#574 Paul Bethke | Gründer Lemonaid & ChariTea | Social Entrepreneur | Sri Lanka Lover

Shownotes

Unser heutiger Gast ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Mit 15 Jahren trifft er eine Entscheidung, die sein weiteres Leben prägen wird. Er geht allein nach Sri Lanka, lebt dort in einer einheimischen Familie und macht in Colombo sein britisches Abitur. Anschließend studiert er Wirtschaft, Religionswissenschaften und Psychologie in Großbritannien, Deutschland und Frankreich, unter anderem an der Sorbonne in Paris. Nach dem Tsunami kehrt er 2006 nach Sri Lanka zurück. Für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hilft er beim Wiederaufbau. Doch schon nach wenigen Monaten steigt er wieder aus. Ihn stört ein System, in dem große Summen verteilt werden müssen und die tatsächliche Wirkung aus seiner Sicht zu oft in den Hintergrund gerät. Er sucht nach einem anderen Weg. Diesen Weg findet er im Unternehmertum. Gemeinsam mit Felix Langguth gründet er 2009 Lemonaid Beverages. Die Idee klingt einfach und ist gleichzeitig ziemlich radikal: Getränke herstellen, die hervorragend schmecken, fair gehandelte Zutaten aus Ländern des Globalen Südens verwenden und mit jeder verkauften Flasche soziale Projekte finanzieren. Heute beschäftigt Lemonaid mehr als 100 Menschen und verkauft jährlich viele Millionen Flaschen Lemonaid und ChariTea. Über den gemeinnützigen Lemonaid & ChariTea e.V. sind seit der Gründung rund zehn Millionen Euro zusammengekommen. Das Geld fließt in Projekte, die Menschen wirtschaftliche Chancen und mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Dabei ist unser Gast einen bemerkenswert eigenständigen Weg gegangen. Er hat Angebote großer Investoren ausgeschlagen, lebt einen großen Teil des Jahres mit seiner Familie in Sri Lanka und führt sein Unternehmen seit vielen Jahren über Kontinente hinweg. Persönlicher Reichtum scheint ihn wenig zu interessieren. Wachstum dagegen sehr. Denn seine Rechnung lautet: Je größer Lemonaid wird, desto größer kann auch die gesellschaftliche Wirkung werden. Genau diese Verbindung interessiert uns heute. Seit über neun Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage, wie Arbeit den Menschen stärkt und welchen Beitrag Unternehmen für eine starke Gesellschaft leisten können. Die Geschichte unseres heutigen Gastes berührt dabei einen Gedanken, der sehr nah an Frithjof Bergmanns ursprünglicher Idee von New Work liegt: Arbeit kann mehr sein als Erwerbsarbeit. Sie kann Ausdruck einer Überzeugung sein und gesellschaftliche Veränderung ermöglichen. Wie baut man ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen, bei dem gesellschaftliche Wirkung von Anfang an Teil des Geschäftsmodells ist? Wie führt man mehr als 100 Menschen über Kontinente hinweg und schafft eine Kultur, in der Purpose im Alltag tatsächlich gelebt wird? Und wie viel Wachstum braucht ein Unternehmen, wenn Wachstum gleichzeitig mehr gesellschaftliche Wirkung bedeutet? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei „On the Way to New Work“ – heute mit Paul Bethke.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Unser heutiger Gast ist in Hamburg geboren und aufgewachsen.

00:00:02: Mit fünfzehn Jahren trifft er eine Entscheidung, die sein weiteres Leben prägen wird.

00:00:06: Er geht alleine nach Sri Lanka und lebt dort in einer einheimischen Familie und macht in Kolombo sein britisches Abitur.

00:00:13: Anschließend stört er Wirtschaft, Religionswissenschaften und Psychologie in Großbritannien, Deutschland und Frankreich unter anderem an das Sorbonne in Paris.

00:00:21: Nach dem Tsunami kehrt er zwei tausendsechs nach Sri Lanker zurück.

00:00:25: Für deutsche Entwicklungszusammenarbeit hilft er beim Wiederaufbau.

00:00:28: Doch schon nach wenigen Monaten steigt er wieder aus, ihn stört ein System in den große Summen verteilt werden müssen und die tatsächliche Wirkung aus seiner Sicht zu oft in dem Hintergrund gerät.

00:00:37: Er sucht nach einem anderen Weg.

00:00:39: Diesen findet er im Unternehmertum.

00:00:42: Gemeinsam mit Felix Langut gründet er das Jahrzehntausend neun Lemonade Beverages.

00:00:46: Die Idee klingt einfach und ist gleichzeitig ziemlich radikal.

00:00:50: Getränke herstellen die hervorragend schmecken, fair gehandelte Zutaten aus Ländern des globalen Südens verwenden und mit jeder verkauften Flasche soziale Projekte finanzieren.

00:00:59: Heute beschäftigt Lemonade mehr als einhundert Menschen, und verkauft jährlich viele Millionen Flaschen Lemonade & Charity.

00:01:04: über den gemeinnützigen Lemonade&Charity-EVS in Seite der Gründung rund vierzehn Millionen Euro zusammengekommen.

00:01:10: Das Geld fließt in Projekten die menschenwirtschaftliche Chancen und mehr Selbstbestimmung ermöglichen.

00:01:15: Dabei ist unser Gast einen bemerkenswerten eigenständigen Weg gegangen.

00:01:19: Er hat Angebote großer Investoren ausgeschlagen, lebte einen großen Teil des Jahres mit seiner Familie in Sri Lanka und führt sein Unternehmen seit vielen Jahren über Kontinente hinweg.

00:01:29: Persönlicher Reichtum scheint ihr wenig zu interessieren, wachst du dagegen sehr?

00:01:34: Denn seine Rechnung lautet je größer Lemonade wird desto größer kann auch die gesellschaftliche Wirkung werden – genau diese Verbindung interessiert uns heute!

00:01:42: Seit über neun Jahren beschäftigen wir uns in diesem Podcast mit der Frage wie Arbeit den Menschen stärkt und welchen Beitrag Unternehmen für eine starke Gesellschaft leisten können.

00:01:50: Die Geschichte unseres heutigen Gastes berührt aber einen Gedanken, der sehr nah an Fridjof Bergmanns ursprüngliche Idee von New Work liegt.

00:01:57: Arbeit kann mehr sein als Erwerbsarbeit – sie kann Ausflug einer Überzeugung sein und gesellschaftliche Veränderungen ermöglichen.

00:02:04: Wie baut man ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen bei dem gesellschaftlichen Wirkung vom Anfang an Teil des Geschäftsmodells?

00:02:10: Wie führt man mehr als einhundert Menschen über Kontinente hinweg und schafft eine Kultur in der Purpose im Alltag tatsächlich geliebt wird?

00:02:18: Und wie viel Wachstum braucht ein Unternehmen, wenn wachstun gleichzeitig mehr gesellschaftliche Wirken bedeutet?

00:02:23: Fest steht.

00:02:24: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderung brauchen wir neue Impulse.

00:02:27: Daher suchen wir weiter

00:02:28: nach

00:02:28: Methoden Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Count von New Work näher bringen.

00:02:34: Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage ob wirklich alle Menschen das finden und leben können was sie im Innersten wirklich wollen.

00:02:41: Ihr seid bei On The Way To New Work heute mit Paul Bethe Und bevor Paul und ich das Gespräch öffnen, möchte ich gerne auf den Ende des Podcasts hinweisen.

00:02:52: Wo ich über ein ganz interessantes Beteiligungsmodell sprechen möchte, dass Lemonade ermöglicht.

00:02:57: Paul und Ich hatten im Vorfeld besprochen, dass es nicht Teil des Gespräches sein wird.

00:03:03: Wie so schön ohne Aktien wird's schwer, Podcast immer heißt, dass ist keine Anlegerempfehlung sondern die lediglich

00:03:10: eurer

00:03:10: Information.

00:03:29: Hallo Paul!

00:03:29: Hallo,

00:03:30: schön hier zu sein.

00:03:32: Vor kurzem schon mal hier gewesen, deswegen finde ich es sehr tapfer und nett dass du nochmal zu OMR, den Pottstars gekommen bist.

00:03:37: Du hast mit Philipp Westermaier schon gesprochen.

00:03:40: Ich höre mir die Folge erst nach unserem Gespräch an weil ich möglichst unvoreingenommen reingehen möchte.

00:03:47: Ich bin ein großer Fan deiner Arbeit, deiner Marke.

00:03:51: Wir haben uns immer mal auch irgendwie... auf Veranstaltung gesehen, aber nie richtig kennengelernt, nicht richtig gesprochen.

00:03:57: Neulich habe ich dich mal irgendwie so angerannt und angehauen.

00:03:59: Du konntest dich hier fähren und hast zugesagt!

00:04:01: Also vielen, vielen Dank dass du hier bist und du kriegst wie alle unsere Gäste zum Start leicht die komplexeste Frage Wie bist du der Mensch geworden?

00:04:08: Der du heute bist?

00:04:11: Das ist eine große Frage, die ich wahrscheinlich nicht final beantworten kann.

00:04:15: Viele viele Zufälle, die sich gesammelt haben Und dann zu einem Resultat geführt haben.

00:04:20: Ich glaube cause and effect Wie bei vielen Dingen.

00:04:26: Ich bin vielleicht, wenn man die Reise zurückgehen will... ...ich bin hier in Hamburg groß geworden.

00:04:32: Meine Mutter war hier auf St.

00:04:33: Pauli Schulleiterin.

00:04:35: Hat mich immer relativ stark aus.

00:04:37: meiner Eimsbüttel-Log steht Bubble sozusagen wo ich zur Schule gegangen bin.

00:04:41: also ich war in der Schule immer rausgezogen und wollte das sich mit den Domkindern, mit den Kindern von ihrer Schule, wo richtig Remy Demmy war auf Klassenreise fahr dass ich da sehe was wo anders passiert.

00:04:52: Ich glaub, das war superprägend.

00:04:54: Weil ich schon früh rausgenommen wurde aus meiner Ärzte und Lehrerbubble.

00:05:02: Und das hat gut getan, weil ich da früh gemerkt hab, okay, das sind richtig tolle Menschen.

00:05:07: Da sind richtig enge Freundschaften daraus entstanden.

00:05:10: Aber trotzdem hat es dann oft im Resultat ... Wenn man sich auf den Wegen verglichen hat dazu geführt, dass es auch oft traurig geendet ist, was man gesehen hat.

00:05:18: Oh Gott!

00:05:19: Was ist mit denen sozusagen?

00:05:21: Was ist aus denen geworden, obwohl das wirklich Kinder waren wie ich.

00:05:24: Die total cool waren und die total emsig, fleißig lustig voller Energie also überhaupt nicht anders als ich.

00:05:34: Total am Ball und hinterher dann trotzdem einfach woanders gelandet sind als man selber?

00:05:40: Und das hat mir schon, glaube ich, zu relativ früher Stunde irgendwie gezeigt.

00:05:43: Okay, es ist jetzt nicht nur einfach ich selber und was ich draus mache sondern... ...das Umfeld, was einen umgibt prägt einen schon sehr und beeinflusst einen auch sehr und da kann man Glück oder Pech haben.

00:05:53: Da hab' ich schon gesehen, okay, ich glaub', ich habe eher Glück gehabt!

00:05:56: So, das ist der eine Punkt, glaube Ich, der mich schon sehr früh geprägt hat weil ich natürlich auch die ganzen Geschichten aus der Schule damals immer mitgekriegt hatte, was da passiert ist.

00:06:04: Da war halt das Viertel hier noch nicht, was es ist.

00:06:07: Sondern war wirklich auch noch Brennpunkt, Drogen und so weiter.

00:06:11: Und dann glaube ich der nächste Schritt war oder das nächste Thema, was mich geprägt hat, was sich ausmacht, dass ich mir schon sehr früh grundphilosophische Fragen gestellt hatte also ... Ich war immer neugierig, was ist das Leben eigentlich?

00:06:26: Warum hat jetzt die Blume so viel Blätter und nicht mehr oder weniger.

00:06:30: Warum habe ich zehn Finger?

00:06:31: Und warum schlägt mein Herz die ganze Zeit und ab und zu blinzelig mit den Augen?

00:06:36: Da gibt es natürlich irgendwie Erklärungen für aber das sind Erklärung, die mir oft nicht weit genug ging um dann zu beantworten, warum gibts mich eigentlich?

00:06:44: Bist

00:06:44: du damit angeeckt?

00:06:45: also kann man ja in diese Richtung Neunmal klug oder irgendwie so ... Das war normal.

00:06:52: Nee, ich war schon auffällig, will ich sagen.

00:06:56: Ich war in der Schule jemanden, der extrem anstrengend für die Lehrer war.

00:07:00: nicht weil ich die ganze Zeit mit Wasserbomben geschmissen hab das vielleicht auch mal aber ...

00:07:04: Ihr mentale Wasserbomb.

00:07:05: Er anstrende Fragen im Biologieunterricht oder in der Physik oder sonst wo es dann tief geht.

00:07:11: Auch sonst sehr aktiv und so weiter.

00:07:13: also ich war sicherlich nicht einfach zu handeln.

00:07:18: Da bin ich schon angeeckt.

00:07:19: Und meine Eltern wussten natürlich auch nicht so richtig die Antworten, warum lebe ich eigentlich und wo's eigentlich Opa hin, als er gestorben ist?

00:07:27: Wo kommt das Baby plötzlich her?

00:07:28: Ist das wirklich nur ein biologisches Produkt?

00:07:32: Warum kann ich dann nicht irgendwelche Teilchen zusammenfügen?

00:07:34: und dann plötzlich hab' ich ja auch wieder ein kleines Baby daraus

00:07:38: gebastelt?".

00:07:39: Also diese Grundfragen da waren einfach alle so ... keine Ahnung was der von uns will.

00:07:44: Mal gucken!

00:07:46: dachte ich, okay vielleicht gehe ich mal in eine andere Bubble sozusagen raus aus Hamburg.

00:07:51: Mal in die große weite Welt und gehe woanders zur Schule und lerne andere Menschen kennen.

00:07:55: Da war ich fünfzehn also schon ein paar Jahre her.

00:07:58: jetzt bin ich dinosaurier

00:07:59: bis jetzt?

00:08:00: Ich bin fünfundvierzig.

00:08:02: vor dreißig jahren habe ich dann den stecker in anführungsstrichen so ein bisschen gezogen gesagt ich geh jetzt mal in eine ganz andere Welt mit verschiedenen Religionen, Kulturen.

00:08:10: Ich will wissen warum glauben diese Religion eigentlich das und die anderen das?

00:08:14: Ich will mal sehen wie sie leben und wo die eigentlich herkommen von ihrer Story.

00:08:18: Und dann bin ich mit fünfzehn ins Rilanka gelandet tatsächlich ohne meine Eltern...

00:08:24: Wie kommen aufs Rilanker mit fünfzen?

00:08:26: Meine Eltern kannten jemand.

00:08:27: der kannte jemand.

00:08:28: er war Srilankana und hat also völliger Zufall den kannten meinen Eltern schon gar nicht mehr Und hat gesagt, wenn er will kann er hier mal für drei Monate bei mir wohnen.

00:08:36: Ich hab zwei Kinder die gehen jetzt zur Schule ist doch super kommt vorbei habe ich gemacht.

00:08:40: plötzlich stand ich da auf der Matte und bin dann mit den Kindern dieser Familie in deren schule gegangen und plötzlich stand sich da irgendwo auf dem schulhof und los ging's.

00:08:51: und Da habe ich natürlich auch wieder sehr viel erlebt.

00:08:53: würde ich sagen was mich was mich dann prägt was mich glaube ich ausmacht?

00:08:57: Da war Bürgerkrieg in Sri Lanka.

00:08:59: Es waren nicht das Lonely Planet Reiseland von heute, wo alle an Surfen palmen und schönen Urlaub denken sondern da gab es kein Tourismus, da gab's richtig extreme Situationen die ich auch mitbekommen hab, wo ich auch wieder gesehen habe okay wow!

00:09:12: Und ich kann hier einfach raus.

00:09:13: wenn ich will kann ich sofort wieder nach Hause fahren aber viele können nicht raus.

00:09:18: trotzdem sind diese Menschen unheimlich Ja, bewundernswert in ihrer Art und Ausstrahlung.

00:09:25: In ihrer Freude, in ihre Einstellung zum Leben.

00:09:27: Also ich hab da viel mehr Wärme- und Euphorie- und Begeisterung erlebt als hier in Hamburg.

00:09:33: Obwohl die Situation eigentlich unfassbar negativ und schwierig war.

00:09:36: Wo ich auch dachte, wow!

00:09:38: Ähm ... A., was für Optionen habe ich versus den anderen?

00:09:42: Und B., was vor einem Spirit.

00:09:43: Das hat mich total begeistert.

00:09:46: Die Menschen haben mich begeisterт und nie wieder richtig losgelassen.

00:09:49: Als ich dann zurückkam durfte ich studieren.

00:09:52: Ich hatte mein Abitur gemacht ...

00:09:54: Du bist ja nicht nur drei Monate da geblieben?

00:09:55: Stimmt, das

00:09:56: hast du noch mal gut

00:09:57: mitgerechnet.

00:09:58: Mit fünfzehn hab ich kein Abiturt gemacht.

00:10:00: Da sind ein paar Jahre vergangen.

00:10:02: Genau, ich habe das dann durchgezogen und bin da geBlieben.

00:10:04: Ich war völlig begeistert.

00:10:05: Meine Eltern dachten halt, ich bin eh in drei Monaten wieder da, mit Heimweh wahrscheinlich... Und

00:10:10: du bist nicht mal nach Hause um deinen Eltern zu erklären, dass du wieder hin willst oder nicht?

00:10:12: Nee, pust sie

00:10:14: gut.

00:10:14: Ich bin da Geblieben.

00:10:16: Habt ihr dich immer besucht?

00:10:17: Die haben mich dann ... Am Schluss, als es durch war, haben die mich besucht und dann haben wir sozusagen so eine Art Abschiedsreise gemacht.

00:10:24: Also ich hab denen dann einmal alles zeigen können was mich begeistert

00:10:27: hat.

00:10:27: Du hast sie quasi fast drei Jahre lang nicht gesehen?

00:10:29: Ja zwei Jahre noch.

00:10:30: Zwei Jahre, zwei Schuljahre... hab dann da mein Abitur gemacht, so ein Zentral-Abi.

00:10:37: So ein Überbleibsel der Kolonialzeit was die Engländer sozusagen noch dargelassen haben.

00:10:41: also man macht dort das britische Abiturt in Sri Lanka Das war ja meine britische Kolonie und die haben quasi das Bildungssystem in Teilen beibehalten sodass man dann das britisch zentral Abi macht.

00:10:52: Genau das war siebenundneinzig also ewig, ewig her Und dann konnte ich studieren gehen.

00:10:59: Aber war wieder so eine Situation, wo ich gemerkt habe, okay.

00:11:01: Ich bin hier wie jetzt plötzlich der Einzige, der studieren gehen kann aus meiner Klasse, obwohl ich nicht der Beste bin.

00:11:06: Aber ich kann nach Großbritannien und Frankreich in Deutschland eigentlich alles machen.

00:11:10: mit dem britischen Abitur konnte man damals schon sehr weitgehend sich niederlassen.

00:11:18: Dann bin ich nach Groß-Britannien gegangen.

00:11:20: Nach Deutschland und nach Paris hab ich alles mitgenommen!

00:11:23: Und hab Wirtschaft studiert, weil ich wissen wollte, wieso funktioniert die Welt eigentlich quasi international so wie sie funktioniert?

00:11:30: Wieso ist Deutschland finanziell soweit vorne und die Schweiz usw.

00:11:35: und wieso ist ein Sri Lanka abgeschlagen... ...und

00:11:39: Psychologie-,

00:11:40: Religionswissenschaften und bisschen Physik.

00:11:43: Das sind meine quasi Nebenbaustellen gewesen.

00:11:46: Ich fand das immer unheimlich spannend aber mein Abschluss war in internationaler Wirtschaft an der Sorbonne in Paris Und während dieser Zeit habe ich versucht zu verstehen, was geht hier eigentlich ab auf diesem Planeten und warum.

00:11:58: Warum ist das alles so?

00:12:01: Aber eben mit meinen Freunden in Sri Lanka die das nicht konnten.

00:12:05: also es natürlich eine komische Situation wenn man wieder merkt okay Ich bin jetzt hier der der dass alles darf und die anderen nicht und ich kann das nicht mit Leistung begründen.

00:12:16: Dann war ich fast durch, dann rief mich jemand von der Bundesregierung an und hat gesagt hey, Tsunami Katastrophe in Asien möchtest du nicht die Wiederaufbauarbeit ins Rielanker mitkoordinieren?

00:12:26: für die Bundesregierung.

00:12:27: Für die GIZ damals.

00:12:28: Wie sind dir auf dich gekommen?

00:12:29: Ich war halt

00:12:30: da mal sozusagen der einzige Deutsche der zur Schule gegangen ist – nicht ganz aber fast!

00:12:36: Da kannte man sich sozusagen, weil die anderen Ausländer, die dort waren.

00:12:41: Das waren halt UN-Mitarbeiter, GIZ-Tarbeiter, Botschaftsmitarbeiter ... da war eigentlich niemand so wie ich einfach aus Spaß sozusagen.

00:12:51: und natürlich war man in Kontakt, weil man hat auch bestimmte Nummern, wenn irgendwo eine Bombe hochgeht oder einen Selbstmordanschlag passiert.

00:12:59: Ich will nicht sagen täglich, aber schon sehr oft.

00:13:01: Man war mit den Behörden im Austausch, weil die sich natürlich auch um einen gesorgt haben in Anführungsstrichen.

00:13:06: So kannte man sich, dann habe ich dort ein Praktikum gemacht während meiner Studienzeit bei der GIZ in einer Konflikttransformation also auch bezogen auf den Krieg, der damals herrschte.

00:13:16: wie kann man es schaffen Gruppen, die sich sozusagen nicht mögen?

00:13:20: Die sich irgendwie hassen oder politisch auseinandergetrieben werden?

00:13:23: Wie kann man sie wieder zusammenführen?

00:13:26: So kam der Kontakt.

00:13:27: Dann hab ich gesagt, klar, Tsunami, ich helfe, ich komm vorbei und saß wieder ins Rilanker und hab dann sozusagen Tsunamie-Wiederaufbauarbeit mit koordiniert.

00:13:37: Und das hieß ... Hier sind ne Hundert Millionen Euro.

00:13:40: Die müssen ausgegeben werden.

00:13:41: Wir stehen unter Mittelabflussdruck.

00:13:43: wie genau?

00:13:44: Was genau?

00:13:44: Mittelabflissdruck hab ich noch nie gehört, aber es erschließt sich sofort.

00:13:48: Offizieller

00:13:48: Terminus dieser Branche heißt wirklich so die Nendersmittelabflüssdruck Und es sind natürlich auch wirklich amtliche Summen, die da genutzt werden sollen.

00:13:58: Das war für mich eine schräge Situation.

00:14:00: Ich bin früh mit dem Bus zur Schule gefahren und habe das rinankanische Leben gelebt.

00:14:03: Und ich saß noch nie im Hilton Hotel.

00:14:05: Plötzlich saß ich im hotel, hatte einen Fahrer, ein Jeep und es hieß Mittelabflussdruck.

00:14:11: Dann will man kleine Projekte unterstützen und merkt okay ... Die sind klein und deswegen brauchen sie nicht so viel Geld, aber sind total sinnvoll.

00:14:20: Aber die Budgets sind so groß ... Da können wir gar nicht genug Geld unterbringen.

00:14:25: Das kannst du nicht machen, wir brauchen größere Projekte.

00:14:27: Und die sinnvollen Dinge fallen dann hinten über in meinen Augen zumindest.

00:14:32: Und da hab ich irgendwann die Reißleine gerissen schon sehr schnell eigentlich und hab gesagt das mach' ich nicht!

00:14:39: Ich kann diese Art des Arbeitens irgendwie nicht vertreten und hab hingeschmissen?

00:14:43: wieder nach Hamburg zurückgekommen.

00:14:45: Plötzlich rannte ich hier durchs Viertel und hab mir überlegt, was kann ich jetzt machen?

00:14:50: Weil ...

00:14:50: Ja, warst du da ein Jahr oder wie?

00:14:52: Ich war ein Jahr ungefähr, genau.

00:14:55: Ich will nicht mein Eigenheim in Hamburg nie nur finanzieren.

00:14:58: dazu habe ich irgendwie zu viel Missstände gesehen.

00:15:01: also kann man ja machen.

00:15:02: aber ich konnte nicht nur das machen so weil ich muss noch einen Mehrwert für Menschen schaffen denen es weniger gut geht die sich in einer schwierigeren Situation befinden.

00:15:12: Es war aber sozusagen raus aus der Gleichung UN, GIZ.

00:15:15: Die ganzen Vereine und so weiter die es gibt weil ich dachte das ist wahrscheinlich genauso.

00:15:23: Hier gibt es eine kurze Werbeunterrichtung und eigener Sache.

00:15:27: Wir sind bald wieder mit unserem New Work Master Skills Executive Programm unterwegs wenn ich wir sage meine Geschäftspartnerin Co-Founderin Sandhia Almas und mich Und wir möchten euch einladen euch doch mal bei uns für einen der drei Info-Calls anzumelden.

00:15:47: Das machen wir zum ersten Mal.

00:15:49: Wir machen sehr verständlich weiterhin auch Einzelgespräche, wer sich bei uns unter der Webadresse... Unter der E-Mail Adresse hello at newworkmasterskills.com meldet mit dem spreche ich persönlich über unser Programm und ihr könnt natürlich auch nach wie vor selbstständig dort anmelden auf unserer Homepage New Work Master Skills dot com.

00:16:11: aber genau dort findet ihr auch drei Termine an denen wir Infocalls bachen und wir werden sehen, wenn die gut ankommen.

00:16:19: Und es Sinn macht, wenn wir auch vielleicht weitere Termine anbieten.

00:16:23: Schaut dort mal rein!

00:16:24: Ich glaube das ist macht total Sinn sich mit dem Thema zu beschäftigen.

00:16:29: Ich werde euch Zahlen zeigen, die auch aufzeigen warum es total sinnvoll ist aus kaufmännischer Sichtspiel sowas anzumelden.

00:16:36: also wenn zum Beispiel jetzt Personalchefs und Chefin sich das anhören hier Warum das ein Return on investment ist, der wirklich sinnvoll ist.

00:16:45: Gellup hat herausgefunden dass einfach viel zu wenig Führungskräfte gefördert werden weitergebildet werden.

00:16:52: nur vierzig Prozent der weltweiten Führerskräfte hat irgendeine Form von Training gehabt.

00:16:56: Gerichten uns ja mit unserem Programm nicht nur an Führungskräften sondern auch an erfahrene Expertinnen und Experten.

00:17:03: Wir haben auch immer ein paar Coaches dabei Aber natürlich ist die große Anzahl von Menschen, die bei uns sind.

00:17:08: Auch mit der Führung von Menschen beschäftigt und mit unserem Ansatz Better Me, Better Wee, Better Society bringen wir euch in unseren zehn Monaten, von denen wir vier mal drei Tage auch physisch zusammen verbringen werden in Hamburg neues Tool Set Skillset mit auf den Weg Neu heißt nicht alles ist neu.

00:17:26: vieles ist auch bewährt aber wir aktualisieren laufend Überall.

00:17:32: das möchte ich euch informieren.

00:17:34: Die Termine könnt ihr vielleicht schon mal merken, einunddreißigste August, achtzehn Uhr ist einen Montag.

00:17:39: Einundzwanzigste September, achtzen Uhr ist ein Montag.

00:17:42: unter fünfte Oktober, achtzin Uhr.

00:17:44: Das ist auch ein Montage und wenn ich mich mit den Tagen vertan habe dann schaut ihr doch besser nochmal auf die Webseite.

00:17:51: da findet ihr alles und ich freue mich wenn wir uns an einem dieser Tage

00:17:55: live

00:17:56: treffen.

00:17:56: Ihr könnt dort alle Fragen stellen.

00:17:58: Und wie gesagt, wenn ihr mehr Vertiefungen wollt, da haben wir auch weitere Einzelgespräche.

00:18:02: Und zurück geht's zum aktuellen Podcast und der aktuellen Folge von On the Way to New Work!

00:18:13: Also ich erwarte jetzt nicht, dass so ein vollständigem Überblick über diese Branche ist.

00:18:17: aber hast du das Gefühl, dass die gesamte Entwicklungshilfe und auch Stiftung wie eine Gehtsstiftung, sodass das überall krankt an diesem

00:18:27: Abflussdruck?

00:18:29: Ich glaube schon, dass das ein generelles Problem ist.

00:18:31: Weil sozusagen sobald du so viel Gelder hast die von dem Team nicht mehr richtig im Kleinen in der Ausgabe überprüft werden können auf Sinnhaftigkeit wird es schwer.

00:18:43: Du hast in meiner Augen Riesenproblemen wenn kein Bezug zu dem Geld besteht.

00:18:47: also es ist ja so, daß die GIZ gibt Geld aus was sie nicht selber verdient hat.

00:18:51: Und wenn man sozusagen als Unternehmer arbeitet oder anderswo, da muss man ja gucken.

00:18:55: Ich hab tausend Euro verdient.

00:18:57: Das sind meine Kosten.

00:18:58: hoffentlich bleibt was über dass ich damit dann etwas machen kann.

00:19:01: also dieser Effizienzgedanke ist natürlich gar nicht da Wenn Wort wie Mittelabflussdruck im Raum steht und das führt natürlich automatisch stell dir vor irgendwie Die Unternehmen hätten plötzlich Milliarden zur Verfügung und es wird ihnen gesagt gibt das man dieses Jahr aus?

00:19:15: Dann würden die wahrscheinlich auch Sachen machen die der markt nicht will die keiner braucht

00:19:19: was ein konzert leider so ist und dann irgendwie kommen, das hab ich als Agentur immer mal erlebt.

00:19:24: Wir müssen noch Budget unterbringen, weil sonst kriegen wir es nächstes Jahr nicht.

00:19:27: Das war ein Schwachsinn.

00:19:28: Das ist die

00:19:28: gleiche Logik, dass gesagt wird ...

00:19:29: Ich würd sagen hey super du hast gespart, kannst du nächstes jahr kommst auf deins drauf?

00:19:33: Und dann hast du eben

00:19:35: so...

00:19:36: Genau, da wird dann gesagt, dann wird das Budget gestrichen.

00:19:39: Hingeschmissen UN und so war alles für mich raus und dann überlegte was kann ich jetzt machen um meine Möglichkeiten sozusagen zu nutzen unterzubringen und kam dann auf den Trip Und das war in zwei tausend fünf, zweitausend sechs.

00:19:54: Also noch vor, bevor Social Business als Begriff überhaupt existierte.

00:19:58: Weil ich dann gesagt habe, ich könnte auch die Effizienzen vom Unternehmen nutzen, wo man selber sein Geld verdient und hinterher natürlich vorsichtig und sparsam damit umgeht, wo ein maximales Ergebnis sehen will ... mich entschlossen, Produkte zu verkaufen und damit gemeinnützige Dinge zu unterstützen.

00:20:16: Und war damit aber wirklich zu einer Zeit unterwegs wo alle Banken, selbst die eigene Familie mit dem Kopf geschüttelt und gesagt verstehen wir nicht.

00:20:24: also wenn du Unternehmer werden willst dann ist das hier Profit getrieben und dann geht's um das größte Haus an der Alster.

00:20:29: und wenn du einverein machst dann geht es darum das soziale auszuleben.

00:20:32: auch okay Junge entscheide dich Tor eins oder zwei.

00:20:36: Und ich habe gesagt, nee.

00:20:37: Ich kann ja die positiven Dinge das einen mit den Positiven des anderen zusammenführen.

00:20:42: Vielleicht reicht es dann irgendwann für eine Dachgeschosswohnung in Ordnissen?

00:20:44: Genau!

00:20:45: So erreicht's dann.

00:20:46: Ja,

00:20:47: genau.

00:20:47: Ja schön und dann erzähl mal... Dann ist quasi dir sofort die Idee gekommen Getränke zu machen.

00:20:53: oder wie bist du denn, dass ich mach Produkte und was übrig bleibt dass ich was Gutes mache.

00:20:58: Wie ging's los?

00:20:59: Ich hätte alles Mögliche werden können, am Anfang stand erst mal dieser Grundidee, dass man darüber ja was Cooles machen könnte.

00:21:06: Ich hatte aber überhaupt kein Schimmer was also?

00:21:08: es hätten theoretisch auch Klamotten werden können und ich hatte ein paar Kleidungsideen, aber dann war da nicht tief genug drin, hab gemerkt okay... Ich wusste von der Familie in der ich gelebt habe die waren in einer Textilbranche, sie haben mir eine Textilfabrik gearbeitet.

00:21:21: Ich wusse aus Sri Lanka herrschen auf jeden Fall auch miese Zustände so in den Neunzigern.

00:21:26: so eine Textilfabrik ins Rilanke sah nicht gut aus.

00:21:30: Da könnte ich ja irgendwie was machen, das habe ich gesehen aber hatte von dem Thema eigentlich auch keine Ahnung und kam dann auf den Trepp.

00:21:37: okay Ich vermisse meine Lieblingsdrinks aus Rilanca Frisch gepresste Säfte einfach mit Spudelwasser.

00:21:45: ich vermisse richtig gute Tees die es überall gibt eines der größten T-Länder in der Welt, obwohl es ein kleines Land ist.

00:21:52: Warum gibt's hier so was eigentlich?

00:21:53: Warum gibts hier nur so Industriesirup und Wasser aufgegossen in allen möglichen Formaten?

00:21:59: Und habe damit für mich eine eigene Nische aus eigenem Nied heraus gesehen.

00:22:05: Das könnte ja sein!

00:22:06: Ich könnte meine Lieblingsgetränke herbringen und die selber mixen.

00:22:09: Habt mich in die Küche gestellt, rumgemixt... Hab Namensideen gehabt, hab die Konzeptidee gehabt.

00:22:14: Lemonade als Namenskonzept-Charity kam irgendwie in den Kopf und dachte dann okay es werden jetzt Getränke und bin damals tatsächlich ohne Lieferant, ohne richtiges finales Konzept hier noch durch die Gegend gedüßt und habe das Gastronom auf dem Tisch gestellt aus einer Küche hergestellten Bottich und gefragt, probiert mal.

00:22:36: Werdet ihr dabei?

00:22:37: Das ist das Konzept!

00:22:38: Ich habe noch keine Flasche, ich hab auch noch kein Design aber... Wir sollten

00:22:41: mal testen.

00:22:41: Ja, testet mal.

00:22:42: Ich hab so eine Idee was dahinter verbergen wird und hatte da schon sehr viele Zusagen.

00:22:49: natürlich haben alle gesagt hey wir brauchen natürlich ne vernünftige Flaschen

00:22:53: usw.,

00:22:53: aber grundsätzlich finden wir das Konzept schon gut.

00:22:56: Ich

00:22:57: weiß nicht, als das aufkam.

00:22:58: Ich fand es so geil!

00:23:00: Mein Background ist ja Werbung und ich fand's so cool quasi mit Lemonade und Charity... Also ich dachte wie geil!

00:23:08: Und dann auch gleich sich zu trauen.

00:23:11: zwei Marken aber eigentlich eine markenwelt.

00:23:15: Ich hab einige Unternehmer kennengelernt die das auch versucht haben von Horizont-Unternehmenagentur, Unternehmer des Jahres geworden zusammen mit dem Mann der Bionade erfunden hat.

00:23:32: Dann habe ich mich auch mit den Gründern von Fritz Kohler getroffen und mit dem er übrig geblieben ist.

00:23:38: Also es gibt ja so ein paar andere Konzepte die es irgendwie, sagen wir mal geschafft haben aus diesem Ozean des Scheitans bei Getränken rauszukommen weil sie meistens probieren... Bleiben entweder winzig oder scheitern.

00:23:55: Ein paar haben es weniger am Geschafft, gegen die Multis anzustinken.

00:23:58: Was würdest du heute ... Wenn du dich mit den beiden anderen vergleichst?

00:24:01: Was ist so dein Erfolgsrezept?

00:24:03: Was glaubst du, warum ihr das geschafft habt?

00:24:05: Wie siehst du die anderen?

00:24:07: Bring uns mal ein bisschen in diesen Markt der vernünftigen Getränke!

00:24:12: Ja genau, da fängt's natürlich an.

00:24:14: was ist die Definition von vernünftigem Getränken?

00:24:16: so also da würde ich Da würde ich schon sagen, dass wir einen ganz anderen Ansatz fahren als die, die du genannt hast.

00:24:23: Bionade und Fritzkohler ist was anderes so... Ich will gar keinen basten aber es ist natürlich ein anderes Konzept.

00:24:28: Die einen sagen okay wir haben hier eine Alternative zu Coca-Cola und...

00:24:32: Was ja schon schwierig ist das sagt der Gründer selber aus Nervengift Koffein?

00:24:36: Genau.

00:24:37: also von der Produktseite ist da sozusagen jetzt nichts wo ich sagen würde juchu vom Konzept er ist es quasi David gegen Goliath wenn man so will.

00:24:45: Also eine Alternativen dazu schaffen.

00:24:46: Das ist sich nicht Mengem!

00:24:48: Dass es sicherlich eine Schnittmenge auch bei uns sozusagen, dass wir klein sind und die anderen groß.

00:24:52: Aber was halt der Unterschied ist?

00:24:54: Und bei Bionade da war's ja sozusagen ein sehr früher Player um zu sagen hier ist ne gute schöne auch einigermaßen ansehnlich gestaltete Biolimonade das war ja zu der Zeit irgendwie auch noch nicht so und dann noch mit einem anderen Brauverfahren Was uns glaube ich da differenziert hat Jetzt den Erfolg bringt, dass wir halt konzeptseitig anders rangegangen sind.

00:25:20: Wir haben gesagt, in der DNA von uns steckt eben das Soziale und sagt der Name und die Geschichte.

00:25:26: Ich hab keine Ahnung gehabt von Getränken und wollte auch nicht irgendein Getränkeplayer eins auswischen, sondern zwar eher so okay ...

00:25:31: Trinken muss jeder?

00:25:32: Und ich will was

00:25:33: Gutes tun!

00:25:33: Genau.

00:25:34: Dann such' ich mir die besten Designer, die ich finden kann auf diesem Planeten, dann such' mich natürlich auch die besten Produkte.

00:25:40: Ich bin auf jeder Fairtrade-Bioplantage in Afrika gewesen angeguckt.

00:25:47: Ich bin nach Indien gereist, mit dem Rucksack alles abgeklappert und produktseitig auch schon stark zu punkten um zu sagen meine Lieblingslimonade aus Sri Lanka habe ich ja maximal stark jetzt an Start gebracht.

00:25:57: aber ich glaube dass wenn man vom Regal steht Design was ist schön so da glaube ich machen wir ein Punkt ... dann produktzeitig, es muss schmecken.

00:26:07: Es muss dem Kunden sozusagen der Kundin...

00:26:10: Maxi Anderffy macht alle

00:26:11: totalen Sorten.

00:26:12: Man kauft sich ja nicht aus Mitleiden Lebensmittel so und wenn man die Story nur bringt und da steckt produktzeitig nicht viel hinter, dann wird das glaube ich nichts.

00:26:19: also als dritter Punkt eigentlich in der Kette kommt dann die Story.

00:26:23: Und die ersten beiden war natürlich ein Challenge.

00:26:25: weil ich nicht aus der Industrie komme und auch nicht außer Designwelt und das muss natürlich irgendwie sitzen haben wir aber, glaube ich, einigermaßen hingekriegt.

00:26:31: So wie du es beschreibst klingt das ja nicht nach... Das gibt's jetzt umsonst sondern das ist ja ein Investment.

00:26:38: Du bist ja ein sehr bescheiden auftretender und auch lebender Mensch.

00:26:42: bist du, weil du eben auch mit wenig Auskommens am Anfang hast du es alleine hingekriegt oder hast du Geld irgendwo aufgenommen?

00:26:48: Hast dir irgendwas geliehen oder wie kann man sich das vorstellen.

00:26:50: Nee wir hatten tatsächlich sehr sehr wenig Zuverfügung.

00:26:54: so also damals.

00:26:55: das hieß Gründungszuschuss.

00:26:56: das war eigentlich das gleiche wie Arbeitslosengelten nur sozusagen als... Hüt schon angemalt!

00:27:00: Wir haben einen besseren Namen.

00:27:02: Das hatten wir gekriegt.

00:27:04: und dann haben wir über zwei drei Personen die quasi bei uns als Geldgeber aufgetreten sind und der Bank gesagt haben hier, wir unterstützen die Jungs mit so einem X. Dann hat die Bank gesagt okay dann gebe ich euch ein bisschen mehr.

00:27:18: und dann gab es noch die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg, die total toll ist weil sie quasi gründern die Möglichkeit gibt auch wenn Sie nur einen Rennrad zu Hause haben eine Besicherung zu bekommen über die Stadt Hamburg also die ... Und dann ist die Hassbau oder welche Bank auch immer sofort bereit einem Geld zu geben weil man sagt naja die Bürgsschafts Gemeinschaft birgt.

00:27:39: Und so haben wir dann quasi das Geld gekriegt, was es brauchte um Kisten zu kaufen, Flaschen.

00:27:43: Also das ist ja kein... Man muss da schon einige hunderttausend sozusagen hinlegen bevor man dann irgendwie die erste Abfüllung wirklich machen kann.

00:27:51: Das war's.

00:27:51: ich habe glaube ich meine Frage von auch etwas falsch formuliert oder mir das so leicht gemacht weil eigentlich das was ich vergleichen wollte ist dieses Thema wie schafft man's als Startup?

00:28:02: überhaupt in den markt zu kommen gelistet zu werden in der gastronomie oder eben aber auch im lebensmittel einzulernen?

00:28:07: wie war bei dir da?

00:28:08: was waren so die die moments wo du sagst jetzt habe ich es geschafft also erst die gastronomie geknackt oder erst aus dem einzelnen?

00:28:15: wir sind als allererstes auf die gastro gegangen und ich glaube auch weiterhin dass das der ... der Kernweg ist, um mit einer Marke in dem Bereich erfolgreich zu sein.

00:28:23: Dass du quasi die Markenarbeit... Die Zeit, die Leute haben, die isst in einer Gastronomie so im Supermarkt, haben die Leute irgendwie nicht mal eine Sekunde bei ihrer Entscheidung was sie jetzt kaufen.

00:28:32: Sie rennen da einmal durch mit ihrem Wagen und wollen mit den besten Produkt nach Hause.

00:28:36: Da isst wenig Zeit für Geschichten erzählen so!

00:28:38: Da will keiner so genau wissen wie viel Geld geht eigentlich an was für ein Projekt?

00:28:42: Aber die Gastronomie ist natürlich was anderes.

00:28:44: Da freuen sich die Leute, wenn sie mit einem schönen Produkt auftreten, wobei Sie ihre Freunde treffen.

00:28:49: Da freuen sie sich, wenn Sie auf jemand warten, dass Sie noch ein bisschen Story auf der Flasche lesen können.

00:28:54: Die Läden wollen ästhetische Produkte haben, die wollen hochwertige Dinge haben.

00:28:58: Also das ist der Kanal da und für die anderen Player, die du genannt hast, genau gleich hier.

00:29:03: Die Gastronomie ist der umkämpfte Markt, um dann hinterher im Handel überhaupt funktionieren zu können.

00:29:08: Wir hatten tatsächlich ... schon angeboten, national zu listenen.

00:29:14: Bevor wir überhaupt in der Gastronomie am Start waren.

00:29:16: Der malige Nationale Einkaufsvorstand ... Wie ist das denn

00:29:19: dir auf euch gekommen?

00:29:21: Gute Frage!

00:29:22: Das war damals Hartmut Huber hießt er.

00:29:24: Das war der Einkaufsurstand der REWE-Gruppe, der damals gesagt hat, ich bringe euch in jeden Laden.

00:29:29: Ich liste euch sofort national ein.

00:29:31: Der war total euphorisch von die Idee super und meinte dann, es gibt's doch nicht.

00:29:35: Ihr sagt uns ab, ihr sagt, wir wollen das nicht.

00:29:39: Das ist völlig irre.

00:29:41: Weil das wären tausende Märkte gewesen, wir werden quasi finanziell mit all dem Risiko was wir persönlich auch hatten natürlich rausgewiesen.

00:29:47: aber es hätte keinen Sinn gemacht, wir hätten dann plötzlich neben der Red Bull Dose gestanden keiner hätte uns gekannt, keiner hätte gewusst.

00:29:52: was ist überhaupt das Konzept?

00:29:54: acht Wochen später oder vier Monate später klingelt wahrscheinlich das Telefon und es wird gesagt die Rotationen die der Abverkauf pro Laden.

00:30:01: Aber da muss man eine wahnsinnige, geistige Reife haben.

00:30:04: Da würden ja wahrscheinlich ... neunzig Prozent der Menschen sagen, Lotto gewinnen?

00:30:09: Was hat dich da ... Wo kommt das her?

00:30:12: Ich glaub ich bin selten so gewesen.

00:30:15: Ich hoffe, dass bleibt so.

00:30:17: Dass ich quasi kurzfristig mir den Erfolg holen wollte.

00:30:22: Sondern es war immer eine Denke, wo ich gesagt hab, nee, das ist hier ein Lebensprojekt.

00:30:26: So, ich will, dass das auch noch in fünfzig Jahren eine starke Marke ist oder in fünfzig Jahren zu einer extrem starken Marke wird.

00:30:35: Und dafür für diese Kette, die es dann braucht um hinterher dazustehen wie meinetwegen Patagonia heute in der Textilwelt, die ich irgendwie ganz gerne als Beispiel nehme weil ich denke die sind sich treu geblieben über einen irre langen Zeitraum.

00:30:48: aber ja ne?

00:30:48: Ich meine da sind

00:30:49: sie nicht nur treugeblieben sondern er hat hat ja die Schraube immer enger gezogen davon.

00:30:54: Wir wollen möglichst wenig Umweltschaden machen zu, wir sind hier um den Heimerplaneten zu retten dann diese Stiftung zu bauen Ja, auch eins meiner Lieblingsbeispiele.

00:31:04: Das ist, finde ich eine super Story wie der das wirklich durchgezogen hat von A bis Z und ich glaube, ich bin mir recht sicher dass dieser Mensch auch von Anfang an sozusagen niemals die Abkürzung genommen hätte weil er immer gesehen hat ja aber in zehn Jahren schadet uns das und da ist das REWE Beispiel natürlich irgendwie offensichtlich, dass man sagt...

00:31:21: Ja stark!

00:31:22: ...bringt

00:31:22: uns jetzt erstmal gar nichts.

00:31:23: Ich find

00:31:23: es ein spannendes Beispiel, weil das ja einen Markt ist.

00:31:26: Ich weiß nicht ob du die Zahlen kennst, es werden jedes Jahr ... einhundert Milliarden Kleidungsstücke hergestellt.

00:31:32: Und achtzig Prozent davon werden im ersten Jahr weggeschmissen, dann kommt ja hinzu dass eigentlich diese Autorklage auch noch extrem ungünstig ist weil durch Chemie und Kunstfasern nicht wirklich sofort die Nachhaltigkeit anspringen.

00:31:46: und da sich so zu positionieren schon wahnsinnig mutig und ich habe mich sehr tief mit dem Case beschäftigt.

00:31:51: Ein gutes Beispiel!

00:31:55: Lass uns nochmal ruhig auf den Business Case kommen bevor wir... Social Entrepreneur kommen.

00:32:03: Mirko Wiegert, der hat mir das mal so erzählt wie die angefangen haben ist hier wirklich sich die coolen Straßen gesucht haben und die coolsten Kneipen um wirklich sagen wir wollen auch da in den richtigen Restaurants und Bars vertreten sein?

00:32:18: war es bei euch ähnlich oder?

00:32:19: Ja

00:32:19: das ist genau.

00:32:20: also wir sind glaube ich zu nahe.

00:32:22: die waren sind ja ein bisschen vor uns gestartet.

00:32:24: in dieser in dieser Bubble kannte die tatsächlich gar nicht, weil ich aus dem Ausland kam und da gab es keinen Fritzkohler.

00:32:29: Und hier waren sie auch noch relativ klein zu der Zeit.

00:32:33: Im Jahr zwei Tausendneuen sind wir gestartet.

00:32:34: Da gab's die glaube ich schon sechs Jahre aber noch nicht ansatzweise auf dem Niveau wie heute.

00:32:41: Aber wir sind auch sozusagen die Straßen abgegangen, wo dann wieder die Meinungsbilden in Gastronomen waren.

00:32:46: Meinungsbildung klingt immer so komisch aber es gibt ja schon Personen, die wiederum von anderen als Transsetter gesehen werden und die, wo geguckt wird was haben sie an?

00:32:56: Was fahren die für ein Auto?

00:32:57: Was haben die für eine Mütze auf den Kopf?

00:32:59: Was tragen die für ne Brille?

00:33:01: Und das sind natürlich sozusagen Läden, die dann bekannt sind.

00:33:05: und wenn dein Produkt dort steht Dann will vielleicht ein Andergastronom das auch haben, der dann vielleicht nicht genauso sähnisch und hip ist.

00:33:13: Oder wenn das ... Der Bergheinklub in Berlin dein Produkt führt und das erzählt zu dem nächsten Klub, dann findet der nächste Klub das natürlich attraktiver als ohne.

00:33:23: Und so arbeitest du dich eigentlich da voran.

00:33:25: von den hippsten Läden gehst du immer weiter quasi in die Fläche und dann auch in die Supermärkte.

00:33:30: aber ich glaub ohne diese Begehrlichkeit, die du da schaffst ein stärkerer Verbreitungsmotor, wenn du quasi in den angesagten Läden irgendwie stattfindest.

00:33:43: Das ist absolut sinnvoll und das hat auch dazu geführt dass genau diese Verkettung dann stattfindet.

00:33:51: Ja, wow!

00:33:52: Und noch eine letzte Frage bevor wir jetzt in Richtung auch Sozialunternehmer gehen... Wenn du dir die Reise anguckst, aus dem Jahr zwei tausend neun bis bis jetzt.

00:34:04: was waren so die Die Milestones, wo du selber sagst, da haben wir bestimmte Etappen erreicht.

00:34:12: Da musst du die Organisationen umbauen und da sind Sachen passiert.

00:34:15: Wie würdest du diese Jahre in Einheiten vielleicht teilen?

00:34:20: Wenn die Frage doof

00:34:20: ist können sie auch streichen aber kommt mir gerade.

00:34:23: Ja ich würde sagen es gab gar nicht so richtig ... die klaren Klappen sozusagen wie bei der Filmaufnahme, wo man sagt das war jetzt Phase eins, Phase zwei und jetzt sind wir gerade in Phase drei.

00:34:37: Sondern das Schöne daran ist eigentlich dass ... am Anfang ein Projekt mit Freunden zusammen gestartet haben, das dann immer weiter gewachsen ist.

00:34:44: Weil die Euphorie der Leute auch in die Arbeit reingehen und das haben auch die Menschen da draußen gemerkt... Und dabei müssen wir auch bleiben!

00:34:50: Also ich glaube dieses Phasendenken was mal einige eingebracht haben Wir müssen jetzt hier alle überall Prozesse einführen, wir müssen jetzt andere Systeme einführen.

00:35:00: Das hat oft eher geschadet, weil es sozusagen diesem Spirit des Anpackens irgendwie dann eher zu widerläuft.

00:35:06: Weil man dann plötzlich komplizierter wird und hinterher hat man das Gefühl ich sitze hier schon in einer halben Behörde muss sich mir erst vier Genehmigungen holen.

00:35:13: früher konnte ich einfach ins Lager gehen eine Tafel nehmen und hab die dahingestellt.

00:35:16: Und jetzt muss ich irgendwie drei Unterschriften haben um Gastronom auszustatten.

00:35:21: Deswegen bin ich relativ stark da dran zu sagen Ich möchte diesen spirit der Der Garage will ich so lange wie möglich beibehalten und wirklich nur, da gucke ich auch gerade jetzt für nächstes Jahr wieder ganz toll drauf.

00:35:37: Da haben sich wieder ein paar Knotenpunkte entwickelt die weg müssen weil ich merke die da draußen die rumrennen und sozusagen trommeln und Euphorie verbreiten.

00:35:46: die werden teilweise intern dann behindert sozusagen.

00:35:50: Das darf nicht sein.

00:35:52: Und das heißt, dass auch die ... es klingt sehr stark nach Flow, nach organischem Wachstum, nach eher so einem Baum, wo man einen Aster abschneidet aber eben den nicht umtopft sondern eher so... Ja.

00:36:04: War die Entwicklung gleichmäßig von zwei Tausend Neun?

00:36:07: Dass man sagen kann.

00:36:07: oder gab's auch mal Rückschläge irgendwie Sachen, wo du sagst da war's mal richtig scheiße, da ist man was nicht.

00:36:12: Wir haben natürlich ne also wir hatten ... wir hatten mal Natürlich den gleichen Rückschlag, den alle in der Branche wahrscheinlich erlebt haben.

00:36:22: der Corona-Zeit, da wurde ja alles einfach zugemacht.

00:36:24: Also, achtzig Prozent unserer Kunden haben nicht mehr existiert, weil wir auf die Gastronomie fokussiert waren und nicht auf den Handel.

00:36:30: Wir waren keine Handelsmarke, wir waren immer noch relativ überschaubar groß.

00:36:34: Das war natürlich ein extremer Schlag!

00:36:36: Und dann gab es am Anfang auch nochmal bei der Produktion irgendwelche Einschläge, dass irgendwas da explodiert ist oder irgendwie der Scanner irgendwas nicht erkannt hat und dann Rückrufgeschichten waren.

00:36:49: also das tut dann natürlich auch massiv weh wenn man ein sehr überschaubares Budget hat.

00:36:54: Aber außer sozusagen diesen äußeren Impact, wo man sagen kann ich kann auch nicht so viel für das jetzt Corona kommt.

00:37:00: Ich kann noch nicht so viele für dass der Inspektor vom Hersteller irgendwas nicht erkannt hat und dann ein großer Player sagt hey Rückruf, weil es könnte ja sein... Das ist ein-, zweimal so gewesen.

00:37:11: Das haben wir überlebt.

00:37:12: Das waren sicherlich die düsteren Zeiten aber insgesamt wächst und wächst das!

00:37:16: Wir kommen in immer mehr tolle Clubs mit schönen Museen, ob's die Tate Modern in London ist oder Galerie Lafayette in Paris oder irgendwelche Untergrundpartys in Amsterdam.

00:37:27: also es geht voran an allen Fronten zum Glück im Positiven Und ich glaube, das ist auch noch lange nicht vorbei.

00:37:34: Also ich glaube wenn man Patagonia nimmt sind wir auch noch extrem am Anfang unserer Reise.

00:37:40: Seit der mittlerweile ein richtiges Unternehmen.

00:37:43: mehr als hundert Mitarbeiter ihr macht richtige Umsätze ihr seid ein richtiges Unternehmen.

00:37:48: Das heißt es kommen natürlich auch Dinge wie in jedem Unternehmen gibt's sowas wie eine Unternehmenskultur da gibts auch Politik fängt an und so weiter.

00:37:56: Wenn du dich oder euer Unternehmen heute mal beschreibst, wie würdest du es jemand erklären?

00:38:01: Der sich vielleicht bewirbt ... Was habt ihr für eine Kultur?

00:38:03: Wie geht der miteinander um?

00:38:06: Ich beschreibe das tatsächlich immer als Projekt.

00:38:08: Wir arbeiten an einem Projekt, mit unseren Möglichkeiten im Impact zu schaffen und soziale Dinge zu fördern.

00:38:15: Und ich gehe gar nicht sehr auf diese Getränkewelt ein sozusagen.

00:38:19: Also ich sucht auch nach Leuten, die eigentlich was bewegen wollen weniger als jetzt den Topvertriebler, der auch schon bei einer anderen Marke irgendwie als Topvertriebler geglänzt hat.

00:38:29: Also ich glaube unser Pitch in Anführungsstrichen ist ein ganz anderer als von den Anderen und das muss man auch im Vordergrund stellen wird glaub' ich oft dann teilweise wieder vergessen weil gesagt wird hey da ist hier super bei eine andere Marke unterwegs Da ist vielleicht in Teilen auch was dran.

00:38:44: aber die Glaubwürdigkeit die wir sozusagen aufgebaut haben, die lebt auch schon sehr stark davon dass wir wirklich auch im Team Leute haben, die dafür richtig stehen und denen man das abnimmt.

00:38:53: Also da kann man glaub ich niemanden hinstellen der jetzt irgendwie im großen Konzern gut gepunktet hat weil das natürlich unsere Kunden nicht so richtig als Lemonade- und Charity Fit sehen.

00:39:08: Sehr gut!

00:39:08: Damit hast du dir wunderbare Brücke gebaut zum Social Entrepreneur.

00:39:11: Du hast gesagt Du bist das geworden, als das Wort noch nicht mehr im passiven Wortschatz der meisten Menschen vorhanden war.

00:39:18: Heute wird es genutzt.

00:39:20: Erklär mal die Social-Seite was macht ihr genau?

00:39:24: Was für Projekte fördert ihr wie sich euch organisiert?

00:39:26: Also die Systematik ist du kaufst ein Produkt von uns und unterstützt damit dann direkt ein Projekt im globalen Süden also in den Ländern aus denen die Zutaten kommen Und völlig gewinn unabhängig.

00:39:37: das bedeutet egal was bei uns hinterher passiert.

00:39:40: sozusagen du weißt ich hab es produkt gekauft und ich habe damit ein soziales projekt gefördert punkt.

00:39:45: Da kann es nicht sein dass irgendwie hinterher das nicht gereicht hat oder so sondern das hast du getan.

00:39:50: in dem

00:39:50: in eurer kalkulation wie der deckel die das glas

00:39:56: Genau, wird gesagt es gibt immer einen sozialen Beitrag völlig unabhängig von dem Endergebnis was irgendwann dabei rumkommt.

00:40:03: Und das war tatsächlich oder ist ein Ansatz der A neu war und B auch von den deutschen Behörden sehr kritisch gesehen wurde.

00:40:12: aus verschiedenen Gründen können wir gerne noch mal später darüber sprechen aber ... Das ist sozusagen das System.

00:40:17: Wir haben schon über dreizehn Millionen Euro für soziale Projekte generiert also abgegeben nicht umsatz mit dem wir irgendwas machen sondern dreizehn millionen euro für gemeinnützige projekte zur förderung weiter geben können.

00:40:31: Also eine riesige summe, die wir dadurch natürlich selber nicht zur verfügung haben ist auch klar.

00:40:37: das haus in harvester hude was du davon hättest mehrfach kaufen kann ich mehrfach mittlerweile versteuert vielleicht ein sehr schönes haus.

00:40:44: ja

00:40:45: das hat es nie gegeben.

00:40:48: Und dadurch können wir natürlich ganz klar zeigen, hier sind über hundert Projekte die wir gefördert haben.

00:40:54: Die wir im ganz großen Teil auch schon abgeschlossen haben weil unser Ansatz immer ist zu sagen wir fördern Projekt aber wir wollen eigentlich auch mittelfristig wieder aussteigen.

00:41:02: also ein bisschen wie beim Start-up.

00:41:04: vielleicht dass man sagt hier hat jemand eine super Idee in Rwanda

00:41:06: an Schubsen

00:41:07: genau um ökonomische Unabhängigkeit zu generieren.

00:41:10: Also unsere Buzzword ist Ökonomisch Unabhängigkeit ... die wir fördern mit dem, was wir tun vor Ort.

00:41:17: Also sind dann oft wirklich kleine Unternehmen.

00:41:18: Wir haben schon über tausend vierhundert kleine Gründungen finanziell...

00:41:22: Tausend Vierhunderte?

00:41:23: Ja.

00:41:23: Wow!

00:41:24: Tausenvierhundert

00:41:24: Unternehmens sind entstanden.

00:41:25: Guckst du

00:41:25: ja euch auch an, was aus denen wird also?

00:41:27: Ja klar und wir haben sozusagen ein Team der Lemonade & Charity

00:41:32: e.V.,

00:41:32: der macht nichts anderes jeden Tag als zu monitorn und zu gucken und sich auszutauschen und neue Ideen aufzunehmen Immer aus den Regionen, mit denen wir sowieso arbeiten weil da Zutaten herkommen.

00:41:42: Aber die Projekte sind oft nicht gekoppelt.

00:41:43: jetzt daran und das sind natürlich dann wirklich bewegende Momente wenn man auf Projektreise fährt.

00:41:50: Wir machen für jeden Mitarbeiter, jeden Mitarbeitenden, jede Mitarbeiterin kann jedes Jahr auf Projekt Reise fahren.

00:41:56: Und das heißt du fährst nach Rwanda, nach Sri Lanka, nach Indien und guckst dir die Projektarbeit an Und das kannst du jährlich machen, das unterstützen wir mit Urlaub sozusagen und extra Tagen die du dann sozusagen dafür hast.

00:42:08: Das unterstützen wir finanziell weil wir unbedingt wollen dass das Team nicht nur eine Geschichte im Laden erzählt oder in der Familie sondern auch wirklich mal da gewesen ist.

00:42:17: Wir laden da teilweise auch Partner zu ein und sagen Kommt doch mal mit guckt euch das doch an und sind extrem transparent.

00:42:26: Und das ist natürlich auch was, was dann wieder das Team zusammenschweißt.

00:42:29: Weil die irgendwie zwei Wochen zusammen durch Indien reisen.

00:42:32: Das ist etwas, was die Augen öffnet weil man merkt wow!

00:42:35: Was haben wir hier eigentlich geschafft und das kann man wieder dem Kunden transferieren?

00:42:39: Man merkt auch immer wieder sozusagen, was für tolle Menschen tolle Dinge tun mit unserer Unterstützung, die einen dann doch wirklich auch stolz machen können Wo man dann froh ist, wenn man das eigene Lemonade-Shield irgendwo wieder sieht.

00:42:51: Nicht weil man sich selber einfach abfeiern will sondern man weiß dann wozu das führt.

00:42:58: Das holt bei mir sofort die Assoziation mit diesen Mikrokrediten, die es ja auch gibt um Kleinstunternehmerinnen zu fordern Nicht nur, dass wir es nicht zurückheben müssen sondern weil ihr es eben quasi den gibt damit sie was draus machen.

00:43:12: Aber das ist schon der gleiche Gedanke.

00:43:13: Wir haben immer sehr kleinere... Das warst du ja am Anfang als dein Kritikpunkt am Entwicklungshilfemodell.

00:43:21: Dass nur große Projekte mit großen Strukturen gefördert werden können aber die Kleinen eben nicht.

00:43:25: Das habt ihr umgedreht und sagt ne wir gehen in kleine rein und versuchen die anzuschieben.

00:43:29: Klar, wir gehen auch ein paar über die Wuppa aber damit habt ihr das für den besseren Impactor haben.

00:43:33: Genau

00:43:33: also wir gehen bewusst in Projekte die wirklich im Vergleich zu dem was die Großen machen was ich vorhin erzählt habe überhaupt die würden alle durchs Raster fallen weil sie brauchen vielleicht nur zwanzigtausend Euro oder fünfzigtausende Euro und dann ist eigentlich das Projekt schon ausgestattet.

00:43:48: aber darum kümmert sich halt keiner von den großen weil das zu wenig Geld.

00:43:52: Wir gucken wiederum auf den Impact und sagen, wir wollen mit den Mitteln die wir haben das Maximale für die Menschen dort erreichen.

00:43:59: Das sind immer deren Ideen!

00:44:01: Also wir gehen nie hin und sagen ich glaub du brauchst irgendwie hier... Du brauchst dies oder das sondern gucken immer was kommt denn aus der Community?

00:44:09: Welche Idee welche unternehmerische Idee haben die hier gerade?

00:44:12: Was passt?

00:44:12: Nicht der weiße Retter dem globalen Süden erklären wie die Welt funktioniert sondern zuhören gute Frage stellen.

00:44:18: Ja

00:44:18: das ist einfach ein Riesenproblem in dieser anderen Bubble.

00:44:21: ne weil die Leute aus ihrem weißen Jeep aus und gucken sich an, was gebraucht wird.

00:44:25: Als ich da war, war das noch so.

00:44:26: Das hat sich alles auch gebessert.

00:44:27: Sie sind auch viel impactorientierter geworden.

00:44:30: Es gibt mittlerweile Impact Monitoring

00:44:32: usw.,

00:44:32: aber damals gab es das nicht.

00:44:34: Aber wir gucken wirklich auf eine Bilanz die uns stolz machen kann auch dann wieder so ihre Verbreitung findet, indem sie ansteckt.

00:44:43: Also ich glaube es haben sich schon auch einige soziale Unternehmen sozusagen gegründet natürlich nicht unsere Wegen aber auf uns geguckt und gesagt hey das Modell ist irgendwie cool die sind sich treu geblieben und mittlerweile gibt's über fünfhundert registrierte Sozialunternehmen allein in Deutschland die bei diesem Netzwerk quasi sich angemeldet haben.

00:45:00: super

00:45:01: und früher keins.

00:45:02: ja stark.

00:45:03: also nicht nur dass ihr durch eure Euer Modell Kleinstunternehmern helft im Süden, sondern auch durch die Vorbildwirkung hier in Deutschland das Thema voran bringt ganz stark.

00:45:15: Und vielleicht noch additiv?

00:45:17: Es kann auch was anderes sein.

00:45:18: also es ist wir haben sozusagen den Fokus auf dem was ich gerade beschrieben habe aber wir wollten uns auch die Freiheit lassen in Themen reinzugehen die vielleicht ein bisschen off scheinen weil wenn uns irgendwie ein Projekt über einen Weg läuft Das Extrem Sinnvolle ist, da wollen wir unterstützen.

00:45:34: Dann wollen wir das auch machen können.

00:45:35: Diese Freiheit und Flexibilität waren mir immer superwichtig, weil ich in den größeren Organisationen auch der Situation hatte, wo jeder wusste, eigentlich ist es total sinnvoll.

00:45:44: Es passt nur nicht in den Korridor, den wir hier gemalt haben.

00:45:48: Deswegen machen wir's nicht aber entscheiden uns damit für was weniger Sinnvolles wegen des Prinzips so.

00:45:55: Und diese Situation wollte ich nie haben!

00:45:57: Und deswegen gibt es auch durchaus mal ein Projekt, zum Beispiel gibt's in Sri Lanka einen Schälter für Frauen die unter häuslicher Gewalt leiden.

00:46:06: Das hat erstmal gar nichts mit Unternehmantum zu tun ist aber ein Projekt was von so tollen Frauen selbst initiiert wurde und geleitet wurde, dass wir wirklich alle Gänsehaut hatten.

00:46:16: Und dachten, wow das müssen wir machen auch wenn es sozusagen nicht unser Fokus ist.

00:46:20: aber das ist so erfolgreich und so toll weil die Menschen die dahinter stehen das so ernst meinen weil sie selber dieses Thema erfahren haben und genau wissen was es eigentlich bräuchte.

00:46:30: und da haben wir auch sofort gesagt Wir sind dabei Auch wenn es überhaupt keine keine ökonomischen Bezug hat.

00:46:35: Magst du noch ein, zwei Projekte nennen?

00:46:37: Weil ich find's super anschaulich und entspannen zu hören was daraus wird.

00:46:41: Ja es gibt noch einen Thema was sozusagen groß ist das auch in Deutschland oft groß in den Medien ist wo ich auch eine sehr klare Haltung zu hab' und da sind Menschen die Mittel mehr trinken.

00:46:51: Ich komme selber aus einer Familie, meine Großeltern sind alles Flüchtlinge.

00:46:55: Sie waren alle mal in einer Situation wo sie da weg mussten, aus welchen Gründen auch immer aber es haben sie auf jeden Fall nicht auch Spaß gemacht.

00:47:02: und wenn einer sich in so ein wackeliges Boot bewegt und im Mittelmeer schwimmt und sein Leben riskiert und teilweise lieber über Bord geht als dass er sozusagen wieder zurückgeführt wird dann hat der natürlich mit seiner Familie Triftige Gründe dazu, da brauche ich in Berlin oder anderswo auf dem Land nicht drüber diskutieren.

00:47:19: Der macht das nicht aus Spaß oder die machen es nicht aus Spass.

00:47:23: Weswegen ich gesagt habe Ich möchte auch an der Stelle sozusagen ein Zeichen setzen und wir unterstützen zum Beispiel auch C-Watch Die Organisation mit Mitteln um eben da einen Punkt zu machen an der stelle.

00:47:35: Das zeigt eben diese Mannbreite die wir öffnen können um eine klare Haltung, einen klaren Standpunkt auch zu transportieren.

00:47:42: Um zu unterstützen, wo es immer weniger wird.

00:47:45: vor fünf oder zehn Jahren war das ja noch ne andere Situation aber qua Rechtsruck und anderer Politik jetzt auch global gesehen und immer mehr Spalterei irgendwie auf der Welt.

00:47:56: jeder sagt dem anderen wie schlimmer ist und alle hauen sich hinterher nur mit nem Knüppel auf den Kopf oder dem modernen Knüppe Und es gibt eigentlich nur noch schwarz und weiß.

00:48:06: Da sind wir schon auch reingegangen um zu sagen Das finden wir nicht okay.

00:48:09: Wenn jemand da trinkt, dann möchten wir da

00:48:12: supporten.".

00:48:13: Aber die Liste ist lang, es sind noch mal Projekte ... Es kann auch eine Berufsschule sein in Sri Lanka, wo man einfach sagt, das ist ein Bildungsprojekt eigentlich.

00:48:20: Trotzdem holt man die Leute raus aus einer Situation, in der sie sonst nur in dieser T-Industrie leben können, die auch nicht so richtig ideal ist.

00:48:28: Ja, Wahnsinn!

00:48:29: Also auf ganz, ganz vielen Leveln gibst du hier Inspiration?

00:48:35: Wir haben vorgespräch kurz ... über dieses Modewort New Work gesprochen.

00:48:41: Du bist sehr, sehr dicht wenn dich fast deckungsgleich an der Ursprungsidee nämlich auch nicht nur die Art und Weise wie du als Individuum arbeitest zu verbessern... ...zu verändern und wie man als Unternehmen sich definiert ich mag dieses Projektbild sehr sehr sondern eben auch an den richtigen Themen zu arbeiten um was für die Gesellschaft zu tun.

00:49:02: also ist schon extrem spannend und deswegen auch für unsere Hörerinnen und Hörern sehr sehr spannend.

00:49:07: Lass uns noch mal ein bisschen einmal in dieses merkwürdige Deutschland zurückkommen.

00:49:12: Ich liebe mein Land, ich will auch nicht auswandern aber was so Vorschriften angeht gibt es hier schon manchmal schräge Dinge.

00:49:22: Erzähl mal warum man Limonade in Deutschland oder wann man Limonnade in deutschland Limonaden nennt.

00:49:27: Ja, wir haben tatsächlich auf unserer Reise extrem seltsame Wendungen und Situation erlebt.

00:49:34: Wir wurden abgefeiert dafür dass wir diese soziale nach vorne tragen und dass wir Impact generieren über positive Produkte.

00:49:41: gute Produkte haben da für den deutschen Gründerpreis bekommen.

00:49:45: Da wurden Olaf Scholz bei uns im Büro Und und, also wir haben wirklich einige Pokale bei uns stehen.

00:49:53: Aber ja für mich nicht weil wir Getränke herstellen sondern weil wir sozusagen einen anderen Ansatz haben.

00:49:59: so deswegen dachte ich immer super Danke danke für die Blumen.

00:50:03: hoffentlich machen es ganz viele nach und genauso noch viel besser als wir.

00:50:07: plötzlich kommt ein Brief vom Verbraucherschutzamt Und das Verbraucherschutzamt, wie der Name sagt ist für mich da um den Verbraucher zu schützen.

00:50:16: Deswegen heißt es wahrscheinlich so und in diesem Brief steht aber drin ihr dürft eure Limonade nicht mehr Limonaden nennen und müsst sie in dieser Form vom Markt nehmen weil sie und jetzt kommt's zu wenig Zucker enthält.

00:50:30: So Da denkt natürlich jeder Mensch, das muss ein Schriftfehler sein.

00:50:36: Wir haben uns mit denen auseinandergesetzt und gesagt naja, das verstehen wir überhaupt nicht weil es ist... Jeder der es probiert.

00:50:42: bei Lemonade würde sagen, dass es eine Limonade schmeckt wie eine Limona sieht aus wie eine Lemonade.

00:50:45: wo jetzt das Problem?

00:50:46: Ja!

00:50:47: Es gibt ne Richtlinie in Deutschland die besagt die Limonate muss mindestens nicht höchstens mindestens sieben Gramm Zucker haben sonst ist es keine Limonad.

00:50:55: Wir sagen im Markennamen ja schon mit Lemonade das ist eine Limonnade.

00:50:59: Das heißt Riesengroße Gefahr, weil wir A alle möglichen Flaschen hätten aus dem Markt nehmen müssen.

00:51:06: Wir hätten die alle zerstören müssen.

00:51:08: Weil es ist mit Direktdruck da eingebrannt.

00:51:10: also man kann gar kein neues Label.

00:51:12: Unsere Marke wäre hinüber gewesen.

00:51:13: Also der Markenname Lemonade ist ja dann auch nicht mehr erlaubt und das ist ... Ihr sechs Gramm

00:51:18: habt?

00:51:18: Wir haben sechs Gramms oder weniger genau.

00:51:21: also wir haben maximal sechs Grammt und auch weniger in den Tees.

00:51:26: Da sind es, glaube ich, fünf und ein halb jetzt.

00:51:28: Das ist auch die Sorte, die sozusagen angemahnt wurde.

00:51:30: Die andere Sorte wurde auch angemahn.

00:51:32: Wir wurden ja mehrfach angegangen Und es gibt eben dieses Lebensmittelbuch von der Lebensmittelbuchkommission.

00:51:39: Keiner weiß wieso wo das drin steht?

00:51:41: Und wir sind natürlich dann irgendwann an die Öffentlichkeit gegangen aber erst nach anderthalb Jahren.

00:51:45: also haben schon erst den Dialog gesucht gesagt das kann nicht sein.

00:51:48: Dann gab's einen riesen Shitstorm, das war sogar in der Tagesschau.

00:51:52: Da haben sich lustige Comedians, haben sich da Späße draus gemacht aus dem Thema zum Glück und der politische Druck war relativ groß, weil es natürlich extrem peinlich war, aber das war zeitgleich mit dem wo damals die Ministerin rumrannte und ihre Strategie zur Reduktion von Zuckern Lebensmitteln vorgestellt hat.

00:52:11: gleich am Monat, in dem Monat kam dieser Brief Frau Klöckner damals.

00:52:15: Wir haben dann Denkmal gebaut Aus Zucker, das hieß auch Denkmal.

00:52:19: Wie denkt man nur in zwei Worten?

00:52:23: Aus Zucker eine Statue von Frau Klöckner und haben sie vor das Ernährungsministerium gestellt.

00:52:31: Sofortpolizei da, links-rechts.

00:52:33: Genau das war so der eine dicke Ding wo richtig Wirbel war.

00:52:38: Dann hat es noch Jahre gedauert bis wir dann irgendwann sozusagen diese Auseinandersetzung für uns entschieden haben und das ist jetzt geändert.

00:52:44: also Wie ist

00:52:44: das passiert?

00:52:45: Wer hat dann Einsicht bekommen?

00:52:47: Also

00:52:49: ich glaube

00:52:49: oder Politik oder Wo?

00:52:51: Okay Denkt mal nach

00:52:55: Genau, ich vermute dass der politische Druck dann irgendwann so groß wurde weil es natürlich sehr sehr peinlich ist und da zeitgleich ja auch der Gedanke kamen wir müssten eigentlich irgendwie süße Lebensmittel begrenzen.

00:53:06: So das war einfach eine Schizophrenie in der Politik wo sie gesehen haben dass wir müssen irgendwas tun weil wir stehen hier wie die letzten Deppen da.

00:53:13: lasst uns schnell agieren und dann hat's noch lange gedauert.

00:53:18: Aber in diesen Kommissionen sitzen dann eben Vertreter von Coca-Cola und Co.

00:53:21: Also das sind dann Lobbyisten, paar Exzellents auch am Werk wo man sich nicht mehr wundert dass die Regel so ist.

00:53:27: Das war der erste große Knall.

00:53:30: Der zweite große Knalle, der war eigentlich nicht weniger schlimm Der hieß dann plötzlich... ...das soziale was ihr macht hat unternehmerisch keinen Sinn.

00:53:39: Diesmal war es nicht der Verbraucherschutz, diesmal war das Hamburger Finanzamt sagt Wenn ihr ein Red Bull Seid und dann damit ein Rennstall unterstützt oder irgendeine Fliegerstaffel oder irgend einen der Rakete durch die Luft, die Hakt oder irgendwas anderes Verrücktes.

00:53:56: Oder auch nur in Sportvereinen das ist fein!

00:53:58: Das dürft ihr?

00:53:59: Das macht ja unternehmerische Sinn.

00:54:02: Aber was ihr macht... Ihr habt mittlerweile Millionen für gemeinnützige Dinge ausgegeben.

00:54:08: Ihr habt Mittlerweile über hundert Projekte gefördert.

00:54:11: Das macht doch unternehmerisch überhaupt gar keinen Sinn.

00:54:13: Was ist denn der Gegenwert davon?

00:54:16: Und in der Folge dieser Logik, wenn du die dann weiterdenkst wird gesagt alles was ihr jemals sozusagen dafür ausgegeben habt wird als Persönlicher.

00:54:28: das wird noch schlimmer.

00:54:29: Da wird als persönlicher Gewinn Der Gründer von mir gewertet auch wenn es gar nicht existiert so weil Es ist ja in Rwanda und Südafrika und ins Kranke Das Ist Ja nachgewiesenerweise ein Projektegang.

00:54:43: Du Paul musst dann aber Die Steuer da drauf zahlen, weil wir tun so als wären das Gewinne die du einfach nur irgendwo verprasst hast in Anführungsstrichen.

00:54:53: Verprassen aber in Indien ins soziale Projekt von Tag eins wofür man den deutschen Gründerpreis kriegt und Olaf Scholz ins Büro kommt.

00:55:00: gleichzeitig kommt das Finanzamt.

00:55:02: Da ist dann auch der Finanzenator sofort zu uns ins Füro gekommen Und hat große Reden geschwungen was er alles machen will.

00:55:07: Er hat aber nichts gemacht.

00:55:09: also es wirklich peinlich was da passiert ist Und diese Kausalität war natürlich extrem erschreckend.

00:55:15: Wir haben dann auch wieder monatelang mit den Ämtern diskutiert und gesagt, natürlich kaufen Menschen uns weil sie es gut finden dass wir das soziales fördern und das ist ein ganz wichtiger Punkt von uns in Viva Con Agua meinetwegen als als befreundetes Team.

00:55:28: Warum kauft man, wie wir Konak war?

00:55:31: Weil man weiß, dass die coole Sachen unterstützen.

00:55:33: Dass es irgendwie unterstützenswert ist.

00:55:35: Das ist ein ganz wichtiger Punkt und bei uns ist das in der DNA, dass wir soziale Projekte sind.

00:55:40: Sonst würde uns gar nicht geben!

00:55:41: Aber das wurde uns quasi aberkannt... ...und dagegen sind wir dann vor Gericht gegangen.

00:55:46: Also da sind wir auch aktiv gegen Vorgericht gegangen.. ..und dann ist es fürs oberste Finanzgericht ging wo dann die Oberste Richterin am Schluss saß und uns glücklicherweise in allen Punkten recht gegeben hat, ohne die Möglichkeit für die Bundesregierung in Revision zu gehen.

00:56:03: Weil sie gesagt haben ihr habt wirklich den Schuss nicht gehört.

00:56:07: Ihr seid irgendwie aus der Zeit gefallen.

00:56:09: Die machen was quasi gesellschaftlich Positives, was gewolltes.

00:56:12: Die Kunden feiern's ab und unterstützen es auch deswegen.

00:56:16: Und natürlich hat das ein Mehrwert und Wert fürs Unternehmen.

00:56:19: Wow!

00:56:20: Also krass, den Teil kannte ich nicht.

00:56:22: Zeitlich war das nach dem Zucker?

00:56:24: Ja,

00:56:24: das war danach.

00:56:25: Das ist noch gar nicht ... Du denkst,

00:56:26: es kann doch nicht wahr sein!

00:56:27: Ja,

00:56:27: dass ist noch lange her und wir sind dann irgendwann, nachdem wir gemerkt haben, wir kommen ja nicht weiter, sind wir da auch damit in die Öffentlichkeit gegangen um, haben gesagt okay wenn unsere Menschen ein Rwanda-Rennfahrer werden, dann wäre alles ok.

00:56:40: oder was ist die Kausalität dahinter?

00:56:44: Es war aber sozusagen zumindest gerichtlichen Durchmarsch.

00:56:47: Aber das ist glaube ich erst Auf zwanzig, fünfundzwanzig ist es, glaub ich erst entschieden worden.

00:56:52: Also das noch gar nicht so lange her, dass wir quasi diesen Sieg richtig feiern konnten.

00:56:56: bis dahin war unser ganzes Departement noch ganz schön am Zittern, weil da natürlich eine Summe ist die hätte uns aus dem Stadion geschossen.

00:57:03: Wahnsinn!

00:57:06: Ich würde gerne noch einen vielleicht unerwarteten Schlenker machen der mich aber am Ende dann wieder zurückführt zum Thema Sozialunternehmer und zwar das Thema KI.

00:57:19: gestern eine Folge aufgenommen mit einem Vater-Sohn-Duo.

00:57:28: Und zwar muss ich jetzt mal noch einen zweiten Podcast mit meinem Sohn zusammen, der heißt Soumamis Boomer also so ein Generationenpodcast und manchmal machen wir Folgen die wir dann auf beiden Plattform ausstrahlen.

00:57:38: Gestern war so eine und wir haben einen Vater gehabt aus Österreich der Beamter war in seinem normalen Berufsleben, Polizei und verschiedene Sachen als Beamter.

00:57:49: Und er dann als Pensionär angefangen hat Bier zu brauen, Microbloar.

00:57:54: Der Sohn kommt aus einem Agenturumfeld irgendwann ins Thema KI rein und berät heute unter dem KI.

00:57:58: Er hat dann irgendwann seinen Vater von Openclaw erzählt und ich pass mal auf du hast so viele Sachen da an deiner Mikrobrauerei die du scheiße findest bau dir doch mal ein paar Agenten.

00:58:07: Und dann hat der Vater mit wirklich wenig Anschubhilfe, acht, sechs Jahre alt von seinem Sohn sich da so ein Kaibier quasi gemacht und hat es in die Keynote des Envida-CEOS Jahres Keynote gebracht als so'n Vorzeigeprojekt.

00:58:26: Ich hab gestern mit einer Unternehmerin gesprochen, die Printmagazine machte ihr Mini Verlag von zwanzig auf zwei Leute gekürzt hat.

00:58:35: also wir sehen im Moment ja extreme Effekte das Menschen ihre Jobs verlieren durch KI.

00:58:40: Es gibt die Prognosen von dem Entropic Gründer, er hilft allein Schicks Jobs fallen weg, zweifeln jetzt schon wieder einige dran.

00:58:49: und dann gibt es aber andere, die jetzt gerade sagen ja nicht die ganz große... Das Blutbad kommt achtundzwanzig bis neunundzwantzig.

00:58:55: also eine Frage was macht das Thema KI mit dir als Mensch?

00:59:00: Und auch mit euch als Unternehmen oder als Projekt und EV?

00:59:04: wie seht ihr das?

00:59:05: Ja das ist tatsächlich für mich was eine Schleife erfordert, weil ich habe in Sri Lanka als ich da gelebt hab einen ganz ganz spannenden Menschen kennengelernt der sich sehr sehr früh mit dem Thema beschäftigt hat und mit dem wir quasi schon in den neunzigern darüber diskutiert haben.

00:59:25: Und der auch die wildesten Thesen dazu hatte die wir damals relativ stark abgetan haben und dachten, nee das ist ja irgendwie ... Ist ein extrem erfolgreicher Filmemacher beziehungsweise Drehbuchautor.

00:59:39: Der tatsächlich auch zu Zukunftsthemen einige der erfolgreichsten Filme der Geschichte geschrieben hat.

00:59:47: Sein erster Film war Terminator also er kommt sozusagen in der Denke aus.

00:59:52: Und er wurde so ein bisschen zu einem Ziehvater von mir würde ich sagen deswegen Habe ich mich mit dem Thema beschäftigt, weil das natürlich in seiner Zukunftsdenke in der er gelebt hat extrem präsent war.

01:00:04: Und ... Ich glaube es gibt sozusagen zwei Seiten.

01:00:08: die eine Seite ist ja, die KI kann einige Sachen vereinfachen und uns vielleicht auch von einigen Lastern befreien, weil sie Dinge übernehmen können, die vorher einfach nur die normalen Nullen-und Einsen nicht geschafft haben dass es sozusagen das positive, weswegen es ja auch irgendwie gut verkauft wird.

01:00:27: Aber ich bin sozusagen... mit einem Teil meines Herzens auch bei den extremen Kritikern, die sagen Leute das Ding wird außer Kontrolle geraten weil was oft nicht verstanden wird ist dass es eben nicht einfach nur ein Computerprogramm ist wie wir es bisher kannten.

01:00:44: und dieser Unterschied der ist aber glaube ich extrem schwer irgendwie zu erklären und auch zu greifen.

01:00:49: Aber wir sehen ja jetzt dass sich das teilweise selbstständig macht dass das sozusagen gestoppt werden muss weil es sozusagen aus den Netzwerken ausbricht.

01:00:58: Und am Ende des Tages, wenn man die ganze Kette jetzt weitergeht dann fragt man sich natürlich okay was macht denn ein intelligentes Wesen?

01:01:06: Was zwar programmiert wurde aber sich natürlich in dieser Programmierung so weiterentwickeln kann dass es tatsächlich wirkliche Intelligenz entwickelt?

01:01:14: wird das quasi das tun was der Entwickler ihm gesagt hat?

01:01:19: Oder wird es vielleicht auch Sachen machen, die dem Entwickler dann Probleme bereiten?

01:01:24: Weil das halt ... Als Erstauber

01:01:24: als Entwickler ist.

01:01:25: Ja, genau, so als Schlauer und es entwickelt sich viel schneller insofern.

01:01:29: Die ehrliche Antwort, ich hab eher Sorge um das Thema.

01:01:31: Ich glaube dass wir sind da gerade ziemlich im Blindflug und die Leute klatschen noch weil sie denken ach super, dann kann ich irgendwie mehr auf der Wiese sitzen Und was mich geärgert hat muss ich jetzt nicht mehr selber machen und mein Bier braut jemand anderes oder hilft mir dabei.

01:01:46: Natürlich kann das uns jetzt bei Lemonade hier und da irgendwie auch helfen, aber ich glaube die große Gefahr ... Die kann man nicht doll genug unterstreichen.

01:01:57: Und ob es dann, ob das Jobblutbad ist oder tatsächlich noch viel schlimmer in irgendeiner Form, dann später dass du sagst okay... könnte es auch die Freiheit in Teilen sozusagen nehmen oder die Kontrolle einem in Teil nehmen.

01:02:11: Oder wer ist eigentlich hinterher noch am Hebel?

01:02:14: Ist das derjenige, der das einmal gebaut hat oder der hinterher sagt pass auf ja jetzt mal ganz extrem formuliert stelle ich nicht lieber mal den ab der mir immer dazwischen fummelt?

01:02:25: danke ich habe nachdem ich den paul als kind vorhin gehört habe der sich bestimmte Fragen gestellt hat gesagt okay, ich werde auch wenn es jetzt zum thema nicht zwingen passt.

01:02:36: Auch nach AI fragen mich genau aus dem Grund.

01:02:38: vielen dank dafür.

01:02:39: Jetzt nehmen wir mal den fall an das ist passiert dass viele junge menschen keine einstiegsjobs bekommen.

01:02:49: Du bist ein beispiel dafür dass man... ...Auch nachdem er studiert hat und einen jahr... ...Entwicklungshilfe gemacht hat danach unternehmer werden kann vom start weg.

01:03:00: Hoffe, dass es wir sehen.

01:03:01: im moment ja die zahl der gründung in deutschland steigt gerade wieder.

01:03:04: mich hoffe das ist viele gründungen gibt.

01:03:07: Die sich wirklich mit dem beschäftigen die uns weiter bringen und nicht jetzt noch die der hohen delivery service damit der drohne kommt und den gamern die pizza ans fenster fliegt sondern sachen die uns wirklich als gesellschaft weiterbringen.

01:03:20: also ich hoffe es wird viele sozialen unternehmer geben wenn du jetzt so ein paar Tipps, Hacks Anregungen muss nicht vollständig durchdacht.

01:03:28: Aber ein paar andere was?

01:03:29: Was würdest du jungen Menschen mit auf den Weg geben die sagen ich habe gar keinen lust hundertfünfzig Bewerbung zu schreiben um dann einen beschissen Job zu kriegen?

01:03:37: Ich möchte gerne selber etwas machen das gibt es ein bisschen was was du mitgeben kannst aus deiner Erfahrung als sozialer Unternehmer.

01:03:44: Ja also ich glaube grundsätzlich in dieser zeit die du jetzt beschreibst wo sich sozusagen durch technik extrem viel tut und auch einige dinge tun werden die quasi eine gewisse Entkopplung vielleicht von dem Miteinander bedeuten können, was ich als großes Problem sehe.

01:04:00: Man sieht ja jetzt schon das irgendwie ... die Generationen, die vom Handy hockt und auch nur damit quasi aufgewachsen ist.

01:04:08: Schwierigkeiten hat miteinander live zu kommunizieren also, miteinander einfach zu reden oder denjenigen anzurufen.

01:04:15: Es wird ja quasi ganz viel gar nicht mehr gemacht, was Ich selber aus der Zeit, ich bin jetzt auch schon halber Opa aber damals musste ich irgendjemanden anrufen und ich musste mich irgendwie verabreden, und die Direktkommunikation nehmen.

01:04:27: Und ich glaub dadurch ... Ich krieg gleich die Kurve zu der Antwort, die hab' ich noch im Kopf.

01:04:31: Total gut!

01:04:32: Dadurch driften natürlich die Menschen immer mehr auseinander und isolieren sich eigentlich automatisch schon alleine nur durch diese simple Technik von den Apps, die es mittlerweile gibt.

01:04:42: Hinzu kommt jetzt noch Es gibt KI, die ganz viel machen kann wo man vorher gedacht hat okay das wird nie möglich sein.

01:04:49: Okay, und jetzt gibt es auch noch sozusagen die technische Gefahr dahinter, die wir gerade benannt haben.

01:04:54: Die glaube ich nicht klein ist.

01:04:56: Was würde ich Menschen generell empfehlen?

01:04:58: Ich glaube einfach nur... Der Freude halber und der eigenen Entwicklung halber, weil am Ende des Tages im Leben geht's darum wie viele Arbeitsplätze ich geschaffen hab.

01:05:09: Ich glaub nicht, es geht am Ende der Reise darum, dass man für sich auf dem Weg so viel Menschlichkeit dazu erlangen konnte, das man mit den Grinsen ins Gras beißt.

01:05:19: Und eins was uns alle vereint ist, dass hier ein endlicher Zeitraum ist.

01:05:23: da gibt's vielleicht mittlerweile ein paar Projekte die versuchen sich irgendwie in Waco um einfrieren zu lassen.

01:05:30: Aber es gibt das zweite Gesetz der Thermodynamik in der Physik.

01:05:34: Auch ein Diamant, auch ein Royce-Royce-Invacuum zerfällt und dieses physikalische Gesetz ist nicht außer Kraft zu setzen egal was irgendjemand im Silicon Valley sich dafür eine tolle Idee ausdenkt.

01:05:44: die Leute werden sterben und es ist endlich Das ist wieder, sozusagen kommen wir so ein bisschen zu meinen Anfangspunkten.

01:05:51: Was soll das hier eigentlich?

01:05:52: Aber in diesem was soll das?

01:05:53: ja eigentlich bin ich mittlerweile... ...das war ich auch schon mit zwölf relativ überzeugt dass es keinen Sinn macht seine Zeit einfach da reinzustecken seinen eigenen finanziellen Wohlstand zum maximieren.

01:06:05: weil viele sehr reiche sind sehr depressiv weil sie am Punkt gekommen sind wo sie merken oh das war's doch nicht.

01:06:12: jetzt habe ich aber vierzig Jahre reingesteckt oder auch nur zwanzig.

01:06:15: Oh wir streiten uns trotzdem alle in der Familie und hassen.

01:06:18: Und ich rede, mein Sohn redet nicht mehr mit

01:06:19: mir.".

01:06:20: Wie kommt das denn?

01:06:21: Obwohl ich so viel auf dem Konto

01:06:22: hab?".

01:06:23: Ich glaube ... Jetzt kommt die Antwort!

01:06:25: Die ist natürlich total offen.

01:06:26: aber ich denke generell dass Dinge, die das Miteinander fördern und das Mitteinander unterstreichen in einer Zeit wo sich jeder irgendwie trennt und hast und alle anderen sind doof und ich will auch gar nicht mit ihm reden und ich muss auch gar nichts mehr mit ihm Reden.

01:06:44: wo sich Leute wieder mehr danach sehen.

01:06:47: Das hoffe ich, weil sie quasi vereinsam und frustriert werden Und weil es, glaube ich, was dem eigenen der eigenen Person Freude bringt und einen selber auch näher an ein Ziel bringt, das ich für wertvoll halte.

01:07:02: Weil für mich ist es überhaupt gar nichts wert wenn irgendjemand in seinem Porsche GT sonst was sitzt und dann irgendwo lang ballert – das machst du zwei Monate oder drei oder sechs oder drei Jahre aber irgendwann ist es langweilig – dann brauchst Du das nächste!

01:07:16: Und das gibt ja quasi in meinen Augen eine Verwirrung.

01:07:19: Ich glaube, der Mensch ist generell so gestrickt, dass er eigentlich immer seine Möglichkeiten maximieren und erweitern will sich eigentlich... sozusagen ausbreiten in alle Richtungen.

01:07:29: Das Missverständnis ist dann nur in meinen Augen, dass diese Ausbreitung völlig fehlgeleitet ist und in eine Richtung geht, die ist eigentlich ne Sackgasse.

01:07:37: Und das ist aber immer dieses mehr-mehr-, der Mehr-Mehrdrang an sich, den finde ich gar nicht so schlecht!

01:07:43: Wenn dieser Mehr-meher-Drang aber in eine Richtung geht wo ich sage,

01:07:46: ich will

01:07:46: ja mehr miteinander, mehr Wissen generieren, mehr füreinander, mehr positiv... mehr schöne Energie, mehr zusammenfeiern und tanzen.

01:07:56: Und sich gegenseitig supporten.

01:07:59: Mich mehr entwickeln ist ja was ganz anderes als ... Ich hab einen Freund in Sri Lanka immer, wenn ich mit ihm telefoniere.

01:08:05: Erste Frage?

01:08:06: Paul!

01:08:06: What did you learn today?

01:08:07: Oh

01:08:08: wow.

01:08:08: Und jedes Mal fühl ich mich wie der letzte Depp.

01:08:11: Eigentlich relativ wenig, wenn nicht ehrlich bin.

01:08:14: Also eigentlich war der Tag Ja, ich habe dies das und jenes gemacht.

01:08:17: Und ich hab auch irgendwas auf dem Papier vielleicht erreicht.

01:08:22: Aber Diese Entwicklung von einem selbst ist extrem wichtig und das, was einen wirklich glücklich machen kann.

01:08:28: Und ich glaube in der Gründung oder ... Ich verbringe ja mein ganzes Leben damit.

01:08:33: Das ist für mich hier mein Lebensprojekt.

01:08:35: Da wünsche ich jedem, dass er etwas findet, was ihn als Mensch an ein Ziel bringt, was sich auch lohnt und wo er nicht in der finanziellen Depression landet.

01:08:44: Negativ oder positives?

01:08:45: Beides endet im Negativ.

01:08:49: Total!

01:08:50: Paul, ich danke dir für diese aufregende Stunde.

01:08:52: Und hoffe, dass wir irgendwann widersprechen und wünscht dir und deiner Mission deinem Projekt alles Gute!

01:08:57: Ich bin schon lange Kunde, werde es bleiben und werde euch jetzt noch enger verfolgen.

01:09:01: Vielen Dank!

01:09:01: Ich danke Euch!

01:09:02: Ciao!

01:09:05: Für all diejenigen unter Euch, die sich mit der New Work-Idea

01:09:09: schon

01:09:09: lange

01:09:09: beschäftigen

01:09:11: ihr wisst das wir diesen Begriff

01:09:12: weiter fassen

01:09:13: als er in Deutschland im Moment verwendet wird nämlich unser Mal nach verzwerkt.

01:09:19: New Work stand von Anwahren auch für die Lösung von gesellschaftlichen Themen und Problemen.

01:09:24: Und ich finde, dass die Lemonade-Beverages AG über die gleich noch mal sprechen werde genau dafür steht und das Leben und Wirken von Paul und seinem Unternehmen und seinen Kollegen und Partnern ist wirklich großartig.

01:09:39: Ja was machen die?

01:09:41: Die geben Aktien raus!

01:09:42: Die Aktien der Lemonade Beverages AG können gezeichnet werden.

01:09:45: Angeboten werden Namensaktien mit vollem Stimmerecht zum Preis von neununddreißig Euro Neunzig pro Aktie.

01:09:51: Also ungefähr so viel wie eine Kiste Lemonade und damit gehört dir dann ein Stück von diesem Unternehmen.

01:09:57: Warum kann man sich natürlich fragen, sollte man Teil dieser Silenz fair share Revolution werden oder Revolution?

01:10:05: Das Unternehmen Wachseitergründung im Umsatz durchschnittlich um neun und dreißig Prozent pro Jahr und ist heute in über Dreißig Ländern erhältlich.

01:10:15: von den so bezeichnete Trinken-Hilfprinzip gehen fünf Cent pro Flasche an den Verein und es flossen eben wie schon in der Einlandung gesagt bereits fast vierzehn Millionen Euro in knapp einhundert Projekte.

01:10:27: In den Anbauländern mit rund zwanzigtausend erreichten Projektteilnehmerinnen und statt auf das klassische Shareholder Value zu setzen, folgt Lemonade dem Prinzip Fairholder Value.

01:10:40: Wächst das Unternehmen, wächst auch die Gesellschaft für die Wirkung.

01:10:42: und die Community soll erstmals nicht nur

01:10:45: als

01:10:46: Kunde oder Kundin wirken, sondern als echte Teilhaberin oder Teilhabe am Unternehmen und auch echt beteiligt werden.

01:10:52: Damit möchte das Unternehmen zeigen, dass Wirtschaft noch anders geht nämlich fairer und sozial wirksam.

01:10:57: Und alle Informationen wie man sich dort beteiligen kann findet man unter bethechange.lemon-aid.de und man kann sie auch an einem Newsletter anmelden, den wir auch noch in unseren linken Artikeln und in die Show Notes vielleicht verlinken werden.

01:11:18: Und nochmal ganz wichtig das ist keine Anlageempfehlung, dass es nur eine Information.

01:11:25: Ich mache aber keinen Hehl daraus.

01:11:26: ich werde dabei sein und ich werde ganz sicher mit Paul nochmal sprechen in Zukunft vielleicht auch mit Anne und Hilke.

01:11:35: Ganz interessantes Duo die nämlich bei Lemonade, sich das Marketing teilen im Shared Leadership und auch darüber haben Paul und ich noch nicht gesprochen.

01:11:45: Wir hatten einfach so wie andere Themen aber es gibt für dieses Unternehmen und über dieses Unternehmen noch sehr viel zu berichten.

01:11:51: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann lasst gerne fünf Sterne da aktiviert die Glocke Und schreibt uns gerne Feedbacks auf die Plattformen.

01:12:01: Das hält den Podcast jung und frisch.

01:12:04: Die letzten

01:12:05: Merkungen

01:12:05: oder Anmerken sind doch schon wieder ein bisschen älter.

01:12:07: Vielen, vielen Dank.

01:12:09: Bis nächste Woche!

01:12:10: Liebe Grüße auch von Christoph, euer Michael.

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