#578 Dr. Hans Rusinek | Arbeitsforscher, Pracademic & Autor von „Reclaim Work“
Shownotes
Unser heutiger Gast war schon einmal bei uns. In Folge 473 haben wir mit ihm darüber gesprochen, wie wir Arbeit neu denken können. Doch der Reihe nach. Er hat Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Politik studiert und an der Universität St. Gallen zur Zukunft der Arbeit promoviert. Er kennt die Welt der Unternehmen aus der Praxis und beschäftigt sich zugleich wissenschaftlich mit der Frage, was gute Arbeit ausmacht. Für diese Verbindung hat er einen Begriff gewählt, der ziemlich gut zu ihm passt: Pracademic – Praktiker und Akademiker zugleich. Sein erstes Buch „Work-Survive-Balance“ beschäftigte sich mit der Frage, warum wir unsere Arbeit neu denken müssen. Sein neues Buch geht einen Schritt weiter. Es heißt „Reclaim Work – Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht“. Ich bin ein großer Fan unseres heutigen Gastes. Für mich ist er einer der klügsten und interessantesten Denker rund um die Zukunft der Arbeit. Mehr noch: Für mich ist er der legitime Nachfolger von Frithjof Bergmann, weil er sich mit einer ähnlichen Ernsthaftigkeit der großen Frage widmet, welche Rolle Arbeit für ein gutes Leben und eine bessere Gesellschaft spielen kann. In seinem neuen Buch beschreibt er eine Arbeitswelt, in der Resignation, innere Kündigung, endlose Meetings und schlechte Führung vielen Menschen die Hoffnung nehmen. Warum ist Hoffnung weit mehr als Optimismus, und welche Rolle kann Arbeit dabei spielen? Was sind die größten Hoffnungskiller in unserer heutigen Arbeitswelt? Und was können Führungskräfte, Unternehmen und jeder Einzelne konkret tun, damit Arbeit wieder ein Ort wird, an dem Zukunft entsteht? Fest steht: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse. Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen, die uns dem Kern von New Work näherbringen. Darüber hinaus beschäftigt uns von Anfang an die Frage, ob wirklich alle Menschen das finden und leben können, was sie im Innersten wirklich, wirklich wollen. Ihr seid bei On the Way to New Work, heute zum zweiten Mal mit Dr. Hans Rusinek.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Unser heutiger Gast war schon einmal bei uns.
00:00:02: In Folge forty-hundertdreiundsebzig haben wir mit ihm darüber gesprochen, wie wir Arbeit neu denken können – doch der Reihe nach!
00:00:09: Er hat Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Politik studiert und an der Universitätsangalen zur Zukunft der Arbeit promoviert.
00:00:16: Er kennt die Welterunternehmen aus der Praxis und beschäftigt sich zugleich wissenschaftlich mit der Frage was gute Arbeit ausmacht.
00:00:23: Für diese Verbindung hatte er einen Begriff gewählt, der ziemlich gut zu ihm passt.
00:00:26: Präkademik – Praktiker unter Akademika.
00:00:29: zugleich Sein erstes Buch, Work, Survive Balance beschäftigt ihr sich mit der Frage warum wir unsere Arbeit neu denken müssen.
00:00:36: Sein neues Buch geht einen Schritt weiter – das heißt Reclaim Work für eine Arbeitswelt die Wiederhoffnung macht!
00:00:42: Ich bin ein großer Fan unseres heutigen Gasts.
00:00:44: Für mich ist er einer der klügsten und interessantesten Denker rund um die Zukunft der Arbeit.
00:00:49: mehr noch.
00:00:50: Er ist für mich der legitime Nachfolger von Friedhof Bergmann weil er sich mit einer ähnlichen Ernsthaftigkeit der großen Frage widmet welche Rolle Arbeit für ein gutes Leben und eine bessere Gesellschaft spielen kann.
00:01:01: In seinem neuen Buch beschreibt einer Arbeitswelt, in der Risiknation innere Kündigung endlose Meetings- und schlechte Führung vielen Menschen die Hoffnung nehmen.
00:01:10: Warum ist Hoffnung weit mehr als Optimismus?
00:01:12: Und welche Rolle kann Arbeit dabei spielen?
00:01:14: Was sind die größten Hoffnungskiller in unserer heutigen Arbeitswelt?
00:01:18: Und was können Führungskräfte unternehmen und jede einzelne konkret tun damit Arbeit wieder ein Ort wird an dem Zukunft entsteht?
00:01:25: Fest steht!
00:01:26: Für die Lösung unserer aktuellen Herausforderungen brauchen wir neue Impulse.
00:01:29: Daher suchen wir weiter nach Methoden, Vorbildern, Erfahrungen, Tools und Ideen Dienst im Kern von New Work näherbringen.
00:01:36: Darüber hinaus beschäftigen uns von Anfang an die Frage ob wirklich alle Menschen das finden und leben können was sie im Innersten wirklich wirklich wollen.
00:01:44: Ihr seid bei On The Way To New Work heute zum zweiten Mal mit Dr.
00:01:49: Hans
00:01:49: Rosinek.
00:02:07: Liebe Hans herzlich willkommen!
00:02:09: Ja, vielen Dank dass ich wieder dabei sein darf.
00:02:11: Ich freue mich.
00:02:11: du bist hier zu Gast in meinem neuen ja wie soll man sagen Office bei The Embassy's im kleinen Bursar großer Bursa an der Ecke in Hamburg ein Co-Working Club wo ich mich sehr sehr wohl fühle und wo auch immer häufiger Folgen aufnehmen.
00:02:25: Und auf die Folge mit dir freue ich mich schon seit wirklich Monaten.
00:02:29: wir haben es ja schon länger besprochen.
00:02:30: Du hast ein ganz tolles neues Projekt.
00:02:32: deswegen Zum zweiten Mal, ich hoffe dass es noch häufiger wird.
00:02:36: Also du bist für mich auch jemanden den nicht gerne als Stammgast immer mal wieder da hätte.
00:02:41: und bevor wir über das große Thema der Folge kann arbeiten in Ort der Hoffnung sein.
00:02:46: Das ist quasi das Thema der folge stelle ich dir natürlich trotzdem gleich noch unsere Einstiegsfrage.
00:02:52: aber auch ich erzähle erstmal ganz kurz wie.
00:02:54: ich bin nicht zum Thema gekommen.
00:02:55: also hoffnung ist zum ersten mal als Wort dass etwas mehr ist als Ich hoffe dass morgen schönes Wetter ist ... die Kampagne von Barack Obama gewesen, wo er Hope instead of Fear ein ganz lares Leitthema seiner Kampagne war.
00:03:10: Also das glaube ich, dass es jetzt schon ziemlich lange her ist.
00:03:13: Und dann ist das ja auch sehr schön von Donald Trump verdrängt worden durch ein anderes Narrativ.
00:03:18: und dann ist mir das Thema des nächsten Mal wieder begegnet noch gar nicht so lange her... ...durch eine gemeinsame Freundin Dr.
00:03:25: Meydishomburg, die das Thema Hoffnung... zum Thema ein Podcast gemacht hat und das Wort Hubpunk verwendet.
00:03:33: Da gehen wir später noch mal drauf ein, aber daher großes Interesse an dem Thema.
00:03:39: Und bevor wir einsteigen, erzähl kurz nochmal für die, die dich nicht kennen und vereinen für das, was sich geändert hat in deinem Leben?
00:03:45: Wie bist du heute der Mensch geworden, der du wirst?
00:03:47: Also wie bist du hier heute?
00:03:48: Wie ist das geworden?
00:03:50: Ja!
00:03:50: Vielen Dank.
00:03:51: Ich weiß, dass ich beim letzten Mal total übertrieben am Ausschweifen war bei der Frage und weil jetzt die Kurzversion... Also ich bin zur Hälfte Philosoph und zur hälfte Ökonom von Haus aus.
00:04:02: Und das ist glaube ich für die Arbeitsforschung spannend, weil dort eben viele menschliche und ökonomische Themen zusammenkommen.
00:04:08: Ich bin Vater von mittlerweile zwei Kindern.
00:04:10: Das war beim letzten mal noch anders.
00:04:11: Das ist auf jeden Fall auch ein großer Teil meiner Arbeit, die Kehrarbeit.
00:04:16: Kleingärtner seit Kurzem, das ist auch neu passiert
00:04:20: Kleingärten heisst nicht so ein ...
00:04:22: Im Eppendorfer Moor hab ich eine Parzelle.
00:04:25: Schön, das ist ein Schrebergarten?
00:04:26: Ein
00:04:26: richtiger Schreegartner.
00:04:27: Ich finde auch, dass man durchaus wieder neu entdecken kann.
00:04:33: Da is keiner Arbeitsforscher in meinem Kleingartenverein und interessiert sich nicht für meinen Doktortitel zu recht mich.
00:04:39: Die Einladung geht in acht Sprachen raus aufs Sommerfest.
00:04:42: Das ist total cool!
00:04:43: Und es ist total erdens mit den Händen zu arbeiten, die Laube zu streichen.
00:04:47: Das ist das, was mich beschäftigt und ich bin ansonsten an der Universität St.
00:04:51: Geilen in der Schweiz tätig und habe dort den Lehrauftrag für sinnvolle Arbeit.
00:04:56: Das war auch mein Promotionsthema.
00:04:58: Und davor war ich bei der Boston Consulting Group in Erberatung.
00:05:01: also Precademic nenne ich mich auch manchmal weil ich versuche das Akademische und das Praktische zu verbinden und in diesem Zwischenraum hab' ich sehr viel Energie und sehr viel Freude.
00:05:12: Wir ... ich weiß gar nicht, wie haben wir uns eigentlich?
00:05:14: Ich glaub, ich hab dich angeschrieben.
00:05:16: Weil du so kluge LinkedIn-Beitres allererste Mal zusammengekommen sind, weil du kluige LinkedInbeiträge gemacht hast und andersrum.
00:05:22: Nee, ich glaub nicht andersrum!
00:05:23: Ich hab dich eingeschrieben auf jeden Fall großer Fanboy.
00:05:26: Und ich kenne wenig Leute, deren Beiträge ich sogar lese wie deine.
00:05:32: Die anderen sind alle in der Kategorie Adam Grant, Daniel Pink und
00:05:39: Co.,
00:05:39: also du bist wirklich für mich da Aller oberstes Regal, ich hab das beim letzten Mal ein bisschen unangenehm, aber ich mach's wiederholen.
00:05:46: Ich habe dich so als für mich den legitimen Nachfolger von Frithjof Bergmann außer Chor.
00:05:54: Also wenn einer für mich diese Berechtigung hat über die Zukunft von Arbeit zu sprechen ... Natürlich mehr Leute haben die Berechnung zu, aber niemand höre ich so gern zu wie dir und ... Ich
00:06:05: hab immer noch keinen Umgang gefunden mit diesem Hörbein.
00:06:09: Das wird irgendwann ankommen.
00:06:11: Und ja, auch der Vollständigkeit-Habe.
00:06:14: Du bist bei uns tätig in unseren Leadershipprogrammen bzw.
00:06:20: unserem Executive-Programm wo wir einen halben Tag dich immer dabei haben und du unsere Teilnehmer wirklich dann immer mal... ...und uns auch immer wieder aus der Komfortzone holst.
00:06:29: Und gleichzeitig aber auch zeigst das nicht alles nur schwierig anstrengend schlimm ist sondern dass es ganz viel Hoffnung gibt.
00:06:36: So sind wir schon beim Wort Hoffnung.
00:06:38: Aber vielleicht erzählst du erst einmal was So auf dem Weg der letzten Monate oder Jahre passiert?
00:06:45: ist das Hoffnung für dich als Arbeitsforscher zu einem zentralen Thema geworden, dass du darüber im Buch geschrieben hast.
00:06:52: Oder dabei bist es zu finalisieren?
00:06:54: Ja!
00:06:54: Es ist schon ein Druck, oder?
00:06:56: Es ist
00:06:56: auch schon ein Druck des Impregnaturterminuses.
00:06:58: Das neue Wort habe ich gelernt über die letzte Woche.
00:07:00: Das heißt, das Buch konntet am dreißigsten neunten raus und das ist jetzt alles gesetzt und gelayouted genau.
00:07:07: Ja, ich habe da jetzt dreieinhalb Jahre dran geschrieben so und es ist ein Buch das über Arbeit ist und auch gearbeitet hat sozusagen.
00:07:14: Ich wollte eigentlich erst über Fake Work schreiben weil ich das für ein relevantes Thema halte, dass viele Menschen das Gefühl haben sie können mit ihrer Arbeit keine Probleme lösen.
00:07:24: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden ihren Job nicht weiter empfehlen.
00:07:28: Das ist bitter.
00:07:29: Sieben-achtzig Prozent arbeiten auf Sparflamme.
00:07:34: mich gefragt, ob ich mich in drei Jahren mit so einem dunklen Thema beschäftigen möchte.
00:07:37: Und dann hab' ich mich gefragt was fehlt den Menschen eigentlich?
00:07:40: Die sich so fühlen auf der Arbeit?
00:07:43: und ich glaube was ihnen fehlt ist die Hoffnung!
00:07:46: Es ist so dass wir im Grunde in dem Buch – und ich sag bewusst wie aber ich da viele Menschen auch interviewt habe – versuchen zwei Themen zusammenzubringen, die eigentlich auf einen ersten Blick nicht zusammen passen, sondern auf einen zweiten Blick sehr viel gemeinsam haben die man braucht, nämlich Hoffnung und Arbeit.
00:08:04: Arbeit ist uns irgendwie zu viel.
00:08:06: Hoffnung davon haben wir irgendwie zu wenig.
00:08:08: Und ich habe versucht herauszuarbeiten was ist eigentlich Hoffnung?
00:08:13: Wie drückt sie sich aus?
00:08:14: Was ist auch der Unterschied zu Optimismus vielleicht?
00:08:17: Und was ist guter Arbeit?
00:08:18: und das wird überraschend viel miteinander zu tun.
00:08:20: Ja,
00:08:20: wir haben ja das große Glück oder ich habe das große Glück dass ich dich schon zweimal jetzt hab über das Thema bei uns in unserem Exektiv-Programm Absprechen hören und mir hat sehr, sehr gefallen.
00:08:30: hier hab' ich da sehr abgeholt gefühlt die Unterscheidung von dir von Optimismus, Pessimismus und dann einem Wort... Ich weiß gar nicht ob du es erfunden hast, Possibilismus.
00:08:40: Nee, hab ich nicht erfunden aber...
00:08:41: Genau!
00:08:41: Aber erklär doch mal genau was sind diese Abgrenzen?
00:08:43: Was ist eigentlich Hoffnung für dich?
00:08:46: Man kann sich das ein bisschen mit dem KI-Diskurs anschauen, weil es auch was ist.
00:08:50: Wozu ich viel forsche?
00:08:52: Da erlebe ich immer so zwei Typen.
00:08:54: Es gibt im Valley zum Beispiel die Optimisten, die sagen hey it's going to be great.
00:08:59: Das sind Optimisten in der Hinsicht dass sie wissen wie die Zukunft wird und machen eine Annahme über die Zukunft nämlich dass sie großartig wird.
00:09:06: Und das führt dann dazu, dass man das Publikum gerne passiv hält.
00:09:09: also mischt euch nicht an mit euren Sorgen oder so.
00:09:11: wir haben da schon im Griff.
00:09:12: lasst uns mal machen.
00:09:14: Die Pessimisten die sagen Es wird als furchtbar, die sieht man dann hier auf dieser Seite des Atlantiks im Führertor schreiben oder so.
00:09:21: Die Welt geht unter Wegen
00:09:22: K.I.,
00:09:23: da kann man nichts
00:09:23: machen.".
00:09:24: Auch die haben eine feste Perspektive auf die Zukunft, nämlich ein Schlechte.
00:09:28: Das heißt das schon mal eine Gemeinsamkeit zu den Optimisten?
00:09:30: Also es
00:09:31: ist quasi ein Text-Mindset.
00:09:32: Genau
00:09:33: richtig genau.
00:09:34: und auch die machen das Publikum passiv weil sie sagen du lässt sich auch nicht daran ändern.
00:09:38: Und wer hofft der hat das nicht, der weiß dass die Zukunft unfertig ist.
00:09:43: und das ist schon mal ganz entscheidende Wahrheit weil die Zukunft ne Black Box ist.
00:09:47: Deswegen mag ich den Begriff zukunftsfähig auch nicht so, weil er immer suggeriert, dass es eine Zukunft gibt und wir als Organisation oder als Manager müssen uns der als fähig erweisen... Das stimmt nicht!
00:09:57: Die Zukunft existiert einfach nicht.
00:09:59: Sie wird gemacht... Was das Beispiel, was die Gegenwart eigentlich ist, sagt man ja ein bisschen etwas dazu?
00:10:03: Warum ist die Zukunft für uns gar nicht so... Genau
00:10:05: also Wir haben... Wir können sagen irgendwie, sagen wir mal als CEO Ich mach ne Vision in twenty-fifty und sage zwanzig fünfzig wird unser Unternehmen Gender-Balance haben oder CO², was man so behauptet.
00:10:19: Man vergisst dann schnell dass ein CEO im Schnitt drei Komma sieben Jahre im Amt ist.
00:10:24: das heißt hier reden Menschen über eine Zukunft die nicht ihre ist und das ist im Prinzip einfach Poesie genau wie die Optimisten und die Pessimisten positiv oder negative Poesies verbreiten.
00:10:34: denn die wahre Zukunft auf einer Kognitiven Ebene die ist viel unmittelbarer Wenn wir uns vorstellen, wo wir Zeit verarbeiten.
00:10:42: Dann ist das im Brieffrontal in Cortex zwischen den Augen ein paar Zentimeter rein und ein paar Centimeter hoch.
00:10:47: Da ist der suprachiasmatische Nucleus, der SCN, der verarbeitete Zeit.
00:10:53: Und alles was vor fünfzehn Sekunden war, ist schon Vergangenheit.
00:11:00: Das rutscht in die Vergangenkeit.
00:11:02: Alles was ungefähr in den jetzigen fünfzehnten Sekunden ist nehmen wir als den gegenwärtigen Moment wahr Und alles was danach kommt, also in der sechzehnten Sekunde das ist das was wir kognitiv überhaupt nur als Zukunft begreifen können.
00:11:13: Das ist das wie wir in die Zukunft wandern und wie wir bestimmte Verhaltensmuster wahrnehmen und dann eben diesen kleinen Raum wie Viktor Frankel sagen würde zwischen Reiz und Reaktion haben wo wir sagen wir können uns zu dieser Zukunft verhalten können reingeretschen oder es passieren lassen.
00:11:30: Diese sechzente Sekunde ist ganz entscheidend für Possibilisten weil sie sehen da die Possibility die Möglichkeit etwas im Sinne ihrer Hoffnung zu gestalten, also etwas zu verbessern.
00:11:40: Wer hofft, der weiß nicht wie die Zukunft wird.
00:11:42: Der weiß aber dass es Sinn macht sich für eine bessere Einzusetzen.
00:11:46: Ich hatte im Rahmen meines Buches mich mit Klimaaktivistinnen unterhalten und hab die gefragt ob die eigentlich Pessimisten sind.
00:11:52: Dann haben sie gesagt ne, sind wir nicht weil sonst würden wir nur rumsetzen und lamentieren.
00:11:56: Aber optimisten sind wir eben auch nicht.
00:11:58: Sonst würden wir nicht auf die Straße gehen.
00:12:00: Wir sind radikal hoffende.
00:12:02: Es lohnt sich einzusetzen für etwas.
00:12:06: Lismus ist für dich ganz eng mit dem Hoffnungsbegriff.
00:12:07: Absolut, absolut!
00:12:09: Also quasi die Unterscheidung von Hoffnung.
00:12:11: Ich hoffe darauf dass der Krieg morgen aufhört das ich befördert werde.
00:12:15: also das wo man sagt es ist eher so ein... Blindehoffnung.
00:12:17: Blinde hoffnung?
00:12:17: Genau.
00:12:18: Die
00:12:19: Tatenlose.
00:12:19: Die
00:12:19: sehende Hoffnung, die gestaltene Hoffnung das ist sehr Possible-Listung.
00:12:23: Man könnte
00:12:23: nur sagen Pessimisten sagen das Glas ist leer Optimistinnen sagen es ist voll und Hoffne füllen das Glas auf.
00:12:30: Ja super, ganz schönes Bild.
00:12:33: Du hast vorhin schon so ein paar Zahlen genannt, die allein schon erklären sind.
00:12:39: Aber ich weiß du bist ein großer Storyteller deswegen.
00:12:42: Lass es ruhig mal reingehen warum es gerade so wichtig, so notwendig ist.
00:12:47: Warum brauchen wir grade jetzt diese Hoffnung?
00:12:49: Warum brauchen mir gerade jetzt diese Menschen die Hoffnung so verstehen wie du es tust und wie meite es tut?
00:12:54: Und einige andere sehr starren Menschen.
00:12:57: ja
00:12:59: Also ich fange in den Buch mit einer Begegnung an.
00:13:01: Die klingt so absurd, dass man mir unterstellen könnte, dass sie ausgedacht ist.
00:13:06: Deswegen habe ich aber auch Beweisfotos dabei und zwar bin ich dem Jakobsweg gelaufen vor mittlerweile sieben Jahren Und auf dem Jakopsweg wenn man sich darauf befindet dann gibt es eigentlich zwei Sachen die alle Menschen gemeinsam haben.
00:13:18: Das eine ist, dass sie als Deutsche sind.
00:13:19: Und das andere ist, die alle in eine Richtung gehen.
00:13:22: Ist das echt so?
00:13:24: Ich bin extra den portugiesischen Weg gelaufen, weil ich die Hoffnung hatte es ein bisschen mehr international ist...
00:13:28: Aber andere Deutsche hatten dieselbe Idee!
00:13:30: Andere Deutsche, genau.
00:13:32: Genau.
00:13:32: und dann läuft man mit seinen Landsgenossen eben in eine Richtung.
00:13:36: Da ist mir was passiert auf der Höhe von Tui.
00:13:39: Das ist ein Grenzort zwischen Portugal und Spanien.
00:13:43: Da hat mich jemand entgegen gekommen.
00:13:48: crazy gefunden, weil das passiert eigentlich nicht.
00:13:50: Es gibt ein Ziel Santiago de Compostela und hab ich den gefragt was machen sie hier?
00:13:55: Und er hat natürlich auf Deutsch geantwortet dass der in dem Finanzamt gearbeitet hat im Schwabenland und eigentlich die ganze Zeit nur den Job hinter sich bringen wollte.
00:14:05: Er hatte keinen Bock auf diesen Job, er hat Urlaubstage angespart, Frührente überall wo es geht.
00:14:09: Er hat quasi möglichst wenig gelebt in der Arbeit damit er möglichst schnell auf dieses Leben danach sich also dahin bewegen kann.
00:14:17: Und das klang ein bisschen so, als hätte ich gesagt den Job umbringen.
00:14:19: Weil er so schwebisch gesprochen hat und habe mich gefragt, okay wie ist es gelaufen?
00:14:24: Dann war ich endlich durch mit dem Job und dann bin ich da hoch gegangen nach Santiago de Compostela und da war ich da oben und hab gemerkt... Ich weiß nicht was ich machen soll mit mir!
00:14:31: Ich habe keinen Kontakt zu meinen Skills, zu meinen Leidenschaften, ich habe kein Netzwerk keine Wirkungsorte und deswegen hatte sich entschieden erstmal wieder den Weg zurückzugehen.
00:14:41: und da ist irgendwie entgegen gekommen Und ich frage mich manchmal, ob er immer noch zwischen Porto und Santiago de Compostela pendelt.
00:14:48: Vor allem hat mir es zu denken gegeben, denn wenn man so versucht sein Job umzubringen oder hinter sich zu bringen bringt man auch was in sich selbst um.
00:14:55: Ich glaube das ist ein extremes Beispiel aber das zeigen ja die Zahlen sehr viele Menschen erleben.
00:15:01: Das ist schade weil die Arbeit unser Ort ist um existenzielle Bedrohungen und lösbare Probleme zu übersetzen.
00:15:06: also wir kommen dahin und haben ein Problem dass wir alleine nicht lösen können und so entsteht Arbeitsteilung eigentlich ganz, ganz tief in unserer Existenz eingebaut.
00:15:17: Weil wir sind evolutionsbiologisch relativ schlecht ausgestattet.
00:15:21: Wir waren nackte Affen.
00:15:23: Wir hatten keine Sebelzähne, kein dickes Fell.
00:15:26: Das heißt, wir mussten uns im Vergleich zu anderen Primaten oder anderen Tieren schnell um Waffen und Behausungen kümmern.
00:15:32: Und das konnten wir vor vierzigtausend Jahren nicht alleine machen.
00:15:35: Deswegen haben wir angefangen zu sprechen im Gegensatz zu anderen primaten oder überhaupt anderen Tiern Weil wir und unsere menschliche Geschichte eigentlich mit der Schwäche beginnt.
00:15:43: Und diese Schwäche führte dazu, dass wir den Mund aufgemacht haben... ...und dann haben wir Arbeitsteilungen gemacht,... ...dann hat sich jemand gesagt, ich weiß ohne Höhle ist,... ...und wenn man anderes sagt, weißt du nicht aus dem Stein eine Waffe machen kann?
00:15:53: Und dann hat jemand Drittes gesagt, wie ich mich um die Kinder kümmern kann von uns... ...unsoweit, also entstand Arbeitsteilstellung und so entstand Menschwertung.
00:15:59: Das heißt, der Beginn der Menschheitsgeschichte ist die alleinige Schwäche.... ....und das Kollektiv überwinden dieser Schwäche in
00:16:05: Arbeit.".
00:16:06: existenzielle Bedrohung.
00:16:07: Wir haben kein Dach über den Kopf, keine Waffen, wir können es gegen die Säbelzahntiger nicht wehren führt dann dadurch durch Sprache und Absprache zu Arbeit und zu lösbaren Problemen.
00:16:17: Und das ist der einzige Grund warum wir heute an Laptops rum kloppen und nicht mehr an Steinen wie irgendwelche anderen Affen Und warum wir in Zoo sozusagen unsere Artgenossen beobachten können, die immer noch einen Großteil der DNA mit uns gemeinsam haben.
00:16:30: Wie sie sich mit Fäkalen bewerfen oder so und wir machen in der Arbeitswelt idealerweise ...
00:16:34: Bewerft uns auch mit Fakalen?
00:16:35: Besser das wollte ich grad sagen
00:16:37: eigentlich.
00:16:39: Das ist das Mensch werden was in der Arbeit steckt.
00:16:40: und wenn wir die Arbeit aufgeben und es abwenden dann werden wir auch die Hoffnung aufgeben weil das eben unsere Arbeit ist unser Software um Veränderungen in die Welt zu bringen.
00:16:50: und das möchte ich stark machen dass etwas für mich einfach brenne
00:16:57: Wenn es folge weitergeht, ganz kurz nochmal Werbung in eigener Sache zum Thema New Work Master Skills Executive Programm.
00:17:05: Wusstet ihr das nur einundzwanzig Prozent der Mitarbeitenden weltweit wirklich engagiert sind?
00:17:10: Und jetzt kommt die Zahl, die mich als lange Führungskraft noch mehr beschäftigt!
00:17:14: Denn siebzig Prozent der Unterschiede im Engagement eines Teams lassen sich laut Gallop auf die direkte Führungskraft zurückführen.
00:17:20: Führungen macht also einen Riesenunterschied Und genau deshalb haben Svante und ich vor einigen Jahren das NWMS Executive Program entwickelt.
00:17:27: Im November startet bereits unser elfter Jahrgang, über zehn Monate arbeiten wir mit einer kleinen Gruppe erfahrener Fach- und Führungskräfte an den Themen die heute wirklich zählen – Selbstführung, Resilienz, Führungen zusammenarbeit, Transformationen und Zukunft der Arbeit natürlich KI, Kommunikation, Entscheidungsfähigkeit.
00:17:43: Dazu treffen wir uns viermal für jeweils drei Tage in Hamburg.
00:17:46: Dazwischen gibt es regelmäßige Sessions per Zoom Coachings und den Austausch in Gruppen, die über die zehn Monate sehr eng zusammenwachsen.
00:17:56: Ich begleite das Programm persönlich.
00:17:58: dazu kommen Menschen wie Chris Surrell für das Thema Recovery Michael Wancker für den öffentlichen Auftritt Raphael Gielgen für den ganz weiten Wurf nach vorne Dr.
00:18:06: Hans Rosinek für mich der wirklich legitime Nachfolger von Fritjof Bergmann Ranghilstrusz ein Sensationscoach aus Hamburg und Dominik Bloh als ehemaliger Obdachlose heute Sozialunternehmer ist und weitere.
00:18:22: Wenn du das Gefühl hast, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist in dich als Führungskraft zu investieren, dann melde dich bei uns!
00:18:30: Schreib einfach an hallo at newworkmasterskills.com oder geh direkt auf unsere Webseite NewWorkMasterSkills.
00:18:36: Com und melde Dich dort zu einem unserer nächsten Infokolls an.
00:18:40: Der elfte Jahrgang startet Ende November – vielleicht bist Du dabei?
00:18:49: Glaubst du, dass die Permakrisen sind?
00:18:50: Wir haben jetzt die Klimakrise der Rückkehr oder die Zunahme von Autokratien.
00:18:59: Dass das gerade noch mal etwas ist, was das alles nochmal mehr befeuert ... Wie stehst du zu diesen ganzen Krisen, die wir gerade haben?
00:19:08: Ich weiß, dass da ein erstes Buch sehr stark auch vom Thema ... begleitet war, dass die Zukunft der Arbeit vor allem die Arbeit in der Zukunft ist.
00:19:17: Wie geht das auch noch eine Rolle in deinem Buch?
00:19:19: Ja, total.
00:19:19: In dem ersten Buch ging es ja vielmehr um die ökologische Krise und wie wir uns da herausarbeiten können und dass wir denken, kritische Menschen in der Arbeit brauchen und wie das eigentlich aussieht, Zukunft zu bearbeiten und warum Hoffnung da so zentral ist – das darum gibt's im zweiten Buch.
00:19:36: ich sage nicht, dass man jetzt in seinem Job irgendwie den Krieg in der Ukraine lösen kann oder so.
00:19:42: Aber ich sage auch, dass zum Beispiel politische Arbeit Ehrenamt Engagement, das natürlich auch Arbeit ist und durchaus man damit auch Einfluss üben kann.
00:19:51: Also ich habe einen weiten Arbeitsbegriff.
00:19:54: Ich finde es einfach entscheidend, dass wir uns als Agenten also Menschen mit Agency begreifen die Handlungsfreiheit haben und dass wir diese Verantwortung bewusst werden.
00:20:06: Es ist ein humanistischer Kernüberzeugung für mich unser Schicksal gestalten können.
00:20:12: Unterschiedliche Privilegien natürlich genießen unterschiedlich weit, aber der Raum zwischen Reiz und Reaktion ist nie null.
00:20:20: Das zeigt auch Viktor Frankl.
00:20:21: Auch im Konzentrationslager kann man sich verhalten zu seinem Schicksaal.
00:20:25: Und wenn Victor Frankl das konnte dann können wir das schon lange in unserer liberalen Demokratie und dazu möchte ich Menschen motivieren.
00:20:34: Ich möchte dass wir die Arbeit so nehmen wie sie ist, aber Sie nicht so lassen.
00:20:38: Dass wir uns da rein knien und dass wir das mit Hoffnung tun
00:20:40: Super.
00:20:42: Lass uns noch mal, bevor wir jetzt auf Arbeit als Orte Hoffnung wie wir den hoffnungsvoll gestalten können.
00:20:47: gehen nochmal auf die Zahlen gehen.
00:20:48: ich habe du hast ein Paar schon genannt.
00:20:51: Ich gucke mir immer jedes Jahr Gallup State of the Global Workforce an wo wir einfach sagen müssen Wir haben nur zwanzig Prozent weltweit von Menschen die wirklich motiviert sind ungefähr zwanzich Prozent die actively disengaged Sechzig, die nicht also diverse nach deutscher Beschreibung Dienstag Vorschrift und damit hast du dann fast achtzig Prozent.
00:21:11: Die nicht sonderlich motiviert sind.
00:21:13: da gibt es natürlich Unterschiede in verschiedenen Ländern Industrien Alterskoordiner was ist relativ schon relativ hartes Thema.
00:21:20: so nennen wir mal deine zahl.
00:21:23: Du hattest irgendwie andere Du hättest andere Beispiele noch genannt.
00:21:25: du hast
00:21:25: sieben achti prozent auf sparflamme.
00:21:28: das ist eine studie vom Frauenhofer-Institut, glaub ich.
00:21:33: Und
00:21:34: gleichzeitig hören wir aber die Zahl von Burnouts nebenzu.
00:21:38: Menschen werden durch Arbeit krank und so.
00:21:39: Also lass uns mal ... Es ist ein Riesenfeld.
00:21:42: Ja.
00:21:43: Arbeiten als Ort der Hoffnung ... Ich sehe auch eine große Schnittmenge mit dem Purpose-Thema.
00:21:50: Du hast einen Satz, den ich mal mitgeplottet hab, bei dir Performance erklärt wie Teams leisten, Hoffnung erklärt warum sich Menschen über den Weg machen.
00:22:00: Leg mal los.
00:22:01: Warum arbeiten als Orte auf noch?
00:22:04: Also wenn Hoffnung so was Praktisches ist, wenn es ein Handwerk ist dann braucht es wie jedes Handwerk Dreierlei.
00:22:10: Es braucht einen Mindset.
00:22:12: also ich habe.
00:22:12: das Tüschler hat das Mindset dass er aus dem Stück Holz den Tisch machen kann.
00:22:18: Dann brauche er einen Tool Set also Ressourcen also Werkzeuge und Holz ohne Werkstatt Und dann braucht er das Skillset, also Fähigkeiten.
00:22:28: Das Skillset was ich nicht habe, weil ich kein Tisch bauen kann.
00:22:30: Aber wie man eben Holz zurechtsegt, misst und so weiter.
00:22:35: Mindset, Toolset, Skillset.
00:22:36: Man braucht im Grunde einen Wollen ein dürfen an den Materialien und einem Können.
00:22:41: Das ist das, was Hoffnung auch braucht.
00:22:42: Ich muss zu sagen... Und das ist der Unterschied zur Purpose.
00:22:44: Deswegen finde ich, dass Hoffnung ein bisschen Purpose auf Beinen ist sozusagen oder ein Update der Purpose-Debatte, weil es das mehr ins Handeln übersetzt.
00:22:53: Ein Purpose kann ein Mindset adressieren, einen Wunsch wecken und dann braucht es aber schon auch noch ein Skillset also Fähigkeiten.
00:23:00: Wie können wir denn, weiß ich nicht, klimaneutral werden?
00:23:03: Und auch ein Toolzett als Ressourcen.
00:23:07: Das entsteht eben Hoffnung weil wir uns mit Sinn und Überzeugung für etwas einsetzen.
00:23:13: Wenn das die Vorstellung von Hoffnung ist... dann ist das eigentlich sehr nah an gute Arbeit.
00:23:19: Bei guter Arbeit wollen wir genau das Gleiche haben, Wir wollen Überzeugungen haben, wir wollen einen Wollen haben für eine Richtung.
00:23:24: Wir wollen Materialien und Ressourcen dafür am Freiraum vertrauen Und wir wollen ihm auch Fähigkeiten haben.
00:23:31: und dass beides zusammengelegt ist eigentlich fast deckungsgleich.
00:23:36: Gute Arbeit ist hoffender Arbeit.
00:23:40: Wir können... Sonst ist es so eine besinnungslose Betriebssamkeit.
00:23:43: Ja, wir können achtzehn Meetings machen damit unser Chef merkt aber wir waren ganz schön busy und so.
00:23:47: Aber wenn wir wirklich Probleme lösen wollen dann fehlt da eben eine Zutat und das ist Hoffnung.
00:23:52: Und deswegen ist die entscheidende Ressource, die wir heute brauchen nicht KI sondern Hoffnung ja?
00:23:58: Die Hoffnung mit KI was Sinnvolles anzustellen zum Beispiel.
00:24:01: Das ist ein ganz entscheidender Faktor um sich auch aus Krisen herauszuarbeiten.
00:24:08: Ich schaue mir mal ein paar Firmen an, die in Krisen sind und wie sie da rausgekommen sind oder eben nicht rausgekommen sind.
00:24:15: Und es war organisierte Hoffnung, die den Unterschied gemacht hat.
00:24:18: Hast
00:24:18: du mal ein Beispiel?
00:24:19: Wir wollen jetzt nicht das ganze ... Ja ja.
00:24:20: So Stories helfen ja häufig.
00:24:23: Ja ja
00:24:24: total!
00:24:25: Also es gab eine Fluglinie Delta Airlines, die waren tief in der Krise.
00:24:29: Die hatten Insolvenzverfahren am Hals.
00:24:33: Die waren wirklich richtig tief-tief drin.
00:24:35: Und was da gemacht wurde, ist dass man wirklich für den Sinneswandel gesorgt hat indem man bestimmte Praktiken verändert hat.
00:24:42: Man hat die Red Codes wieder eingeführt.
00:24:44: das sind Mitarbeiter mit einer besonders schicken Uniform was denen sehr viel Selbstwertgefühl gab und die konnten auch in Notfall Situationen wenn Flug verschoben wurde Mit gewissen Freiräumen also stichwort Tool Set.
00:24:59: Kunden helfen schnell noch auf einen anderen Flieger zu kommen.
00:25:02: der CEO ist immer Er ist Business Class geflogen bei der Konkurrenz.
00:25:11: Das heißt, er hat dann geschaut von wie er von anderen lernen kann oder eben bei sich die Basis anschaut.
00:25:18: kleine Praktiken, die dafür gesorgt haben, dass es eine neue Überzeugung gibt.
00:25:22: Dass sie sich lohnt, dafür zu arbeiten und das die Firma gerettet wird.
00:25:26: Das ist aber auch Ressourcen gab also, dass man nicht nur was verändern wollte sondern auch zum Beispiel Kunden präsagieren den Möglichkeit geben konnte zu verändern und dass das von from the top gelebt wurde.
00:25:36: Also ich finde da steckt vieles drin.
00:25:38: Schön!
00:25:39: Ein ganz anderes Beispiel aus der ganzen anderen Welt.
00:25:41: Ich hab vor zwei Monaten an der Alster meiner Tochter Fahrradfahren beigebracht.
00:25:46: Das ist total schöner Moment für mich,
00:25:49: sondern hat
00:25:50: so einen Zuwachs an Mobilität zu ermöglichen.
00:25:53: Einfach total cool!
00:25:55: Und was war der Refrain den wir da immer gesungen haben?
00:25:58: Naja Lenker festhalten.
00:26:00: Lenker gerade halten nach vorne gucken und treten, treten... Und ich finde das ist eigentlich auch Hoffnung in der Nachstelle.
00:26:05: Ich weiß wo es hingeht.
00:26:06: Ich halte den Lenker grade und gebe Gas.
00:26:08: dafür also Sinn zu verspüren.
00:26:13: Nicht, weil man weiß wie die Geschichte ausgeht sondern man weiß welches Ende für welches ende man kämpft ist genau das was die Klimaaktivistinnen mir auch erzählt haben dass es das voraus ankommt wenn man weiß dass die geschichte super ausgeht.
00:26:24: da braucht man keine hoffnung.
00:26:25: deswegen ist so die antwort auf die frage warum gerade jetzt hoffnungen nur jetzt hoffen und sonst bräuchte man sie nicht
00:26:31: nur können wollen dürfen jetzt mal auf ... das Individuum packst und diese Zahlen, Menschen, ja, siebenundachtzig Prozent so auf Sparflamme.
00:26:43: Hast du Gefühl dafür, welche dieser drei Parameter besonders unter Druckgrade ist oder wo es Irritation gibt?
00:26:53: Also... Ja, es gibt natürlich, wenn man sich dieses wie so drei Kreise vorstellt können wollen dürfen oder Mindset, Toolset, Skill Set dann ist es wirklich so immer ein Riesenfehler, wenn man nur eine Ebene bedient.
00:27:07: Also ne Firma macht irgendwie ein großartiges Purpose Statement, weckt Erwartungen auf Mindset-Ebene aber keiner weiß was ich dann machen kann oder welche Ressourcen ich bekomme mit denen ich das machen darf?
00:27:17: Problem!
00:27:18: Oder ich stelle auf der Toolzettebene... mir einen tollen Future Office Space ein, als Organisation unter den Linden oder hier am Jungfernstieg.
00:27:27: Dann hast du auf der Toolset-Ebene was gemacht.
00:27:29: aber solange keiner vom Mindset oder Skillset weiß das ist da was es zu tun gibt auch blöd.
00:27:34: Oder das habe ich bei einem Kunden erlebt für sehr viel Geld sauteure IT Kräfte angeheuert also skillset aufgeladen Aber die restliche Organisation hatte das Mindset dass das nur hoffnungslose Nerds sind und es gab auch kein tool set in dem Sinne dass es Schnittstellen gab um mit denen zusammenzuarbeiten.
00:27:48: dann ist es herausgeschmissenes Geld.
00:27:50: Ich finde, auf einer individuellen Ebene vielleicht wie ich jetzt ein bisschen bei ist so als Vater aber ich glaube Selbsterkenntnis was sind eigentlich Dinge die mir eine Leidenschaft auslösen?
00:28:02: Das ist schon ganz ganz entscheidend und ich finde als Arbeitsforscher macht man so die leichtere Übung denn die schwierigere ist glaube ich Bildungsforsche zu sein.
00:28:10: Also der kommt so ein bisschen vom Frage dich was du willst was du
00:28:17: brauchst
00:28:19: Und dann schau, wer dir das erlaubt.
00:28:20: Genau richtig Richtung
00:28:21: genau richtig und es ist also zu unterscheiden zwischen wirklich inner voices und nur verinnerlichten voices.
00:28:29: was sind eigentlich stimmen in deiner lebensgestaltung die wirklich von dir selbst kommen nicht welche die verinnerlich hast durch eltern oder andere?
00:28:37: Was sind auch so, da denke ich viel drüber nach im Beratungskontext.
00:28:40: Expensive Narratives?
00:28:41: Teure Selbsterzählungen ...
00:28:44: Ich
00:28:44: bin nur gut genug wenn ich erschöpft bin oder auch das sage ich ganz offen zu meiner Erfahrung.
00:28:51: Ich habe mir vieles nicht zugetraut weil mir gesagt wurde damit verdient man doch kein Geld und das ist ein sehr teures Narrativ.
00:29:00: Wenn man tendenziell zu sehr des Monetäre betont und dann seinen Leidenschaften etwas erstickt.
00:29:06: Also ich würde mir wünschen, dass wir mehr philosophische Bildung jungen Menschen zugutekommen lassen.
00:29:14: Weil das total wichtig ist gerade in einem KI-Zeitalter.
00:29:17: Ich bin... In Sankt Gailen gebe ich ja einen Kurs der für die meisten Studierenden der letzte Kurs am Ende des Masters ist.
00:29:23: In welchem Studiengang?
00:29:24: Oder im
00:29:25: Kontextstudium.
00:29:25: Das heißt kann jeder machen!
00:29:26: Ja, ja.
00:29:27: Das heisst da sind BWLer,
00:29:29: Staatswissenschaftler
00:29:30: halt die ganze Palette.
00:29:33: Und die meisten haben schon ihre Arbeitsverträge unterschrieben, wie das unseren Geilen so ist.
00:29:37: Also üblichen großen Banken und Beratungen, aber natürlich auch andere Sachen... ...und da es eine ganz wichtige Übung für sich herauszufinden wohin zieht es mich eigentlich?
00:29:50: Was sind Sachen, die ich machen würde, selbst wenn keiner davon jemals erfahren würde?
00:29:54: Hätte ich einfach aus der Sache selbst mache!
00:29:57: Das ist ne ganz ganz wichtige... ...Übung diese Selbsterkenntnis zu pflegen Schauen was meine Werte sind, wie die sich ins Handeln übersetzen.
00:30:08: Ich glaube man kann aber nicht früh genug anfangen.
00:30:10: oder ökonomisch gesehen ist es... ...beliger wenn du früh damit anfängst weil hinten raus.
00:30:15: also du kannst so sagen ein investierten Euro in den Kindergärtner der Grundschulen.
00:30:20: Also verändert sich verändert mehr als einer.
00:30:22: eine Hochschulbildung in der Uni, wo die Leute schon Mitte zwanzig sind.
00:30:26: Das
00:30:26: ist ein super ... Wir hatten mal einen Gast Stefan Janssen auch im Arbeitsforscher.
00:30:30: Ja, kennt
00:30:31: ihn sehr gut!
00:30:31: Guter Typ.
00:30:32: Genau, er hat damals unser Buch zum Podcast nachwortgeschrieben und der hat mal so in einem kleinen Büchlein über Bildung geschrieben was das große Problem ist.
00:30:42: also er sagt eben genau dass wir in Deutschland eigentlich ist es schon im Kindergarten sich entscheidet.
00:30:48: Also da kommen Menschen ... mit Benachteiligung, sei es Migrationsgeschichte oder Eltern die zu wenig Möglichkeiten selber haben.
00:30:59: Also alle, sagen wir mal Einschränkungen, da werden die schon abgehängt und bis zum Thema dann irgendwann später in der Schule und Studium und so weiter.
00:31:09: Da ist das alles cool und gerecht.
00:31:10: In Deutschland kann man auch sonst studieren
00:31:11: usw.,
00:31:12: aber da hast du die schon abgehängen.
00:31:13: Du kriegst
00:31:13: sie, die kommen gar nicht hin genau
00:31:15: her.
00:31:15: Ich finde es wird nie begreifen dass in Deutschland dieser soziale Sortiermoment ja am Ende der Grundschule stattfindet oder, wenn man ehrlich ist in der Mitte der Grundschule.
00:31:24: Weil die Lehrer überlegen sich nicht in der vierten Klasse welche Empfehlung sie geben sondern der zweiten und das es für jedes Kind was nicht Deutsch zu Hause spricht.
00:31:31: ein absolut fatales System.
00:31:34: also es gibt den anderen Ländern ist dieser Sortier dieser Sortieren moment später und dass auch gut so wir machen viel zu früh.
00:31:41: ich weiß selber und da wurde positiv diskriminiert weil mein Vater Professor war Wie sehr Lehrer sich, wie wichtig die das fanden, was die Eltern beruflich machen.
00:31:49: Das ist wirklich ein Skandalismus.
00:31:53: Da müssen wir mehr machen.
00:31:54: Eine Sache noch zu den Masterstudierenden.
00:31:56: Was natürlich viel beschäftigt ist... ...wie kriege ich das hin?
00:31:59: Dass meine Arbeit AI-Proof ist, dass ich eine Zukunft habe, die in Zeiten von KI funktioniert.
00:32:04: und was wir da einmal herausarbeiten is, Exzellenz wird immer einen Ort haben.
00:32:12: Wenn du etwas machst, was du gerne machst leidenschaftlich machst, dann wirst du darin sehr gut sein.
00:32:18: Es ist fast Paradox sich vorzustellen dass du etwas sehr gerne machst und darin auch sehr schlecht bist.
00:32:24: Außer meine Kleingärtnerei.
00:32:25: wahrscheinlich ist eine Ausnahme aber sonst man isst in der Regel sehr gut im Ding die man gerne macht ja?
00:32:30: Und wenn du Sachen sehr gut machst dann machst du sie noch lieber.
00:32:33: das heißt es so ne Art Abwurzzeige was fatal ist und das habe ich selber an meiner Schulzeit erlebt eine gute Freundin von mir Leidenschaftliche Schauspielerin Beim Bachmann-Wettbewerber als Teenagerin dabei gewesen, großartig mit Sprache umgehen.
00:32:46: Wahnsinn hatte ein Einzer Abi und hat deswegen Medizin studiert.
00:32:49: Na ja weil sie halt einen Einzerabi hatte.
00:32:52: Dann wird man ist die zum Glück nicht geworden aber das Risiko ist dass man zu einer mittelmäßigen Radiologin wird z.B.
00:32:56: Und die wird dann sehr schnell automatisiert.
00:32:59: Wenn du exzellent bist sogar als Übersetzerin oder Schauspieler, dann wirst Du eine Zukunft haben Denn wenn du exxcellent bist wirst du auch immer gucken wie du mit der Zeit gehen kannst, was tut sich auf dem Markt?
00:33:10: Wie kann ich up to date bleiben etc.
00:33:12: Du wirst mit deiner Kompetenz dann auch das Thema KI wenn du offen bist eben so nutzen können.
00:33:16: also ich bin mir das Beispiel wenn alle sagen ja wir brauchen gar keine Werbung mehr und weil das kann jeder jetzt quasi die tollsten Bilder prompten.
00:33:25: Wenn ich mir jetzt zum Beispiel meine Agenturkollegen Mieke Hase angucke, die eine der besten Designer des Landes ist und AI komplett embraced hat.
00:33:33: Und einfach Sachen raushaut, die sind so lichtjahreweiter als eben Average-Prompting oder Arno Lindemann, ein anderer E-Mail-Kollege von mir ... Deswegen, Sie und Miekes-Tipp, was ihr immer sagt?
00:33:44: Ich sage jedem Fotografen das ist eine neue Kamera!
00:33:48: ... benutzt wie eine Kamera.
00:33:49: Du lernst ne Technik, neue Kamera und es wird weiterhin auch natürlich die echte Kamera gebraucht werden.
00:33:54: aber die würden ein oder andere spielen genau.
00:33:57: Du bist einmal so gut dass du das weniger in Bedrohung ist... ...und du nimmst die Bedrohnung als dein Tool aus deiner Kamera auf.
00:34:02: Es gibt ein paar KI generierte Bilder.
00:34:05: also ich bin nicht katholisch na?
00:34:07: Aber wenn ich die sehe dann glaube ich doch an die menschliche Seele
00:34:09: weil
00:34:09: sie so seelendarm sind?
00:34:10: Ja ja genau
00:34:11: Und ähm ich glaube das genau.
00:34:14: ich glaub Exzellenz ist die beste Versicherung für unsere Zeit.
00:34:17: Aber das ist jetzt Selbstkenntnis voraus.
00:34:19: Was mache ich denn wirklich gerne?
00:34:20: Was mach' ich
00:34:21: leidenschaftlich?".
00:34:22: Und das müssen wir viel mehr fördern, weil das Hoffnung bringt!
00:34:25: Lass uns gleich mal... Ich will gern bei KI nochmal reinbauen.
00:34:27: Ich würde gerne jetzt bei deinem Masterkurs bleiben und auch der Frage nach ... Du hast es so angedacht im Lebenssatz was in meine Wert und sowas.
00:34:35: Was sind ganz praktische Empfehlungen die du...?
00:34:39: Und da ich frage das, weil ich das ja selber, dass ja ein Teil meiner Arbeit auf Menschen so bisschen dabei zu helfen, ihr Tweetspot zu finden Was kann Menschen helfen, diesen Ort zu finden?
00:34:50: Also was für Tools empfiehlst du.
00:34:53: Ja es gibt ganz praktische Sachen.
00:34:55: Jeder der diesen Podcast hört kann sich mal fragen wann er sich das letzte Mal über jemand anderen richtig aufgeregt hat.
00:35:01: Gibt's sicher fällt da jedem etwas ein.
00:35:03: Das passiert unter Menschen.
00:35:04: Man regt sich über jemand andern so richtig auf Kollegen Nachbarn und was auch immer.
00:35:11: Erfahrung, wenn es nicht so unangenehm wäre.
00:35:15: Weil sie immer auch was über Werte aussagt.
00:35:17: Man regt sich also ... Über die Person auf.
00:35:21: Aber die Person ist gleichzeitig ein Bote und die bringt dir eine Nachricht, dass hier ein Wert verletzt ist.
00:35:27: Und das ist total ... Du kannst da einen Ex-Negativo aus dem Negativen für dich erfahren, welcher Wert ist hier gerade verletzst?
00:35:35: Also ich war jetzt im Urlaub letzte Woche und dann hatte ich die Erfahrung in sehr viel ... Ich hatte gedacht, dass das ein Phänomen der Neunziger ist.
00:35:43: Weil ich das von meinen Eltern kannte, sehr viel Kinderfeindlichkeit zu erleben.
00:35:47: Also ... Kinder sind zu laut, zu viele stehen im Weg rum am Strand.
00:35:51: Das habe ich sehr viel gehört leider.
00:35:53: Ich sag jetzt aus bewusst nicht den Ort wo ich war, welcher kein Tourismus-Hate machen möchte?
00:35:58: Da kann man sich wahnsinnig drüber aufregen und ich hab mich auch wahnsinnigt darüber aufgeregt ja.
00:36:02: Kinderlärm
00:36:03: usw.,
00:36:04: ich find das alles ganz ...
00:36:05: Du hast dich nicht über die Leute, die
00:36:07: es auf dem Thema machen.
00:36:08: Ja genau richtig!
00:36:09: Aber wenn man dann zur Ruhe kommt, kann man für sich entdecken.
00:36:13: Dass da bestimmte Werte dahinter stecken bei mir.
00:36:16: Dass Menschen sich selbst entfalten dürfen auch Kinder.
00:36:19: Dass Freiheit eine Rolle spielt das Toleranz eine Rolle spielt.
00:36:23: also dass es irgendwie steckt in dem Hass mehr drin.
00:36:26: Man darf sich an dem Hass nicht die Finger verbrennen an dieser Nachricht Die der Boote.
00:36:29: dir gibt dies heiß.
00:36:30: Ja das stimmt ist ein heißes Stück Kohle aber Da isn't eben auch Informationen drauf.
00:36:34: Das finde ich ein ganz Praktisches.
00:36:36: Ganz toll hab ich ja nie gehört.
00:36:37: Ich bin ganz großartig.
00:36:38: quasi Über Dinge würde ich mich ärger auf die eigene Werte zu kommen.
00:36:43: Hast du noch ein, zwei?
00:36:44: Ich bin neugierig, weil sie sind extrem praxisrelevant.
00:36:49: Also was können wir noch nehmen?
00:36:52: also im buch mache ich in der Mitte so eine Drehung Weil ich mich dann frage okay wenn das hoffnung ist wie kann man die managen?
00:37:00: und da sage ich naja manager Sollten sich eigentlich allein darauf konzentrieren hoffen nicht zu nehmen.
00:37:05: Also, das ist im Grunde so ein bisschen das Umgedrehte.
00:37:07: Und dann hab ich mich mit Hoffnungskillern beschäftigt
00:37:09: und
00:37:10: dann habe ich ganz viele Interviews geführt, weil ich auch aus meinem Elfenbeilturm rausgehen wollte.
00:37:15: Ich hab ganz viele Menschen aus der Arbeitswelt gesprochen, aus Konzernen, Ministerien, auch aus dem Militär, Start-ups, Agenturen
00:37:21: etc.,
00:37:22: die gefragt, was raubt euch die Hoffnung?
00:37:25: Und diese Hoffnungsskiller haben dann die Kapitel vorgegeben.
00:37:28: also ich hab einen Kapitel zum Thema ... Mein Chef denkt laut werden, wer motivierend genug.
00:37:33: Da geht's ums Thema Macht, ne?
00:37:35: Wo ich mit Karsten Schermuli auch gesprochen hab in dem Zusammenhang im Machtforscher.
00:37:38: Das Thema Leistung, wir drehen uns so einen Kreis an das Karrierevereinbarkeit, Verdummungen in Zeiten von KI, wo ich mit Miriam Meckel auch gesprochen habe in diesem Zusammenhang und da gibt es ganz viele Dinge die wir ... Die uns die Hoffnung rauben und da kann man eine Menge Tipps ableiten.
00:37:54: Und da suche ich mir jetzt mal ein paar Ausweis.
00:37:56: Ja, schön!
00:37:56: Sehr gerne.
00:37:59: Also das eine was ein krasser Hoffnungskiller ist, ist das Thema Interrupted Work.
00:38:05: Wir haben zu viel unterbrochen in der Arbeit.
00:38:08: Vera Stark hat es erforscht in Deutschland dass wir alle vier Minuten unterbrochene werden in einem normalen Bürojob.
00:38:15: Wir wissen mittlerweile auch aus Studien zum Thema Online Meetings, dass wir bis zu zwanzig Minuten brauchen um uns danach wieder zu konzentrieren nach dem online Meeting.
00:38:22: wenn ich da aber schon fünf Uhr unterbroche wurde dann kann ich mich nicht konzentrieren.
00:38:26: Das heißt blockiert euch Zeit Weil Hoffnung braucht, einen Raum umzuwachsen.
00:38:32: Was kann das heißen?
00:38:33: Denkt euch eine komische Abkürzung aus, die eure Kollegen nicht kennt.
00:38:36: Nimmt es als Blocker rein, dann lassen sie euch im Ruhe.
00:38:38: Also ein bisschen Hacking auch bewusst.
00:38:40: Super!
00:38:40: Ich habe einmal mit einer Kundin gearbeitet, die meinte ihr Kollege hat manchmal ganz leere Tage.
00:38:45: Aber sie hat in ihren Kalender reingeschaut gemerkt, dass die Tage manchmal ganz leer sind und ich hab versucht sie zu überreden dazu, das mal anders zu sehen und sagen diese Tage sind ganz voll an konzentrierter Arbeit.
00:38:58: Unterbrechungen reduzieren ist eine Sache, die ganz wichtig ist.
00:39:04: Dann auch zu verstehen, dass ... Karriere nicht entsteht, indem man sich möglichst krass abstrampelt.
00:39:10: Sondern möglichst viele Möglichkeitenräume eröffnet.
00:39:13: Da hab ich mit Christian Busch gesprochen und ein Serendipity-Forscher.
00:39:18: Das Gespräch war für mich so bewegend, weil er ... Er ist der Professor in Kalifornien,
00:39:25: L.A.,
00:39:27: Er ist jemand, der zum Thema Möglichkeiten und glückliche Zufälle forscht.
00:39:31: Genau.
00:39:33: Und er hat mir erzählt, dass sein Haus abgebrannt ist vor kurzem durch die Waldbrände ... Ich meinte zu ihm, das ist für einen glücklichen Zufallsforscher eine Herausforderung.
00:39:42: Er hat mir gesagt, in einer Unterkunft, die bereitgestellt wurde, Leute aus der Nachbarschaft getroffenen, die ihr lange nicht mehr gesehen habt, die aus den Augen verloren hatten.
00:39:51: Das war sehr schöne tiefe Gespräche.
00:39:53: In solchen Momenten sieht ihr positive Möglichkeiten.
00:39:56: Was er gesagt hat, Es ist wichtig, wenn man beruflich einen Erfolg haben möchte.
00:40:01: Hoffnung nähren möchte, dass man viele Möglichkeitenräume schafft.
00:40:06: Du wirst niemals Erfolg haben weil du am heftigsten strampelst sondern weil du an meisten um dich herumschaust Menschen triffst Netzwerks guckst wo passiert was und man kann es ein bisschen mit Surfen vergleichen.
00:40:17: tatsächlich jemand der beim surfen richtig Erfolg hat Ist nicht jemand der immer auf dem Wasser ist und sich abstrampelt wie ein Beklopter Sondern jemand schon ins was er geht.
00:40:27: also übertrag auf die arbeit sich schon auf die arbeiten einlässt aber dann da relativ gechillt auf seinem breit liegt ihren breit liegd und dann irgendwann sieht ah hier ist eine welle für die möchte ich mich einsetzen da geh ich jetzt rein.
00:40:39: ja
00:40:39: und das ist glaube ich auch ganz wichtig um hoffnungsvoll und wirkungsvoll vor allem zu sein glaub nicht dass ihr Erfolg habt nur weil er diese seit der meisten strampeln.
00:40:49: ihr seid erfolgreich wenn ihr den besten Blick für eure Umwelt habt.
00:40:53: Und dann die meiste Energie, um auf diese Welle auch noch
00:40:56: draufzukommen.".
00:40:57: Also das fand ich zum Thema Möglichkeiten und glückliche Zufälle ganz ins Land.
00:41:02: Sehr schön!
00:41:04: Hast du noch einen?
00:41:05: Ich wollte dich nicht ... Ja
00:41:07: ja gerne... Ein Thema geht mehr an Menschen mit wirklich Verantwortung in Organisationen.
00:41:19: Da hatte ich viel von Stefan Kühl gelernt im Organisationssoziologe.
00:41:23: Da geht es darum, wie werden wir eigentlich zu einer lernenden Organisation?
00:41:27: Und er stellt fest dass das was viele unterlernende Organisationen verstehen eine fair Lernorganisation ist.
00:41:33: Denn oft ist das so, dass man in Führungsposition oder wenn man für uns Topmanagement aufgebaut wird ständig rotiert.
00:41:40: Du bist eineinhalb Jahre im Mexiko bei der Unit dann gehst du nach Shanghai bis da vielleicht zwei Jahre, dann bist du noch mal drei Monate im Headquarter in Deutschland oder wo auch immer und dann bist Du nochmal zwei Jahre da.
00:41:53: Und so sollst Du denn lernen können?
00:41:54: Das ist eigentlich absurd!
00:41:56: Denn die Entscheidungen, die man an einer komplexen Organisation trifft und die Konsequenzen, die aus diesen Entscheidungen entstehen, brauchen Zeit.
00:42:03: Wenn ich dann schon wieder sogar auf einem anderen Kontinent bin, dann entsteht ein großer Verlern-Dynamik.
00:42:10: Also wir brauchen eigentlich mehr Zeit vor Ort.
00:42:13: Dieses ständige Rotieren, ich hatte vorhin schon erwähnt
00:42:15: C.E.O.'s
00:42:15: in drei Komma sieben Jahren im Amt im Schnitt führen dazu, dass wir nie wirklich lernen.
00:42:20: Denn wenn du solche Macht hast dann musst du den Dingen zeit geben um zu merken was die Konsequenzen deines Handels sind.
00:42:28: denn so lernen wir.
00:42:29: Ja das ist spannend.
00:42:30: aus meinem alten Beruf Werbung eine Branche die wirklich sehr unter Druck steht.
00:42:37: aber wenn Die ganz erfolgreichen Kampanniencooker, das sind häufig langjährigste Zusammenarbeiten.
00:42:45: Also zum Beispiel Nike habe ich jetzt gerade wieder so was von gestaunt, was die während der WM dahin gezaubert haben und die, ich weiß gar nicht ob es die Agentur war, aber Ween & Kennedy ist zu deren Agentur.
00:42:57: über zwanzig Jahre arbeiten sie zusammen.
00:42:59: Und die haben diese Marke und die Attitude da hinter einfach sowas von tief verinnerlicht und verstanden.
00:43:03: ... auch so mutige Kampagnen, wie die damals mit dem Colin Kaepernick.
00:43:08: Dem das jetzig jetzt übrigens irgendwann zehnjährig, da werde ich auf jeden Fall posten,... ... dass er sich das erst mal hingekniet hat und gegen... So!
00:43:15: Und ja, der hat eben keine Vertragsverlängerung bekommen in der NFL, weil Trump und alle da auf den... Du kannst dich nicht während der Nationalhymne hinknien, das ist unpatriotisch.
00:43:25: Und Nike damals haben gesagt also,... Steh für dich ein, selbst wenn es bedeutet, dass du alles aufgibst.
00:43:33: Also haben den dann zum Held ihrer Kampagne gemacht.
00:43:36: und dann hat der Trump da reingehauen und hat gesagt nicht mehr kaufen und die Leute haben die Produkte verbrannt und so.
00:43:43: aber die sind in ihrer Linie so treu geworden.
00:43:45: ich glaube das hat was damit zu tun, dass diese Agentur und die leute auf Kunden sich, dass sie wirklich eine tiefe, tiefe Erfahrung mit dieser Margarine lange gemeinsam reisebt darf genau so ein Geschichte hat, gerade zwanzig Jahre Jubiläum.
00:43:58: Dieser Umkehrung dieser Kampagnen-Idee ... Schönheit ist ja immer so beschränkt gewesen auf diese Supermodels und so weiter... Und dann haben vor zwanziger Jahren die eben mal die Geschichte umgedreht.
00:44:09: Das jeder ist schön!
00:44:09: Es kommt auf den Betrachtungswinkel an.
00:44:11: Und das geht nicht wenn du andauernd die Marke wechselst als Manager oder die Agentur an Daraus wechselt.
00:44:19: Also es ist schön zu hören dass du das auch so siehst.
00:44:21: Ja wir
00:44:21: wollen einen langen Atem Und das ist natürlich nicht belohnt, weil wir Anreize haben ständig... Also zum Beispiel jetzt auch gerade in der Agenturwelt.
00:44:29: Es ist wesentlich lukrativer, Agentur Hopping zu betreiben, weil du bei jedem Bewerbungsgespräch zwanzig Prozent drauf hauen kannst, wohin du innerhalb einer Organisation ganz marginale Gehaltsentwicklung machen kannst.
00:44:42: Also da gibt es viele ... es gibt so eine Hyperrotation und das ist eigentlich eine hyperverlerne Organisation die wir dadurch bauen.
00:44:49: Ich würde gerne noch mal, bevor wir auf KI vielleicht auch nochmal raufgucken.
00:44:51: Auf das Thema was ist die Rolle der Führungskraft?
00:44:54: Und hier gibt es Zahlen, die mich wirklich gerade sehr bewegen.
00:45:00: Fangen wir an mit dem Thema... ich glaube Führungsberuf, den man auch lernen muss.
00:45:05: Also das ist ein Handwerkszeug.
00:45:06: also genau so das können wollen dürfen ist auch etwas, und ich glaube das Könn ist was komplett falsch gemessen und eingeschätzt wird.
00:45:14: Also an Charaktereigenschaften oder irgendwelchen Assessment-Centern kann man machen aber viele Leute fallen dadurch rass dadurch Und der Skillset wird nicht vermittelt.
00:45:27: also vierzig Prozent aller Führungskräfte weltweit nur haben überhaupt jemals Ausbildung für Führungen bekommen Wenn man, das ist ein Punkt also wir werden nicht ausgebildet.
00:45:36: Zweitens Führung wird für alles verantwortlich gemacht.
00:45:39: Das heißt jetzt wahnsinnig Blaming drauf.
00:45:42: Dritte Zahl die mich super erschüttert und innerhalb dieser Umfrage die Gallop macht Motivation bei der Arbeit.
00:45:51: mit diesen einundzwanzig Prozent die nur motiviert sind beider Arbeit währenden dir es auch für Führungskräfte aus.
00:45:58: Und das war immer so bei dreißig Prozent und das über den letzten fünf Jahre auf ... zwanzig Prozent runtergegangen.
00:46:04: Das heißt, die Führungskraft sind genauso unmotiviert wie die ... ... wie die Mitarbeitenden.
00:46:09: und gleichzeitig letzte Zahl ist... Die Führungskraft hat zu siebzig Prozent Einfluss aufs Motivationslevel ihrer geführten Person.
00:46:19: Das heisst also gigantische Möglichkeiten?
00:46:22: Keine Skills!
00:46:26: Und selber nicht mehr wollen so.
00:46:28: Also jetzt kommt die Frage, das muss dir nichts merken davon.
00:46:31: aber Welche Rolle hat die Führerskraft beim Thema Hoffnung?
00:46:34: Eine ganz entscheidende, weil wie gesagt es eigentlich nur darum geht, Hoffnung nicht zu nehmen.
00:46:40: Also Rahmenbedingungen zu scheiden.
00:46:41: Genau!
00:46:43: Es ist total nett Motivationsposter zu designen, es wäre besser demotivationsfaktoren sich anzuschauen.
00:46:52: Ich halte das für ziemlich ausgeschlossen dass jemand als innerlich gekündigter seine Karriere begonnen hat aber zu viele werden dazu gemacht und die werden dazu durch Zumutungen.
00:47:02: Deswegen, also eine Sache ganz praktisch die ich gerne mit Organisationen mache ist mach mal einen Recent Higher Panel.
00:47:09: Ein Ort wo du alle Leute zusammentrommels die weniger als drei Monate bei euch in der Organisation sind.
00:47:14: wenn die haben noch ein Blick darauf was eigentlich strange es an euch und ihr könnt dann sagen hey Bei uns im Service die Klamotten, die wir tragen müssen ab einer gewissen Temperatur sind die super unangenehm.
00:47:24: Zum Beispiel was ganz Banales.
00:47:26: Dinge, wenn man da länger drin ist im Job dann merkt man das nicht mehr.
00:47:29: Man findet das immer noch blöd aber man merkt es halt nicht mehr!
00:47:32: Man kann's nicht mehr so genau adressieren, was es ist.
00:47:36: Das heißt wir müssen uns trauen und die Zumutungsfaktoren anzuschauen und die aus dem Weg zu räumen.
00:47:42: ich finde dass das einzige was der Führungskraft eigentlich machen soll Anblocking.
00:47:48: Anblocken, genau.
00:47:49: Also entblocken.
00:47:50: Performance braucht nicht mehr pushen sondern nicht mehr drücken, sondern mehr entblockten.
00:47:56: Und wir wissen uns als Führungskraft einfach trauen das auch zu fragen.
00:48:00: Sag mal was ist eigentlich?
00:48:01: Was raubt dir die Hoffnung bei uns im Job?
00:48:03: und man wird dann merken es sind manchmal ganz banale Dinge.
00:48:05: irgendwie weiß ich nicht.
00:48:06: Es gibt bestimmte Bonusprogramme für irgendeinen für irgendeinen Mobilitätsprogramm.
00:48:14: Das funktioniert bei mir nicht, weil ich in einer falschen Postleitzahl bin oder was auch immer.
00:48:17: Also man kann es einfach aus dem Weg räumen.
00:48:19: Vieles kann man aus dem wegräumen – nicht alles!
00:48:21: Aber wenn man's aus demwegräumt, schafft man den Rückenwind um schwieriger Probleme anzugehen.
00:48:24: also zuhören.
00:48:27: Mit der Führung und dem Leadership….
00:48:28: Ich finde das so eine ganz interessante Sache.
00:48:30: Also ich stimme dir da total zu dass es vollkommen überladen ist.
00:48:34: Alles was die Organisation nicht hinbekommt muss die Führungskraft lösen.
00:48:37: Viele Führungen sind eigentlich Organisationsprobleme Und Führunskräfte sind ja auch nur Menschen.
00:48:41: Wir heroisieren die total, wir lieben Superheldenfilme in unserer Freizeit und glauben Superheldingerbs auch auf der Arbeit.
00:48:47: Führungskräfte nutzen das auch aus um bestimmte Privilegien sich zu holen.
00:48:51: Und gleichzeitig bedienen wir sie kaum aus und wendern dann eher nicht so gut.
00:48:55: Also ich weiß noch vor mittlerweile zweieinhalb Jahre her hat ChatGPT es geschafft ein Wharton MBA Prüfungen zu knacken also was eine Elite Ausbildung ist für Leute danach sehr, sehr reich und einflussreich werden zum größten Teil.
00:49:10: Einer sogar US-Präsident genau.
00:49:13: Und alle waren geschockt davon das JetGPT so gut ist und diese Prüfung knacken kann.
00:49:20: und viel zu wenige waren geschokt davon wie reflektionsarm eigentlich eine Management Ausbildung ist dass man sie mit einem stochastischen Programm was es letztendlich ist mit dem digitalen Papageien lösen kann, so.
00:49:33: Und das ist was wo wir in Sangeilen sehr stark daran arbeiten dass wir Führungskräfte anders ausbilden.
00:49:38: Wir haben in Sangelien die höchste Milliardärsquote unter den Absolventen in Europa Sehr einfachere Menschen und wir wollen dass sie mit Verantwortung damit umgehen und deswegen machen wir zum Beispiel mehr Spaziergänge, Reflektionsübungen zumindest in meinem Kurs Denn Führungen hat viel mit Selbstführung zu tun und mit Resonanz und mit Körpern Und da müssen wir ganz scharf gegenarbeiten.
00:50:00: Deswegen entsteht diese Frustration und ich finde es spannend, was du sagst jetzt will man nicht mal mehr Führungskraft werden.
00:50:07: Riesenattraktivitätsproblem auch.
00:50:09: Es ist besonders junge Frauen.
00:50:10: das ist echt erschütternd weil wir sehen an den Zahlen dass junge Frauen die besseren Abschlüsse machen, auch am Anfang sogar höhere Durchschnittshelter beziehen und sobald dann sich jemand für das Thema Familie entscheidet, schlägt sie Falle zu.
00:50:27: Und es kommt hinzu, dass immer weniger ... Es gab eine Defosive entwickeln und jetzt immer mehr Frauen sagen, nee will ich mich nicht an.
00:50:35: Ja total.
00:50:36: Das ist ein Hoffnungskiller den ich mir anschaue.
00:50:38: Stichwort Die Arbeit frisst mein Leben auf.
00:50:41: also wie viel Abstand haben wir zur Arbeit?
00:50:43: Und gute Arbeit braucht Abstand, damit wir regeneriert sind und Energie haben.
00:50:47: Da ich mit Nicole Beste-Votmar gesprochen, die ist eine Aktivistin für das Thema Vereinbarkeit.
00:50:53: Ich bin in meinem Ehrenamt am Start im Bundesverband für Vereinbarkeits.
00:50:57: Es gibt einen Bund?
00:50:59: Nein!
00:50:59: Das war relativ frisch.
00:51:01: Sehr gerne Werbung führt.
00:51:02: Keine Einschub.
00:51:03: Keiner macht mal kleine Darum dafür.
00:51:05: Der Bundesverwandt für Vereinbarschaft setzt sich ein dafür, dass Kehrarbeit und Lohnarbeit ... Aber auch so was wie Selbstarbeit, also kann ich mich entspannen.
00:51:12: Da geht es nicht nur um Eltern und auch politische Arbeit habe ich Zeit fürs Ehrenamt, dass das sich die Waage hält und wir setzen uns auf einer legislativen und politischen Ebene dafür ein.
00:51:23: Also machen Lobby-Arbeit wenn man so will, Lobby für's Gute.
00:51:25: aber wir arbeiten noch sehr eng mit Unternehmen zusammen, machen den Vereinbarkeits-Hammet einmal im Jahr und wollen dafür sorgen, dass das klar wird, dass Vereinbarkeit ein knallharter ökonomischer Faktor ist.
00:51:37: Also hier ein paar Fakten dazu.
00:51:38: Weil es einfach total wichtig ist... wenn wir flexible Lebensläufe hätten.
00:51:45: Was heißt, dass Mütter nicht in die Teilzeitfalle kommen sondern danach wieder in Vollzeit gehen können und auch heißt das Väter in den ersten vier Jahren mehr bei den Kindern sein können?
00:51:53: Wenn wir das hätten dann würden wir dreihunderttausend zusätzliche Vollzeitstellen in Deutschland schaffen.
00:51:58: Ja, wenn wir atmen eine Lebensläufel hätten, wo es flexibler wäre wie sonst Skandinavien sehr möglich ist.
00:52:04: Wir haben heute eine Gender Pay Gap, die gigantisch hoch ist aber eine Gender Pension Gap also eine Rentenlücke die bei dreiundfünfzig Prozent ist zwischen Männer und Frauen.
00:52:13: Warum?
00:52:14: Ja,
00:52:14: in Westdeutschland dreiund fünfzig Prozent, Ostdeutschein aus Historisch ein bisschen geringer.
00:52:18: Ähm... Warum?
00:52:20: Weil weil die Kehrarbeit zum größten Teil von Frauen geleistet wird.
00:52:24: Hundertfünf Minuten mehr pro Tag leistet eine Mutter Kehrarbeit als einen Vater.
00:52:30: Ja,
00:52:30: hundertfünft Minuten da kann man ganz schön viel um die Allstar joggen oder mit seinem Rennrad durch die Gegend cruisen in der Zeit so ne.
00:52:37: also Da müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen.
00:52:40: Das Spannende ist, das ist auch gut für die Beziehung.
00:52:43: Die Scheidungsrate sinkt um ... bei höherer Vereinbarkeit.
00:52:48: Paare haben ja, ihr habt es richtig gehört, mehr und besseren Sex.
00:52:51: wenn die Vereinbarkeitssteig zu.
00:52:54: Was ich total spannend finde, vererbt sich auch.
00:52:55: Die Söhne von arbeitenden Müttern wiederum, wenn sie erwachsen sind machen doppelt so viel Kehrarbeit wie von nicht arbeitenen Mütternen.
00:53:03: Das ist unfassbar viel.
00:53:04: was damit zusammenhängt Der Krankenstand sinkt um fünfzig Prozent und die Fehlzeiten um sechzig Prozent, wenn wir mehr Vereinbarkeit ermöglichen.
00:53:12: Mit Betriebskindergärten, besseren flexibleren Lösungen
00:53:16: etc.,
00:53:17: da gibt es ... Lassen Sie mir einfach wahnsinnig viel Geld liegen!
00:53:21: Und ich finde das gerade für eine Volkswirtschaft mit so einem Demografie-Problem wie unserem total wichtig.
00:53:25: Super.
00:53:26: Also das war ja werbeblockstilfeinbarkeit.
00:53:27: Was
00:53:27: ist auch thematisiert im Buch?
00:53:29: Ja, total.
00:53:29: Wir
00:53:29: machen ... Bitte gib mir ein Promise dafür!
00:53:32: Ich gebe es dir, ich würde super gern aber auch Christoph ja einen ganz normalen Podcast gehost für die, von dem ich dich übrigens herzlich grüßen soll, dass wir mal eine Folge dann zu dritt machen weil das auch ein Thema ist, wofür er extrem einsteht und sich engagiert.
00:53:47: Mal ein Thema zum Thema Vereinbarter.
00:53:49: Weil du hast so viele Zahlen jetzt hier gegeben, die mich so neugierig machen, die auch nochmal neuen Blick auf das Thema geben.
00:53:56: Vielen Dank.
00:53:56: Gerne, mich hat das einfach ... krass politisiert.
00:53:59: Ich hab nicht irgendwelche Studenten-WG's, sondern dass Eltern werden.
00:54:02: Tatsächlich ist es in der Hinsicht auf jeden Fall...
00:54:04: Sehr cool!
00:54:05: Lass uns noch mal, wir kommen sehr gut durch und trotzdem bin ich für mich verwundert, wir sind schonmal Minute fünfzig.
00:54:11: Es geht so schnell mit dir.
00:54:13: Das Thema KI und Hoffnung.
00:54:15: also du hast in deinem letzten Buch das habe ich wirklich in Erinnerung genommen auch als großes Takeaway vielleicht einmal die... Also einer eines der verbindenden Elemente von Frittorf Bergmann und dir ist einfach, das ist ihr seid beide Philosophen.
00:54:31: Zweite verbindende Elemente auf Frittor Bergmann hat sehr früh das Thema Planetare Grenzen erkannt, diese vier Tsunamis beschrieben an die er glaubt immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich Ausbeutung natürliche Ressourcen Zerstörung des Klimas, Zerstörungen der Kultur.
00:54:51: Du hast in deinem Buch eben ... das so schön formuliert.
00:54:55: Die Zukunft der Arbeit ist vor allen Dingen die Arbeit in der Zukunft und du hast neben dir... Und hast auch da an dem ersten Buch schon sehr viel über künstliche Intelligenz geschrieben, was gesagt?
00:55:03: Neben der humanen Intelligenzen und der künstlichen Intelligencen brauchen wir eine ökologische Intelligenze um mal kurz die Brücke von deiner Denkwelt von den höheren Hörern, die dich noch nicht kennenbrauchen.
00:55:16: Wie genau ordnest du jetzt das Thema KI in das große Thema Hoffnung
00:55:21: ein?".
00:55:22: Also man kann sich dieser Frage nähern, indem man zurückfragt vielleicht.
00:55:29: Wenn KI die Antwort ist in deinem Job, in deiner Firma was es dann eigentlich die Frage gewesen, die du KI gestellt hast?
00:55:36: Was ist das, was wir mit KI verbessern wollen?
00:55:39: Da haben große Fragezeichen.
00:55:42: Also wir brauchen eine höhere Intentionalität, das ist genau das was KI einfach technisch nicht liefern kann.
00:55:47: also Sense of Purpose ein Problemlösungsverständnis damit wir das dann gut prompten können.
00:55:54: ich sage nicht dass wir nur auf menschliche Intelligenz setzen sollten aber menschlich Intelligenzen ist noch mal viel mehr als nur das analytische was uns die KI abnehmen kann.
00:56:03: es geht um Meterintelligenz.
00:56:05: Nicht nur machen wir die Dinge richtig, sondern auch die richtigen Dinge.
00:56:09: Zweifel, interpersonelle Sachen bin ich eigentlich gerade mit mir... Hörst du?
00:56:14: Interpersonell ist... Ich bin nicht auf die anderen eingestürmt und intrapersonell bin ich mit mir selbst im Rhein ganz viele Intelligenzformen.
00:56:22: Wir haben fünfzig identifiziert, die allein den Menschen zu eigen sind.
00:56:26: Narrative Intelligenzen
00:56:27: etc.,
00:56:29: das müssen wir dürfen wir unter der KI nicht begraben.
00:56:32: Und anders formuliert mit der KI die uns so viel abnimmt, so viel lästiges können wir uns mehr auf diese Form von Intelligenz konzentrieren.
00:56:41: Es gibt ganz spannende Forschung zum Thema Geldautomaten.
00:56:44: So viele in diesem AI at work-Forschungsdebatten gucken sich Geldautomatenforschungen an weil das ist ein bisschen schuldig eigentlich.
00:56:53: aber so ist man halt da.
00:56:55: In den Siebzigern und Achtzehnen wurden Geldautomanen eingeführt eine Automatisierungstechnologie.
00:56:59: was es dann passiert?
00:57:00: Interessanterweise gab's danach mehr Bank angestellte nicht weniger weil man mehr in der Fläche Bankfilialen aufmachen konnte, die nicht so personellintensiv waren.
00:57:11: In der Summe wurden das aber mehr Filialen und deswegen ist die Belegschaft gestiegen.
00:57:16: Das lästige Geldaushändigen hat dann eine Maschine übernommen.
00:57:19: Es gab einen Abskilling ... Weil die Bankmitarbeiter sich mit interessanten und emotionalen Fragen beschäftigen konnten.
00:57:25: Die Geldsorgen von einem, der sich ein Haus gekauft hat etc.
00:57:29: Da gab es eine Aufwertung.
00:57:31: Und was noch spannender ist, finde ich Welche Bank hat ein Wettbewerbsvorteil durch die Einführung von Geldautomaten bekommen?
00:57:40: Keine Einzige natürlich, weil es ja alle gemacht haben.
00:57:44: Und das sollte uns zu denken geben jetzt wo wir alle mit vier oder fünf großen GNI-Modellen arbeiten eine sehr überschaubare Anzahl von unterschiedlichen sehr ähnlichen Technologien, mit denen wir alle das Gleiche machen.
00:57:59: Wenn wir in einer Firma sind und glauben, dass wir allein dadurch irgendwie Vorsprung gewinnen.
00:58:04: Und deswegen auch ein Großteil der Menschen entlassen könnten, dann ist das sehr trügerisch.
00:58:08: Denn genau wie mit den Geldautomaten wurde nur ein neues Markt normal geschaffen.
00:58:12: Das heißt natürlich war es für eine Bank in den Siebzigern fatal wenn sie keine Geldautomaten eingeführt hat.
00:58:18: aber genauso fatal ist es zu glauben Wir brauchen jetzt keine Mitarbeitenden mehr!
00:58:22: Wir machen jetzt nur noch Geltautomaten... den wir gerade in der Tendenz machen, in Europa.
00:58:28: Wir müssen uns jetzt fragen, was können wir mit der gewonnenen Zeit anfangen?
00:58:32: Und wie kriegen wir ein Vorsprung gegenüber der Konkurrenz hin?
00:58:35: Der Vorspring wird uns nicht KI oder der Geldautomat geben, sondern die relevanten Fragen, die wir on top setzen.
00:58:41: Ja,
00:58:42: spannend!
00:58:44: Ich bin ... ich hab das Buch noch nicht gelesen.
00:58:48: Ich bin voller Erwartungen.
00:58:53: Sag noch mal was zum Erscheinungstermin.
00:58:55: Am dreißigsten September?
00:58:56: Dreißigste
00:58:56: September, also jetzt wahrscheinlich schon bei den gängigen Plattformen und euren Buchhandlungen, wenn ihr welche habt, die wir unterstützen wollen vorbestellbar.
00:59:05: Also macht das!
00:59:06: Ich glaube dieses Buch ist ein ganz, ganz wesentlicher wichtiger Beitrag zur Zukunft der Arbeit.
00:59:12: Lasst uns bevor wir alle, alle letzte Frage, die immer stellen machen nochmal einmal gucken.
00:59:17: wie wird aus Hoffnung jetzt ganz konkrete Handlung.
00:59:19: Eine Hörerin und Hörer, die sich sagen, super spannend.
00:59:24: Da waren sich viele tolle motivierende Anregungen.
00:59:27: aber was mache ich jetzt ganz konkret?
00:59:29: Hast du so drei Takeaways, wo du sagst, die würde ich dir gerne mitgeben als Hörlerin oder Hörern?
00:59:36: Ja also
00:59:38: wenn du in einer Machtposition bist dann schau was Hoffnungskiller sind bei deinen Leuten.
00:59:45: Und da gibt es in dem Buch einige Vorschläge, Leistungen, Macht, Karriere, Denken, Demokratie auch, Endpolitisierung.
00:59:54: Hör aber erst mehr auf deine Leute als auf das Buch.
00:59:57: Das kann in deiner Organisation anders sein und versucht sich aus dem Weg zu räumen.
01:00:02: Wenn du selber für dich gerade wenig Hoffnung verspürst dann fragt dich woran liegt das?
01:00:07: Liegt das daran dass ich Gerade die Überzeugung nicht habe, also es ist ein Mindset-Thema.
01:00:12: Liegt das daran, dass mir Fähigkeiten fehlen?
01:00:15: Durch Fähigkeit kann man auch Hoffnung aufbauen und ich kann was Neues!
01:00:17: Das gibt mir total viel Selbstbewusstsein und Zuversicht.
01:00:22: oder liegt es an Möglichkeiten, also an Ressourcen so... Und dann, das finde ich ganz wichtig gerade wenn man nicht in Machtpositionen ist, sagt das deiner Chefin oder deinem Chef.
01:00:33: Ich find' schon überraschend wie viele Menschen unzufrieden auf der Arbeit sind und das nicht konstruktiv äußern, sagt deinem Vorgesetzten wo dir der Schuh drückt.
01:00:43: Und dann gibt den mindestens ein Quartal Zeit darauf zu reagieren.
01:00:47: Das ist genauso wie in einer funktionierenden Beziehung ganz zentral Probleme zur Sprache zu bringen Denn Sprache ist unsere Software um Probleme zu lösen.
01:00:56: Wenn du nicht darüber sprichst, kann ihr keine Ansehen nicht unbedingt ansehen.
01:01:01: also bringe Dinge zur Sprach und gibt Menschen eine Chance, gemeinsam mit dir das zu lösen.
01:01:08: Und trau dich auch Menschen zu nerven damit.
01:01:10: Super!
01:01:11: Vielen vielen Dank.
01:01:12: Das war wieder ein so schöner Ritt durch das was dich gerade beschäftigt.
01:01:17: Auch die letzte Frage, die wir ja allen Gästen stellen stelle ich dir noch mal wo willst du noch hin?
01:01:22: Ja wo will ich noch hin... Ich hätte natürlich wissen können, dass das immer die letzte Frage ist wie beim letzten Mal.
01:01:27: Das ist nicht stimmt.
01:01:28: Mir ja
01:01:28: Meckel hat gesagt diese beiden Fragen würde ich wahrscheinlich jedes mal anders beantworten.
01:01:33: Ja, stimmt auch.
01:01:33: Aber ich werde es auch nicht vergleichen, kein anderer wird's vergleichens nur weil du gerade was du gerade dein Gefühl hast.
01:01:39: Wo will ich hin?
01:01:42: Also ich bin kurz davor in Urlaub nochmal zu fahren.
01:01:46: So, das heißt ich freue mich...ich möchte nach Texel oder Tessel wie den Niederländer sagen eine Nordseinsel.
01:01:50: da will ich Ähm, und ich will ... Ich will mehr noch ... Ich denke momentan viel über mein inneres Kind nach.
01:02:08: Und jetzt wo ich offiziell erwachsen bin mit thirty-six ist es eine Zeit sich darüber nach zu fragen wie kann ich mit meinem inneren Kind am Einklang sein?
01:02:20: Weißt du wie ich darauf gekommen bin?
01:02:22: Mit der unmöglichsten Quelle wahrscheinlich!
01:02:25: Ich habe immer sehr viel Politik-Podcast gehört und hab davon momentan ein bisschen Abstand genommen.
01:02:29: Und höre sehr viele Oldtimer-Podcasting, ich mich sehr viel Oldtimer interessiere.
01:02:33: Es gibt eine sehr interessante Folge mit Ulf Poschert dem Weltherausgeber, wo es um seine Autoleidenschaft geht!
01:02:39: Er kam früher aus einem sehr einfachen Verhältnissen.
01:02:43: Er hat immer Auto-Quartett gespielt und wenn er mit bestimmten Oldtimern fährt, dann ist er mit seinem inneren Kind im Einklang.
01:02:50: Dem inneren kind das niemals einen Ferrari Tester Rosser gesehen hätte oder in die andere Stadt gefahren wäre um ihn um einen Ferrari zu sehen.
01:02:59: Und dann setzt der sich in seinen Ferrari Taster Rosser so krass muss es bei mir nicht sein und fühlt sich mit seinem Inneren Kind verbunden.
01:03:07: Ich glaub nicht, dass das passt nicht zu meiner Lebensphase in Oldtimer.
01:03:10: Das muss ich leider feststellen mit zwei jungen Kindern.
01:03:13: Finde auch aus anderen Gründen jetzt vielleicht nicht so angemessen.
01:03:16: Aber mit meinem inneren Kind in Einklang zu sein ist gerade was, was ich mich frage, was das eigentlich wie das aussehen könnte?
01:03:22: Ja, ich finde der Schrebergarten klingt schon nach einem ersten Kunden-Schritte.
01:03:25: Stimmt, stimmt vielleicht ja!
01:03:28: Ich danke dir ganz herzlich.
01:03:30: Lieber uns für diese wundervolle Stunde mit dir wünscht ihr... ... und deiner Familie, allen die mit dir arbeiten dürfen.
01:03:36: Alles Gute!
01:03:36: Vielen Dank!
01:03:37: Freuen wir uns auch ganz bald schon wieder bei uns sehen.
01:03:39: Ich wünsche Ihnen noch eine... ich habe gelernt, dein Urlaubskonzept, das können wir mal als Heckmitgeben dreimal eine Woche.
01:03:47: Ja!
01:03:47: Stopp and Go Urlaub!
01:03:49: Das du hast es genannt, jeder Sommermonat kriegt eine Woche Urlaub?
01:03:52: Genau!
01:03:53: Eine Woche
01:03:54: Bayern,
01:03:54: August eine Woche
01:03:56: Wir wollten es dich genau sagen.
01:03:58: Eine Woche am kinderfeindlichen Ort und September eine Woche an den Norden.
01:04:03: Kofferpacken ist vor allem das Motto gewesen.
01:04:06: Herzlichen
01:04:07: Dank, hat mir viel Freude gemacht!
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