auf dem Panel bei Beyond Economy Festival zusammen waren.

00:03:13: Ich hatte der letzten Folge übergesprochen mit Marc dir das Ganze organisiert und denke immer noch darüber nach was du gesagt hast über unser Panel unsere Nach-und Vorgespräche und dachte dass wäre mir ein riesiges Anliegen wenn du zu uns im Podcast kommst.

00:03:28: Ja, es hat geklappt.

00:03:28: Wir dachten, ich hab Papst den Vorstand gemalt und er meinte gut aber dann muss ich nach München kommen.

00:03:32: das müssen wir live machen Das machen wir nicht remote.

00:03:35: Und ja jetzt bist du da!

00:03:36: Vielen vielen Dank für deine Zeit und dass du an einem Samstagabend hier mit uns im Wurzhaus setzt.

00:03:39: Danke euch für

00:03:42: die Einladung.

00:03:44: Könnt ihr mir schlimmere Samstag-Abende vorstellen?

00:03:46: Ihr Bierchen und ein gutes Gespräch?

00:03:48: So!

00:03:49: Sehr schön!

00:03:50: Oskar hat mir die Erlaubnis gegeben Weil wir diese Folge ja in beiden Podcasts ausstrahlen, Sumamids Boomer und On the Way to New Work.

00:03:59: Unsere On The Way To New Work Signature Frage stellen weil sie auch Oscar interessiert wie bist du der Mensch geworden der du heute bist?

00:04:08: Ja damit könnte ich wahrscheinlich jetzt die ganze Podcast vorhüpfeln.

00:04:10: Sollte ich nehmen!

00:04:13: Weil mein Weg tatsächlich ein sehr ungewöhnlicher ist.

00:04:16: also ich habe nicht den klassischen Corporate-Weg genommen den viele gehen.

00:04:21: Ich bin erst mal Kinderpflegerin geworden.

00:04:24: Und da gab es auch eine kleine Vorgeschichte, ich war auf dem Gymnasium und habe aber die Schule abgebrochen weil ich wahnsinnig schlecht war in der Schule.

00:04:33: also ich war wirklich so einer die sich immer von Jahr zu Jahr gehangelt hat.

00:04:37: dann bin ich auch mal durchgefallen.

00:04:40: Für mich hat sich damals ganz stark der Glaubenssatz entwickelt, ich bin halt nicht so schlau.

00:04:44: Hast du es auch gehört von seinem Umfeld?

00:04:46: Ja schon doch!

00:04:48: Also immer wieder mal ob das für das Gymnasium ja vielleicht nicht geeignet wäre und ja... Ich habe mich dann während der Schulzeit schon sehr stark mit eher den sozialen Themen beschäftigt war Schülersprecherin, hab die Schulfestigung gemacht und so und habe dann eben einfach gesagt okay das ist nichts für mich, ich werde das ab wie sowieso nicht schaffen.

00:05:08: Also fange ich eine Ausbildung an.

00:05:10: Ich wollte schon immer Kinderpflegerin werden, das war ein ganz großer Traum von mir mit Kindern zu arbeiten und im sozialen Bereich zu arbeiten.

00:05:17: Und ganz schön war tatsächlich so der Wechsel von Gymnasium zur Berufsschule, weil ich plötzlich eine Einsausschülerin war und gemerkt habe wenn man mal das lernen darf was einen begeistert.

00:05:28: Das macht erstaunlicherweise ein ganz großen Unterschied.

00:05:32: Ja stärker orientiertes Lernen.

00:05:33: Absolut

00:05:34: genau!

00:05:34: Und ja in dem Beruf hab' ich dann fünf Jahre gearbeitet bin währenddessen sehr sehr jung Mama geworden Und war dann aber alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern in München, einer der größten Städte Deutschlands.

00:05:47: Mit dem Gehalt einer Kinderpflegerin und ich glaube da brauchen wir jetzt nicht weiter reden dass die Rechnung nicht aufgeht.

00:05:54: Das war tatsächlich so ein Punkt für mich sehr herausfordernd war weil ich diesen Job so geliebt habe und mich das Gefühl hatte ich muss meinen Traum irgendwie aufgeben.

00:06:05: Aber ich glaube, ich habe dadurch auch einfach den Mut entwickeln und hab gedacht okay.

00:06:09: Ich kann jetzt eh nicht mehr viel verlieren.

00:06:11: Jetzt gucke ich einfach.

00:06:12: Und dann habe ich erst mal als Aushilfe in der digitalen Medienbranche angefangen damals bei Fokus online hier in München Hab Community Management gemacht.

00:06:21: Ich weiß gar nicht wie viele Zuhörende das noch kennen.

00:06:23: Das war nämlich quasi kurz vor Social Media.

00:06:26: Da hat man noch Kommentare auf den Seiten moderiert.

00:06:28: Das war mein Job und hab dann aber gemerkt hey Ich kann eigentlich lernen und wenn mich Dinge begeistern, dann kann ich mich da auch reinfuchsen.

00:06:37: Und so habe ich mich dann spezialisiert auf Unternehmenskommunikationen und bin dann vor zehn Jahren zu Microsoft gewechselt um dort Unternehmen Kommunikation zu machen.

00:06:47: Und hab nach ein paar Jahren intern noch mal gewechseld von PR zu HR und war die letzten Jahre Diversity Tuning Inclusion

00:06:54: Lead.

00:06:55: Also das hast du so schnell erzählt?

00:06:57: Da wird mir ganz schwindelig!

00:07:01: Stationen da quasi, also auch Parameter mal so gestriffen hast.

00:07:06: Junge Mutter dann zwei Kinder allein erziehend in der teuren Stadt.

00:07:11: Ich würde gerne einmal rein grätschen dieses Thema Verabschieden vom Traumberuf und jetzt dann ja aufgrund von auch finanziellen Gründen das neue eintauchen wie das war was du da sagen wir auch für deine im Weg hattest.

00:07:25: Also klingt ja irgendwie so als wenn Borda Talent bei dir gesehen hat, du sagst mir doch egal was die gelernt hatte oder ob die Abi hat.

00:07:32: Ist eine coole Frau?

00:07:33: War das so oder...

00:07:34: Nee ehrlicherweise es war gar nicht so.

00:07:36: Das war so wie Zeit wo man irgendwie jede Aushilfe brauchen konnte.

00:07:42: Da bin ich mal ganz ehrlich.

00:07:44: So bin ich da reingerutscht.

00:07:45: aber ja ich hatte dann schon glaube ich für mich auch den Ehrgeiz zu zeigen dass ich eben nicht nur Aushhilfe sein kann.

00:07:55: Und relativ kurze Zeit, nachdem ich dort überhaupt erst angefangen habe hat die damalige Abteilungsleiterin aufgehört weil sie selbst in Elternzeit gegangen ist.

00:08:05: Dann wurde ich gefragt ob ich die Abteilung übernehmen will und es hätte ich nie gemacht.

00:08:09: Ich hatte nie den Mut dazu gehabt.

00:08:12: aber wenn man zwei kleine Kinder zu Hause hat und weiß okay ich muss den Laden irgendwie am Laufen halten dann macht man ziemlich viel Mut und so hab' ich das übernommen.

00:08:20: Das macht mich wahrscheinlich sehr aus.

00:08:25: Ich liebe Menschen, ich liebe es mit Menschen zu connecten und hatte das große Glück, dass ich intern einen ganz tollen Menschen gefunden habe.

00:08:32: Die begrüße an Sandra an der Stelle die damals bei Buddha Tomorrow Focus quasi in der Holding gearbeitet hat und die dann ganz lustig auf einer Weihnachtsfeier zum Jahr gekommen ist und gesagt hat so hey du kannst da nicht bleiben!

00:08:48: Du musst jetzt in die Unternehmenskommunikation kommen.

00:08:50: wir brauchen jemanden wie dich Und ich glaube, das sind so tolle Momente.

00:08:55: Wenn Menschen was in einem sehen, was man vielleicht selbst noch gar nicht so sehen kann und einfach sagen So hey, ich nehme mich jetzt an der Hand du kommst jetzt mit und Das war wirklich für mich ein ganz ganz toller Moment und dadurch dich einfach nochmal einen Riesenschritt machen Was mein eigenes Wachstum betrifft meine Sichtbarkeit betriffe weil Unternehmenskommunikation dann ja auch nach außen sehr sichtbar ist.

00:09:18: und Ja das war für mich glaube ich ganz wichtig.

00:09:21: Und der Sprung zu Microsoft, hast du dich auf eine Stelle beworben oder war da ein Headhunter?

00:09:28: Das war lustigerweise eigentlich eine ähnliche Geschichte.

00:09:31: Ich habe damals sehr stark Social Media genutzt weil ich ja ... bis heute wieder Abitur noch Hochschulstudium hab.

00:09:38: Also wusste ich, ich muss mich irgendwie gut vernetzen um auch gesehen zu werden.

00:09:42: Ich wüsste ja der klassische Bewerbungsweg funktioniert für mich nicht.

00:09:45: Damals auch schon LinkedIn?

00:09:46: Du bist jetzt vor drei Jahren da.

00:09:47: Nee

00:09:47: tatsächlich!

00:09:48: Ich bin seit fünfzehn Jahren auf LinkedIn.

00:09:50: Absurd aber so ist es...

00:09:51: Man sieht das funktioniert.

00:09:54: Ich dachte du sagst jetzt man sieht es dir nicht an.

00:09:57: Aber auch das.

00:10:00: Ja, und hab LinkedIn sehr genutzt.

00:10:02: Aber auch damals noch Rest in Peace Twitter.

00:10:05: Das war doch eine große Sache!

00:10:08: Und über Twitter habe ich ne junge Frau kennengelernt die sehr ähnliche Interessen hatte wie ich... ...und damals bei Microsoft

00:10:14: gearbeitet hat.

00:10:16: Jetzt nochmal ein lieben Gruß an Annalena Müller.

00:10:18: Die ist mittlerweile bei Siemens.

00:10:20: War zwischendurch bei Volkswagen.

00:10:21: Hat also auch ne ordentliche Karriere gemacht und Annalina hat damals eben gesehen so Mensch Die macht irgendwie coole Kommunikation, die traut sich was.

00:10:31: Ich glaube ich hab nicht deshalb was getraut weil ich einfach keine Ahnung hatte wie es vielleicht in irgendwelchen Lehrbüchern steht.

00:10:36: Ich habe eben so gemacht wie's gefühlt hat.

00:10:39: Und ja, so hat Anna-Lena mir die Tür zu Microsoft geöffnet und dann bin ich da gelandet.

00:10:45: Auch das hätte ich mir glaube ich nie ausgesucht und nie zugetraut.

00:10:48: aber das ist eben das Schöne wenn Menschen an einen glauben.

00:10:51: Aber kam das über den Prozess dass du diesen Glauben an dich selbst mehr gefunden hast?

00:10:56: oder gab es ein Punkt in deinem Leben wo du gemerkt hast?

00:11:01: Ich kann was.

00:11:03: Ja, ich glaube das lief dann irgendwie schon parallel.

00:11:05: also ich habe dann schon gemerkt die Kommunikation die ich mache kommt sehr gut an die funktioniert richtig gut.

00:11:12: Dann kamen da die ersten Preise um die Ecke für irgendwelche Kampagnen und ich dachte mir wow okay interessant.

00:11:19: Ich muss aber auch da sagen, ich bin bis heute jeden Tag dankbar für meine Ausbildung die ich gemacht habe.

00:11:24: Weil ich sage es ganz ehrlich wer mit einer Gruppe von kleinen Kindern kommunizieren kann der hat Kommunikation richtig verstanden und er hat Liedership richtig

00:11:32: verstand.

00:11:33: Und das mein ich null despektierlich sondern wirklich ganz klar so wie's ist wenn man so viele unterschiedliche Persönlichkeiten hat.

00:11:41: Man muss so klar kommunizieren, man muss so motivierend sein, man muß vielleicht auch ungewöhnliche Wege finden...

00:11:47: Konflikte früh erkennen?

00:11:48: Ja richtig!

00:11:49: Und auch gucken was brauchen die individuellen um zu wachsen?

00:11:53: und ich habe dann gemerkt hey das ist eigentlich nicht so für mich verstecken muss sondern im Gegenteil es ist etwas was mich einzigartig macht und ich darf dass auch mehr zeigen und ich durfte damit auch mehr nach vorne gehen zur Sichtbarkeit und kann mich dann erinnern, als es die ersten Artikel über mich gab.

00:12:13: Das hat sich ganz komisch angeführt und ich hatte ehrlich Angst sag' ich euch weil... Ich wusste okay da kommt jetzt nächste Woche ein Artikel.

00:12:19: Da steht ganz groß drin dass ich keinen Abi habe oder dass ich nicht studiert hab

00:12:23: und was dann... So das in dem Poster auch so?

00:12:25: Halleluja Hababi ja!

00:12:28: Und ich habe aber gemerkt Es ist eigentlich das Gegenteil von dem, was ich befürchte.

00:12:32: Das ist nicht dass die Leute irgendwie mich blöd anschauen.

00:12:34: Großer Respekt und Anerkennung für das, was wir machen.

00:12:37: Ja, das

00:12:37: einerseits aber vor allem ganz viele Menschen, die sich motiviert fühlen, genau gesehen fühlen.

00:12:42: Die sagen so wow wie cool!

00:12:44: Und ich will auch eine Veränderung... Ich würde auch so gerne Quereinstieg machen und das ist ja das Schöne.

00:12:50: Ich meine es kennt ihr auch total.

00:12:51: wenn man irgendwie merkt einfach mit dem wie man isst und was man tut kann man menschen begeistern?

00:12:57: Das ist doch ein riesiges Geschenk.

00:12:59: Das

00:13:00: größte Geschenk, ja.

00:13:04: Ich verbinde dich glaube ich wie keine zweite auch mit diesem Thema psychologische Sicherheit so Auch jetzt im Kontext von KI wo ich mich immer mehr damit beschäftige Wie essentiell es für uns alle ist zu leben zu spüren in Führung Zu Leben.

00:13:19: Wann war so für dich der Punkt dass du gemerkt hast das das vielleicht auch einer der treibenden Faktoren ist?

00:13:25: dich so entwickeln kannst, also einmal dadurch dass du das ja lebst auslebst aber auch dann in der Firma erlebt hast.

00:13:33: Wann war da so der Punkt wo du dich mit dem Thema dann auseinander gesetzt hast?

00:13:37: Ich weiß gar nicht ob es so einen Moment gab, wenn du sie jetzt so sagst ich erinnere mich zum Beispiel, dass habe ich sehr noch im Kopf... Kollegen stehen in der Kaffeeküche, unterhalten sich über ihre Auslandssemester.

00:13:53: Und ich merke so richtig wie meine Brust sich zuschnürt und ich mir denke, shit!

00:13:57: Wie komme ich aus der Situation raus?

00:13:59: Weil... Ich kann nichts erzählen von meinen Auslands-Semestern.

00:14:02: Ich habe das nicht und ich will nicht dass die das herausfinden.

00:14:07: Im Nachhinein weiß ich genau, das war ein Moment von ganz großer psychologischer Unsicherheit.

00:14:13: Ich weiß einfach was es mit mir gemacht hat.

00:14:17: Ich glaube, deshalb kann ich das so gut nachfühlen was das mit Menschen macht.

00:14:22: und ich hatte dann aber auch eben die umgekehrten Momente wo ich gespürt habe.

00:14:26: Menschen glauben an mich, Menschen sehen mich und Menschen wollen dass sich das tue, was ich tue.

00:14:31: Ich hab Chefs und Chefinnen die mir total vertrauen, die mir voll frei laufen lassen Und wie viel Kreativität daraus entsteht und wieviel Positivität auch.

00:14:45: Und Enthusiasmus und Motivation vor allem, also es ist ja eine enorme Produktivität die Unternehmen dadurch bekommen wenn sie eben psychologische Sicherheit wirklich vorleben und wenn Sie das auch ganz stark in Ihren Leadership Frameworks einfach mit eingearbeitet

00:15:02: haben?

00:15:03: Das große Glück gehabt, Amy Adminsen kennenzulernen.

00:15:05: Die auch bei uns im Podcast war und ich weiß noch als ich den ihren ersten Artikel war, Harvard Business Review gelesen habe und dann das

00:15:14: Buch Ich

00:15:15: hab mich selber so geschämt weil ich so gesehen habe dass ich in meiner beruflichen Entwicklung wirklich Phasen habe wo ich immer gedacht habe ja du bist ja der nette und du bist dir so ein Everybody's Darling, was die schlimme Umschreibung ist von Conflictjoy.

00:15:33: I'm the Dude und so... Und auch als mein erster Businesspartner Andre und ich uns getrennt haben wir wieder der erste Idiot.

00:15:39: Ich bin der Tolle.

00:15:40: heute weiß ich, wir waren beide Idioten und auch beide toll aber haben es halt nicht synchron gekriegt und habe sie jetzt noch mal stärker gelernt über die Ausbildung zum Clifton Strengths Coach und zwar da kommt dann auch dieses Thema mit nicht nur Diversität ... im Alterdiversität, Religion, Sexualität und so weiter.

00:16:04: Sondern Diversität im Denken.

00:16:05: Also ich glaube heute dass wir alle neurodiverse sind... Und ich habe dann irgendwann gemerkt also bei mir wurde zum Beispiel Ich hab als Stärken sehr stark nach vorne getriebene Ideen Tatkraft, Leistungsorientier, Arrangeur, alles immer chaka-chaka nach vorn.

00:16:22: Und ich war früher der Typ in Meetings gesagt hat, und das Schlimme war mein Partner-Antrieb auch so.

00:16:28: Wenn jemand mit Problemen kam, komme ich nicht mehr problemkomme mit Lösungen.

00:16:32: Das schlimmste was du machen kannst genauso wenn du andersrum bist, der immer die Probleme gut erkennt und prozessorientiert ist zu jemandem der gute Idee nach sagt jetzt kommt der Paradiesvogel wieder oder die Spinnerin.

00:16:47: psychologische Sicherheit heißt eben wirklich auch zu akzeptieren, dass Menschen anders denken und sie nicht dafür zu verurteilen oder irgendwas zu verlangen was sie gar nicht können.

00:16:57: Also dieses Thema ist wirklich so wichtig, wir haben gerade ja vorgesprungen über Karin Lausch gesprochen die gerade da etwas geschrieben hat.

00:17:03: also ich glaube das sollten wir ruhig mal rein bohren in das Thema vielleicht wie du es bei Microsoft erlebt hast.

00:17:10: Wie ist dir das Thema da begegnet?

00:17:13: Das hast du für einen Raum geschaffen!

00:17:16: Ja, also ich finde das ist ein wahnsinnig spannendes Thema und danke dass du es gerade so ehrlich beschrieben hast.

00:17:22: Und auch so selbst reflektiert.

00:17:24: und was mir dabei immer so einfällt ist wirklich der Begriff Selbstbewusstsein.

00:17:29: und ich sage das ganz klar mit dieser kleinen Pause zwischendurch weil ich eben finde, dass wir diesen Begriff im Alltagssprachgebrauch ganz

00:17:36: falsch nutzen.

00:17:37: Wir nutzen es immer als Coolness und Stärke.

00:17:39: aber was ist ja eigentlich beschreibt?

00:17:40: Ist wirklich sich bewusst zu werden wer bin ich?

00:17:42: Was macht mich aus?

00:17:43: genauso wie du sagst wo habe ich vielleicht ein ganz falsches Bild über mich selbst?

00:17:47: oder denke ich bin so und so hab' ich bin's gar nicht.

00:17:51: Aber auch wohl liegen meine Stärken Weil ich glaube da müssen wir anfangen.

00:17:55: also wir müssen bei der Selbstverantwortung anfangen Und gucken wer bin Ich wirklich und uns darüber bewusstwerden.

00:18:01: das is oft Einfach auch unangenehm, weil man sich da mal ganz ehrlich ins Spiel schauen muss.

00:18:05: Schmerzhaft ja!

00:18:07: Aber das kann eben ganz viel auslösen und dadurch entsteht eben auch so dieser Raum dass man authentisch sein kann und authentisch nicht nur als Bass wird sondern wirklich echt auch mit den Schwächen die man hat.

00:18:21: und vielleicht weil ihr gefragt habt wie haben wir das bei Microsoft gelebt?

00:18:24: oder wie wurde das umgesetzt?

00:18:26: Ich kann mich sehr gut erinnern als ich damals meinen ersten Termin bei Microsoft hatte.

00:18:32: Ich hatte quasi noch keinen Vertrag, sondern ich sollte mich mit dem Chef damals treffen und ich saß da unten im Café und da hingen so ein ganz großes Plakat zu wie das ja oft beim großen Corporates ist und da stand drauf come as you are do what u love!

00:18:49: Und ich muss sagen, ich habe erst mal so ein bisschen mit den Augen gerollt weil wir alle kennen das ja schöne Wandsprüche.

00:18:54: Das ist Nirvana meets Steve Jobs?

00:18:57: Genau so ein bißchen Und der Chef, mit dem ich aber einen Termin hatte, hat mich warten lassen.

00:19:04: Und dann saß ich da in diesem Café und hab die Menschen beobachtet.

00:19:10: Das war so interessant, weil ich habe gemerkt, das steht nicht nur an der Wand, sondern es scheint wirklich zu sein, weil da so unterschiedliche Menschen waren.

00:19:20: Da kam eine junge Frau mit langen rosa Haaren um die Ecke, die aussah als sie gerade von der Schule gekommen ist.

00:19:27: Dann kam der klassische Entwickler-Nerd mit seinen Birkenstocks und Pferdespannens.

00:19:33: in Anzügen und Kostümen.

00:19:35: Und ich hatte so das Gefühl, das passt alles gar nicht zusammen!

00:19:38: Das ist eine Firma?

00:19:39: Genau, aber irgendwie ja doch... Es passt eben unter dieses Motto.

00:19:45: Ich habe ja schon gesagt, ich hab damals nicht gleich Diversity & Inclusion als Hauptberuf gehabt.

00:19:52: Aber ich glaube, ich habe es immer schon stark auch mit vorangetrieben.

00:19:55: Ich hab ganz lange unsere queere Community auch mit geleitet Und ja, da war dieses Thema psychologische Sicherheit natürlich immer ganz präsent.

00:20:05: Also wie schaffen wir es eben diese Räume zu öffnen ohne dass sich jetzt jemand gedrängt fühlt?

00:20:12: Beim Thema Queerness hatten wir zum Beispiel ganz stark so die Herausforderung Wir wollen nicht das es für Menschen zwangsouting ist wenn sie an Events teilnehmen.

00:20:21: Also haben wir dann gesagt, okay, wir nennen diese Gruppe, also Klima.

00:20:25: Das ist eine Abkürzung aber ich sage jetzt mal Queer and Friends und hab das

00:20:29: Ent-Friends

00:20:29: mit dazu genommen um eben zu

00:20:31: sagen wo?

00:20:31: Genau!

00:20:32: Wir sind ganz offen.

00:20:33: Und

00:20:34: so durch so ne Kleinigkeit schafft man eben wenn wir jetzt ganz konkret sind die psychologische Sicherheit dass man sagt Okay Menschen können sich das mal anschauen können sie sich das an fühlen und können überlegen okay möchte ich vielleicht jetzt da ein bisschen offener auch reingehen oder auch mit mir selbst gehen.

00:20:52: Und das, glaube ich ist es wertvolle dass es eben auch in ganz großen Corporates geht's nicht um dann irgendwie die großen Aktionen und Programme sondern es geht um die kleinen Momente die man schafft weil die kleine Momente sind das wo Menschen eben dann vielleicht den Mut haben sich zu öffnen sich zu zeigen und dieses echte Selbstbewusstsein wirklich dann auch zu leben.

00:21:13: du bist seit zehn Jahr oder Du warst zehn Jahre beim Microsoft das heißt du hast auch noch nicht täglich im Kontakt, aber dass die Ära Steve Ballmer auch noch erlebt.

00:21:22: Sie wechseln, oder?

00:21:24: Und ich nehme immer Microsoft als Beispiel wenn Leute mich fragen was für ein Führungsstil sie denn so haben sollen.

00:21:29: Ich sage immer guck dir mal Microsoft an!

00:21:31: Die hatten drei CEOs, die unterschiedlich nicht sein könnten und die alle ja sehr erfolgreich waren von einem Bill Gates der sich von einem Nerd zu einem Visionär entwickelt hat zum Philanthropen dann einen Steve Ballma gestampftes, all-lovingest Company oder in seinen Werdespots aufgetragen ist.

00:21:52: Wahnsinnig lustig anzugucken!

00:21:53: Super selbstironisch krass und... Ich weiß

00:21:56: gar nicht ob es selbst ironisch war oder

00:21:59: was?

00:21:59: Aber okay

00:21:59: aber auf jeden Fall sehr sehr lustig und echt und auch echt und man hat ja auch Stilen ausgeschossen.

00:22:05: also ich glaube seine iPhone Prognose ist nicht ganz eingetreten.

00:22:08: Könnte mal

00:22:09: so sagen.

00:22:10: Und dann

00:22:10: muss sich eine ganz kurze Anekdote erzählen.

00:22:12: Die Barma hat auf dem Microsoft Campus in Redmond hat tatsächlich eine Beerdigung organisiert für das iPhone.

00:22:18: Und es gibt Videos davon noch... Nein!

00:22:21: Ich weiß nicht, ob's jetzt... ich poppa jang fast noch auf YouTube, wie es wirklich so ne Prozession gab und das iPhone beerdigt wurde.

00:22:27: Das ist natürlich cringe-achttausend, wenn meine Kinder sagen.

00:22:31: Ja, ist nicht eingeschrieben.

00:22:32: Ja aber lustig.

00:22:33: Und dann kommt Satya Nadella.

00:22:35: und so wie ich das wahrgenommen hab damals und was ich gehört und gelesen habe, hat der seinen Führungskräften erstmal gewaltfreie Kommunikation geschenkt an den Buch Marshall Rosenberg, also Non-Violent Communication.

00:22:50: Und ist aus meiner Sicht eher ein introvertierter Typ, eher ein coachender Typ der auch in schwierigen Zeiten dann auch andere Filmstile zeigen konnte und durchsetzungsstark

00:23:00: usw.,

00:23:01: aber völlig unterschiedliche Siele und alle haben es geschafft Microsoft Middlesons einmal zur wertvollsten Firma der Welt zu machen.

00:23:08: Deswegen sage ich mal, das Wichtigste ist für mich nicht der Stil.

00:23:11: Das Wichtigst sind die Skills, die man hat und eben auch so Grundwerte wie Respekt und so etwas, wie wir psychologische Sicherheit gemacht haben.

00:23:19: Hat sich die Firma aus deiner Sicht deutlich verändert seit Satya Nadela des CEO's?

00:23:26: Und wenn ja, wie?

00:23:28: Also ich habe quasi sie zwar mal ja eigentlich fast gar nicht mehr mitbekommen, aber dadurch hab' ich natürlich so stark die Veränderung mit bekommen und für mich war das tatsächlich auch damals räumlich.

00:23:38: Ich hab nämlich noch im Headquarter in Unterschleißheim angefangen und das sagt wahrscheinlich die Zuhörenden jetzt wenig.

00:23:45: Das ist ein Vorort von München und so hat sich das auch angefühlt.

00:23:48: es war so einen riesen Industriekomplex in einem vor Ort von Münchendrum herum nur Familienhäuser Ja, sehr verschlossen.

00:23:59: Also man musste da durch einen riesigen Security-Check des Gebäude ein einziges Labyrinth.

00:24:03: Man hat nichts gefunden.

00:24:04: es war alles so wirklich jede Abteilung für sich sehr verschlossene und ich wusste damals schon okay da halt ist nicht lange aus.

00:24:13: also Ich wusste oder ich habe meinen Vertrag mit dem Wissen unterschrieben dass wir eben nach München in die Stadt ziehen und das Ganze auch sich verändern wird Und ich glaube, das war ganz spannend dass diese Veränderung eben auch so sichtbar war.

00:24:27: Wir sind dann in Büro gezogen.

00:24:28: da ist das Headquarter heute noch München-Schwabing und es ist eben ein sehr offenes Headquarter.

00:24:34: Es ist sehr hell ihr wart beide ja schon mal dort.

00:24:38: Man kommt rein man wird überhaupt nicht kontrolliert oder sonst wie sondern man kann sich erstmal an diesem Atem aufhalten.

00:24:42: Ein öffentliches Café Und ich finde, das war ganz wichtig.

00:24:47: Weil dadurch ja auch gezeigt wurde okay, auch als Unternehmen öffnen wir uns und beispielsweise auch in Richtung Open Source.

00:24:53: also Microsoft ist ja das größte Open Source Unternehmen weltweit was viele nicht wissen.

00:25:00: Ich glaube es war so schön dass man das bildlich so sehen konnte diese Offenheit und dieses Software-Offenheit die eben es hat Janadella ganz stark gelebt hat die Steve Barmer überhaupt nicht wollte und sehr sehr torpediert hat Und gleichzeitig aber auch eben dieses menschliche Miteinander, sich als Menschen wirklich zu begegnen und ja offen zu sein.

00:25:21: Keine Hierarchien oder keine Hierarchie kann man jetzt nicht sagen weil realistischerweise braucht es immer Hierarchin Aber keine starren Hierarchen zu leben und das ganze ist eben auch ein Open Office.

00:25:33: damals Als wir eingezogen sind wurde es betitelt als das modernste Büro Deutschlands Nicht von uns sondern von den Medien Und ich glaube, damals hat das auch gegolten.

00:25:42: Heute könnte man schon wieder ein bisschen was modernisieren wie es so schnell geht.

00:25:46: Aber was ich zum Beispiel ganz spannend fand, das Thema Open-Office war eben nicht nur für die Mitarbeitenden sondern auch für das Ziel Level.

00:25:55: Also jede Person, die da kam musste sich jeden Morgen den Schreibtisch suchen und es war eben nichts okay.

00:26:00: jetzt hier im weiß ich nicht sechsten Stock Da ist dann die Geschäftsführung Und die haben dann das für sich Sondern wirklich für alle gelten die gleichen Regeln und Ich glaube dass sind solche Kleinigkeiten Die aber einen ganz ganz großen Unterschied machen Im Umgang miteinander

00:26:15: Ja voll.

00:26:16: Aber ich meine die letzten vier, fünf Jahre war wahrscheinlich auch für Microsoft der größte Umbruch sowohl natürlich im Ausblick der relevantste eigene Produkte Software as a Service im Umbruchs hin zu Service as a Software KI als Revolution.

00:26:34: man muss Excel Tabelle nicht mehr selber schreiben man muss PowerPoint.

00:26:37: haben wir jetzt noch keinen Frontieragent mehr uns da alles abnimmt.

00:26:39: aber theoretisch müssen wir nicht mehr viel von dem machen was Microsoft uns eigentlich ermöglicht hat.

00:26:45: Und der Prozess hat ja schon vor drei, vier Jahren mit GPD-FORO eigentlich angefangen.

00:26:50: Wie hast du da gemerkt wie sich deine Arbeit verändert hat?

00:26:53: Da eben auch die Sicherheit zu gewährleisten dass es irgendwie weitergeht.

00:26:58: Weil das... ich meine du bist ja auch im KI-Thema tief drin und ich glaube gerade im Thema KI brauchen wir psychologische Sicherheit um die Leute zu befähigen sich überhaupt zu trauen sich damit auseinanderzusetzen ihre Stärken in die KI zu bringen nicht sozusagen jetzt dich zu machen sagen nach Medizinflut.

00:27:16: Hauptsache, ich muss damit nichts zu tun haben.

00:27:20: und gerade in der Firma die so stark transformiert wird von KI wie war das für dich?

00:27:24: Und wie hast du den Prozess begleitet?

00:27:25: Das finde ich super spannend!

00:27:26: Ja ja also das war auch für mich sehr spannend weil ich ja eben gar kein Digital Native bin.

00:27:32: Also ich habe wirklich mit Mitte zwanzig erst mal angefangen mich mit Computerzugschaften so und mich damit auch auseinanderzusetzen.

00:27:40: Deshalb war für mich diese Entwicklung auch total interessant.

00:27:44: Aber gleichzeitig hat sie mir keine Angst gemacht, weil ich eben wusste okay... Ich habe mich damals auch komplett reingefunden.

00:27:50: also werde ich das wieder tun.

00:27:52: aber ich glaube was so für mich ein bisschen meine Rolle war da wo ich meine Aufgabe gesehen hab und auch bis heute sehe ist eben darauf zu schauen welches Skills brauchen wir als Menschen?

00:28:04: Die KI ist da und ich sage das hier ganz klar, ich bin ein großer Fan von KI.

00:28:09: Ich finde es großartig!

00:28:10: Ich find es wichtig dass es diese Entwicklung gibt, KI, Robotik

00:28:14: usw.,

00:28:16: aber ich sag eben für mich ganz klar je mehr künstliche Intelligenz es gibt desto mehr emotionale Intelligenzen brauchen wir.

00:28:24: Und das war ja für mich auch damals die Motivation oder ich glaube so ein bisschen der Startpunkt, mein erstes Buch zu schreiben über Emotionen in der Arbeitswelt und wie wir damit umgehen.

00:28:37: Weil für mich das eben ganz wichtig ist dass wir darauf schauen, wie entwickeln wir uns also... als Menschen.

00:28:43: Und

00:28:45: es ist ja ganz groß, wie du schon so ein bisschen angedeutet hast diese Angst.

00:28:48: okay KI wird mir mein Job wegnehmen.

00:28:50: und ja also wir wissen das ganz realistisch KI würde viele Jobs überflüssig machen und das ist gut so!

00:28:56: Das ist wichtig so.

00:28:57: Es sind ziemlich viele beschissene Jobs dabei die überflüßigen machen.

00:29:00: Ganz genau und wir müssen aber eben schauen ok was brauchen wir denn um von der KI nicht überflüsstig gemacht werden zu können?

00:29:07: Und das sind unsere menschlichen Skills.

00:29:09: Damit können wir wirklich Hand in Hand mit KI arbeiten, damit können wir das übernehmen was die KI eben nicht kann oder auch nicht können soll.

00:29:18: Und das ist mir so wichtig, dass die Menschen das sehen.

00:29:21: Natürlich ist die reine KI-Kompetenz auch sehr wichtig sich damit auseinandersetzen zu setzen.

00:29:26: und auch da spielt glaube ich wieder viel psychologische Sicherheit mit rein einfach mal ausprobieren, einfach mal gucken.

00:29:31: Es passiert hier nicht sofort irgendwas ganz Schlimmes Die Weltherrschaft wird nicht sofort irgendwie an sich gerissen Aber vielleicht einfach mal zu schauen und vor allem aber wirklich sich darauf zu fokussieren.

00:29:43: Was macht mich als Menschen wirklich aus?

00:29:45: Da sind wir eigentlich wieder beim Selbstbewusstsein.

00:29:47: Wofür stehe ich, was ist das, was mich einzigartig macht und somit eben auch nicht ersetzbar

00:29:55: ist.

00:29:55: Die sehen meine Emotionen bei der Arbeit ruhig mal eintauchen weil ich habe jetzt ganz häufig wenn in unseren Seminaren bin bevor ich selber anfange, bestimmte Methoden zu vermitteln.

00:30:07: Auch ganz viel so kreativ arbeitest Leute selber erst mal sagen sollen okay was macht eigentlich gutes Konfliktmanagement aus?

00:30:14: Wie geht gutes Feedback?

00:30:15: Man kommt immer wieder der Satz Emotionen rauslassen.

00:30:19: Weiß ich nicht.

00:30:21: Geht nicht!

00:30:21: Also Menschen können Emotionen nicht raus lassen.

00:30:24: also es gibt immer eine Emotion selbst wenn du sagst du bist immer rational.

00:30:31: ruhig und bedacht.

00:30:32: Und du bist vielleicht nahe, also es ist kühl aber du bist nie nicht emotional.

00:30:37: Händeln, Emotionen regulieren, Emotion berücksichtigen und vielleicht mal bei einem Konfliktgespräch dann auch sagen wenn eine Partei wirklich zu emotional wird, wollen wir mal Pause machen oder alles richtig?

00:30:49: Aber mich würde man interessieren was sind so deine Learnings, seine Thesen?

00:30:53: mit Emotion war der Arbeit.

00:30:55: Was dürfen wir uns da von dir abgucken?

00:31:03: Also ich glaube tatsächlich das ganz Wichtige ist, dass wir schon gesprochen haben.

00:31:07: Wirkliche Selbstbewusstsein und sich erstmal zu überlegen was es dann mit meinen Emotionen Das Spannende, gleichzeitig aber auch ein bisschen das Traurige ist dass wir das kaum benennen können weil wir es einfach im Alltag gar nicht tun.

00:31:22: Also ich würde auch von uns behaupten obwohl wir uns würde ich sagen ein bisschen mehr damit beschäftigen wenn wir jetzt anfangen würden und zu sagen jeder muss jetzt abwechselnde Emotionen nennen dann wären wir wahrscheinlich nach zehn fünfzehn werden wir fertig würde uns nichts mehr einfallen.

00:31:35: Und es gibt aber so viel mehr.

00:31:37: An der Stelle empfehle ich immer total gerne, es gibt so ein Bild des Rat der Emotionen, das findet man ganz easy im Internet und das kann man so als Schablone nutzen.

00:31:46: Ich gebe immer als Tipp wenn man so damit anfangen will stellt euch mal dreimal am Tag einfach einen Bäcker in eurem Handy an immer zu festen Zeiten aufblinkt.

00:31:56: Egal was ihr dann gerade macht ob ihr im Meeting sitzt oder beim Einkaufen seid mit den Kindern unterwegs Nehmt euch einfach mal eine Minute und überlegt euch, wie fühle ich mich gerade?

00:32:06: Und nehmt wenn ihr wollt dieses Bild eben mit dem Rad der Emotionen als Schablone.

00:32:10: Das ist so spannend weil wir dann erst wieder entdecken was wir denn alles fühlen

00:32:15: und wie viel wir hier fühlen.

00:32:16: Ja das ist krass!

00:32:17: Und dass es immer ja auch eine Kombi aus Emotionern ist.

00:32:20: also es ist nie so, dass wir nur eine Emotion fühlen Es ist immer eine Mischung.

00:32:24: Und das finde ich ganz wichtig und wertvoll, weil wenn wir das bei uns selbst eben wieder ein bisschen mehr trainieren, das zu erkennen, nachzuspüren.

00:32:33: Dann haben wir eben auch diese Chance die Empathiefähigkeit wieder viel stärker zu spüren, weil wir es bei uns selber fühlen und dann können wir es einfacher auch bei anderen erkennen, weil unser Blick dafür geschärft ist, unsere Bewusstsein dafür.

00:32:45: Und wenn wir das eben bei anderen erkennen, dann haben wir die Chance in so einem Meeting-Alltag auch zu spüren.

00:32:50: Oh hier kippt gerade was und wir alle kennen dieses Gefühl.

00:32:54: Wir sind in dem Meeting und die Stimmung kippet!

00:32:57: Und niemand kann es so richtig greifen.

00:32:58: aber wir alle spülen das irgendwie und ganz oft wird's dann eben ignoriert und wird nicht beachtet.

00:33:04: und das sind aber meiner Meinung nach die ganz ganz essentiellen Momente an denen viel passiert Und in denen es wichtig ist, mal kurz innezuhalten und das einfach mal anzusprechen.

00:33:14: Und eben auch zu gucken.

00:33:15: du hast ja schon ein ganz schönes Beispiel genannt.

00:33:18: Sollen wir mal kurz drei Minuten Pause machen Fenster auf alle stehen mal auf von ihren Stühlen bewegen sich einmal kurz um die Stimmung wieder einzufangen.

00:33:26: oder muss man vielleicht das Meeting auch vertagen?

00:33:30: Ganz wichtig finde ich ja auch.

00:33:33: Es geht ja nicht nur um herausfordernde Emotionen.

00:33:36: Ich sag ganz bewusst nicht negative, weil ich finde man kann nicht trennen in positiv und negativen Emotionen.

00:33:42: Aber ich nehm angenehmen und unangenehm sage ich aber ich find eigentlich herausfordernd und... Wie heißt

00:33:47: denn dieser schöne Film?

00:33:48: Dieser Kinderfilm wo mit allen Emotions...

00:33:49: Alles steht kopfisch!

00:33:51: Wunderschön, wunderschöne

00:33:53: Schlussung.

00:33:54: Kann mal kleinermacht.

00:33:55: Ganz, ganz toll.

00:33:56: Ja und das finde ich eben so wichtig sich das anzuschauen weil ich glaube dass jede Emotion wertvoll ist.

00:34:01: Ich sage immer das sind wie Daten die unser Körper uns schickt.

00:34:04: Und es ist unser Job diese Daten zu verarbeiten und die nicht einfach im Raum verpuffen zu lassen Weil wenn wir alle wissen wie wichtig es ist Daten zu arbeiten und Daten zu analysieren und sich anzuschau'n und Das ist unser job als menschen eben diese Daten wirklich gut zu analysier'n dann eben auch zu gucken, okay wie kann ich vielleicht auch diese Motivation noch benutzen?

00:34:24: Wie kann ich die noch mehr befeuern.

00:34:26: Wie kann Ich da noch mehr reingehen damit es entsteht?

00:34:29: Wie Kann ich vielleicht eine Wut, die da ist, die ja gerne als ganz was anstrengendes Negatives gesehen wird.

00:34:35: Die ist ganz wichtig oft weil Wut ist auf der Katalysator dafür dass wir sagen so ok und jetzt machen wir's anders.

00:34:41: Weil ich will nicht mehr das es so läuft.

00:34:43: Das regt mich so auf.

00:34:44: Wo zweitgrenzt man sich renzen und ich habe leider von meinen Eltern Schlimme Konfliktstrategien mitbekommen.

00:34:54: Heine Vermeidung!

00:34:55: Flight-Freeze.

00:34:57: und irgendwann habe ich das Wort gefunden für mich angemessene Wut, also ich hab ein paar Freunde wo ich sage die können das richtig gut angemessenen Wütten sein in einem ruhigen Ton sagen können Papa ja das hast du gerade gemacht es war echt überhaupt nicht gut.

00:35:14: Ich bin wirklich richtig sauer und ich möchte dir sagen warum?

00:35:17: Du bist doch sofort, wenn jemand angemessen wütend ist.

00:35:20: Hörst du zu?

00:35:20: Absolut!

00:35:21: Man hat beim Brülennirrt keiner zu, beim Weggelaufen muss er nicht zuhören oder beim... Und das ist dass wir kriegen sie eben nicht vermittelt.

00:35:26: Das finde ich das spannender.

00:35:27: Ja und Entschuldigung

00:35:29: aber Ich finde es so spannend weil du hast gerade das Stichwort Brüllen gesagt.

00:35:33: also Wir haben das ja in den letzten Jahrzehnten In unserer Arbeitswelt total akzeptiert Dass es die brühenden Chefs gibt und ich gender das jetzt bewusst nicht.

00:35:40: Nein nein nein.

00:35:43: Ich habe das auch noch ganz ganz stark miterlebt Und das war einfach so, das ist halt so.

00:35:48: Wenn ich deine Emotionen in der Arbeitswelt angefangen habe zu sprechen dann war ganz schnell so.

00:35:53: ja Lena also aber wenn es hier alle rum heulen dann kommen wir nicht mehr weiter.

00:35:57: Es geht weder um das Brüllen noch um das Rumheulen weil genau das ist ja dieses unreflektierte Ausschütten von Emotionen als wirklich über einen Ja, rücksichtlos.

00:36:09: Genau das will ich natürlich nicht!

00:36:11: Ich will dass wir die Emotionen spüren wahrnehmen und dann wie du sagst angemessen damit umgehen.

00:36:16: gucken was kann ich damit tun?

00:36:18: Und ich glaube das ist eine riesen Herausforderung weil unsere Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten ganz stark davon geprägt war diese Ja, herausfordernden oder lauten Emotionen.

00:36:29: Die sind da total okay.

00:36:30: Das darf so sein!

00:36:31: Das ist ja energisch und durchsetzungsstark...

00:36:36: Oder wenn die Frau ist zickig und hysterisch?

00:36:39: Genau.

00:36:40: Eine Karriere geil.

00:36:42: Großer großer Geschlechter-Unterschied leider.

00:36:44: Das müssen wir uns auch genauer anschauen.

00:36:46: Nee aber eben dass das wir einfach sehen.

00:36:49: Emotion sind ganz wertvoll und wichtig Und auch eine Wut, auch ne Angst darf da sein muss sogar da sein.

00:36:58: Wir können diese Emotionen sinnvoll nutzen und ich glaube das ist eben so schwierig dieser jahrzehntelange Prägung die wir alle mitbekommen haben wieder aufzulösen und auch

00:37:07: strukturell

00:37:08: dafür Raum zu schaffen dass wir diese Emotionalität wirklich brauchen.

00:37:13: also ohne das funktioniert einfach.

00:37:15: Die Grundaufgabe ist ja für jeden von uns die Emotion auszuhalten weil es natürlich jetzt im.

00:37:21: Ich möchte nicht immer nur auf Social Media rumhacken, aber es ist ja einfach so.

00:37:24: Wir suchen ja permanent den Ausweg aus Trauerauswut durch die Ablenkung

00:37:30: und

00:37:30: alle acht Sekunden mit Dopamin auszuschütten.

00:37:33: Und wenn man's nicht schafft, die Emotionen auszuhalten... ich hab das jetzt auch gerade wieder verstärkt gemerkt, weil normalerweise aufgrund der Ähnlich-Voraussetzung, die vi-pups hat, dass ich eigentlich zu jeden Tages- und Nachtzeitpunkt podcast höre, Hörbuch am Start habe mit Freunden und Freundinnen telefoniere Ich habe eigentlich keine Minute Pause, das heißt ich hab auch keine Minute um Emotionen zuzulassen wirklich zu spüren und auszuhalten.

00:37:56: Und sich bewusst am Tag, bei mir ist da morgens der Hundespaziergang ohne Musik oder Ablenkung selbst jetzt mal irgendwie zehn Minuten Duschen oder fünf Minuten Dusche oder halt kochen ist dass du nichts anderes machst.

00:38:08: hinhörst, schaust wo kommt das ja nicht mehr.

00:38:10: Vor allen Dingen wenn ich es morgens mache und morgens vielleicht schon bewusst bin was hat mir gestern davon abgehalten dass ich gut eingeschlafen bin?

00:38:16: Das einzuordnen hilft mir so krass zu spüren.

00:38:20: Das war wahrscheinlich bei einer anderen Person irgendein Thema was mich jetzt beschäftigt hat.

00:38:23: Es hat nichts mit der oder mir zu tun sondern man ordnet einfach ein.

00:38:30: Das muss aber dieses Bewusstsein, Selbstbewusstsein mit sich bringen.

00:38:33: Und es muss bei einem selber anfangen und solange wir uns halt permanent ablenken und dagegen kämpfen diese Emotionen zu spüren weil sie unangenehm sind werden wir auch bei anderen nicht bewusster damit umzugehen.

00:38:44: und dann ist das ein Teufelsrad dass ich immer weiter drehe und ich glaube da hängen wir gerade zum Teil echt noch fest.

00:38:48: Ja, absolut.

00:38:49: Also sehe ich mich total in dem was du beschreibst.

00:38:52: also Ich habe für mich eine sehr klare Morgenroutine Gott sei Dank Es hat aber auch gedauert bis ich dahin gefunden hab.

00:39:01: Aber genau was du Beschreibst.

00:39:02: Also ich habe auch einen kleinen Hund und das ist total schön.

00:39:05: irgendwie morgens einmal kurz wirklich an die frische Luft Wenn man noch überhaupt nicht gerade ausschauen kann Einmal kurz raus Und ich mach für mich dann immer, das kennen wahrscheinlich auch viele, das sechs Minuten Tage Buch.

00:39:17: Ich hab nicht den ... Oscar hat's in der Tasche!

00:39:21: Ich

00:39:21: zeig dir gleich eine Attattive, die du abbald benutzen kannst.

00:39:25: Nein?

00:39:26: Ja, sehr gut.

00:39:27: Sehr gut.

00:39:28: Ja und was auch immer ist also, dass soll jetzt gar keine Werbung hier sein.

00:39:33: aber ich glaube es ist ganz wertvoll sich mal kurz Zeit zu nehmen genau für das, was du beschreibst.

00:39:38: okay... Was war gestern?

00:39:42: Hat mich vielleicht total begeistert, wofür bin ich dankbar?

00:39:45: Also wirklich auch dieses Fokussieren aufs positive.

00:39:48: Weil unser Gehirn ja hardwired dafür ist dass wir die negativen Sachen sehr am Kopf behalten und das heißt Wir müssen unser gehirntrainieren.

00:39:55: Wir müssen dem dabei ein bisschen helfen die positiven Sachen zu sehen.

00:39:59: Und das heißt nicht Dass man alles jetzt irgendwie

00:40:01: toxisch positiv

00:40:02: sieht genau oder alles ist immer super Sondern dass man Genau wie du es beschreibst in den Vielleicht Auch herausfordernden moment sie zu Ja okay aber warum war es so und was kann Ich daraus machen?

00:40:12: und wie kann ich das vielleicht für mich auch neu frame'n?

00:40:15: Das ist glaube ich ganz, ganz wertvoll.

00:40:17: Und ich finde auch einmal irgendwie im Körper anzukommen – Ich bin kein großer Sportmensch, es wissen alle die mich kennen!

00:40:24: Aber also für mich ist es dann einfach zehn Minuten Yoga, da sehe ich ganz schlimm aus, wie ein Körperklaus ist.

00:40:30: aber egal...

00:40:31: Ich habe noch nie gehört, Körperklaus ist nicht schlimm.

00:40:33: Es muss überhaupt so machen.

00:40:35: Yoga eroberste Regeln nicht vergleichen Ja,

00:40:37: richtig.

00:40:37: Einfach einmal durchatmen bei sich sein für andere ist es laufen oder was auch immer.

00:40:41: ich glaube wirklich wie du es beschreibst diese kleinen Momente und das muss nichts großes sein aber kleine Momente wo man einfach mal bei sich ist und einfach mal irgendwie mit sich eincheckt so heavyglitz.

00:40:53: Ich seh das halt in meinem Freundeskreis bei meinen Jungs.

00:40:56: Ich habe ja sehr früh auch mit Therapie und einem angefangen bei den Jungs, die hier sitzen gerade.

00:41:03: Und warten, dass wir gleich noch ein bisschen mit dem Träken gefühlt.

00:41:06: Alle irgendwie gemerkt, das hat denen ganz gut getan.

00:41:08: Alle sind auf einen Zug aufgesprungen.

00:41:10: Auch irgendwie mit Social Media aufgehört.

00:41:13: Also wie wir miteinander sprechen, wie die ihre Unternehmen führen.

00:41:16: Die sind auch fast alle Unternehmer.

00:41:18: Es hilft einfach dieses Bewusstsein zu haben und es fängt wirklich im Kleinen an und das dauert manchmal zehn Jahre bis man sich löst von den Mechanismen, die man kennengelernt hat.

00:41:27: Und unsere Generation ist einfach groß geworden mit dieser Dauerablenkung und meine deine Kids noch mal mehr als jetzt ich.

00:41:33: Wie alt sind deine?

00:41:34: Die sind jetzt fast einundzwanzig und sechzehn.

00:41:37: Ja und da ist natürlich das nochmal eine ganz andere Selbstverständlichkeit.

00:41:40: Es ist echt ein Prozess sich davon zu lösen und hinzuhören.

00:41:44: Ich glaube, das ist einer der Gründe warum wir gerade auch diese Welle an psychischen Erkrankungen haben weil es war noch nie so leicht sich abzulenken oder noch nicht so schwer auszuhalten Was der Ist-Zustand ist.

00:41:54: Genau, ich glaube das ist ja auch das Schwierige also diese Ablenkungen wie du sagst einerseits wirklich alle acht Sekunden und andererseits ist unser Gehirn einfach nicht dafür gedacht dass wir ständig mit Krisen geflutet werden Und es ist ja ganz absurd.

00:42:06: Also ich schreibe gerade an meinem nächsten Buch und hab dazu auch sehr stark in eine Situation eingetaucht.

00:42:12: Es geht um Selbstverantwortung.

00:42:14: habe eben auch wie du sagt dieses Doomscrolling.

00:42:18: Ich sehe so ein Mensch wird von Eis erschossen weiter, dann bekomme ich Werbung für die neue Fashion.

00:42:25: Skrollen wir weiter?

00:42:26: Dann sehe ich irgendwie wie in Russland Leute wirklich einfach total drangsaliert werden und dann skrolle ich weiter und dann kommt Werbung for die neue Serie und so.

00:42:38: also unser Gehirn wird so geflutet und kann diese Dinge gar nicht verarbeiten.

00:42:44: Und das ist eben gefährlich.

00:42:45: und ich möchte hier gar kein Social Media Bashing machen.

00:42:49: Ich muss wirklich sagen, ich finde Social Media wichtig und es hat dafür gesorgt dass wir Kommunikation sehr demokratisieren konnten.

00:42:56: Aber wir brauchen eben ganz, ganz starke Schutzmechanismen für uns selbst.

00:43:00: Und

00:43:01: für unsere Kinder vor

00:43:01: allem?

00:43:02: Für unsere Kinder genau!

00:43:04: Wie wir damit umgehen und ja wie wir da Selbstverantwortung wirklich übernehmen und leben, damit wir das sinnvoll nutzen können.

00:43:12: Weil wie gesagt ich finde so schon wieder ganz wichtig.

00:43:14: Wir würden beispielsweise jetzt von den Konflikten die es gerade weltweit gibt aber vielleicht jetzt um konkretes Beispiel die Demonstration im Iran.

00:43:23: Wir werden das nicht mitkriegen.

00:43:24: Ja, dreißigtausend Leute mal sakiert... Diese Woche ist es Wahnsinn.

00:43:27: Und das ist so wichtig, dass wir das mitkriegen und dafür ist Social Media verantwortlich sonst würden wir das nicht sehen.

00:43:33: also das halb Social Media hat ganz ganz wichtige und positive Seiten.

00:43:36: aber wir brauchen eben hier eine starke Selbstverantwortung wie wir dann damit umgehen und wie wir uns auch wiederum davor schützen.

00:43:44: Und dass wir uns auch klar werden, wenn ich das jetzt wegmache heißt es nicht.

00:43:49: Ich schaue weg, sondern ich schütze mich in den Moment und übernehme Verantwortung für mich selbst um dann wieder eine Selbstwirksamkeit kommen

00:43:56: zu können.

00:43:56: Total!

00:43:57: Und sowohl Social Media sehen wir, wenn wir es zu viel benutzen, werden wir dümmer.

00:44:02: Wir sehen der IQ nimmt ab bei Menschen die sich zuviel diesem Doomscrolling hingeben.

00:44:06: Und jeder, der viel Short Video Content konsoliert merkt... Das ist jetzt nichts, wo ich morgens aufeure und sage das hat sich gelohnt gestern oder denke jetzt an die tollsten zehn TikToks des letzten Monats.

00:44:19: Ich glaube nicht dass wir auf unserem Schalbjahr sagen hätte ich doch mal mehr Zeit auf TikTok verprangt.

00:44:24: Genauso ist es eben mit der KI so, je mehr wir uns auf die KI verlassen, desto dünmer werden wir.

00:44:28: und ich glaube ganz stark daran... Sag

00:44:31: jemanden der mit KI sein Geld verdient?

00:44:33: Ja!

00:44:33: Aber richtig

00:44:34: du!

00:44:35: Ich glaube wenn wir uns mehr auf die Emotionen

00:44:38: besinnen

00:44:39: weil das ja ist was uns ausmacht Wenn wir uns auf die emotionale Intelligenz verlassen, intelligenter werden.

00:44:45: Weil es eben der Großteil unseres Seins ist und wir können das nicht lösen.

00:44:48: Der Begriff ist so aufgeladen dass man denkt, das wäre irgendwie schieschi oder irgendwie... Aber das sind wir.

00:44:54: Das können wir nicht davon lösen!

00:44:55: Also

00:44:57: ich würde gerne zwei Sachen nochmal... Aufgreifen aus dem, was ihr gerade besprochen habt.

00:45:01: Also das Thema Journaling, was Ihr ja beide in einem Sekundentagebuch macht dieses Achtsamkeitstagebuchelemente, was das hat also morgens zu sagen wo er freue ich mich abends und für wenig dankbar.

00:45:13: Das kannst Du ja nach drei Wochen im Hirnscanner nachmessen wenn Leute das machen.

00:45:16: da passiert etwas ähnliches als wenn du anfängst zu meditieren.

00:45:19: Und es ist viel niedrig schwieriger als Meditation oder auch mal einen Check-in zu machen, nicht einmal so ein regelmäßig.

00:45:25: Und die Leute auch nur zuvor.

00:45:26: mit welchem Gefühl kommst du jetzt bitte?

00:45:27: Oder welchen Gefühl gehst du raus und welche Emotionen hast du unterdrückt?

00:45:31: Also das kann man wirklich auch sehr schnell umsetzen in den Alltag bringen.

00:45:34: Ich finde dieses Social Media Thema da würde ich gerne auch noch sagen, was für mich das eigentlich schlimmste ist dass wir... Ich habe es von mehreren Experimenten gehört mit einem clean neuen Browser wenn man in YouTube reingeht wie schnell junge Mädchen oder Instagram auch sofort in die Body Shaming-Fallereien gezogen werden und junge Männer in die Toxic

00:45:57: Masculinity.

00:45:58: Das ist so bitter, das heißt da gibt es große gesellschaftlichen... Handlungsbedarf, ich weiß nicht ob die Social Media verbote unter sechzehn greifen.

00:46:09: Aber ich finde also... Ich würde unbedingt gerne auch noch mal sagen okay kann man vielleicht mal U-Porn bitte nicht mit einem klick ja ich bin achtzehn freimachen.

00:46:19: Alles verbieten?

00:46:20: Alles verbinden!

00:46:21: Aber tendenziell was mich interessiert weil du sprichst schon über dein neues Buch und du schaust dir das Thema Doomscrolling an.

00:46:27: Gibt's schon

00:46:28: Titel heißt wie es heisst

00:46:30: Wir sind gerade noch in der feinen Justierung.

00:46:33: Also es wird um Verantwortung gehen, aber wie der Enttitel ist...

00:46:36: Guck mal!

00:46:36: Was schön ist, wenn dieser Podcast on air geht, dann könnt ihr das Buch wahrscheinlich vorbestellen oder könnt euch zumindest voran das jetzt bald vor bestellen können?

00:46:43: Deswegen hier schon die allergrößte Empfehlung.

00:46:44: Ich kann mal sagen, dass der aktuelle Arbeitstitel lautet Mood statt Wut und ich glaube, das wird's auch werden.

00:46:53: und es geht eben darum, wie wir uns aus diesem Gefühl von der Machtlosigkeit befreien was wir, glaube ich alle gerade haben.

00:47:00: So die Welt geht unter und ich kann nichts dagegen tun mit all den Krisen, die es gibt.

00:47:05: Und ich glaube, wir können alle ganz viel tun weil wir alle Verantwortung übernehmen.

00:47:10: Wir haben gerade schon darüber gesprochen.

00:47:12: Es fängt ja bei der Verantwortung für uns selbst an.

00:47:14: Wir müssen nicht die nächste riesige NGO gründen oder ein politisches Amt sofort übernehmen.

00:47:19: Wenn wir mal bei uns selbst anfangen dann ist schon soviel geholfen Und ich glaube, dann können wir einfach auch diese Zukunft wirklich zurückgewinnen.

00:47:27: Weil das ist ja auch so ein Gefühl was wir haben die Zukunft ist eh schon dahin und wir können das alles nicht mehr ändern.

00:47:33: doch die Zukunft is nichts was irgendwie festgeschrieben steht sondern die Zukunft es dass was wir draus machen in Zukunft ist unsere

00:47:40: Verantwortung.

00:47:41: Ja

00:47:41: und jeder von uns hat seinen Beitrag und kann die Welt ein bisschen besser machen.

00:47:45: Ich merke das immer ich erzähle das ja auch wenn ich bei meinen Studierenden wenn die mir ein Jahr später schreiben, sagen sie denken immer noch an die Vorlesung.

00:47:51: Es hat das mit ihnen gemacht oder wenn ich sie jetzt beruflich begleiten darf.

00:47:55: Das gibt mir so unfassbar viel, wenn ich merke junge Menschen gerade Anfang zwanzig sowie dein Sohn dass sich denen was ich halt als Privileg von Papst mitbekommen habe wie mein Netzwerk, wie meine Karriere aufbaut, mitgeben kann und sehe, die nehmen das an, die greifen das auf, nehmen sich jeden Tipp zu Herzen.

00:48:11: also das löst in mir soviel aus macht mich so zufrieden.

00:48:17: Eine kleine Sache von dem, was ich mache.

00:48:18: Aber das ist eine der die mehr meisten Bestätigung gibt und ich glaube jeder hat die Möglichkeit dazu ganz klein dass das zu tun absolut was sind deine deine Mechanismen wo du sagst dass es das was dir am meisten gibt

00:48:31: Also, was du beschreibst natürlich total.

00:48:34: Mir gibt es auch wahnsinnig viel wenn ich merke irgendwie... Ich kann bei anderen etwas auslösen und ich kann andere vielleicht begeistern oder ich kann ihnen so ein bisschen einen Glauben an sich selbst auch wieder, ich will gar nicht sagen geben aber ich kann ihn dabei helfen den vielleicht wieder ein bisschen mehr zu finden.

00:48:50: Und das finde ich ganz wichtig und ganz schön.

00:48:52: Aber ich habe es gerade schon gesagt ich glaube das Wichtigste ist wirklich die Selbstverantwortung dass wir da anfangen.

00:48:59: Natürlich, glaube ich sind Menschen wie wir drei die jetzt hier am Tisch sitzen eher so ein bisschen altruistisch getrieben.

00:49:06: So man möchte irgendwie was Gutes tun, man möchte anderen helfen und das ist auch... wichtig und wertvoll.

00:49:12: Aber wir können das eben nur dann sinnvoll, wenn wir uns davor gut um uns selbst

00:49:16: kümmern.".

00:49:17: Und es gibt ja immer dieses banale Beispiel von der Sauerstoffmaske im Flugzeug!

00:49:21: Genau du sagst es schon... Also wenn wir das nicht

00:49:25: tun,

00:49:26: dann können wir's auch nicht für andere gut-und nachhaltig.

00:49:29: Also klar können wir es im Moment aber ich glaube es macht dann wenig wirklich für die Zukunft aus Und das finde ich eben ganz wichtig, dass wir gucken.

00:49:37: Okay was brauche ich um wirklich in meiner Stärke zu sein?

00:49:41: In meiner Klarheit zu sein?

00:49:43: wie kann ich die beste Verantwortung für mich selbst übernehmen damit ich das dann auch weitergeben kann?

00:49:47: weil du beschreibst deine Studierende oder auch eure Podcasts sind ja ganz viele Zuhörende dabei.

00:49:55: Die erreicht das deshalb, weil ihr eben auch wirklich klar schaut okay.

00:50:00: Woüber wollen wir sprechen?

00:50:01: Was ist uns gerade wichtig?

00:50:03: Ihr seid offen!

00:50:03: Ihr seid ehrlich und genau das macht aus meiner Sicht sehr viel aus.

00:50:08: Und vielleicht noch mal kurz zurückzukommen zu diesem altruistischen Punkt.

00:50:14: Weil ich finde es immer ganz wichtig, dass auch offen und ehrlich zu sagen Gutes

00:50:22: tun,

00:50:23: das ist das, womit wir uns selbst am meisten Gutes tun.

00:50:26: Und ich hatte damals während Corona ... Ihr wisst ja jetzt eben, ich hab eine Kinderabpflegeausbildung und während Corona hatte ich wirklich so dieses Gefühl okay, dass es vollkommen absurd die Welt geht unter und ich schreibe E-Mails.

00:50:40: Also das ist los mit mir!

00:50:42: Ich habe mich dann beworben.

00:50:44: Es gab hier in Bayern vom Pflegebuhl Bayern, gab es eben einen Aufruf, okay, wir brauchen Pflegekräfte.

00:50:49: Und dann habe ich angefangen, während Corona am Wochenende im Pflegeheim zu arbeiten.

00:50:54: Ja genau diese Reaktion hab' ich auch bekommen und ich hatte so das Gefühl die Leute sehen jetzt mich als Mutter Teresa und ich hab immer ganz klar gesagt Leute!

00:51:02: Ich mach das aus purem Egoismus.

00:51:05: Ich mache das um mich selbst gut zu fühlen und um selbst... Da eine Angst

00:51:08: in den Griff zu kriegen,

00:51:10: eine Hoffnung

00:51:11: zu sehen.

00:51:11: Um

00:51:12: zu sehen okay ich mache was, ich tue was, schreibe eben nicht nur E-Mails vor mich hin sondern ich kann was tun.

00:51:18: Und das finde ich eben ganz, ganz wichtig dass wir das offen und ehrlich ansprechen.

00:51:22: also es gibt wenig was uns selbst so glücklich macht als anderen zu helfen und es ist ganz okay in Ordnung und wichtig dass auch wir das als Anlass sehen vielleicht das zu tun.

00:51:34: Also es muss nicht immer eine rein altruistische Motivation sein Sondern es ist total ok auch einen Eigennutzen daraus zu sehen weil ich glaube dass das Ganze noch mehr am Laufen hält.

00:51:46: Hey, mir geht es selber viel besser wenn ich das tue und das ist noch mega cool.

00:51:50: Und dann hat man auch Bock das wiederzufuhen.

00:51:52: Das gibt ja die Selbstwirksamkeit ne?

00:51:54: Ich kann dem absolut zustimmen was ich so spannend finde weil ganz viel geht's ja auch heutzutage in der Esoterik und allem darum.

00:52:02: erst mal muss man mit sich selbst irgendwie im Rhein sein und das unterschreibe ich aber damit hört es eben nicht auf.

00:52:07: So klar ist es wichtig dass man sich selbst im Rheinen ist und dass man auch um sich selbst kümmert sich nicht um sich selbst kommt.

00:52:16: Es ist schwierig, das in die Seltschaft zu geben und irgendwann verdrennt.

00:52:19: Aber oft hört es dann eben auf bei sich selbst.

00:52:22: Und dieser nächste Schritt zu sagen, dass kann einem noch mal viel mehr bringen.

00:52:25: Dass eben auch noch einen Schritt weiter zu gehen zu schauen wie kann ich diese Selbstwirksamkeit auch in die Gesellschaft bringen?

00:52:31: Dann fängt ja Wirkung an und dann ist es auch nachhaltig.

00:52:34: Weil nächstes aber auch kein nächstes Thema kommen was ein selber aus der Bahn wirft.

00:52:38: Das gibt am soviel zum Auffangen und so viel Sicherheit.

00:52:42: Ich glaube, dass das jedem von uns gut schon will.

00:52:45: Ich spreche immer gerne darüber wo da die generationale Verantwortung ist und gerade eben auch die Leute, die gerade aus dem Hofsleben scheiden, setzt sich ja gerne Papa für ein, dass die noch ganz viel zu tun haben gesellschaftlich so und denen das gut tut.

00:52:58: So weil was bringt es wenn man jetzt vierzig Jahre eine Top-Karriere bei Microsoft und Co.

00:53:01: hatte aber danach sich nicht mehr damit auseinandersetzen?

00:53:04: wie kann ich

00:53:05: die Bedeutungslosigkeit anrutschen?

00:53:08: Das ist ja für die Gesellschaft auch so wichtig, dass wir diesen Erfahrungsschatz auch haben.

00:53:13: Also ich bin wie auch ihr ganz, ganz... befremdet immer, wenn ich spüre Generationen werden, werden gegeneinander ausgespielt.

00:53:23: Die Devoulen, Jen Zettler

00:53:25: usw.,

00:53:25: also das ist einfach nicht der Fall.

00:53:28: wir brauchen diesen Austausch unter den Generationen und eben auch du hast es angesprochen diese Verantwortung Und das ist für mich jetzt auch so ein bisschen diese Motivation gewesen zu sagen okay Ich nehme das was ich in den zehn Jahren Corporate Welt gelernt habe aber natürlich auch dass Was davor war, die soziale Arbeitswelt, mein ganz absurd anderer Weg.

00:53:51: Ich will das nehmen und ich will es weitergeben!

00:53:54: Und ich mache jetzt ganz viel eben Führungskraftekoaching.

00:53:57: Ich mach weiterhin die Vorträge – das ist immer ganz schön so ein bisschen zu inspirieren.

00:54:02: aber ich glaube da sagen wir allen irgendwie so Naja also Vortrag ist ganz nett, aber ich...ich glaube wir sind uns da sehr ähnlich.

00:54:09: So.

00:54:09: diese Selbstwirksamkeit spürt man ja viel mehr in einem One-to-one Austausch oder in einem Workshop.

00:54:16: Und das finde ich eben so wichtig, Dinge weiterzugeben und dass... Ich habe es hier schon beschrieben ganz am Anfang.

00:54:23: Ich hatte viele Menschen die mir Hände gereicht haben, die mir Türen geöffnet haben und das ist die Verantwortung, dass wir das auch weitergeben.

00:54:29: Dass wir das am Laufen halten und so eben gucken, dass sich unsere Gesellschaft Aber vor allem auch unsere Arbeitswelt weiterentwickeln

00:54:37: darf.

00:54:37: Und wenn ich es richtig verstanden habe in unserem Einstiegsgespräch, du bist ja bei Microsoft raus, hast sich das für entschlossen jetzt erstmal... Selbstständig weiterzu.

00:54:45: Das heißt, du hast auch Kapazität?

00:54:46: Man kann sich irgendwie... Hast du eine eigene Seite auf der man dich findet oder über LinkedIn was so... how to get in contact?

00:54:52: Also auf LinkedIn bin ich natürlich sehr aktiv und da findet man immer sowas aktuell läuft.

00:54:56: Ich habe aber auch ne Website.

00:54:58: Ich muss tatsächlich sagen gerade bin ich mit den Kapazitäten sehr eingeschränkt, weil es eben das Buch fertig schreiben

00:55:03: muss

00:55:04: und will.

00:55:05: Und

00:55:07: nebenher grade Teil einer TV-Serie bin und so paar Dinge mache.

00:55:11: Darf ihr da etwas sagen?

00:55:12: schon noch nicht so?

00:55:13: Doch kann ich sagen, es läuft tatsächlich auch schon.

00:55:15: Es ist Road to Miss Germany und ich weiß nicht ob ihr das mitverfolgt

00:55:18: habt.

00:55:19: Hab' ich bei LinkedIn natürlich schon mit verfolgt?

00:55:21: Ganz ganz toll!

00:55:22: Also wahrscheinlich kennen ganz viele Miss Germany als den Schönheitswettbewerb der er war fast hundert Jahre lang.

00:55:28: Nächstes Jahr wird Miss Germany Hundert Und seit aber ja so fünf, sechs Jahren ist Miss Germany eben kein Schönheitswettbewerb mehr.

00:55:37: Sondern eine Plattform für Frauen die Verantwortung übernehmen und das ist ganz...

00:55:41: Komplett!

00:55:42: Also da wird nicht mehr ein hübsches Leid und...

00:55:44: Null mehr aus das Aussehen geschaut.

00:55:47: Es gibt drei Kategorien Founder, Mover und Lieder.

00:55:52: Ich bin Teil der Liederkategorie als Jury und darf mir die Frauen anschauen, die Projekte, die Themen anschauen was es dir an Missionen macht?

00:56:00: Und das ist so toll zu sehen, was diese Menschen in die Welt bringen.

00:56:07: Das gibt so viel Motivation und auch positiven Blick in all dem Negativen und Krisen haben wir ja gerade schon gesprochen, was ihr gerade seht wirklich zu spüren.

00:56:15: es gibt ganz viele Menschen mit dem, was sie tun einen Unterschied machen wollen und die wirklich sagen hey ich übernimm Verantwortung und ich mache etwas.

00:56:23: Da ist ein

00:56:26: Saundermove on Leaders sehr gut.

00:56:27: Toll!

00:56:27: Ich meine du arbeitest ja auch immer in meiner guten Freundin Yasemin, zusammen die auch schon bei uns im Podcast war.

00:56:32: Da kannst du ja vielleicht auch noch mal was kurz zu erzählen weil ich das auch total spannend finde.

00:56:38: Eine Yasemin kennt ihr glaube ich ausfolge irgendwann Anfang dreißig wo wir über etische Karriere auf der Bühne gesprochen haben.

00:56:45: Als ich das gesehen habe bei LinkedIn dachte, hier ist mir das Herz aufgehört.

00:56:48: Das ist auch Mitch Made in Heaven!

00:56:49: Du

00:56:50: sagst es, du sagst so hat sich das auch angefühlt.

00:56:52: Also Yasemin und ich sind seit Anfang des Jahres gemeinsam im Advisory Board for Work Here.

00:56:58: Work here ist eine Plattform die sich sehr stark einsetzt Menschen mit Migrationsgeschichte eben in den Arbeitsmarkt zu bringen.

00:57:07: Und ja das wirklich ein ganz ganz tolles Team Ein sehr junges Team, ein wahnsinnig motiviertes Team.

00:57:14: Und das ist so spannend zu sehen, die haben sehr viele große Unternehmenspartnerschaften und machen es ganz erfolgreich.

00:57:19: Also ich kann hier nur einmal kurz die Werbefahne schwingen und sagen Unternehmen, die eben sagen sie suchen Talente und sie wollen eben auch diverse Talente finden.

00:57:27: Das ist eine grandiose Plattform wo ihr die findet.

00:57:31: Und ja, als Yasemin und ich uns da getroffen haben war es auch so... Es würden wir uns seit zehn Jahren kennen.

00:57:36: Und Gott sei Dank können wir endlich auch richtig mal zusammenarbeiten.

00:57:40: Das ist eben so toll wenn dann Menschen auch zusammenkommen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven.

00:57:45: Du hast das vorangesprochen.

00:57:46: So diese Perspektive diversität zu haben aber trotzdem gemeinsam irgendwie auch ein Ziel einen Projekt zu haben an dem man arbeitet.

00:57:54: Ich finde dass ist wo die Magic passiert.

00:58:00: wie nun ihrem verlobten Alex in Berlin.

00:58:02: Alex hat sehr gut gekocht, Schaulaut nochmal und ihrem sehr süßen Hund.

00:58:07: Und dann haben wir eben drüber gesprochen, dass wir gesagt haben, boah es ist schon spannend, wie manche Leute in echt gar nicht so sind, wie sie auf LinkedIn sind.

00:58:16: Aber es gibt auch Leute die in echt mindestens

00:58:17: genauso

00:58:18: gut sind wie auf LinkedIn.

00:58:19: das Lena und da haben uns beide darüber gefreut.

00:58:23: Lena, wie die Leute das Glück haben dich auf der Bühne zu sehen?

00:58:26: Ich weiß nicht ob du wieder beim Beyond Economy Festival bist.

00:58:28: Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen da zu sein.

00:58:31: Falls ihr das Privileg habt, dass Lena Zeit hat, nehmt das wahr!

00:58:35: Und wir sitzen hier mit einem schönen OMR-Podcast, Julio, falls ich dir sagen darf... Ja unbedingt!

00:58:39: Bei der OMR bin ich auch wieder mit auf der bühne.

00:58:40: Ah, so nem Bildschirm!

00:58:43: Ich habe mich da noch Zeitstag, deswegen bin ich auf Reisen.

00:58:46: Das muss man immer jährlich abwechseln.

00:58:48: Und ich bin dann als Fanboy da.

00:58:49: Sehr gut!

00:58:51: Es wird wieder wahrscheinlich gefragt, Michael, mach mal deinen kleinen Schedule und da werde ich dich ankreuzen.

00:58:56: Ja, wie schön das war was.

00:58:58: Absolut privilägt Danke für deine Gedanken.

00:59:00: Danke euch für die Offenheit, den schönen Raum, den ihr hier geschaffen

00:59:04: habt.

00:59:05: Jetzt bin ich erst warm.

00:59:07: Lass uns weiter reden,

00:59:08: das ist ehrlich!

00:59:09: Dass nach vier Folgen sagen können... Ja,

00:59:11: Wahnsinn, Schapur neu!

00:59:12: Du hast

00:59:12: uns wirklich ja den ganz tollen Abend noch beschert und ich möchte nochmal betonen wie wichtig die Arbeit ist, die du gemacht hast?

00:59:20: Wir reden immer über Diversität aber... Diversität muss zu Inklusion werden.

00:59:27: Und nur wenn wir das schaffen, wenn wir es schaffen auch diversitätpsychologisch sicherzumachen haben wir performante Teams weil diverse Teams die psychologisch Unsicher sind.

00:59:36: Sind die schwächsten Teams, weil die Leute sich zurückziehen.

00:59:39: Deswegen ist es so wichtig diese beiden Dinge zusammenzusehen.

00:59:41: Psychologische Sicherheit und ich sage lieber Inklusion.

00:59:45: Und toll dass wir hier eine der ganz großen nicht nur stimmen sondern... Mascherin!

00:59:50: ...Muva.

00:59:51: Wie war's noch?

00:59:52: Muva, Maker und Lieder?

00:59:54: Muva Founder

00:59:54: Lieder.

00:59:55: Founders alles in einer.

00:59:58: Danke, dass du hier bist.

00:59:59: Vielen Dank euch für die Einladung.

01:00:02: Und dann würde ich sagen Gönnen wir uns noch ein Helles?

01:00:05: Ja, los geht's!

01:00:05: Wir feiern auch die längste Summa-Mids-Boomer-Folge, das hier was gab.

01:00:09: Fast eine Stunde also mit Ultra und Auto wahrscheinlich ne Stunde...

01:00:14: Ja Prost!

01:00:14: Prost darauf!

01:00:20: Wow, was für ein schönes Finale unserer Munich Tapes.

01:00:24: Die älteren Hörerinnen und Hörern erinnern sich.

01:00:27: Wir hatten mal den New York Tapes ersten Jahr oder zweiten Jahr von On the Way to New Work Und ich habe jetzt einfach mal gesagt diese vier Folgen waren die Munich Taps Und was war ein schönes Gespräch zum Abschluss?

01:00:38: Liebe Magdalena, falls du bis hierhin hörst.

01:00:40: Danke für deine Offenheit, deine Klarheit und auch für den Mut, den Du in dieses Gespräch mitgebracht hast!

01:00:44: Ich finde man spürt bei Dir sehr schnell.

01:00:46: Da spricht nicht nur jemand über Führung, Inklusion um psychologische Sicherheit – da lebt jemand dieses Thema wirklich bzw diese Themen wirklich.

01:00:55: Danke Dir ja auch Oscar, weil Du den Kontakt hergestellt hast.

01:00:58: das war ein Volltreffer.

01:01:00: Und danke an die Potsstars dass wir das Studio in München nutzen durften Diese Folgen hier vor Ort aufzunehmen, alle an einem Tag.

01:01:08: Das war schon was ganz Besonderes und ich nehme jetzt aus diesem Gespräch mit Magdalena fünf Dinge mit.

01:01:13: Also los geht's!

01:01:15: Erstens Selbstbewusstsein ist etwas anderes als viele Denken.

01:01:19: Es geht nicht darum laut, souverän oder unangreifbar zu wirken.

01:01:23: es geht darum sich bewusst zu werden wer man ist Mit Stärken Brüchen Erfahrung Unsicherheiten.

01:01:29: Und ich glaube genau da fängt Entwicklung an.

01:01:32: Zweitens Psychologische Sicherheit ist kein Soft-Skill für besonders nette Teams.

01:01:37: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen überhaupt den Mut haben sich zu zeigen Fragen zu stellen Fehler einzugestehen Ideen einzubringen und anders zu sein.

01:01:47: Ohne psychologische Sicherheit gibt es keine Inklusion und ohne Inklusion keine wirklich starken Teams.

01:01:53: Drittens Emotionen gehören nicht nur ins Privatleben sie sind auch im Job sie sind immer da.

01:01:59: Die Frage ist nicht ob wir Emotion haben sondern auch verlernt haben, mit ihnen bewusst umzugehen.

01:02:05: Sie auch mal zu regulieren.

01:02:07: Ich fand diesen Gedanken von Magdalena stark.

01:02:09: Emotionen sind Daten.

01:02:10: wer sie ignoriert verliert Klarheit.

01:02:12: Wer sie wahrnimmt gewinnt Orientierung.

01:02:15: Viertens Je mehr künstliche Intelligenz kommt desto wichtiger wird emotional Intelligenzen.

01:02:20: Das ist vielleicht einer der wichtigsten Sätze dieser Folge und gerade weil Technologie.

01:02:25: immer mehr kann das was uns als Menschen ausmacht Immer immer wertvoller Empathie, Selbstreflexion, Einordnung Beziehung Haltung.

01:02:33: Und fünftens Verantwortung beginnt nicht erst im Vorstand in der Politik oder in der Gesellschaft – sie beginnt bei uns selbst!

01:02:41: Im kleinen Check-in mit sich selbst morgens zwischendurch in Gesprächen wie wir auf andere schauen und auch daran ob wir bereit sind unseren Teil zu tun statt nur auf die Welt zu zeigen.

01:02:51: Also nochmal vielen Dank liebe Lena.

01:02:56: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann gebt uns gerne fünf Sterne.

01:03:00: Teilt sie mit Menschen die sich für Führung, Inklusion, KI und die Zukunft der Arbeit interessieren.

01:03:05: Und vor allem nehmt vielleicht eine Frage mit in euren Tag nicht nur wie funktioniere ich gerade sondern wie geht es mir eigentlich wirklich?

01:03:13: Danke fürs Zuhören auch im Namen von Oscar und Christoph!

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